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Geschrieben von Hexenkessel am 06.05.2025 um 22:54:
Thema Waisenkinder in Hörspielen
Das Thema von Waisenkindern oder Halbwaisen taucht sehr oft in Hörspielen auf. Spontan fallen mir Justus Jonas, Tina Martin, Elea Mischnik, Tarzan und Marie Grevenbroich ein.
Generell bietet es die Möglichkeit das Thema an sich aufzugreifen, die Trauer und wie man damit umgehen kann. Zudem müssen für den Einbau von zwei Elternteilen in einem Hörspiel zwei Rollen ausgearbeitet werden. Das ist ja schon bei einem Elternteil zum Teil recht dünn (ich denke da an Johannes Kolumna). Schlimm finde ich das aber nicht. Es soll ja um die Kinder und deren Abenteuer und Erlebnisse gehen. Dazu kommt vielleicht auch dass weitere Sprecher nötig wären für Rollen, die nicht soo viel zum Geschehen beitragen.
Was sind eure Meinungen dazu?
Geschrieben von Bärbel am 14.07.2025 um 21:01:
Ich habe mich als Kind immer über Figuren, die (halb)waise sind, gefreut, da ich auch halbwaise war. Und eigentlich freue ich mich auch heute noch. Bei Elea Eluanda wünsche ich mir mehr Thematisierung der Trauer. Auch zu Kira Kolumna würde es gut passen. Mir fehlt(e) aber zum Beispiel nicht, dass auf das Thema bei Tina nicht genauer eingegangen wird, da die Serie einen komplett anderen Fokus hat und auch anders konzeptioniert ist als Elea Eluanda. Es ist aber schon auffällig, wieviele Figuren waise oder halbweise sind.
Geschrieben von Al_Stone am 14.07.2025 um 22:12:
Ja, die (halb)waisen Kinder wurden quasi vom Märchen-Zeitalter in die
Gegenwart übernommen.
Hat auch pragmatische Gründe. Die Bibi&Tina-Serie wäre in der Storyline
gewiss nicht einfacher zu führen, wäre da noch Vater Martin mit von der
Partie. Das gleiche gilt für die von Falkensteins. Schon klar, dass Alex' Mutter
nicht explizit tot ist.
Das ist auch nicht mit Blocksbergs zu vergleichen, weil diese Serie eben mehr
einen Familien-Kernpunkt hat.
Und bei Kira Kolumna geht es ja auch gerade darum, dass Kira (am Anfang)
es so gar nicht kennt, wirklich Wurzeln geschlagen zu haben aufgrund des Jobs
ihres Vaters. Der Tod ihrer Mutter ist eben höhere Gewalt und so ist Kiras
unstetes Leben und ihre zeitweise Einsamkeit eben leichter "verzeihbar".
Bei zwei Elternteilen, die umherreisen und ihr Kind nicht sesshaft werden lassen,
empfindet der Hörer eher Unsympathie für die Eltern und das Kind stünde eher
als vernachlässigt dar - und auf so viel Tragik zielt die Serie nicht ab!
So paradox es auch ist, aber verstorbene Elternteile sind in der Fiktion leichtere
Kost als verschollene / komplett desinteressierte Eltern.
Geschrieben von GenerationMartinshof am 14.07.2025 um 22:23:
Kira spricht ja zumindest manchmal über ihre Mutter. Bei Tina vermisse ich die Auseinandersetzung mit dem Tod ihres Vaters auch. Vor allem, da er ja zu Beginn der Serie erst vor Kurzem gestorben ist. Kira Mutter zb ist ja gestorben als Kira noch klein war. Da fehlen vielleicht auch die meisten Erinnerungen. Aber bei Tina dürften die ja sehr präsent sein. Was mit Alex' Mutter passiert ist, weiß man ja auch nicht. Aber da sie anscheinend keinen Kontakt haben, ist das mMn auch eine Art von Waise.
Geschrieben von Mikosch373 am 15.07.2025 um 11:10:
Mikosch ist ja auch Vollwaise. In der TV-Folge „Die Wildpferde“ wird sein Vater ja auch erwähnt, während in den anderen Hörspielen etc. immer nur gesagt wird, dass er keinen Vater und keine Mutter hat bzw. dass Janosch sich um ihn kümmert. Ich denke, gerade bei Mikosch möchte man dadurch 1. das Wilde unterstreichen und 2. die Notlage im Gestüt noch dramatisieren, zumindest zu Anfang. Aber sicher spielt auch eine Rolle, dass man sonst mehr Sprecher*innen bräuchte. Wobei man Janosch ja auch zu Mikoschs Vater hätte machen können, statt eine neue Rolle zu erfinden. Ich persönlich würde mir mehr Fokus darauf wünschen, verstehe aber auch, warum man das nicht tut. Bei Elea oder Kira finde ich das dann schon wichtiger, weil sie Hauptfiguren sind. Bei Tina sehe ich es ähnlich, dass es zur Serie nicht unbedingt immer passen würde. Aber ab und an könnte der Vater schon nochmal erwähnt werden.
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