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Geschrieben von Info-Box am 11.01.2026 um 14:33:
005 - Der grüne Fuchs oder Gänsehaut zum Nachtisch
Geschrieben von HerrSchmeichler am 13.01.2026 um 15:34:
Der grüne Fuchs oder Gänsehaut zum Nachtisch
Da ihnen das Geld für ein neues Zelt fehlt, verkauft die Pizza-Bande auf dem Flohmarkt einige Sachen. In der darauffolgenden Nacht wird jedoch bei Schräubchen eingebrochen und unter anderem werden auch die Einnahmen gestohlen. Die Suche nach dem Dieb beginnt, während sich in Sommerberg auch noch ein aus dem Gefängnis geflohener Verbrecher herumtreibt…
Achtung, Spoiler!
Diese Folge folgt wieder mehr den klassischen Jugenddetektiv-Geschichten, bei der die Suche nach dem Täter klar im Fokus der Handlung steht. Dabei kommen in diesem Hörspiel wirklich viele verschiedene Straftaten vor (Vandalismus, Einbruch mit Diebstahl, bewaffneter Banküberfall, Raubüberfall (in Nikos Erzählung), Dokumentenfälschung und Grabschändung). In bester Stefan Wolf Manier gibt es zudem Gangster-Dialoge, die hier aber tatsächlich dazu da sind, den Twist am Ende zu vorzubereiten.
Die Pizza-Bande verfolgt nämlich zuerst eine falsche Spur (die Brüder Wind), ehe die Kinder durch Zufall (die Abkürzung über den Friedhof und das belauschte Gespräch am Grab) dann auf eine andere falsche Spur kommen: Nisse, den lautstarken Rowdie. Dessen Aussehen und sprachlichen Angewohnheiten hat „Der Fuchs“ nämlich kopiert, damit die Polizei fälschlicherweise ihn verdächtigt, hinter den Taten des Fuchses zu stecken. Diese Wendung war nicht wirklich abzusehen, wurde aber in dem Gangster-Dialog von Rusti angedeutet: „Auffallen ist unauffälliger, wenn man untertauchen will.“
Die Folge selbst hört sich ganz gut weg, aber die Spannung hält sich in Grenzen. Der Banküberfall ist da vielleicht noch am denkwürdigsten, wobei die Kinder da selber nicht anwesend sind. Es gibt auch kein wirkliches Finale, denn nach der Rettung aus der Gruft übernimmt die Polizei und erzählt der Pizza-Bande nur von der Festnahme. So gesehen hat man hier mal einen Aufklärungsmonolog, bei dem die Detektive diejenigen sind, denen die Zusammenhänge erklärt werden.
Die Sprechleistung ist gut und es gibt einige charismatische Stimmen wie die vom Fuchs, Rusti und dem Hausmeister. Tommy Krappweiss knüpft hier an seine Darstellung eines Rockers aus „Pfeffer für Pistazien-Paule“ an. Niko klingt etwas hölzern und im Vergleich zu den anderen Kindern zudem sehr jung. Ich habe kurz überlegt, ob hier vielleicht Astrid Jahn (Nele in der vorherigen Folge) in einer Hosenrolle zu hören ist, konnte aber (bisher) keine verlässlichen Informationen dazu finden (genau wie zu den Sprecher*innen mancher anderer Rollen).
Das Cover zeigt Tommi und Niko auf dem Friedhof, die hinter einer Gruft in Deckung gehen. Von dort aus beobachten sie einen Mann mit Sonnenbrille und zwei junge Männer, die ein Grab ausheben. Im Hörspiel findet diese Szene nachts statt, auf dem Cover ist es jedoch helllichter Tag. Zudem ist ein Baum genau so vor dem Mann mit der Sonnenbrille platziert, dass man nur erahnen kann, dass er einen Spaten in der Hand hat und gräbt. Vielleicht soll das Neugier wecken, aber für mich ist der Baum einfach sehr ungünstig platziert. Denn so wirkt das Cover eigentlich recht langweilig.
Fazit:
Die Folge ist unterhaltsam und legt viele falsche Fährten, aber so richtig spannend finde ich sie nicht. Die Dialoge sind auch nicht ganz so witzig oder einprägsam wie bei anderen Folgen. Der unerwartete Twist, der Plan des Gangsters, ist aber ein Pluspunkt.
7 von 10 Punkten
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