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Geschrieben von marcm200 am 02.09.2022 um 11:46:
(Natur)wissenschaftlich unterlegte Hörspiele
Aktuell höre ich gerne Hörspiele, die naturwissenschaftlich/mathematisch unterlegt sind, und bei denen dieses Thema dann auch eine bedeutende Rolle in der Auflösung spielt. Und ich mich dann - nach dem eigentlichen Hören - noch viel länger mit einem Thema beschäftigen könnte.
Kennt jemand weitere Hörspiele dieser Art (auch aus anderen Serien) und verwendet diese als "Lernanstoß"?
- ??? - Das Auge des Drachen. Thema: Tetrachromatie (Ich finde das Thema hochinteressant, und werde dazu demnächst auch mal eine Rezension/Podcast machen).
- ??? - Die feurige Flut. Thema: Chemie. Ein gläserner Tresor, den man mit definiert ablaufenden Reaktionen zerstörungsfrei öffnen muss.
- Tkkg - Betrüger Super Sauber. Thema: Mathematik. Die Pythagoräischen Tripel zum Auffinden eines "Schatzes".
EDIT: Titel geändert 6.10.2022
Geschrieben von Myrath am 02.09.2022 um 12:06:
Jan Tenner 14 - Die Zeitfalle
Die Existenz eines hypothetischen Planeten zwischen Mars und Jupiter, der später den Asteroidengürtel gebildet hat
Generell alle SciFi-Hörspiele.
Die Materietransmitter bei Perry Rhodan.
Geschrieben von marcm200 am 02.09.2022 um 13:32:
In Jan Tenner werde ich mal reinhören, denn wie der Asteroidengürtel entstanden ist/sein könnte, "darüber weiß ich so gut wie nichts", um es mal mit Karl aus "Tkkg - Das Geschenk des Bösen" zu sagen.
Ich würde SciFi - wenn es um Raumschiffe, Antriebe, etc geht - eher als pseudo-naturwissenschaftlich bezeichnen, denn realistisch ist alles was mit Überlichtgeschwindigkeit von Materie oder gesteuerter Raumkrümmung zu tun hat, heutzutage ja nicht. Es gibt da einen interessanten Podcast zu: "Seriendialoge - Folge 29: Wie realistisch ist die "Star Trek"-Technik?"
Geschrieben von Kris am 02.09.2022 um 13:44:
Ja, bei Sci-Fi habe ich auch immer einen etwas bitteren Beigeschmack, weil ich Astrophysikerin von Beruf bin, denn oft wird da die Wissenschaft eher "missbraucht", als dass darauf aufgebaut wird, wehalb ich besonders um Sci-Fi Hörspiele, die sich "zu ernst" nehmen einen grossen Bogen mache. Sci-Fi, wenn es gut gemacht ist (oder extra schlecht) ist wunderbar, aber nur weil man "Quanten-" vor jede Technologie klatscht, macht es das nicht realistisch

