Geschrieben von Volker_Mars am 16.08.2024 um 10:42:
Ich bin sehr gespannt!
Der Klappentext liest sich gut!
Auch wenn natürlich Parallelen zur 155 entfernt auftauchen.
Geschrieben von Mangobanane am 16.08.2024 um 19:07:
Eine Folge, bei der es Buch, Sprecher und Regie völlig legitim finden, schamlos, oberpeinlich und ganz direkt innerhalb der Handlung Werbung für die anstehende Live-Tour zu machen, verdient weder mehr als einen Punkt noch mehr als einen Satz als Rezension, denn das toppt wirklich alles, was Hofstetter, Brügger und Friedmann der Serie in den letzten Jahren zugemutet haben.
Geschrieben von Die3FragezeichenFan am 16.08.2024 um 19:57:
Na, super. Jetzt bin ich auch noch neugierig.
Geschrieben von MihaiEftimin am 16.08.2024 um 21:05:
(Sicherheithalber KLEINE SPOILERWARNUNG, auch wenn sie wohl kaum nötig sein wird ...)
Wow ... einfach nur wow. Es ist höchst selten, dass ich von einer Folge aufgrund einer einzigen Stelle derart sprachlos bin, dass ich nicht sicher weiß, ob ich Mitleidspunkte verschenken oder Fremdschampunkte abziehen sollte ...
Aber reden wir erst mal über die Handlung. Wir steigen diesmal relativ klassisch ein - mit einem Banküberfall. In einem kleinen Dorf mitten in der Pampa. Kleine Bankfiliale. Wieviel wird da schon zu holen sein ...? Egal, wie gesagt, klassischer Einstieg, warum auch nicht.
Ömmaken Heidemarie ist alt genug, um nicht zu wissen, was ein Girokonto ist, und lässt sich ihre Rente in bar auszahlen - mithilfe der Bankkarte, die sie bislang als Teigschaber benutzt hat. :-D Gleich darauf der Überfall mit einem Schuss in die Decke, welcher wahrscheinlich schon mehr Schaden angerichtet hat, als die Gesamtbeute überhaupt wert war. Wie gesagt, hier schon mal ein paar kleinere Anachronismen. Immerhin existieren Geldautomaten, die aber alle nicht funktionieren.
Parallel geht es für TKKG erst mal mit Klößchens Eltern raus ins Grüne, und alle werden von Frau Sauerlich auf Waldpilzdiät gesetzt, woraufhin sich insbesondere Willi natürlich 'nen Art abfreut. Heidemarie lernen sie nun auch kennen, ebenso den Dorfsheriff Jochen Dill, der schon mal eine Strumpfmaske für eine alte Socke hält. Macht er sich verdächtig, oder kann er nur einfach nichts? Wir dürfen gespannt sein ...
"Und grüßt mir den Poltergeist!" hören wir einen einsamen Radfahrer lachen, der auch nur Geld abheben will. Weiter geht's ins alte Forsthaus, wo in Bälde eine Pilzpfanne in Arbeit sein wird. Klößchen hat zum Glück vorgesorgt und sich mit Schokolade eingedeckt. Wir notieren im Hinterkopf, dass es keinen Handyempfang gibt. Herr Sauerlich hat ebenfalls vorgesorgt und Bratwürstchen organisiert, und unter der Bedingung, dass morgen Pilze gegessen werden, protestiert Erna nicht mal. Macht sie nach all den Jahren doch mal Pause von ihrem Veggie-Trip?
"Was macht ein Teller da hinten?!" Diese Frage dürfte sich jeder stellen, der hin und wieder mal einen Poltergeist in der Bude hat. So auch in der Nacht. Karl sollte sich langsam von Computer in Wikipedia umbenennen, nachdem er diese passend zitiert. Man wird sich einig, dass es entweder ein Mensch oder ein Tier war. Geweckt werden sie am nächsten Morgen von einer Motorsäge - nein, nicht Klößchens Schnarchen.
