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Geschrieben von Info-Box am 04.01.2026 um 12:47:
001 - Tödliche Törtchen - Tante Mathilda ermitttelt
Geschrieben von HerrSchmeichler am 20.07.2026 um 15:21:
Ich hatte am Anfang Schwierigkeiten, in die Geschichte einzutauchen. Ob das an der Sprecherin oder dem Inhalt lag, kann ich nicht sagen, aber ich habe einen zweiten Anlauf gebraucht, um der Geschichte zu folgen.
Achtung, Spoiler!
An sich ist der Aufhänger ganz gut: Berühmter, alternder Schauspieler fällt bei einem Backwettbewerb nach einem Bissen von Mathildas Kirschkuchen tot um. Ein Mord? Soko Kirschkuchen ermittelt!
Es ist interessant, dass die Darstellung der Figuren stellenweise nicht ganz mit meinem Headcanon (größtenteils auf den Hörspielen basierend) zusammenpasst: Ich hätte Mathilda schon eher in die Richtung Liebesfilm à la Rosamunde Pilcher eingeordnet, als B-Horrorfilme der 80er... Eudora Kretschmar kommt hier auch weniger giftig rüber, als in den Hörspielen. Es wird immer noch eindeutig, dass sie die unfreundliche, erzkonservative Nachbarin ist, aber sie wirkt weniger garstig. Vielleicht liegt das aber auch am Tonfall der Sprecherin.
Die Sprecherin fand ich sonst ganz gut, wobei ich mir für die Geschichte um Tante Mathilda vielleicht eine etwas reifere Stimme gewünscht hätte, die näher am Alter der Figur ist bzw. zumindest so klingt. Hier und da fehlte mir auch ein bisschen die Dringlichkeit oder Spannung in der Stimme, wenn es inhaltlich gerade brenzlig wurde.
Dass der junge Mann der uneheliche Sohn des Schauspielers sein könnte, habe ich mir schon recht früh gedacht. Das ist ein Stückweit halt auch ein Klischee, wenn es um Schauspieler geht. Ich fand es ehrlich gesagt auch etwas gewollt, dass der neue Polizist bei Titus und Mathilda einzieht, nur damit letztere ihren eigenen "Cotta" für polizeiinterne Informationen bekommt.
Die Täterin habe ich auch relativ früh verdächtigt, einfach weil sie so prominent eingeführt wurde. Warum genau sie den Schauspieler ermordet hat, habe ich aber nicht im Detail verstanden. Es ging irgendwie ums Patriarchat und darum, dass sie als Frau die Firma ihres Mannes ganz allein leiten wollte, oder so. Die Methode mit den Pilzen war allerdings gut durchdacht und hinterhältig. Die Finalszene mit der Autofahrt war ganz spannend umgesetzt.
Spoilerfreies Fazit:
Alles in allem hat mir die Idee glaube ich besser gefallen als die Umsetzung. Es zog sich doch zwischendurch mal, auch wenn Mathildas Ermittlungen mitsamt Verkleidung stellenweise schon auch sehr lustig waren. Vielleicht hätte mir die Geschichte in Buchform aber auch besser gefallen, denn bei Hörbüchern habe ich manchmal das Problem, dass ich mich stark darauf konzentrieren muss, weil meine Gedanken sonst abdriften. Nicht immer (Judy Winters Lesung vom "Ameisenmensch" hab ich z.B. auditiv verschlungen), aber hier war es so, weshalb das Vergnügen überschaubar blieb. Kann aber wie gesagt auch an mir liegen. 🤷♂️
6 von 10 Punkten
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