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Geschrieben von Janni am 15.02.2023 um 17:53:

  Die intelligentesten Hörspielcharas

Da wir ja häufig darüber reden, dass Hinki und Pinki vertrottelt angelegt sind, Benjamin dümmlich geworden ist und Bernhard auch zu einer Witzfigur geworden ist, will ich hier mal über das Gegenteil reden.

Welche Figuren sind eurer Meinung nach die intelligentesten, weisesten oder auch taktisch klügsten Pro- und/oder Antagonisten ihrer jeweiligen Serien oder auch insgesamt serienübergreifend?

Ich fange mal an.

Bibi: Da würde ich doch sehr stark zu Mania und unter den antagonistischen Charas Malicia tendieren.

Benjamin: Schwierig, Herr Tierlieb würde mir da einfallen, aber sonst?

Bibi und Tina: Hmm, auch nicht einfach, Graf von Falkenstein wäre hier ein guter Kandidat.

Elea: Eindeutig Quirin Bartels (Zitat Ravi: Das hat er garantiert schnell rausbekommen. Denn doof ist unser Direktor nicht.) und Uhu Uhuvitch wäre auch sehr wahrscheinlich.

DDF: Hier ist es recht einfach: Justus und Hugenay

Fünf Freunde: Kenne ich mich nicht mit aus, aber Onkel "Tarantino" wäre naheliegend.

TKKG: Karl und sein Vater sind ja darauf ausgelegt.

Von den nicht im Forum behandelten Serien kommen natürlich sofort Holmes und van Dusen in den Sinn.
Als Schlau-wie-vier-Fan würde ich auch noch Dr. Dr. Zweistein vorschlagen. Universalgelehrte (zweimal des Jahres), Erfinderin des Navinauten und Trägerin der goldenen Ehrenmedaillen von Oxford, Yale und Harward.



Geschrieben von Chantal-Marie am 15.02.2023 um 18:09:

 

Vielleicht Herr Schmeichler? Er wird zumindest nicht so dümmlich, wie andere Böswichte dargestellt



Geschrieben von Myrath am 15.02.2023 um 18:29:

 

Justus hat bei DDF schon lange nicht mehr viel mit Intelligenz zu tun Unglücklich

Entweder wird er zum Deppen, man macht ihn schlecht oder er redet an unpassenden Stellen geschwollen (im Gegensatz zu früher, wo er dies regelmäßig zum Vorteil für DDF einsetzen konnte; oder zum Ärger seiner Detektivkollegen Fettes Grinsen ).

Dass Justus mit einer wirklich guten Idee oder Vorgehensweise brilliert, ist schon lange her. Meistens geben das die Fälle auch gar nicht her...

Hugenay... in seinen letzten Auftritten ist "Intelligenz" jetzt auch nicht unbedingt das, was mir spontan dazu einfällt...

Bei den Fünf Freunden spielt Intelligenz meistens auch keine große Rolle, eher Mut, Abenteuerlust, Neugierde. Bei den sechs Spürnasen hätte man natürlich eindeutig Dicki sagen können.

TKKG: Klar, Karl.



Geschrieben von Mikosch373 am 15.02.2023 um 19:02:

 

Ich finde nicht, dass Justus nicht mehr intelligent ist. Ich würde ihn nach wie vor als intelligenteste Figur bei den drei Fragezeichen bezeichnen und er ist auch der Erste, an den ich gedacht habe, als ich den Threadtitel gelesen habe.



Geschrieben von Myrath am 15.02.2023 um 19:13:

 

Mir fällt gerade kein Beispiel ein, wo er in der letzten Zeit etwas wirklich Kluges getan hat...

Dabei schließe ich natürlich Sachen aus, die nur auf einer günstigen Storywendung durch den Autoren basieren. Um mal ganz grob zu sagen, was ich meine: Wenn der Bösi McEvil sich in einem Lagerhaus versteckt und Justus plötzlich meint, man könne ja mal in Lagerhäusern nachsehen, ist das nur so, weil der Autor es sich leicht machen will. Wenn er allerdings etwas wie eine Telefonlawine hervorzaubert, eine wirklich gute Idee also, kann man das durchaus intelligent nennen.

Im Gegenteil werden die Figuren doch eigentlich immer dümmer. Peter kann keine Fremdwörter mehr und hat auch nach 500 falschen Geistern immer noch Angst, und nach ebensovielen gelösten Fällen lässt er sich wie beim Jadekönig ganz leicht reinlegen. Und Bob und Justus wechseln sich mit emotionalen Krisen und völlig irrationalen Alleingängen ab. Das Gehirn wird meistens einfach abgeschaltet. Nur so funktionieren viele aktuelle Fälle überhaupt erst.



