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Geschrieben von Info-Box am 12.09.2025 um 14:36:

  235 - und das Fantasmofon




Geschrieben von Althena am 13.09.2025 um 11:52:

 

Die neueste Folge aus der Feder einer der Autor(inn)en, denen man in der Regel blind vertrauen kann, dass sie etwas Hörbares zusammenmischen: ganz gut.
Erlhoff hat es gut verstanden, einen vielschichtigen Kosmos rund um das Thema Hören und Wahrnehmen zu erschaffen. Es wird einem das Thema nicht einfach hingeklatscht, sondern schön durch ein Puzzle an passenden Einwürfen und Informationen angereichert. Das kann sie einfach in bisher allen Folgen gut. Die Folge passt ausgezeichnet zu einem diesigen Herbsttag. Jetzt haben wir noch Spätsommer mit Sonne ...das könnte meine Bewertung noch ändern Zunge
Ich schaue immer mit Bangen auf die Laufzeit und mir war schon bei den 80 Minuten mulmig. Besonders bei Minninger ist das nämlich -für mich- meist der Todesstoß. Hier ist es nicht zu zäh, aber ich komme nicht darum herum, gegen Ende doch etwas den Kaugummieffekt zu spüren.
Was ich mitnehme ist die "Brüllblume"- klingt nach etwas, dass ich als Kind total gefeiert hätte. Ich werde die Spielplätze danach mal absuchen Fettes Grinsen Was mich interessiert -aber ich traue ihr Recherchefähigkeit zu- Justus erwähnte etwas in Richtung "einen Störsender durch Schallwellen außer Kraft setzen" (hab es nur noch ungefähr im Ohr) da würde mich der Wahrheitsgehalt interessieren.
Ich gebe erstmal 7 Punkte, vielleicht werden es beim Wiederhören aber auch mehr.



Geschrieben von HildaW am 21.09.2025 um 15:34:

 

Die Folge geht etwas plötzlich los, es geht direkt ums Fantasmofon, der Auftrag wurde schon erteilt und auch erste Nachforschungen sind bereits im Vorfeld passiert. Bob erzählt den Hintergrund, das kommt sehr geballt.
Plötzlich gibt es eine Exfrau von Sax Sandler – warum? Der Auftrag hätte doch genausogut von jeder anderen Person kommen können.
Es geht um Geisterstimmen in der Villa. Und wo das Fantasmofon ist, weiß keiner, vermutlich gut versteckt in der Villa. Blacky quatscht ungewöhnlich viel, die Detektivausrüstung ist schon gepackt und Justus voller Tatendrang.

Die Villa, zentraler Handlungsort dieser Folge, ist ein ziemlich eigenwilliger Bau. Der arme Justus hat ganz schön mit den Treppen zu kämpfen. *ächzstöhn* Und die Akustik hat auch so ihre Tücken, man kann teils sehr unerwartet zuhören. Und sich schön erschrecken, wenn plötzlich ein Handy klingelt, das in einem ganz anderen Raum liegt.

Am nächsten Morgen geht man getrennt vor, durch die Szenenwechsel kommt etwas Schwung in die Geschichte.
Peter bekommt Informationen zu einer Fantasmofon-Show an Halloween, Bob stößt auf eine rätselhafte Botschaft, Justus hat mal wieder einen Geistesblitz, den er nicht verrät.

Der Erzähler erzählt einschläfernd… und Schrei! Hat mich erschreckt, so etwas mag ich nicht. Eine Entführung und ein Justafon. Fettes Grinsen
Große Versammlung im Salon und ein Justus-Erklärmonolog, man findet das Fantasmofon und eine Botschaft der Erfinderin des Fantasmofons.
Ein nachgeschobener Abschluss zwei Wochen später im Museum, die Kinder klingen noch etwas ungeübt. Fettes Grinsen

Eine schöne Geschichte, etwas Humor, ganz gut anzuhören, die Ermittlungen ziehen sich allerdings zeitweise etwas in die Länge.



Geschrieben von Talon am 04.10.2025 um 00:13:

 

Ich glaube es wird für mich langsam Zeit die Serie ad acta zu legen. Die letzten Folgen waren alle nicht besonders und diese hier ist wirklich einer der absoluten Tiefpunkte.

Hier passte im Grunde gar nichts. Schon das Setting ist völlig verworren, aber halt nicht im positiven, rätselhaften Sinn, sondern schlicht chaotisch dargestellt. Weder die Locations noch die Charaktere werden nachvollziehbar eingeführt. Gerade wenn man zum drölfzigsten Mal den Doppelgänger-Twist auspackt, sollte das halt schon auch irgendwie für den Hörer erfahrbar gemacht werden durch etwas detailliertere Figuren-Beschreibungen.

Für mich kam nie die "großes, altes Herrenhaus"-Stimmung auf, auch weil man sich ständig fragen musste wer jetzt gerade mit wem wo ist und spricht. Immersion auf dem Null-Level.

