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Geschrieben von Die3FragezeichenFan am 20.02.2026 um 07:23:
-- Bitte verschieben, sobald Thread da ist. Danke. --
Hab jetzt schon reingehört, joa...
Das Hörspiel ist eine hingerotzte, bodenlose Frechheit. Das hab ich noch nie erlebt. Wenn man dachte, die Gesetzlosen seien schlecht umgesetzt worden, hat man das noch nicht gehört: Es wird NUR, ich betone NUR gelabert. Es gibt original ZWEI (!) Szenen, bei denen es etwas spannend wird. Die Szenen am "Haus der tosenden Wasser" sind original im Buch 30 (!!!!!!) Seiten lang, eher mehr. Hier haben wir ORIGINAL (!) 5 (!!!!!) Minuten. Hugenay hat genau zwei Auftritte (die gut gespielt waren btw, aber egal). Justus befindet sich im Buch in Lebensgefahr, muss danach getrocknet werden. Hier ist er in einem Gang. Nichts weiter. In einem Gang. Minninger scheint zwischendrin sogar vergessen zu haben, was er hier alles gekürzt hat, weil hintenraus das ganze Konstrukt in sich zusammenfällt.
Beispiel gefällig: Im Buch haut Hugenay weiter ab und Justus folgt ihm. Mehrere Spannungsmomente folgen darauf, richtig toll. Hier ist er in nem Gang und Hugenay hilft ihm raus... das war es.
Auch die Szene bei
Wir bekommen:
- Flirty mit Alba
- Labern mit Rubbish
- Labern mit Cotta
- Labern in der Zentrale
- Einen strunzdummen Justus Jonas
- Einen völlig unnötigen Auftritt Hugenays
- Ein "In den Dreck ziehen" alter Charaktere
UND
- NICHTS, ich betone NICHTS, Spannendes
- UND: Saudumme Polizisten, die sich einen Dreck darum scheren, dass Hugenay abhaut.
Was wir nicht bekommen:
- Spannende Dialoge
- Gute Sprechleistungen (selten sowas Schlimmes gehört wie im Gang bei Hugenay und Justus)
- Tolle Geräuschuntermalung (der Staudamm, der fast brechen soll (!!!!!) hört sich an wie ein kleines Bächlein)
- Spannungsmoment bei Sylvester, hier wird einfach nur rumgelabert, in der Vorlage ganz anders
- Eine zufriedenstellende Auflösung
- Einen abschließenden Justus-/Hugenay-Moment
Ganz ehrlich: Nee! Körting! Abtreten! Minninger: Abtreten!
Und an Herrn Marx, dessen Erbe hier mit Füßen getreten wird: Never come back! Das hast du nicht verdient.
In diesem Sinne: Danke fürs Lesen und Danke für nichts.
Einen Gnadenpunkt gibbet noch, weil Marx letztes und der Versuch… und Legende der Gaukler ist noch schlechter, aber sonst kann ich daran nichts Positives sehen.
Setzen, Sechs für die Umsetzung.
2/10 P.
Geschrieben von MewMew am 20.02.2026 um 09:02:
| Zitat: |
| Ganz ehrlich: Nee! Körting! Abtreten! Minninger: Abtreten! |
Meine Rede. Gerade was das Skript angeht, sollte es endlich jemand anderes machen. Es ist ja kein Ding, wenn Sony die Laufzeit auf 80 Minuten ausgewalzt haben möchte, nur ergibt es einfach keinen Sinn die spannenden Stellen rauszuschreiben, auszublenden oder umzuschreiben. Ein Problem, was André Minninger aber oft nur bei anderen Werken hat und nicht bei seinen eigenen. Die Umsetzungen seiner Bücher sind in der Regel ordentlich bis sogar recht spannend gehalten.
Ich mache mir zwar immer selbst ein Bild, aber das sind ja keine neuen Erkenntnisse. Schade, denn auf dieses Hörspiel habe ich mich wirklich extrem gefreut.