Karl darf kombinieren - der Bankräuber stammt wahrscheinlich aus dem Ort, also wo wird er die Beute wohl verstecken? Beobachtungsposten wird also bezogen. Klößchens Motto entspricht meinem, was Hochsitze angeht - Vorteil: Sitz. Nachteil: Hoch.
Da oben ist aber besetzt, von Pia, der Tochter des ehemaligen Försters, welcher wiederum dem Poltergeist einen höchst gruseligen Namen verpasst hat. Heinz.
Der Dorfsheriff wird verfolgt, ins Forsthaus hinein, und hat anscheinend entweder seine Nerven nicht unter Kontrolle, oder gute Gründe dafür, warum die Dienstwaffe bei ihm etwas lockersitzt. Allzu kompetent wirkt er weiterhin nicht, könnte aber einen Ermittlungserfolg durchaus mal vertragen, wie er findet.
"Ein Irrer mit Motorsäge im Keller?!" Wäre ein guter Alternativtitel, aber weckt Vorstellungen, die in andere Serien besser passen würden, und so hat einfach nur Martin Böcks Säge den Geist aufgegeben. Nochmal Glück gehabt. Loswerden will er TKKG und den Sheriff aber dann doch. Oskar findet was im Keller. Was, kann man sich fast denken. Allerdings gibt es erst mal Pilze. Und Bratwurst. Hauptsache Bratwurst. Erna ist dann doch etwas beleidigt ...
Schietwetter, Verfolgung, Höhle. Und zum Glück brauchen Handytaschenlampen keinen Empfang.
Natürlich werden sie verfolgt. Von einem Eichhörnchen? Eine Wildschwein? Einem Wolf? Naja, jedenfalls wird es bald dunkel, und wir erleben das wichtigste Newton'sche Gesetz in Aktion: Wenn man fällt, liegt es nicht an der Eile, sondern an der Schwerkraft.
Nach dem Auffinden einer Wildschweinfamilie kommen TKKG auf den Gedanken, dass sie in einem Räuberwald sind. Buchstäblich. Denn jeder könnte der Räuber sein ... der Übergang ist durchaus nicht schlecht, anders als offensichtlich die Pilze, die Willis Mutter gegessen hat und nun im Krankenhaus wieder loswerden sollte.
Wir spielen Fang-den-Dieb und erfahren etwas über Rhinozeroshörner. Hat mit der Geschichte wenig zu tun, für den erhobenen Zeigefinger im Wolf'schen Sinne reicht und passt aber. Einen Gast bekommen sie noch hinzu, der sich etwas zu gut mit Pilzen auskennt. Und da rumort es auch schon mal wieder, und es geht wieder in den Keller, wo die Beute aber ja nicht mehr ist. Es wird also angenommen, der Unbekannte könne nicht mehr in der Hütte sein, und es wird weiter Fang-den-Dieb gekloppt. Dann gibt es aber doch noch Besuch.
Um nicht weiter zu spoilern: Alter Lachs, wie Psycho kann man bitte klingen?
Die Auflösung wird aber logisch hergeleitet, und es gibt noch etwas Action in der Hütte. TKKG scheinen hier echt von allem und jedem verfolgt zu werden. Nach dem Showdown erfahren wir von den Motiven des Täters, welche diesen auch eher wirken lassen, als müsste er dringend mal bei Dr. Remplem in Murrenbach vorstellig werden. ;-) Intellektuell ist es aber in Teilen nachvollziehbar und erklärt auch das Vorgehen in der Bank am Anfang.
Insgesamt ist die Folge an sich okay geraten, mit interessantem Setting, mehreren Verdächtigen, ein wenig Grusel, ein wenig Action und einem kulinarischen Ausflug. Durch Ersteres wirkt die Handlung ein wenig retro; ohne die Erwähnung der Handytaschenlampen könnte sie praktisch in jeder Ära der Serie angesiedelt sein.
"Okay, Mihai, und wo genau war jetzt dein Problem? Du hast da doch was erwähnt ..."
