Geschrieben von HildaW am 24.08.2024 um 08:41:
Es sind immer noch Sommerferien, die letzte Woche und die in Folge 11 angereisten vier jungen Leuten mit Behinderung sind noch da. Nell schildert nur kurz, dass wider Erwarten alles gut läuft und sie vielleicht mal wieder kommen wollen.
Maja hat Geburtstag, ihre Eltern kommen zu Besuch (zu hören sind sie leider nicht). Sie wollen Maja gerne wieder Zuhause haben, was Maja versteht und Matty aufregt.
Am nächsten Tag sitzt man gemütlich beisammen und redet über ernsthafte Dinge. Carmen ist traurig, weil zwei Stierkälbchen zum Schlachter gebracht wurden. Bei ihr würden alle Tiere an Altersschwäche sterben, spottet Roddy, was Carmen tatsächlich für einen guten Weg hält: „Wenn eine Henne mal nicht mehr legt oder eine Kuh keine Milch mehr gibt, würde ich deshalb nicht gleich umbringen lassen.“ Wieder so was „Romantisches“ – nach dem Kalben gibt eine Kuh ungefähr ein Jahr lang Milch – was soll man mit den ganzen Kälbern machen?
Maja will einen „Fahrkurs“ machen und sich dann ein Moped kaufen, Roddy will sein Moped verkaufen und ein Motorrad kaufen. Deswegen hört er mit dem Reiten auf, die Reitstunden sind jetzt zu teuer. Carmen ist gegen das Motorrad.
Jörn wartet darauf, ob er einen Studienplatz bekommt, falls nicht, will er weiter im Krankenhaus arbeiten.
Mikesch erfährt von drei Rennpferden, die aufgrund von Verletzungen zum Abdecker sollen. Man beschließt, sie nach Dreililien zu holen, um sie später im Reitschulbetrieb einzusetzen.
Es kommt die Frage auf, was mit der 23jährigen Zuchtstute Niobe passieren soll. Zur Zucht ist sie zu alt und in diesem Fall pflegt Herr Moberg die Pferde als „unnütze Fresser“ zum Abdecker zu schicken. Matty stellt fest, dass es auf Dreililien im Grunde nicht besser läuft als anderswo.
Nell hat die Idee, dass Carmen das Pferd übernehmen könnte. Niobe ist zwar noch nicht zugeritten, aber das soll noch machbar sein.
*stöhnschnauf* - alles jugendfrei, es wird bloß Heu abgeladen und dabei darüber diskutiert, ob man es auf Strahlenbelastung untersuchen lassen sollte.
Der Schafstall wurde für die Rennpferde renoviert, Roddy hat viel geholfen und bekommt einen Gutschein für Reitstunden. Eigentlich hilft er schon seit bald drei Jahren…
Die drei Rennpferde – Turf Star, Lucky Duck und Victory – stehen im Stall, haben Schmerzen und sind furchtbar misstrauisch. Man bekommt den Eindruck, es wären Wildpferde oder welche aus Messie-Haltung, und keine, die an Menschen gewöhnt sind. Was soll man mit solchen Pferden als Reitschulpferde? Wäre irgendwie lustig gewesen, wäre ein Pferd auf Dreililien geboren und alle wären ins Zweifeln gekommen, ob Pferdezucht so toll ist.
Carmen kommt vorbei und möchte Niobe longieren. Eigentlich hat sie sich noch nicht entschieden, ob sie sie kaufen wird, uneigentlich aber doch.
Jörn und Nell sprechen mit Dr. Hofbauer, damit der nicht alle Pläne wegen der Rennpferde zunichte macht, wovon Mikesch allerdings nichts wissen soll. Auf dem Rückweg machen sie Rast und Jörns Pferd Katama tritt Nell auf den Fuß. Jörn erwähnt, Majas Fuß sei im Sommer genauso dick gewesen – die Geschichte dazu findet sich in Buch 7.
Röntgen lehnt Nell ab, sie meint, in diesem Jahr schon genug Strahlen abbekommen zu haben. Wir erfahren, dass Nell seit einer Ewigkeit 98 Pfund wiegt.
Helge kommt aus dem Urlaub zurück und ist selten fröhlich – er hat sich verliebt und endlich auch eine Beziehung. Seine Freundin wohnt allerdings in Passau, 160 km von Rosenheim entfernt.
An einem Samstag im Oktober wird Pauli 75 Jahre. Er will nicht feiern, aber das kümmert keinen, sie feiern einfach. Gesine ist offenbar nicht dabei. Pauli sagt, sein Geburtstag wurde noch nie gefeiert „früher hatten wir nicht das Geld dazu“. Aha, die ganzen 75 Jahre nicht? Er erzählt auch, früher hätten „wir“ viel bei der Arbeit geholfen und es hätte immer viel Spaß gemacht. Das fällt schwer zu glauben. Also nicht, dass früher auch die Kinder mit anpacken mussten, sondern dass es "immer viel" Spaß machte.
Zum Abschied küsst Nell Pauli, der ihr deswegen nicht böse ist.
Jörn ist froh, dass „wir“ es damals geschafft haben, dass Pauli nicht ins Altersheim zurück musste. Wohl eher „du“, denn es war schließlich Nell, die mit allen Leuten über Pauli sprach.
Dann folgt noch der Abschlussmonolog, Nell schildert, wie sie und Jörn Arm in Arm nach Hause gehen, wie es riecht, „kühl strich der Wind über das schlafende Land“.
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Mir gefällt die Folge, auch wenn es natürlich mal wieder einiges anzumerken gab.
Geschrieben von MewMew am 25.08.2024 um 16:53:
Was ich am Anfang noch mochte, ufert mir in den letzten Folgen irgendwie zu sehr aus. Wieder gibt es intensive Gruppengespräche auf Majas Geburtstag über die böse Welt und was alles falsch gemacht wird. Langsam wird es wirklich anstrengend, auch wenn nicht alle Ansichten falsch sind.
Dazu kommen drei kranke Rennpferde mit viel Mühe und Not auf den Hof und Carmen wird sogleich eines aufgeschwatzt. Mit Carmen, ohne Selbstbewusstsein, kann man es ja machen.
Helge kommt aus dem Urlaub zurück und scheint frisch verliebt. Wirklich sehr schön, dass man ihm auch mal (wenn auch nur kurz) einen positiven Moment schenkt.
Paulis Geburtstag rundete die Geschichte ab, nachdem Maja am Anfang Geburtstag hatte. Auch hier gibt es wieder ernste Gespräche. Langsam verkommt die Serie zu einer wandelnden Schleichwerbung für "Die Grünen".
Insgesamt bin ich auch hier wieder nicht sonderlich glücklich über die Inhalte und wie sie miteinander verwoben wurden. Daher auch nur wieder
5/10 Punkte.
Die Stärke der Anfänge scheint verpufft zu sein.