Geschrieben von Mangobanane am 20.02.2026 um 09:50:
Die schlechteste Marx-Umsetzung ever. Bisher hat ein Hörspiel nach Marx von mir immer mindestens 4 Punkte bekommen (und ich glaube, auch diese Wertung nur ein Mal fürs schwarze Monster, das ich bis dato für seine schlechteste Story halte). Diese Umsetzung hier ist eine Frechheit und wird dem Buch in keiner Weise irgendwie gerecht. Der Anfang wurde ungekürzt ausgewalzt und obwohl es nur um eine Kassette geht, die angehört werden will, braucht man dafür schlappe 15 Minuten. Der ganze Mitteilteil wurde extrem zusammengestrichen, jeder Spannungsmoment ausgelöscht. Dass man Cottas Ansage bzgl des Staudamms rausstreicht und DDF gleich mitdürfen, ist ja noch okay, das hätte ich vermutlich ähnlich gemacht. Aber die ganze Action am Staudamm wurde extrem runtergekürzt, die Gefahr dort kommt null zur Geltung.
Als noch 22 Minuten auf der Uhr waren, waren wir bei 85 % des Buches. Könnt ja mal nachrechnen, ob das hinkommen kann. Extrem lieblos zusammengestrichenes Machwerk ohne jeden Sinn für Dramaturgie und Atmosphäre.
Shame on you, Minninger. Ich bin unfassbar enttäuscht. 3 Punkte.
Geschrieben von Volker_Mars am 20.02.2026 um 10:15:
| Zitat von Mangobanane: |
Die schlechteste Marx-Umsetzung ever. Bisher hat ein Hörspiel nach Marx von mir immer mindestens 4 Punkte bekommen (und ich glaube, auch diese Wertung nur ein Mal fürs schwarze Monster, das ich bis dato für seine schlechteste Story halte). Diese Umsetzung hier ist eine Frechheit und wird dem Buch in keiner Weise irgendwie gerecht. Der Anfang wurde ungekürzt ausgewalzt und obwohl es nur um eine Kassette geht, die angehört werden will, braucht man dafür schlappe 15 Minuten. Der ganze Mitteilteil wurde extrem zusammengestrichen, jeder Spannungsmoment ausgelöscht. Dass man Cottas Ansage bzgl des Staudamms rausstreicht und DDF gleich mitdürfen, ist ja noch okay, das hätte ich vermutlich ähnlich gemacht. Aber die ganze Action am Staudamm wurde extrem runtergekürzt, die Gefahr dort kommt null zur Geltung.
Als noch 22 Minuten auf der Uhr waren, waren wir bei 85 % des Buches. Könnt ja mal nachrechnen, ob das hinkommen kann. Extrem lieblos zusammengestrichenes Machwerk ohne jeden Sinn für Dramaturgie und Atmosphäre.
Shame on you, Minninger. Ich bin unfassbar enttäuscht. 3 Punkte. |
UFF... das klingt niederschmetternd!
Geschrieben von Info-Box am 20.02.2026 um 12:02:
237 - und der rote Büffel
Geschrieben von Wernerbros am 21.02.2026 um 08:01:
Also ich fand den roten Büffel richtig gut und wollte keine Sekunde das Hörspiel beenden, obwohl ich sie zum einschlafen gehört habe und das will bei mir schon was heißen
Ok, ich kenne das Buch nicht und man merkt aber absolut, dass manche Inhalte verkürzt oder weggelassen wurden.
Dennoch hat die Geschichte einen absolut roten Faden, ist spannend und kurzweilig erzählt und fügt sich nahtlos an die ohnehin grandiosen Hugenay Hörspiele ein. Man bekommt irgendwie aber auch genau was man erwartet bei diesen Folgen. Frau in Not, Erbschaft, Rätsel, ein Gemälde usw.