Stimmt, da war ja was. Also: Ja, TKKG gehen wieder auf Livetour. Wissen wir. Wem es doch noch entgangen sein sollte, der erfährt es, jedenfalls wenn er streamt, direkt am Anfang, noch bevor der Klappentext vorgelesen wird. Ob plump oder locker-jugendlich, ob unbedingt nötig oder nicht, keine Ahnung, kann jeder für sich selber erörtern. Persönlich hätte ich es jetzt sooo dringend nicht gebraucht ...
Aber dann, gleich in der zweiten Szene ... IST DAS EUER FUCKING ERNST?! Offensichtlich und aufdringlich platzierte Werbung mitten in der Handlung?! DAS habt ihr echt nötig?! Ich fass es nicht ...
Vorteil ist nur, ihr könnt jetzt sämtliche meiner Rants der letzten Jahre vergessen. Die Karten werden neu gemischt. Vielleicht gibt es sogar für den eiskalten Clown noch einen Hoffnungsschimmer ... (Wer nicht glauben kann, dass er das hier gerade wirklich von mir gelesen hat, darf es gerne nochmal lesen.)
Klar könnte man jetzt einwerfen, "Aber lad's dir doch als MP3 auf'n Rechner, schnippel das weg, und du hast immer noch 60 Minuten, die du zumindest okay fandest!" Ja. Könnte ich machen. Dann müsste ich auch nicht den Kopf schütteln, dass ich recht optimistisch war, nachdem die letzten Folgen für mich ja solide bis gut waren. Aber darum geht es nicht. Die letzte Bastion ist gefallen. Direkte Werbung innerhalb einer Hörspielhandlung war selbst in den offensichtlichsten Kommerz-Zeiten der DDF-Touren und anderer Aktionen immer noch etwas, wovor man bei EUROPA zurückgeschreckt hat. Von jetzt an können wir davon ausgehen, dass es absolut kein Schamgefühl mehr gibt. Es wird damit zu rechnen sein, dass sich solche Aktionen wiederholen, wenn man der Meinung ist, dass es sich anbietet und nicht weiter schadet. Klingt krass? DAS sind diese meine Worte, an die sich hoffentlich irgendwann noch jemand erinnern wird. Auch wenn es dann schon längst zu spät ist.
Und ich hatte mal so gute Laune ...
Geschrieben von Volker_Mars am 16.08.2024 um 21:28:
Ihr macht mich echt neugierig!
1 Punkt vom Mango...
Ich bin richtig neugierig!!!
Geschrieben von Mangobanane am 16.08.2024 um 21:39:
Ich konnte der Handlung nach dieser Stelle nicht mehr wirklich folgen und habe nach 20 Minuten abgebrochen. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, ob ich nochmal ansetze. Nicht mal der Clown oder die Onlinechat-Abzocke haben mir so zugesetzt.
Geschrieben von Kris am 16.08.2024 um 21:40:
Ich schliesse mich euch an. Der Fall an sich ist okay und auch der Wald ist eine coole Idee (Das mag ich halt
). Ingos Motiv ist… einzigartig
Aber gut gespielt war die Psycho-Szene. Mochte ich! Die Pilze habe ich auch kommen sehen
Aber Hey, die Schleichwerbung ist mir so sauer aufgestossen, dass ich dafür massiv Punkte abziehe. Das hat mich so enttäuscht, dass ich für die erste Hälfte schlecht gelaunt war. Und ich fand die Polizistin am Schluss auch extrem schlecht gesprochen. Es klingt so, als ob sie per Telefon zugeschaltet war. Ausserdem: Bin ich blöd oder wo war Achim Buch?
Alles in Allem: Ich habe mir mehr erwartet und Werbung so dermassen aufgeregt, dass ich nur den Kopf schütteln konnte. Hätte eine mittelmässige Episode sein können… HÄTTE.
Geschrieben von MewMew am 17.08.2024 um 09:41:
Ok, wow. Das sind ja mal Meinungen.
Zuerst zu der Schleichwerbung. Ich habe es auch sofort geschnallt und die war nicht mal dezent eingearbeitet. Kann man machen, empfand diesen Kniff aber auch als peinlich. Ein Wunder, dass nicht auch noch Datum und Jahreszahl genannt wurden.
