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Geschrieben von Info-Box am 20.12.2025 um 21:20:
001 - Kakerlaken im Salat oder Die Flüsterstimme
Geschrieben von HerrSchmeichler am 05.01.2026 um 13:59:
Kakerlaken im Salat oder Die Flüsterstimme
Die Restaurantbesitzer in Sommerberg werden mit unheimlichen Anrufen terrorisiert. Auch die Pizzeria von Tommis Eltern gerät ins Visier der "Flüsterstimme" und wer nicht zahlt, muss mit Schlimmem rechnen...
Achtung, Spoiler!
Die erste Folge dreht sich um das Thema Schutzgelderpressung. Dadurch stehen vor allem Tommi und seine Familie im Mittelpunkt, während die anderen Mitglieder der Pizza-Bande zwar dabei sind, aber etwas blass bleiben.
Die Geschichte ist zwar nicht langweilig, aber so richtig will lange Zeit keine Spannung aufkommen - trotz mehrerer Anschläge auf das Restaurant. Möglicherweise liegt es daran, dass die Handlung recht verworren ist, und gerade am Anfang viel Zeit auf eher unwichtige Aspekte verwendet wird, wie auf den unehrlichen Hilfskellner Luigi. Den Hund, der Tommis kleiner Schwester bis nach Hause nachgelaufen ist, hätte es auch nicht gebraucht, weil er nichts zur Handlung beiträgt. Dafür kommen manche relevantere Figuren, wie der Versicherungsvertreter, gar nicht zu Wort. Da hätte man bei der Adaption vom Buch vielleicht etwas andere Prioritäten setzen sollen. Dafür ist die Szene, in der die Kinder im Garten zelten und den Brandstifter auf frischer Tat ertappen, sehr stimmungsvoll umgesetzt.
Die Auflösung, wer hinter der "Flüsterstimme" steckt, kommt recht überraschend, ergibt aber Sinn.
Die Sprechleistung ist gut, wenn auch nicht überragend. Einzig Eckhard Dux, Astrid Kollex und Joachim Wolff bleiben im Gedächtnis. Von den Kindern ist Carlo Beddies (Tommi) hier am besten.
Das Cover zeigt Milli, Schräubchen und TH, die an einem Tisch vor dem Restaurant Pizza essen, während Tommi im Hintergrund eine Gestalt beobachtet, die über eine Mauer klettert. Dadurch wird schon ein bisschen Spannung erzeugt, was es damit wohl auf sich hat. Die Zeichnung an sich finde ich ganz schön, besonders die Darstellung von Milli gefällt mir. Auch der Einsatz der Farben ist recht gelungen, wenn auch sehr bunt (aber es sollen ja auch Kinder angesprochen werden).
Fazit:
Schutzgelderpressung ist für Jugendhörspielreihen ein typisches Thema, welches hier aufgrund des Treffpunkts der titelgebenden Pizza-Bande auch Sinn ergibt. Leider rücken in meinen Augen jedoch die anderen Kinder dadurch in den Hintergrund, so dass die Geschichte als Einführungsfolge vielleicht nicht unbedingt die beste Wahl war. Zudem ist die Handlung etwas verworren und durch die Vielzahl an auftretenden und genannten Personen etwas unübersichtlich.
6 von 10 Punkten
Geschrieben von Baldrian am 05.01.2026 um 18:14:
Ich fand als Kind ja die Flüsterstimme am Telefon immer sehr unheimlich
Geschrieben von SteSe am 05.01.2026 um 18:52:
Die Pizza-Bande ist einfach eine super tolle Produktion von EUROPA. Beliebte Sprecher, beliebte Musiken, schöne Inszenierung der Geräusche. Da passt alles!
Geschrieben von Holger am 06.01.2026 um 10:50:
| Zitat von HerrSchmeichler: |
| Da hätte man bei der Adaption vom Buch vielleicht etwas andere Prioritäten setzen sollen. |
Einerseits merkt man schon, dass hier nicht H.G. Francis am Werk ist. Allerdings ist die Frage, ob er es wirklich besser gemacht hätte. Inzwischen betrachte ich einige Änderungen durch Francis kritischer. Als Kind wäre es mir wohl egal gewesen.
Geschrieben von HerrSchmeichler am 06.01.2026 um 19:05:
| Zitat von Holger: |
| Einerseits merkt man schon, dass hier nicht H.G. Francis am Werk ist. Allerdings ist die Frage, ob er es wirklich besser gemacht hätte. Inzwischen betrachte ich einige Änderungen durch Francis kritischer. Als Kind wäre es mir wohl egal gewesen. |
Klar, das ist immer die leidliche Frage des "Was wäre wenn...". Wobei ich gar nicht mal die Arbeit von Marita Köster mit der von H.G. Francis vergleichen will.
Ich finde es nur auffällig, wenn hier z.B. der zugelaufene Hund drin gelassen wurde, obwohl er danach nie wieder auftaucht, und man diese Minute auch für andere Aspekte der Handlung hätte verwenden können, die in meinen Augen ein bisschen zu kurz kommen.
Das sind schon kleine Schnitzer, die nicht unbedingt sein müssen.
Geschrieben von HildaW am 05.10.2026 um 14:19:
Zu Beginn eine kleine Einführung, sehr schön. Viele bekannte Sprecher, auch schön, wobei ich nicht alle erkannt hätte, manche kenne ich erst aus (sehr viel) späteren Produktionen.
Schutzgelderpressung, ein beliebtes Thema in Film und Fernsehen – und im Hörspiel.
Die Bücher erinnere habe ich mal vor 30 Jahren gelesen, entsprechend kann ich mich nicht mehr wirklich erinnern und kann nicht beurteilen, ob gut gekürzt wurde. Ich kann mich aber anschließen, dass hier anfangs zu viel vor sich hinläuft, bevor die Geschichte in Gang kommt.
Zum Ende hin fand ich, dass sehr viel – zu viel – im Off passiert und nur berichtet wird.
Insgesamt ist die Folge aber ganz ordentlich geworden, ein guter Einstieg.
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