Würde für mich ohne Mühe in die Top 10 der über 200 Folgen landen.
Note 1-
Geschrieben von MewMew am 22.02.2026 um 17:23:
Ich habe die Folge nun gehört...
Vorab, ich habe schlimmes befürchtet, doch die Folge ist in meinen Ohren wirklich unterhaltsam geworden. Das liegt aber an der Geschichte und den Protagonisten, die ein spannendes Konstrukt aufbauen. Es ist kein Totalausfall, wie viele andere Folgen der 200er Ära. Es blieb bis zum Schluss interessant und es gab Twists, die ich so nicht habe kommen sehen. Im Grunde also eine Folge, der ich gute 8/10 Punkte geben würde.
Jedoch merkt man innerhalb der Handlung deutliche Kürzungen, die den Erzählfluss total ausbremsen. Selbst wenn ich nicht wüsste, was alles rausgestrichen wurde, hätte ich das Gefühl "Irgendwie komisch. Fehlt da was?". Besonders die Szenen in den Tunneln und im Haus der tosenden Wasser wirklich so beliebig. Da hätte zumindest mit Musik und Geräuschen so ein intensives (auch für Kinder geeignetes) Erlebnis geschnürt werden können. Das Ende wirkt auch nicht sonderlich rund, auch wenn alles aufgeklärt wurde. Hier fehlt irgendwie eine Art passender Endpunkt. Und all das liegt leider an André Minninger, der den Blick für eine Geschichte verloren hat. Das war bis zum Bereich der 150. Folge nicht so extrem auffällig, wie heute. Es wird sich am Ende nichts ändern, denn es verkauft sich super, das Legenden-Team ist unangetastet und Kritik wird ignoriert, da sowieso für Kinder produziert wird. (Obwohl die Generation der Fans wohl deutlich im Ü18 Bereich liegen wird. Mal ehrlich, welches Kind zum Beispiel von 10-16 Jahren sitzt 80 Minuten oder länger vor einem Hörspiel? Das sind dann doch eher die Eltern) .
Ich hätte mir für Andre Marx letzte Geschichte eine passendere Inszenierung gewünscht, aber die Folge ist, rein für sich, eben kein Totalausfall. Die Stimmen agieren gut und es ist vieles dabei, was sich einfach gut und gewohnt anfühlt, aber trotzdem überrascht. Es muss auch nicht immer eine 1:1 Umsetzung eines Buches sein, aber es sollte schon so umgewandelt werden, dass auch dem Autor mit seinen Ideen Respekt gezollt wird. Ich empfehle das Lesen des Buches eindeutig. Das Hörspiel ist gelungen, aber die Messlatte der letzten Jahre ist sehr gering. Ich würde mich freuen, wenn Ivar Leon Menger dem Herrn Minninger einen Crash-Kurs gibt, wie man ??? Geschichten gut adaptieren kann. Schaden kann es nicht, wie sich gezeigt hat.
Geschrieben von Klara_Fall am 23.02.2026 um 07:44:
Ich schwimme mit meiner Meinung mal wieder gegen den Strom.
Jedoch schicke ich gleich voraus, dass ich wie
@Wernerbros das Buch nicht gelesen habe und damit sind wir schon mal zu zweit, die das Buch nicht gelesen haben und das Hörspiel mochten.
Ich hatte es nicht gleich am Freitagabend gehört. Denn bei mir gibt es auch als Hörspiel-Freundin Tage, an denen ich gar nichts hören mag - kein ???, kein TKKG, keine Nachrichten ...
So hörte ich erst am Samstagmorgen und war die ganze Zeit "dabei". Sonst muss ich, gerade bei den ???, die Folge mehrfach hören, da komplex und da ich manchmal in Gedanken nicht ganz "dabei" bin. Hier war ich durchgehend aufmerksam.
Für mich war es auch spannend genug und ich hatte mehrere Twists nicht so kommen gesehen.