Ne, den Move fand auch ich echt daneben.
Am Ende bleibt mir die Folge aber als sehr unterhaltsam in Erinnerung. Es gibt eine alte Hütte, viele Verdächtige und trotzdem eine Handlung, der ich gut und ohne Abschweife folgen konnte. Die Sache mit den Pilzen war ja auch der Running-Gag der Folge. Alles in allem eine etwas verschachtelte und ineinander übergreifende Handlung, die mir wirklich gut gefallen hat. Viel besser als die letzten Folgen.
Wegen der peinlichen Werbung in der ersten Szene ziehe ich aber keine Punkte ab, sondern verbuche es unter "Wenn es denn sein muss...". Daher reicht es bei mir für 8/10 Punkten.
...Und jetzt verstecke ich mich schnell vor den Fackeln und Heugabeln.
Geschrieben von Kris am 17.08.2024 um 10:15:
Waaaas?
Ne, Spass, an sich fand ich den Fall ja auch ganz okay
Aber für mich geht die Werbung halt so gar nicht, dass es für mich die ganze Folge schlecht macht
Da ich aber auch sehr nach dem Gefühl bewerte, das ich beim Anhören habe, schneidet die Folge beim erneut hören in Zukunft vielleicht besser ab
Geschrieben von Die3FragezeichenFan am 17.08.2024 um 13:14:
Ach du meine Güte. Ich habe jetzt mal in den betreffenden Ausschnitt reingehört und kann nur sagen: Es ist wirklich peinlich. Da fehlen mir echt die Worte. Ich meine: Man kann das ja irgendwo als Werbeslogan vor oder nach schneiden aber so? Und so offensichtlich? Nee! Fehlt nur noch, dass der Tourname genannt wird. So einen Unsinn hatte man doch bis zuletzt auch nicht nötig. Oh man...
Geschrieben von Elli am 25.08.2024 um 16:08:
10 von 10
Ich möchte die Werbung am Anfang von der Hörspiel Folge an sich trennen. Ich finde die Werbung an sich hat nichts mit dem Hörspiel also der Geschichte zu tun unabhängig davon wie man die Werbung findet.
Ich fand die Folge richtig gut und das ist das erste Mal dass ich zehn Punkte vergebe! Ich finde die Atmosphäre mit dem Kamin und dem Wald hat wunderbar funktioniert und gibt passend zum bevorstehenden Herbst eine tolle Atmosphäre und der eigentliche Charakter einer typischen TKKG Folge ist nicht verloren gegangen durch die Storyline. Ich war mir zu manchen Zeitpunkten selbst nicht sicher wer der Täter sein würde dadurch dass es so viele verschiedene Verdächtige gab und ich kann keinen einzigen Grund sehen warum ich der Folge an sich auch nur einen Punkt abziehen sollte. Finde es schade, dass die Folge von der Werbung am Anfang bei einigen Menschen zu einer so schlechten Gesamtbewertung der Folge führt.
Geschrieben von Volker_Mars am 03.09.2024 um 13:05:
Ich bin zwiegespalten was die Bewertung angeht.
Bei dem an sich tollen Fall kann ich jedoch nicht alles als schlecht abtun, nur weil die Geldmaschinerie angeworfen werden soll. Fakt ist - DAS HAT da nix drin zu suchen und ich hoffe das Feedback, was bestimmt zur Kenntnis genommen wird, trägt Früchte!
Ich mag den Fall. Pilze kommen auf den Tisch. Ob nun Gute, weniger Gute oder Giftige!
Steinpilze hätten TKKG jawohl erkannt... neeeeeeeeeech?!
Der Täterkreis... klein gehalten...
Der Mottoradfahrer?! Okay... hatte ich zumindest auf dem Schirm.
Geil fand ich das hysterische Ende mit dem Tänzchen um das Lagerfeuer... das war so irre geil...
