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Geschrieben von Info-Box am 20.12.2025 um 21:29:
003 - Die verbeulte Erbschaft oder Das Spukhaus
Geschrieben von Baldrian am 03.01.2026 um 00:05:
Ich habe sehr viele Folgen der Pizzabande als Buch gelesen, aber ausgerechnet dieses nicht. Und vermutlich ist auch das der Grund, warum ich die Pointe nie verstanden habe: warum sieht es so aus, als ob die Gestalt am Brunnen kein Gesicht hätte?
Am Ende wird lediglich gesagt: "Ach, deshalb sieht es so aus, als ob er kein Gesicht hätte!"
Ja, aber WESHALB denn? Für ein Hörspiel finde ich diese Art der Auflösung etwas mau. Kann mich jemand aufklären?
Geschrieben von HerrSchmeichler am 03.01.2026 um 09:38:
| Zitat von Baldrian: |
Am Ende wird lediglich gesagt: "Ach, deshalb sieht es so aus, als ob er kein Gesicht hätte!"
Ja, aber WESHALB denn? Für ein Hörspiel finde ich diese Art der Auflösung etwas mau. Kann mich jemand aufklären? |
Ich besitze genau ein Buch von der Pizza-Bande, einen Sammelband mit drei Geschichten, in der diese zum Glück auch enthalten ist. Lustigerweise habe ich gestern Abend selber diese Stelle nachgeschaut, weil ich mir dieselbe Frage gestellt habe.
Geschrieben von Baldrian am 05.01.2026 um 17:01:
Nun gut, aber das hätte man ja in genau diesem Satz auch im Hörspiel so erklären können
Geschrieben von HerrSchmeichler am 06.01.2026 um 14:18:
Die verbeulte Erbschaft oder Das Spukhaus
Es ist Sommer und die Pizza-Bande macht einen mehrtägigen Ausflug zu einem unbewohnten Haus am Waldrand. Sie wollen sich um Haus und Garten kümmern, doch dann kommt es zu unheimlichen Ereignissen...
Achtung, Spoiler!
Die dritte Folge fühlt sich ein wenig an wie ein Aufguss von der vorherigen Folge: Die Kinder sind an einem abgelegenen Ort in der Natur, ein unbewohntes Haus, nächtliche Beobachtungen... Hier wird jedoch mehr Fokus auf die Spukgestalt gelegt. Diese entpuppt sich am Ende als... Obdachloser, der wegen seinem verschmutzten Gesicht gesichtslos wirkte? So richtig wird es im Hörspiel nicht aufgeklärt. Im Buch wird deutlich, dass sein bärtiges Gesicht so zugewachsen ist, dass man dieses kaum noch erkennt.
Die aufgewühlte Erde um den Brunnen herum geht auch auf sein Konto, denn er sucht die titelgebende Erbschaft, auf die man als Hörer sehr lange warten muss (ganz ehrlich: "Das Spukhaus" wäre der bessere Titel gewesen). Und dann ist dieses versteckte Erbe noch nicht einmal etwas Wertvolles, sondern ein schlechter Witz. Darum hatte ich das Gefühl, dass es sich hier um einen "Nicht-Fall" handelt, so ähnlich wie bei "Verbrechen im Nichts" von den ???. Ziemlich enttäuschend.
Die Sprechleistung ist in Ordnung, Utz Richter als Heinrich VI fällt als Einziger wirklich positiv auf.
Das Cover zeigt die Pizza-Bande samt Fahrrad vor dem leer stehenden Haus, zu dem eine dunkle Gestalt hin schleicht. Millis Hund Moritz hat es erstmals auf das Cover geschafft. Das Motiv gefällt mir, denn ich finde die Komposition hier deutlich besser als bei der vorherigen Folge und die Farben sind sehr kräftig und fröhlich.
Fazit:
Für mich eine der schwächeren Folgen, weil es wenig Neues gibt, keine Dialoge im Gedächtnis bleiben und das Ende ziemlich enttäuschend ist.
5 von 10 Punkten
Geschrieben von HildaW am 16.10.2026 um 10:41:
Schon wieder (oder immer noch?) Ferien, schon wieder ein verlassenes Haus. Aber keine Zelte diesmal, man darf im Haus schlafen.
Uschi Hugo als Milli kann ich jetzt gut raushören, das war die ersten beiden Folgen nicht der Fall.
Etwas Chaos beim Aufbruch, ein bisschen Familie Carotti inklusive Nachbar. Nach zwei Stunden Radfahrt trifft man beim Waldhaus am Waldrand ein.
Eine Beschreibung, was man vorfindet, man richtet sich ein und verteilt die Aufgaben: „Hier macht jeder das, was er am besten kann!“
Dabei entdeckt man „Hier hat schon einer angefangen mit Saubermachen!“ Jemand hat Unkraut rund um den Brunnen entfernt – ein Hexentanzplatz? Und am Schuppen mit Gartengeräten sind Luken offen, die eigentlich zu sein sollten.
Es wird Nacht und Tommi schleicht im Knochenhemd durch den Garten, ein Moped fährt vor. „Die beiden Knalltüten aus der Werkstatt von Schräubchens Vater.“ Die vor Tommi die Flucht ergreifen und somit nicht weiter interessant sind. Spannender ist der Typ ohne Gesicht am Brunnen. Was für ein Glück, dass es das Hörspiel-Paradies gibt, denn im Hörspiel wird nicht geklärt, warum man denkt, er hätte kein Gesicht. Unglücklich gekürzt, da hätte man besser die schlechte Stimmung am nächsten Morgen abkürzen können.
Eine Salami ist weg. Scheint ein beliebtes Diebesgut zu sein

(Bibi und Tina: „Alle lieben Knuddel“), es fehlen aber noch weitere Lebensmittel.
Es ist wieder Nacht, wieder ist da jemand am Brunnen. Da sucht doch einer was, wir müssen es vor ihm finden! Man trifft sich zu Grabungsarbeiten am nächsten Morgen. Und entdeckt Blumen-Bruno im Schuppen. Der hat die Salami geklaut, beging aber keinen Hausfriedensbruch sondern höchsten „Schuppenfriedensbruch“.
Und das auch nur, weil ihm jemand etwas vererbt hat, das in Brunnennähe vergraben ist, daher der seltsame Kreis. Alle buddeln mit vereinten Kräften und finden schließlich ein Schild: „Betteln und Hausieren verboten.“ Die titelgebende verbeulte Erbschaft! Das feiern wir! Und Blumen-Bruno könnte doch ins Haus ziehen und sich kümmern und die Pizzabande kann immer zu Besuch kommen. Happy End für alle.
Ganz nett, mehr leider nicht, irgendwie läuft alles so belanglos vor sich hin. Das einsame Haus am Wald, aber der Wald spielt keine Rolle. Einen Kriminalfall gibt es auch nicht, die unheimlichen Vorkommnisse sind sehr wenig unheimlich. Soll vielleicht so, aber es war zeitweise schwer, da dran zu bleiben.
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