Zu Beginn fand ich Justus etwas "lahmarschig" (sorry!), dass er
Und am Ende war da für mich ein
Sonst rundum gut. Keine Ausfälle bei Sprecher*innenleistungen zu verzeichnen, hier und da ein Schnipsel alter Musikstücke, was für mich ein Extrapünktchen gibt.
In Summe 9 Punkte
(und jetzt verschwinde ich hier, ehe ich gelyncht werde 
)
Geschrieben von MewMew am 23.02.2026 um 08:37:
| Zitat: |
| Ich schwimme mit meiner Meinung mal wieder gegen den Strom. |
Wieso? Jetzt 3 positive Bewertungen gegen 2 negative Meinungen. Außerdem ist es völlig legitim, wenn du die Folge toll findest.
Geschrieben von Mangobanane am 23.02.2026 um 09:22:
Ich schätze auch, dass ich die Folge mit der Zeit etwas besser bewerten werde als jetzt. Momentan überwiegt die Enttäuschung, denn das Buch hat viel mehr hergegeben als 80 Minuten Laber Rhabarber. Andererseits habe ich viele Bücher nicht gelesen, bei denen die Hörspiele für mich Meisterwerke sind. Spur des Spielers, Labyrinth der Götter und Villa der Toten würde ich gar nicht lesen wollen.
Das sind aber vornehmlich Hörspiele aus der Zeit 61-120. Daran gemessen wird Folge 237 auch dann noch mau sein, wenn ich nicht mit dem Buch vergleiche. Ich glaube aber auch, dass hier aktuell die Euphorie überwiegt, überhaupt mal wieder ne ordentliche Geschichte zu bekommen und Hugenay gibt ja immer automatisch Pluspunkte. Aber seien wir mal ehrlich: Im Vergleich mit den anderen Hugenay-Folgen ist diese hier dramaturgisch mit Abstand die schlechteste. Auch ohne Buch-Vergleich. Alleine der Anfang ist viel zu lang mit dem ganzen Kassetten-Ding und der Tuba-Story. Und die Umsetzung des Überfalls ist mehr als peinlich. Rennen wir hin? Nee, wir kommentieren es lieber. Oh Gott.
Geschrieben von Klara_Fall am 23.02.2026 um 09:46:
| Zitat von Mangobanane: |
| und der Tuba-Story. |
Jetzt happich wieder das Bild der Geranien, die aus der Tuba ragen, im Kopfkino

... war es doch im Laufe des Wochenendes erfolgreich losgeworden
Geschrieben von LieutenantSwift am 27.02.2026 um 00:39:
Ich find diese Geschichte quch nicht so schlecht. Buchvergleich kann icv leider nicht machen, was mir aber gefällt: große Logiklücken sind mir beim hören nicht aufgefallen, im gegensatz zum barrakuda z.b.
Und ich finds auch mal Ok, wenn die Geschichte nicht soo spannend ist. Hörbar ist sie für mich trotzdem, weil Akteure mal wieder nach langer zeit auftauchen und das noch mit einer wie ich finde guten Erklärung.
Geschrieben von HildaW am 10.03.2026 um 16:54:
Actionreicher Beginn - so mehr oder weniger: Ein versuchter Handtaschenraub („Justus, sag mal, das kam doch von der Straße“…

) und Peter verunfallt mit seinem MG.
Dann wird es langatmig; während Bob und Peter am Auto herumschieben, leiht Alba sich umständlich ein Diktiergerät aus. Eine Kassette: „Hoffentlich machen die sich nicht die Mühe…“ da hätte eigentlich schon auffallen können, dass etwas nicht stimmt, denn eher würde eine Kassette vernichtet, als ungeprüft abgegeben. Falls man überhaupt so ein Aufnahmegerät im Gefängnis haben darf… Läuft und läuft…
Endlich wird es interessant: Es geht um eine Stadt in der Wüste. Ein Überfall auf Justus, die Kassette ist weg.
