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Geschrieben von Info-Box am 10.02.2026 um 19:53:

  019 - Der Fasching




Geschrieben von HildaW am 06.08.2026 um 14:32:

 

Die Folge beginnt mit einer Veranstaltung, bei der Antiquitäten und Theaterkostüme versteigert werden. Der Erzähler erzählt: „Die reichsten und angesehensten Bürger mit ihren Frauen…“ , als könnten Frauen nur Anhängsel und nicht selbst reich und angesehen sein.

Es geht im Hintergrund um ein Waisenhaus (war das 1988 wirklich noch der übliche Begriff?), das Schulden hat und parallel dazu um einen Chor für eine Veranstaltung, leider hat man nur einen Chorleiter ohne Chor. Barbie, Ken und Skipper hätten einen Vorschlag, doch keiner hört ihnen zu.
Stattdessen werden Barbie und Ken gefragt, ob sie das Faschingsprinzenpaar sein wollen. Skipper ist völlig begeistert, aber Barbie und Ken wollen sich das erst noch überlegen.

Als nächstes wird ein Chorleiter besucht, der künftig seinen Chor nicht mehr leiten kann und erzählt, es sei fast unmöglich, für einen berühmten Chor einen neuen Leiter zu finden. Das ist weit an der Realität vorbei, aber sei’s drum, dafür ist es ein Hörspiel und irgendwie müssen ja am Ende alle Puzzleteile zusammenpassen.

Auf ins Einkaufszentrum, wo gerade ein lokal bekannter, sprachlich etwas unbeholfener Fußballstar ein Interview gibt. Schade, dass sich alle drei über ihn lustig machen. Sonst hat Barbie doch viel Verständnis für ihre Umgebung. Jedenfalls kommt sie zur Erkenntnis: „Bist du wer, hört man dir zu – ich werde Faschingsprinzessin, dann kann ich was erreichen.“ Und so kann man dann auch Chor und Chorleiter zusammenbringen.

Nächstes Puzzleteil: Die Modedesignerin, die für Barbie und Ken Kostüme entwerfen soll, macht auch Stoffpuppen. So einfach, dass man es mal eben kurz lernen kann und einige Stoffreste zur Anfertigung reichen, und doch bringen diese Puppen genug Geld, um das Waisenhaus zu retten. Schöne Barbiewelt!

Die Folge ist etwas zusammengepuzzelt, viele Elemente, die mit der Zeit zusammengefügt werden, das war zwischenzeitlich etwas anstrengend, aber insgesamt immer noch gut anzuhören.



Geschrieben von Holger am 06.08.2026 um 16:49:

 

Zitat von HildaW:
Es geht im Hintergrund um ein Waisenhaus (war das 1988 wirklich noch der übliche Begriff?)

Ich weiß, dass Stefan Wolf nicht unbedingt ein Maßstab dafür ist, aber er nannte eines seiner Bücher 1993 noch "Der böse Geist vom Waisenhaus".



Geschrieben von HildaW am 06.08.2026 um 19:47:

 

Dauert ja bei manchen Begriffen auch einfach etwas länger, ehe sie aus dem "Volksmund" verschwunden sind.



Geschrieben von Holger am 07.08.2026 um 19:18:

 

Zitat von HildaW:
Dauert ja bei manchen Begriffen auch einfach etwas länger, ehe sie aus dem "Volksmund" verschwunden sind.

Und manche Menschen weigern sich ja hartnäckig auf das N*-Wort oder das Z*-Wort zu verzichten...



Geschrieben von HerrSchmeichler am 22.09.2026 um 14:30:

 

Bei dieser Folge denke ich am Anfang immer: "Ach stimmt, das ist ja diese Folge..." Den Chor aus Waisenkindern verorte ich aus irgendeinem Grund immer eher bei der Folge "Das Lied der Kinder"...

Und das bringt mich eigentlich schon direkt zu meinem ersten Kritikpunkt: Es geht mir in dieser Folge viel zu wenig um Fasching. Es gibt am Ende zwar den Ball, aber bei dem geht es hauptsächlich um die Versteigerung der Puppen. Selbst Barbies Kostüm für das "Prinzenpaar" wird gar nicht wirklich beschrieben, so dass hier von Verkleiden und Maskieren nichts bei mir ankommt. Da ist die Folge "Schmetterlingsflügel" von Kiosk atmosphärisch deutlich Fasching-hafter.

Aber worum geht es denn dann? In erster Linie um die Rettung des Waisenhauses, das zwar einen hervorragenden Kinderchor hat, aber keinen Chorleiter, und dazu beim reichen Unternehmer Tillmann Stork in den Miesen steckt. Anstatt direkt mit ihm darüber zu reden, wird die Idee von Barbie sofort verworfen und als man wenig später mitbekommt, dass ein Chor gesucht wird, will niemand Barbie zuhören. Ja, es wirkt fast so, als würde man sie bewusst nicht ausreden lassen. Die Kommunikation in dieser Folge ist wirklich schlecht und so vieles wäre leichter zu klären, wenn die Menschen einfach mal miteinander reden würden.

Als Barbie durch Zufall ein Interview mit einem Fußballer mitbekommt, kommt ihr die Idee, dass sie sich als Faschingsprinzessin Gehör verschaffen könnte. Gute Idee, aber nachdem man sich anfangs über die füllige Figur von Tillmann Stork lustig gemacht hat, wird hier auch der Fußballer für seine Ausdrucksweise ausgelacht (Dabei finde ich die noch gar nicht mal so schlimm, da habe ich schon ganz anderes im Fernsehen gesehen). Schade, dass Barbie, Ken und Skipper in dieser Folge darum eher unsympathisch wirken.

Die anschließende Bastelstunde bei der Kostümbildnerin ist für mich ein zweischneidiges Schwert: Einerseits ist die Szene wirklich sehr lang geraten, andererseits finde ich die Anleitung zum Puppenbasteln als Idee ganz nett, weil ich mir gut vorstellen kann, dass man das als Kind dann vielleicht tatsächlich nachbasteln möchte. Ich finde es immer gut, wenn Kinder dazu ermutigt werden, mit Kreativität und Handwerk etwas herzustellen.

Der Ball mit der Versteigerung ist wie gesagt eher enttäuschend. Es kommt für mich wenig Atmosphäre auf. Natürlich wird das Waisenhaus gerettet, der Chor ebenfalls. Schade, dass man von den Kindern so gar nichts hört. Das hätte dem Hörspiel noch eine neue Farbe geben können.

Alles in allem keine schlechte Folge, aber irgendwie ist es eine ganz schöne Odyssee, weil man von einem Thema zum anderen springt. Die Hauptfiguren sind hier zudem nicht besonders sympathisch gezeichnet. Die Gastsprecher sind gut, aber auch nichts, was wirklich heraussticht.

6 von 10 Punkten


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