Und auch diese typische Sci-Fi Szenen, in denen ein Raumschiff durch einen Asteroidengürtel fliegt und den Asteroiden ausweichen muss... Seufz
Ich bin auch grosser Fan von naturwissenschaftlichen und mathematischen Themen in Hörspielen (ich habe mich extrem über das Matherätsel in TKKG 223 gefreut).
Bei TKKG 199 "Verfolgungsjagd vor Mitternacht" gab es eine nette Erklärung über Feuerwerkskörper, die ich solide fand.
PS: Es gibt einen "Planeten" zwischen Mars und Jupiter, der heisst Ceres und gehört - wie Pluto- zu den Zwergplaneten.
Geschrieben von Myrath am 02.09.2022 um 13:49:
Ah, okay, also soll es nicht spekulativ sein. Die Hypothese mit dem zusätzlichen Planeten gab es lange Zeit wirklich, sie wurde dann aber später falsifiziert. Ähnlich wie die Geschichte mit dem Zwillingsstern der Sonne, Nemesis, der alle paar Millionen Jahre auf einer nicht konzentrischen Umlaufbauhn vorbeikommt und Massensterben auf der Erde auslöst.
Wo mich wissenschaftliche Themen auch in nicht SciFi-Form in Hörspielen durchaus interessieren, waren es bei mir aber immer eher die geschichtlichen, die mich auf die von dir beschriebene Art fasziniert haben. Das ist dann natürlich nicht
naturwissenschaftlich im engeren Sinne. Aber von der Begeisterung her war es bei mir dann immer sowas wie eine uralte Landkarte in einem Archiv und die Geschichte von Kalifornien und Mexiko (DDF - Aztekenschwert)
@Kris
Stimmt natürlich mit dem Zwergplaneten, aber ich glaube, früher ging man von einem "richtigen" aus.
Ja, okay, wenn man Astrophysikerin ist, hat man wohl einen
leicht "geschärften" Blick auf solche Themen
Geschrieben von Kris am 02.09.2022 um 14:00:
Das mit den geschichtlichen Themen kann ich vollkommen nachvollziehen, die höre ich in Hörspielen auch extrem gerne! Ich mag es, wenn "historische Funfacts" gestreut werden und man etwas geschichtliches lernt
Sci-Fi ist auch das einzige Genre, bei dem ich "empfindlich" bin, aber eben nur, wenn sie sich auch sehr ernst nehmen, was zum Glück äusserst selten ist
Wenn wir auch anderen Hörspiel content dazu nehmen: Im zweiten Bibi Blocksberg Film kommt ein mathematisches Rätsel vor, sowie mehrere Mathebücher. Im Gegensatz dazu gibt es im ersten Elea Eluanda Hörspiel eine komplett falsche Gleichung, die im entsprechenden Thread auch auseinandergenommen wurde
@Myrath Die Suche nach Planeten im Sonnensystem ist ja immer noch nicht abgeschlossen, im Moment wird nach "Planet (I)X" gesucht. Mal schauen...
Geschrieben von marcm200 am 02.09.2022 um 14:32:
Ich komme ja aus der Molekularbiologie, von daher ist mein Fokus eher auf den naturwissenschaftlichen Hörspielen, und ich versuche, die dortigen Themen dann mit (Fach)artikeln zu erweitern, um selbst etwas zu lernen und darüber nachzudenken - die dritte "Verwendungsmöglichkeit" von Hörspielen nach dem Hören und dem Besprechen/Rezensieren.
Wo ich "empfindlich" bin (eher in Fernsehserien aber), ist die Verwendung von DNA-Spuren als non-plus-ultra: Jetzt haben wir den Verbrecher. Fall geklärt.
@Kris: Elea Eluanda kenne ich jetzt nicht, aber die Gleichung werde ich mir mal anschauen.
Geschrieben von MihaiEftimin am 02.09.2022 um 14:42:
Ich komme ja eher aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich, um genau zu sein, Linguistik und Geschichte, und freue mich dementsprechend natürlich immer, wenn in Hörspielen etwas aus diesen Fachbereichen behandelt wird.
Zur Mathematik fällt mir bei DDF noch der "Teufelsberg" ein, in welchem zu Beginn trigonometrische Vermessung eine Rolle spielt.
Geschrieben von Myrath am 02.09.2022 um 15:04:
Genau, im geisteswissenschaftlichen Bereich versammelt sich auch irgendwie das meiste, was mich so beschäftigt
@MihaiEftimin
Hat mich früher sehr beeindruckt. Heute fällt mir allerdings auf, dass Justus' Verfahren wohl relativ... ehm... vereinfacht war

(Natürlich hat es den Zweck erfüllt, aber der Begriff mag das Ganze ein bisschen zu sehr emporgehoben haben... Justus halt

).
Geschrieben von MihaiEftimin am 02.09.2022 um 15:16:
Klar, es ist eine stark vereinfachte Methode. Andererseits hat es gereicht, um mir als Kind zumindest den Grundgedanken zu vermitteln.

Und dass Justus gerne mal Eindruck schinden will, wissen wir ja auch nicht erst seit gestern ...
Ich müsste die Fünf Freunde mal wieder alle durchhören, da ist ja allein durch Onkel Quentin schon einiges im Spiel, was mit Naturwissenschaften zusammenhängt, auch wenn vieles nur angedeutet wird ...
Geschrieben von LukasLev36 am 02.09.2022 um 15:55:
!!! - Nixensommer. Thema: Physik Kim zeigt den anderen, wie Gummibärchen im Wasser aufquellen.
Geschrieben von marcm200 am 02.09.2022 um 16:14:
Habe gerade Funk Füchse - Der Kampf mit dem roten Blitz gehört. Dort wird eine Peilung während des Funkspiels durchgeführt: in die Richtung gehen, in der die empfangene Stimme am lautesten ist (wohl wenn man sich schnell ein paar Meter in verschiedene Richtungen bewegt). Wurde in den frühen ???-Folgen nicht auch mal ein Peilsender benutzt? Und wurde dort genauer erklärt, wie der funktioniert?
@LukasLev36: Ich habe das vor kurzem mal mit nicht-gelatine-haltigen Verdickungsmitteln ausprobiert, aber da ist leider nichts gequollen