Getrennte Ermittlungen mit spuer Timing: Der rote Büffel beim aufgesuchten Sammler ist eine Fälschung. Leider darf der Zuhörer nicht mit nach California City, wo sich ein interessantes Notizbuch findet.
Justus besucht Victor Hugenay im Gefängnis, was Inspector Cotta nicht besonders lustig findet. Zur Bilderrettung dürfen die drei ??? trotzdem mit.
Ein Tal mit Stausee, der überzulaufen droht. Schöne Atmosphäre, Spannung, Bedrohung. Handschellen ab, wird etwas passieren? Woher kommt das Rauschen – dafür ist es sehr leise, in wenigen Minuten wird alles unter Wasser stehen! Wieso geht man da überhaupt hin? Auch wenn es schade um das Gemälde wäre, bringt man doch nicht mehrere Menschen in Lebensgefahr dafür.
Eine Szene, die später als „hat dir das Leben gerettet“ bezeichnet wird, die Dramatik kam bei mir überhaupt nicht an.
Eine „Telefonwelle“

– das Motorrad vom Beginn ist gefunden. Und nun fliegt auf: Alles war nur eine Inszenierung, Hugenay hat die Jungs mal wieder für seine Pläne benutzt. Immer blöd, wenn so etwas so spät geklärt wird, da fällt es mir schwer, dem weiteren Verlauf noch aufmerksam zu folgen. Besonders, wenn ein längerer Trialog die wahren Hintergründe aufdeckt.
Plötzlich Action: Hin zur Staumauer, es werden noch zwei Gemälde gerettet.
Und einige Tage später… Hugenay wird wegen seiner Kooperation aus dem Gefängnis entlassen Vielleicht ist es an der Zeit, meine Verbissenheit abzulegen… und es wird nie langweilig werden….
Ich kenne das Buch nicht, das scheint in diesem Fall ein Vorteil zu sein.

Trotzdem gefällt mir die Folge nicht so richtig gut, sehr langatmig und irgendwie schwerfällig das Ganze, die Einleitung viel zu lang und später muss dann alles ganz schnell gehen.
Geschrieben von Fragezeichenbibianer am 21.03.2026 um 17:32:
Ich fand das Buch noch einen Tick besser 😄
Geschrieben von Mikosch373 am 22.03.2026 um 09:59:
Achtung, Spoiler!
Die drei Fragezeichen - und der rote Büffel (237)
Ich habe eigentlich keine Lust, nach dem großartigen Hugenay-Finale „Feuermond“ einen weiteren Fall über unseren Meisterdieb zu hören. Das kann eigentlich nur in die Hose gehen. Der Titel klingt leider auch ein bisschen generisch, das Cover gefällt mir dafür ganz gut. Der rote Büffel hat eine schöne Farbe und glänzt sehr edel. Wie ein Gemälde wirkt er allerdings nicht, eher wie eine Statue. Das ist die erste Überraschung im Klappentext. Ansonsten klingt das eher lahm.
Also, abgesehen davon, dass die ersten Szenen zu langgezogen sind, finde ich das mit dem Überfall, dem Schrotten des MGs und der Aufnahme, die aus Versehen von der neuen Klientin gelöscht wird, echt cool. Dass der verstorbene Vater der Klientin der Nachtschatten ist, ist natürlich eine sehr interessante Wendung. Kurz darauf erleben wir das erste Mal Stefan Krause als Rubbish George, was eine schöne Hommage an „Feuermond“ ist. Stefan Krause macht seine Sache auch nicht schlecht.
Es wird dann auch mehrfach Bezug auf „Feuermond“ genommen, was ich sehr gut finde. Auch in den nächsten Szenen gefällt mir Stefan Krause sehr, man hört Rubbish George sehr gut heraus. Dass Justus von irgendwem niedergeschlagen wird, ist kurz spannend - aber dann sitzen die drei direkt gemütlich in der Zentrale und quatschen. Dass der MG nicht zur Verfügung steht, ist auch schnell gelöst. Dass der Büffel, den Justus und Peter sehen, eine Fälschung ist, ist auch keine Überraschung.