Der Fall dann auch mal wieder aus der Kategorie Idee: nett, Umsetzung: stark verbesserungswürdig. Die Lösung so vorhersehbar das sich selbst Skinny Norris dafür schämen würde und ein Spannungsbogen flach wie ein Lineal.

Fazit: Das war wieder einmal garnix und ich bin es langsam wirklich leid mich auf neue Folgen zu freuen. Man steckt seit Jahren nur die immer wieder gleichen Bausteine zusammen, inhaltlich wie auch sprachlich, weil man vermutlich Sorge hat das die Kiddults sich direkt aus dem Fenster stürzen wenn nicht jede "Kult"-Redewendung in jeder einzelnen Folge zu hören ist.



Geschrieben von Die3FragezeichenFan am 04.10.2025 um 11:50:

 

Word! Das ist es.



Geschrieben von batman am 05.10.2025 um 18:25:

 

Die haben echt Sax Sandler komplett entfern?



Geschrieben von Mikosch373 am 06.10.2025 um 14:03:

 

Achtung, Spoiler!

Die drei Fragezeichen - Das Fantasmofon (235)
 
Den Titel finde ich interessant und das Cover gefällt mir ausnahmsweise mal auch ganz gut. Zumindest sieht das Gerät sehr cool aus mit den vielen Bauteilen. Das erinnert irgendwie an Steampunk. Die Nebelschwaden drumherum könnten aber ein bisschen besser gezeichnet sein. Den Klappentext finde ich im ersten Moment irritierend, weil von einer Dr. Sandler die Rede ist, aber nicht von Sax Sandler. Ich hoffe, die beiden haben etwas miteinander zu tun. Ansonsten klingt das nach einer klassischen Gruselfolge.

Peter will sich nicht mehr mit Geschichten über Gespenster reinlegen lassen, das ist mal ein schöner Anfang. Es wird dann auch ganz schnell geklärt, dass Dr. Sandler die Exfrau unseres liebsten Sexhändlers ist. Was ich am Anfang schade finde, ist, dass die Jungs schon mitten in der Ermittlung stecken und wir gar nicht mitbekommen, wie sie auf die Spur des Fantasmofons kommen. Außerdem hätten wir dann vielleicht auch Sax Sandler erlebt. Dass Black einen Teil seiner Superpapagei-Sprüche krächzt, ist dafür ein süßes Detail.

Wie die Jungs bei der Villa ankommen, ist eine gute Szene. Die Klingel erzeugt sofort eine gruselige Atmosphäre, genauso wie die knarzenden Geräusche und die treibende Musik danach. Da macht es richtig Spaß, Dr. Sandler zuzuhören, wie sie über die Villa erzählt. Auch die Zwischenmusik passt voll zur Thematik. Etwas schade finde ich, dass man nicht mit Peter und Bob miterlebt, wie sie das Buntglasstück finden. Die Akustik in der Villa ist wie Justus richtig sagt wirklich bemerkenswert, das ist wieder cool.

Der Sound des alten Wähltelefons ist auch richtig atmosphärisch, genau wie diese halb verzerrte kryptische Nachricht. Es ist auch eine schöne Abwechslung, dass die Stimme zwar verzerrt aber dennoch gut verständlich ist. Das ist in den meisten Hörspielen, Filme und Serien nicht der Fall. Dass Peter sich von sowas nicht mehr verrückt machen lassen will und Justus derjenige zu sein scheint, der das alles ernst nimmt, ist eine interessante Entwicklung. Ich hoffe, das mit Peters neuer Einstellung wird dann auch zu einem guten Abschluss geführt.

Dass Justus‘ Panik nur eine Masche ist, um die Anruferperson in Sicherheit zu wiegen, ist ein bisschen vorhersehbar, aber das tut der Sache keinen Abbruch. Bobs Sturz ist ne echte Spannungsspitze und natürlich denkt jeder richtige Drei Fragezeichen-Fan sofort an Gedächtnisverlust, deshalb kommt die Nachfrage von Peter genau richtig. Dass Justus einen Audio-Blocker mitgebracht hat, ist ein bisschen convenient, aber irgendwie auch ne gelungene Überraschung. Dass die Uni von Ruxton nochmal ins Spiel kommt, ist auch cool.

Wie Bob die Ausstellung besucht, gefällt mir auch ganz gut, besonders wie die Studentin von Prof. Kapoor ihm von einer der vielen beklauten Frauen der Geschichte erzählt. Auch wenn sie natürlich fiktiv ist, gibt es genügend solcher Schicksale. Das Rätsel von Fogmire wird auch schön vorgetragen. Wie Peter diese Tess stellt, die um die Villa herumschleicht, gefällt mir auch gut. Das ist schon verdächtig. Die Erwähnung des in der Villa stattfindenden Halloweenfests sorgt auch sofort für mehr Atmosphäre. Das muss unglaublich cool gewesen sein.

