Geschrieben von Skippy88 am 13.01.2023 um 19:39:
Wieder eine Folge, in der es explizit um Timmy geht und wieder fällt sie bei mir durch. Schuld daran ist auch diesmal nicht primär der Hund, sondern die hanebüchene und langweilige Story. Ich finde schon den Titel nicht sonderlich passend, da die Suche nach Timmy wirklich nur einen Teil der Spielzeit einnimmt. Schlimmer ist aber definitiv der Inhalt. Achtung, Spoiler:
Unser, sonst so hochintelligenter Timmy, der bösen Menschen normalerweise 1000 Meilen gegen den Wind riecht, hüpft mal eben treudoof in den Wagen eines Fremden.
Geklaut wird er, weil man Ersatz für einen verletzten Filmhund benötigt. Timmy sieht zufälligerweise genauso aus wie besagter Filmhund und wird natürlich auch im richtigen Moment von den Freunden vor dem Geschäft angebunden. Wie praktisch! Für einen Filmdreh kann man natürlich auch jeden x-beliebigen Hund nehmen, Hauptsache die Optik stimmt. Der Ausbildungsstand wird überbewertet.
Ausgebildet wird Timmy dann kurz vor Drehbeginn mit der Methode „Ich mache es dir vor und du machst es mir dann nach.“ Und weil Timmys Gespür für Gut und Böse weiterhin massiv gestört ist, befolgt er auch hier nach einer gewissen Zeit die Anweisungen.
Die Freunde erhalten währenddessen einen Anruf vom Tierheim in New Haven. Der Leiter hat scheinbar zufällig die, in Kirrin verteilten Suchplakate gesehen und macht den Freunden telefonisch ein Angebot: Er hat gerade einen Hund zu verkaufen, der so ein wenig aussieht wie Timmy. Wie nett und v.a. sensibel von ihm. In der Hoffnung, dass es sich vielleicht wirklich um Timmy handelt, machen die Freunde trotzdem einen Abstecher ins Tierheim. Zwar erfolglos, aber zufälligerweise kommen sie auf dem Rückweg am Aufenthaltsort von Timmy vorbei.
Jegliche Versuche ihn zurückzubekommen scheitern und die Freunde bekommen lediglich den falschen Timmy in die Hand gedrückt. Auch hier trägt Timmy mit seinem seltsamen Verhalten bei. Er gehorcht wieder dem Fremden, weil er DENKT, dass er dann zur Belohnung zurück zu George darf. Auf die Idee, selber Kunststücke mit Timmy vorzuführen kommt George erst, als es schon zu spät ist.
Die Ähnlichkeit der beiden Hunde muss wirklich enorm sein. Denn weder der Tierarzt, noch Georges Eltern, die Timmy von Klein auf kennen, können bestätigen, dass es sich bei dem verletzen Hund nicht um Timmy handelt. Vom Tierarzt erhalten die Freunde aber zumindest sehr interessante Informationen: Hunde verletzen sich eigentlich so gut wie nie und Zerrungen kennt man eigentlich nur vom Menschen. Stimmt, egal ob Spielen, Toben, Sport oder Arbeit: Sehnen, Bänder und Muskeln eines Hundes sind unverwüstlich und Hunde achten auch stets darauf sich vernünftig Aufzuwärmen und sich nicht zu übernehmen.
Dank der ungesicherten Luxuslimousine des berühmten Filmstars schaffen es die Freunde am Ende nochmals auf das streng bewachte Gelände und können Constable Wilbert davon überzeugen, dass es sich tatsächlich um Timmy handelt. Allerdings auch erst in letzter Sekunde. Eigentlich sollen die Freunde den Beweis liefern, indem sie Timmy befehlen, Johnny Webb ins gepolsterte Bein zu beißen. Für George, die bisher nie ein Problem damit hatte Timmy auf irgendwelche Ganoven zu hetzen, kommt das allerdings nicht in Frage. Niemals würde Timmy einem fremden Mann ins Bein beißen.
Timmys Charaktereigenschaften waren immer schon sehr variabel, teilweise sogar innerhalb einer Folge. Manchmal der hochintelligente Hund mit enormen Spürsinn und dann wieder der unbedachte Hund, der in irgendwelche Löcher fällt und im wirklich ungünstigsten Moment anfängt zu bellen. Dass man hier keine klarere Linie fährt, hat mich ja immer schon etwas gestört, aber in dieser Folge ist Timmy mir deutlich zu einfältig, auch wenn ich seine Gedankengänge durchaus recht lustig und süß finde. Hinzu kommt, dass die Folge einfach nicht sonderlich spannend und recht konstruiert wirkt.
Ganz, ganz knappe 4 Punkte, da ich sie nicht ganz so katastrophal wie Folge 50 finde.