Allerdings finde ich es gut, dass einfach übersprungen wird, wie die beiden dem Besitzer Rede und Antwort stehen müssen. Dass Justus Hugenay mit seinem Geheimnis erpressen will, ist natürlich einerseits ein guter Rückgriff auf „Feuermond“, aber andererseits total daneben. Den neuen Hugenay finde ich erstaunlicherweise nicht schrecklich. Stimmlich ist er nicht verkehrt. Ihm fehlen allerdings die Ruhe und dieser französische Charme, dieses Besondere, das Hugenay immer ausgemacht hat.
Die Entscheidung, Hugenay doch nicht zu drohen, finde ich richtig. Die, ihn aus dem Gefängnis rauszulassen, damit er dabei hilft, den Fall aufzuklären, finde ich jedoch nicht gut. Hugenay die Handschellen abzunehmen, ist ziemlich dämlich von Inspektor Cotta - und zuerst wirkt es auch, als würde sich das rächen. Doch dann geht Hugenay doch ins Gefängnis zurück. Dass Alba die Jungs reingelegt hat und gar nicht die Tochter des Nachtschattens ist, hätte ich auch nicht erwartet.
Das gibt natürlich sofort Brittany-Vibes, womit es einen weiteren Verweis auf „Feuermond“ und einen Verweis auf „Das Erbe des Meisterdiebs“ gibt. Das finde ich eigentlich ziemlich cool. Dass Rubbish George die Jungs auch reingelegt hat, gefällt mir dagegen weniger. Auch, dass Hugenay wieder der Drahtzieher ist, ist mir eine Parallele zu viel. Auch wie die drei sich darüber ärgern, ist mir zu sehr „Das Erbe des Meisterdiebs“. Wenn man nichts Neues zu erzählen hat…
Dass Alba eine Verwandte von Hugenay ist, ist auch keine Überraschung. Dafür hat man zu offensichtlich mit der Verwandtschaft zum Nachtschatten gespielt. Das Ende kommt dann irgendwie sehr abrupt, ich hab überhaupt nicht gecheckt, dass das das Ende ist. Da hätte definitiv noch mehr passieren müssen, außer dass Hugenay jetzt freigelassen wird. Außerdem finde ich es nicht gut, dass er jetzt wieder auf freiem Fuß ist. Das führt das grandiose Ende von „Feuermond“ ad absurdum.


Fazit: 5 von 10 Punkten
Geschrieben von HerrSchmeichler am 19.04.2026 um 10:54:
Ich war auf dieses Hörspiel sehr gespannt, weil ich die Buchvorlage vorher gelesen hatte. Das hatte mir ganz gut gefallen, wobei ich sagen muss, dass das Buch für mich persönlich eher eine 8 von 10 war.
Achtung, Spoiler!
Der Einstieg ist an sich ganz gut gelungen: Ein Hilferuf, ein versuchter Überfall, eine Kundin auf der Suche nach einer Abspielmöglichkeit einer mysteriösen Tonbandnachricht. Als ein Teil der Nachricht aus Versehen überspielt wird, wirkt Justus allerdings untypisch unbeholfen und lahm, weil er das Überspielen nicht sofort unterbricht. Zudem fällt auf, dass die erste Szene sehr lang geht, nämlich ziemlich genau 20 Minuten. Da hätte man definitiv etwas kürzen können, z.B. die ganze Sache mit der Tuba, die Rubbish George verkaufen will. Das ist im Buch zwar ganz amüsant, aber für die Handlung vollkommen irrelevant und die Zeit hätte man später besser gebrauchen können. Der Rückgriff auf den "Nachtschatten" sorgt dafür sofort für Spannung.
