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Geschrieben von Murphy am 10.03.2022 um 05:56:

  15. Todestag von Stefan Wolf

Heute ist der 15. Todestag von TKKG Autor Stefan Wolf!
Er starb am 10. März 2007.

Darüber wollte ich euch informieren.



Geschrieben von City_Uhu am 10.03.2022 um 06:17:

 

Dank dir, Murphy.

Er hat meine Kindheit mit seinen Geschichten vom achten bis zum vierzehnten Lebensjahr maßgeblich geprägt, nicht umsonst nehmen seine Redewendungen respektive die des H.G. Francis dieser Zeit noch heute einen recht umfangreichen Teil meiner gedanklichen Festplatte ein, wohl auch, weil in diesem Lebensabschnitt das Lern- und Einprägungsvermögen am Größten ist.

Ich weiß noch, dass ich mit einem Schulfreund mal versucht habe, seinerzeit über die Telefonauskunft Stefan Wolf in Hamburg zu finden, ein aussichtsloses Unterfangen und falsch dazu, aber wir waren seinerzeit überzeugt davon, daß dies zum Erfolg führen würde.

Ich weiss nicht mehr, war die in den späten 80ern kostenlos ?

Wenn nicht, werden sich seine Eltern über die Telefonrechnung gefreut haben, ich glaube wir haben jeden Stefan Wolf aus HH in die Leitung geholt. Fettes Grinsen



Geschrieben von Murphy am 10.03.2022 um 19:15:

 

Ich wurde auch durch ihn und einige andere Autoren während der Jugendzeit geprägt. Ich hatte damals auch einige TKKG-Bücher gelesen. Geschätzt 20 Bände. Nach einer langen Pause habe ich vor ungefähr 10 Jahren wieder angefangen immer mal wieder ein paar Bücher zu lesen.



Geschrieben von Holger am 10.03.2022 um 19:53:

 

Sicherlich sind einige Aspekte seiner Werke berechtigt in die Kritik geraten. Dennoch darf man auch den Zeitgeist nicht aus dem Blick lassen. Nicht alles war früher besser.

Dennoch muss man sagen, dass es durchaus schlechtere Vorbilder für Kinder und Jugendlich gab als TKKG oder Tom & Locke. Heutzutage würde man sie wahrscheinlich als Gutmenschen beschimpfen. Aber ich denke, dass an Hilfsbereitschaft, Gerechtigskeitssinn und Empathie nichts falsch ist. Insofern haben auch mich die Werke von TKKG geprägt.



Geschrieben von Mangobanane am 10.03.2022 um 20:42:

 

So lange schon… Wahnsinn, wie die Zeit vergeht.
Stefan Wolf hat viele Bewunderer, aber auch nicht wenige Fans, die ihm den Einstieg in die Hörspielserie noch heute übel nehmen. Ich gehöre nicht dazu, muss aber auch dazu sagen: Ich habe nie ein TKKG-Buch gelesen und würde vermutlich heute auch nicht mehr damit beginnen. Ich kenne die ein oder andere Leseprobe und konnte mit dem Stil nicht so viel anfangen, weswegen die Motivation dann auch gefehlt hat, mal ein ganzes Buch zu probieren. Nichtsdestotrotz: Stefan Wolf hat sich ein Denkmal gesetzt. Dafür meinen größten Respekt, nach wie vor, auch wenn er heute von Helikoptermuttis gerne für seine Kontroversen verrissen wird.
TKKG ist für mich die Serie, die es Späteinsteigern extrem schwer macht, sie zu mögen. Mit TKKG muss man mMn schon als Kind Berührungspunkte gehabt haben, um die Serie wirklich im richtigen Licht sehen zu können. Natürlich gilt das nicht mehr für die letzten 60, 70 Folgen, wo man sich stilmäßig von der Einmaligkeit der Produktion wieder verabschiedete und der Serie Stück für Stück jegliche Besonderheit nahm, durch die sie sich zu Wolfs Zeiten klar von der Konkurrenz in schwarz sowie den fünf englischen Spürnasen abgrenzte. Heute ist TKKG perfekt in den übrigen Europa-Kanon eingegliedert - leider. Andererseits würde sie ohne diesen Konzeptwechsel heute längst nicht mehr laufen.



Geschrieben von Quadro am 10.03.2022 um 21:11:

 

Auch ich bin überrascht, dass das jetzt schon 15 Jahre her sein soll.

Man kann von dem Autor natürlich denken, was man will. Er war sicherlich einfallsreich, hat aber auch viel kopiert und mehrfach verwurstet. Seine aufgezeigten Bilder waren spannend und aufregend, manchmal aber auch einer gänzlich andern Epoche entsprungen. Mal menschlich, mal das ganze Gegenteil davon. In jedem Fall ist sein Werk ein zeithistorisches Dokument, mit dem man in der Retrospektive gut veranschaulichen kann, wie diese Welt mal getickt hat.



Geschrieben von City_Uhu am 11.03.2022 um 15:56:

 

Zitat von Holger:
Sicherlich sind einige Aspekte seiner Werke berechtigt in die Kritik geraten. Dennoch darf man auch den Zeitgeist nicht aus dem Blick lassen. Nicht alles war früher besser.

Dennoch muss man sagen, dass es durchaus schlechtere Vorbilder für Kinder und Jugendlich gab als TKKG oder Tom & Locke. Heutzutage würde man sie wahrscheinlich als Gutmenschen beschimpfen. Aber ich denke, dass an Hilfsbereitschaft, Gerechtigskeitssinn und Empathie nichts falsch ist. Insofern haben auch mich die Werke von TKKG geprägt.


Fand Tom & Locke immer authentischer als TKKG, auch die Bücher wirken ausgewogener, sind auch länger.


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