Geschrieben von Mangobanane am 15.02.2023 um 19:45:

 

Ich denke mal, dass sich das Auflösungskonzept bei DDF so gewandelt hat und Justus nicht mehr so glänzen kann wie früher, liegt einfach daran, dass man diese Schiene sehr lange gefahren ist. In manchen Klassikern tragen Peter und Bob überhaupt nichts Fallrelevantes bei, in den 100er-Folgen war der Justus-Monolog zum Abschluss schon fast ein Running Gag. Man versucht hier halt, die Anteile der drei ??? an der Lösung des Falles besser auszubalancieren - tatsächlich ist Minninger mittlerweile der einzige Autor, der nach wie vor standardmäßig auf den Monolog am Ende setzt. Das führt aber zwangsläufig dazu, dass Justus‘ Genialität nicht mehr so stark zum Tragen kommt. Kari Erlhoff parodiert das alte Konzept ja geradezu mit „Botschaft aus der Unterwelt“ (154). Umso interessanter wäre es, würde man die Reihe in den USA doch noch fortsetzen (woran ich langsam nicht mehr glaube), wie man dort mit den Figuren umgehen würde.



Geschrieben von Serienfan am 15.02.2023 um 20:12:

 

Ich musste auch sofort an Sherlock denken.



Geschrieben von Myrath am 15.02.2023 um 20:20:

 

@Mangobanane
Das ist durchaus der Fall. Allerdings ist es gleichzeitig so, dass die Intelligenz in der Serie auf Seiten der Protagonisten insgesamt nicht mehr die große Rolle spielt. Klar, wenn man Justus' Abschlussmonologe an sich betrachtet, kann das durchaus nach einiger Zeit zuviel werden. Aber die meine ich auch gar nicht unbedingt mit der Intelligenz. Denn z.B. einen total verworrenen Fall am Ende mit aus dem Hut gezauberten Schlüssen aufzuklären, ist nicht unbedingt klug, sondern oft ein Zeichen, dass der Autor sein Handlungskonvolut irgendwie abschließen musste. Für mich ist Intelligenz etwas, was sich auch dem Leser im echten Leben deutlich als intelligent mitteilt. Das Auto, unter dem die Straße nach dem Regen noch trocken ist, die Telefonlawine, Fragezeichen auf Schuhspitzen malen, gefundene Diamanten an Glasscheiben ausprobieren.

Ich finde es klasse, wenn Bob und Peter mehr zu den Fällen beitragen, ebenfalls tolle Ideen haben und selbstständig handeln. Aber auch hier wird dann oft nur die "Emanzipation" gegenüber Justus gefeiert und selten haben die beiden anderen mal intelligente Ideen, genausowenig wie Justus heutzutage.

Die Intelligenz findet heute auf Seiten der Bösen statt. Auch dort meist nicht hinreichend, aber z.B. bei Marx oft in Form skrupelloser, durchtriebener Charaktere, die damit durchkommen. Was auch nicht unbedingt intelligent ist, eher hinterlistig.



Geschrieben von GenerationMartinshof am 16.02.2023 um 08:05:

 

Robert Eichhorn. Ich muss aber sagen, dass ich auch bei Holger denke, dass er sehr intelligent ist. Zumindest hat er immer Antworten parat.

Beim Grafen würde ich eher nicht zustimmen, dass er der Hellste ist. Vor allem in letzter Zeit kommt er eher etwas vertrottelt rüber. Die Filme und die Realserie ergänzen dieses Bild.

Der Mühlenhofbauer ist glaube ich auch nicht der Schlauste. Da würde ich sagen, dass er schon manchmal etwas dümmlich dargestellt wird.



Geschrieben von Mikosch373 am 16.02.2023 um 13:50:

 

Den Grafen würde ich auch nicht als intelligenteste Person bei Bibi & Tina sehen. Er ist zwar gebildet und bestimmt nicht dämlich, aber manchmal merkt man schon, dass er kein Sherlock Holmes ist. Und in letzter Zeit ist er wirklich vertrottelter geworden.

Frau Martin finde ich aber eine gute Kandidatin bei Bibi & Tina. Sie ist sehr schlau und weiß, wie sie die Dinge zu lenken hat, damit alles gut läuft. Sowohl bei Bibi und Tina, als auch bei Alex oder dem Grafen.


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