Ich fand im Nixensommer ja das Quickkey-Set super, es war mir aber zu teuer als Einmal-Ausprobieren-Kauf und habe mir dann lieber youtube-Videos angeschaut.
Geschrieben von marcm200 am 28.09.2022 um 16:08:
Wie im ersten Post kurz angedeutet, hat mich das Thema Tetrachromatie so stark interessiert, dass schlussendlich ein Besprechungsvideo über "Das Auge des Drachen" der ??? (Hörspiel, Buch, Biologie) daraus entstanden ist:
https://youtu.be/jY8OTYcmZig.
Meine Deutschlehrerin in der Mittelstufe hat immer gesagt, "Lesen soll zum Nachdenken anregen" - ein Ziel, welches das Hörspiel - wenn ich die Aussage mal verallgemeinere - bei mir definitiv erreicht hat (und bestimmt bin ich da nicht der einzige).
Im Zuge der Vorbereitung habe ich ein optisch sehr schönes Wort aufgeschrieben: "Rottonphotonen". Das würde sich bestimmt gut im Akronyme-Spiel machen
Habt ihr andere Themen, auf die euch ein Hörspiel aufmerksam gemacht hat, und welche so interessant waren, dass ihr euch für eine bestimmte Zeit damit intensiver beschäftigt habt?
Geschrieben von marcm200 am 06.10.2022 um 09:14:
Nicht naturwissenschaftlich (deshalb habe ich mal den Titel des Threads etwas modifiziert), aber die Seire "Erwischt - Zeitreise ins Verbrechen"
https://www.erwischt-zeitreise.de/ hat ein interessantes geschichtswissenschaftliches Design: drei Jugendlichen finden ein Buch, das - wenn einer daraus vorliest - den beiden anderen erlaubt, echte Kriminalfälle hautnah mitzuerleben (quasi als Zeitreise des Verstandes).
Die geschichtlichen Fakten scheinen gut recherchiert - in der Folge über den Postzugraub der 1960er habe ich vieles, was ich vorher mal gelesen habe, wiedererkannt.
Beim "Raub der Mona Lisa" von 1911 mache ich es jetzt umgekehrt und höre mir (nur) das Hörspiel an. Dann lerne ich da auf unterhaltsame Weise etwas.
Geschrieben von Myrath am 06.10.2022 um 09:41:
Bei Geschichte bin ich direkt mit an Bord

Das Konzept ist gut und klingt interessant
Werde mal reinhören, sobald ich Zeit habe.
Geschrieben von MihaiEftimin am 06.10.2022 um 16:30:
Bei Geschichte bin ich auch am Start!

Hört sich wirklich gut an, quasi wie ein True-Crime-Podcast als Hörspiel verpackt. Da höre ich definitiv beizeiten mal rein.
Geschrieben von Mikosch373 am 06.10.2022 um 16:45:
Prinzipiell hört sich das gut an. Eine Frage hätte ich dazu aber noch: Ist das Ganze mehr wie ein Hörspiel oder mehr wie ein Podcast aufgebaut?
Geschrieben von marcm200 am 06.10.2022 um 16:59:
| Zitat von Mikosch373: |
| Prinzipiell hört sich das gut an. Eine Frage hätte ich dazu aber noch: Ist das Ganze mehr wie ein Hörspiel oder mehr wie ein Podcast aufgebaut? |
Die Hörspiele sind "normale" Hörspiele, in denen drei Jugendliche (2 Jungs, 1 Mädchen) dieses Buch verwenden, um damit einen Podcast zu machen. Sie "springen" dazu reihum in verschiedene vergangene Zeiten, die sie als die damaligen Charaktere miterleben und lernen, das Buch immer besser zu nutzen.
Es gibt dazu auch noch auf der Seite einen Podcast, da habe ich aber noch nicht reingehört, ob es ein davon unabhängiger True-Crime-Podcast mit realen Personen ist - oder vielleicht das, was im Hörspiel angedeutet produziert wird.
Geschrieben von marcm200 am 18.04.2023 um 20:05:
Ein Hörspiel, das mir in der Beziehung gut gefallen hat, ist TKKG - Trickdieb auf Burg Drachenstein. Nipfel wirft ja den Vertrag zwischen Glasplatten mit Kork und Kandiszucker in den Burggraben: man kann gut über die Themen Auftrieb und Löslichkeit von Zucker nachdenken - stehendes/fließendes Gewässer, Temperatur? Hat Stefan Wolf da vielleicht Vorversuche gemacht? Da die Maße angegeben sind (Zeichenblock = DIN A3) und bei geratenen 3 mm Glasdicke pro Scheibe würden ohne Beutel ca. 1,4 L Kork oder 1,2 L aufgeschäumtes Styropor zum Schweben ausreichen. Und mit der Menge an Kandiszucker kann man den Zeitpunkt des Auftauchens festlegen. Sehr interessante Idee!
Geschrieben von Myrath am 18.04.2023 um 20:18:
Über diesen Trick habe ich auch schon öfter nachgedacht; gute Idee
Und weil's sein muss:
"Gestern schwääär, heute lääär, WAS FÜR EIN BLÖDSINN!"
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