Es sind 9 von 10 ... und die 10 habt ihr euch selbst versaut mit eurer bescheuerten Werbung für eine Tour die fast ausverkauft ist. Ihr kleinen F*****
Geschrieben von HildaW am 08.10.2024 um 13:26:
So besonders gut gefällt mir diese Folge nicht. Das liegt nicht an der Tourwerbung, die paar Sätze stören mich nicht weiter.
Mich stört sowas wie dass Frau Sauerlich keine Ahnung von Pilzen hat und niemand hält sie davon ab, trotzdem nicht nur zu sammeln, sondern auch zu kochen. Vom ersten Gericht wird sogar allgemein probiert.
Mich nerven Szenen, in den Spannung aufgebaut wird und dann nichts passiert. Mal - okay, aber hier? Der heruntergefallene Teller, der Polizist im Schlafzimmer, der Förster im Keller, die Tochter des alten Försters schleicht hinterher...
Hier sind mir auch zu viele Gedankenspiele: (War es dieser oder jene, nein, doch, oh: „In diesem Wald könnte jeder der Räuber sein – ein Räuberwald“) und eher wenig Ermittlungen im Kontakt mit den Verdächtigen.
Die plötzliche Erkenntnis, wer der Täter sein muss, ist einfach sehr dünn konstruiert:
Spoiler
Derjenige, der als Einziger keine Brille trägt. Nicht jeder Brillenträger ist ohne Brille so hilflos wie Karl. Banküberfall habe ich noch nicht probiert
, aber einkaufen kann ich unfallfrei ohne Sehhilfe. Und Kontaktlinsen trage ich öfter mal nur den halben Tag, einfach weil meine Augen das nicht länger mitmachen. Und damit bin ich nun wirklich keine krasse Ausnahme.
Es wird viel geredet, leider auch viel geflüstert, was immer anstrengend zu hören ist. Hätte schlimmer kommen können, aber auch deutlich besser!
Geschrieben von HerrSchmeichler am 19.01.2025 um 17:27:
Es ist schon eine kuriose Folge. Wenn sie den Spruch mit der Live-Tour schon reinbringen wollten, bin ich froh, dass er zumindest gleich am Anfang kam, sonst hätte es mich mehr aus der Handlung gerissen. "Elegant" geht trotzdem anders.
Beim Hören der Folge drängte sich mir (zumindest stellenweise) der Alternativtitel "Gefangen im Spukhaus 2.0" auf, auch wenn diese Folge hier im Vergleich mehr Abwechslung und Mitraten erlaubt. - Achtung, Spoiler!
Erst einmal zum Positiven:
An sich ist der Fall ganz gut konstruiert und es gibt mehrere Verdächtige, was ich grundsätzlich mag. Auch die Waldatmosphäre ist eine ganz schöne Abwechslung zur Millionenstadt, auch wenn da soundtechnisch an manchen Stellen noch mehr drin gewesen wäre (Der Hall in der Höhle war sehr zurückhaltend und der Steinbrocken vor dem Versteck klang eher klein und leicht als massiv). Auch die Musik hat mir in dieser Folge wirklich gut gefallen. Es waren einige neue Musikstücke dabei, die aber dennoch dem typischen 80er-Synthesizer-TKKG-Feeling entsprochen haben. Überhaupt verströmt die Folge an manchen Stellen fast Halloween- oder Horrorfilm-Vibes (Stichwort: Kettensäge im Keller). Die Herleitung, wie man auf den Täter kommt, ist im realen Leben zwar nicht stichhaltig, für ein Jugendhörspiel aber meiner Meinung nach ausreichend und die Hinweise wurden auch recht gut in die Folge eingebaut.
Nun zum Negativen:
Es fällt mir immer negativ auf, wenn die Figuren selbst von der "Millionenstadt" sprechen. Das wirkt immer total unnatürlich und unglaubwürdig, wohingegen ich das beim Erzähler nicht so schlimm finde. Da bin ich auch schon bei meinem nächsten Punkt: Der Erzähler kommt sehr oft zum Einsatz und teilweise mitten in der Szene für nur einen oder zwei Sätze (z.B. "Sie standen unschlüssig im Türrahmen", was nun wirklich keine wichtige Information ist). Dadurch wird die Action oft erzählt, statt dargestellt. So hätte man z.B. auch das heranfahrende Mountainbike und den Sturz wunderbar mit einem Schrei von Gaby und einem "Vorsicht!" von Tim lautmalerisch umsetzen können.