Die Szene, in der Peter erst Tess‘ Hilferuf und dann die verzerrte Stimmung hört, ist nicht nur akustisch großartig. Dass Justus unbedingt mit Tess sprechen möchte, ist natürlich auch hochgradig verdächtig. Dass dann keine Antwort von Niemand kommt, als Tess bei den Jungs ist, ist keine große Überraschung - und dass Tess Ria ist, ist auch ziemlich vorhersehbar. Dass Justus ein Fake-Fantasmofon gebastelt hat, ist dafür nicht so offensichtlich. Und dann kommt die Versammlung, bei der Justus das Rätsel des Fantasmofons preisgeben will.

Die gefällt mir eigentlich auch gut, das mit der Sprachspielerei ist auf jeden Fall sehr cool. Die Halloween-Deko, die die Jungs aufgetrieben haben, hätte der Erzähler aber ruhig mal beschreiben können. Dass sich durch das Einstellen des richtigen Datum und der richtigen Uhrzeit eine Geheimtür öffnet, ist auch richtig spannend. Wie das Fantasmofon zum Leben erwacht, mag ich auch, und dass Ashwood nochmal ins Spiel kommt und quasi ihren Ruhm zurückerhält, finde ich sehr feministisch.

Allerdings ist es ein bisschen langweilig, dass es sich bei den Geistern in der Villa jetzt nur um alte Tonbänder gehandelt hat. Die Kinder am Ende hätte ich jetzt auch nicht gebraucht. Das ist das eine Detail, das aus einer 10-Punkte-Folge eine 9-Punkte-Folge macht. Denn ansonsten ist die Folge fantastisch und legt den Fokus auf eine der beklauten Frauen, die es in der Geschichte zuhauf gegeben hat. Das finde ich richtig, richtig toll. Auf jeden Fall eine der besten Folgen seit Langem.
 
Fazit: 9 von 10 Punkten



Geschrieben von Dominik am 09.10.2025 um 11:58:

 

Ich mochte das Buch, das Hörspiel an sich auch. Dennoch braucht es glaube ich einen zweiten Anlauf, um etwas mehr als sechs Punkte zu bekommen. Die Atmosphäre ist durchweg gut, die Geschichte interessant und Leistung der Sprechenden gut. Von daher gibt es

6/10 Punkten



Geschrieben von HerrSchmeichler am 24.05.2026 um 17:37:

 

Achtung, Spoiler!

Die Folge beginnt gleich zu Beginn mit einem Haufen Exposition: Sax Sandler hat eine Ex-Frau, die ist Doktorin für Musikwissenschaft und leitet ein Institut, das jetzt in ein altes Anwesen umgezogen ist (weil die eigentliche Erbin des Hauses nichts damit zu tun haben will), wo es unheimliche Geräusche gibt und ein "Fantasmofon" den Kontakt zur Geisterwelt herstellen soll. Es dauert etwas, bis man das alles einigermaßen geordnet bekommt.

Das seltsame Haus ist interessant aufgebaut und hat eine besondere Akustik, was im Hörspiel auch gelungen umgesetzt wurde. Die Ermittlungen im Haus und drumherum gestalten sich nicht uninteressant, aber so richtig Spannung will sich erstmal nicht einstellen, genauso fehlt es mir etwas an der anfangs versprochenen Gruselstimmung.

Wer letztendlich hinter den seltsamen Vorkommnissen steckt, ist leider schon sehr früh ersichtlich. Das Hörspiel macht sich mit seiner Laufzeit hier auch keinen Gefallen, weil man so irgendwann eigentlich nur noch auf die Auflösung wartet.

Aber (!) Kari Erlhoff gelingt es doch noch, die Geschichte mit mehr Substanz zu füttern, denn es geht eigentlich um Wissenschaftlerinnen, deren Wirken zu Lebzeiten nicht geschätzt wurde oder denen Mann die Anerkennung für ihre Erfindungen weggenommen hat. Das ist ein wirklich wichtiges und oft übersehenes Thema - schön, dass Kari Erlhoff den kompletten Fall auf dieser Tatsache aufgebaut hat und so auch einer jungen Zielgruppe etwas Geschichtswissen mit auf den Weg gibt.

Vielleicht werde ich alt, aber ich hatte beim ersten Hören stellenweise Schwierigkeiten, zwischen den Namen Sunyata und Zongora zu unterscheiden - nicht, weil es "exotische" Namen sind, sondern weil sie (gerade, wenn man sie nur hört und nicht liest) etwas ähnlich klingen (Beide mit S-Laut an Anfang, dreisilbig, mit geschlossenem Vokal am Anfang und offenem Vokal am Ende...). Dazu noch Sandy Sandler und wir haben lauter Frauen mit S-Namen... Pfeifend Etwas mehr Abwechslung fände ich da manchmal hilfreich, um nicht durcheinander zu kommen.

Alles in allem leider kein Geniestreich, aber eine gute Folge mit einem tollen Thema, das vom Studio Körting auch akustisch schön umgesetzt wurde, was bei dieser Thematik auch entscheidend war. (Nur der Dialog zwischen Bob und Jenna am Blechbüchsentelefon hätte meiner Meinung nach kürzer/mit weniger Effekten sein dürfen).

7 von 10 Punkten


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