Dass Szenen mit einem "Cliffhanger" enden (z.B. "In dem Haus soll was passiert sein..." **Dramatische Musik**) ist in dieser Form für die Reihe eher ungewöhnlich und hat mich etwas gestört, weil die Szene so in der Luft hing. Da hätte es mir besser gefallen, wenn man noch hört, wie TKKG bei Frau Sauerlich nachhaken und sie dann sagt "Genaueres wollte er mir nicht sagen." **Dramatische Musik**)
Mir ist auch aufgefallen, dass vor allem Karl und an zweiter Stelle Gaby viele Impulse geben und die Handlung vorantreiben, während Tim wie ein Zuschauer mitläuft und erst am Ende richtig zum Einsatz kommt, nämlich (man ahnt es bereits) um handgreiflich zu werden. Ich finde es zwar eigentlich gut, wenn die anderen Charaktere auch mal etwas beitragen, aber seiner Stellung als Anführer ist Tim in dieser Folge nicht nachgekommen. Und war Herr Sauerlich nicht in einer Folge mal mit TKKG Pilze sammeln und sollte sich da besser auskennen? Oder war das Willis Onkel?
Zu den Nebenfiguren:
Die alte Frau am Anfang war für mein Empfinden zu sehr eine Karikatur, denn selbst die rüstigste alte Dame dürfte heutzutage wissen, was eine Bankkarte ist.
Ingo ist... definitiv eine Figur, die ich so schnell nicht vergessen werde. Was er getan hat und vor allem warum hat mich dann doch sehr überrascht. Und dann habe ich noch eine Frage: Wie alt soll Ingo sein? Von seinem Verhalten her würde ich auf Anfang/Mitte 20 schätzen, stimmlich klingt er aber fast wie Anfang 40.
Insgesamt schon eine ganz gute Folge, die leider in der Umsetzung aber einiges verliert.
6 von 10 Punkten
Geschrieben von HildaW am 20.01.2025 um 16:58:
Zitat von HerrSchmeichler:
Und war Herr Sauerlich nicht in einer Folge mal mit TKKG Pilze sammeln und sollte sich da besser auskennen? Oder war das Willis Onkel?
In Folge 110 (Das Phantom im Schokoladenmuseum) machen sich Klößchen und sein Onkel auf zum Pilzesammeln.
In Folge 113 (Mit heißer Nadel Jagd auf Kids) wollen TKKG unter Tims Anleitung Pilzesammeln, kommen allerdings nicht dazu.
Geschrieben von Volker_Mars am 20.01.2025 um 17:02:
... warte mal die 144 ab...
Geschrieben von HildaW am 20.01.2025 um 17:08:
Schon gehört und gerade frisch kommentiert, da ist doch eher Freundin Naike die Pilzexpertin, die Gaby mitschleppt. Allerdings... Pilzesammeln scheint insgesamt seltsam beliebt zu sein.
Geschrieben von Volker_Mars am 20.01.2025 um 17:09:
Zitat von HildaW:
Schon gehört und gerade frisch kommentiert, da ist doch eher Freundin Naike die Pilzexpertin, die Gaby mitschleppt. Allerdings... Pilzesammeln scheint insgesamt seltsam beliebt zu sein.
"Boooooooooooooah - ein dicker STEINPILZ!"
"Aber für Steinpilze lauf ich schon mal ne' Stunde gebückt... "
Geschrieben von HerrSchmeichler am 20.01.2025 um 19:16:
Zitat von HildaW:
In Folge 110 (Das Phantom im Schokoladenmuseum) machen sich Klößchen und sein Onkel auf zum Pilzesammeln.
Dann war es doch der Onkel, an den ich gedacht habe