Die ersten Ermittlungen sind soweit ganz gut umgesetzt. Dass Peter sich über den kaputten MG aufregt, ist verständlich, aber bei der Häufigkeit empfand ich es irgendwann nur noch nervig.
Das Gespräch zwischen Justus und Hugenay war mir zu sehr wie eine gemütliche Plauderei. Die Szene spielt im Gefängnis, Hugenay verdankt Justus seine aktuelle Lage. Da hätte die Atmosphäre ruhig etwas angespannter sein können.
Das Herzstück der Geschichte, die Szenen an der Staumauer, kommen im Hörspiel leider zu kurz und so nicht wirklich zur Geltung.
Die angespannte Lage in Mercury und die große Bedrohung, die von den Wassermassen ausgeht, kommt hier leider überhaupt nicht rüber. Der Erzähler beschreibt zwar die Situation, aber es gibt vor Ort keinen Beauftragten, der Cotta und die Drei Fragezeichen auf die Gefahr hinweist oder ihnen sagt, sie müssten sich beeilen. Keine Warnsirenen, kein Krisenmanagement, keine Fernsehteams, nichts. Auch, dass kein weiterer Polizist Cotta begleitet und mit auf Hugenay aufpasst, ist unglaubwürdig. Im Buch hat Cotta Verstärkung dabei und es gibt weitere Fallen im "Haus der tosenden Wasser".
Auch die Szene, in der Justus dem Meisterdieb durch die Falltür folgt, wirft einige Fragen auf. Wo hat Hugenay plötzlich die Taschenlampe her, mit der er durch die dunklen Gänge läuft? Außerdem fiel es mir schwer, mir die räumlichen Gegebenheiten vor Ort vorzustellen (obwohl ich ja das Buch kannte). So wirkt es leider auch seltsam, dass Hugenay von einem Moment auf den anderen verschwindet, für Justus (scheinbar) eine falsche Fährte legt, nur um im nächsten Moment zurückzukommen und ihn ans Tageslicht hinauszuführen? Das ist besonders im Vergleich zum Buch wirklich eine herbe Enttäuschung, denn da passiert an dieser Stelle eigentlich die stärkste und spannendste Szene in der ganzen Geschichte.
Danach geht dem Hörspiel ein bisschen die Luft aus, denn der Spannungshöhepunkt liegt nun hinter uns. Das ist im Buch zwar strenggenommen genauso, aber hier sind wir beim Hörspiel halt auch schon bei etwas über 50 Minuten, wo andere Folgen bereits in den letzten Zügen liegen.
Die Aufdröselung von Hugenays Plan ist immerhin (für Marx typisch) gut durchdacht und auch nachvollziehbar erklärt. Dass Alma sich als Verwandte von Hugenay herausstellt, fand ich schon im Buch nicht so gut. Denn dafür, dass der Meisterdieb vor seiner Verhaftung ständig auf der Flucht war, ist er anscheinend mit seiner Familie fleißig in gutem Kontakt geblieben... Und wenn Alma schon eine Verwandte sein muss, warum macht man aus ihr dann nicht gleich eine Tochter/Enkelin von Miss Cartier aus "Poltergeist"? Der Zweig der Familie hat Hugenay immerhin in der Vergangenheit schon mal geholfen und es wäre dadurch etwas glaubhafter.
Am Ende kommt dann noch ein nicht wirklich interessant umgesetztes Telefonat mit Cotta. Mir fehlt hier die Aussprache mit Hugenay,
Hier verpufft Hugenay im hinteren Teil der Geschichte und taucht gar nicht mehr auf.
Auch Justus' innerer Konflikt, ob er Hugenay trauen kann oder nicht, seine Zweifel und seine Verbissenheit kommen im Hörspiel gar nicht richtig zur Geltung.
Alles in allem muss ich sagen, dass scheinbar fast alle Szenen, die im Buch in irgendeiner Form actionreich waren, im Hörspiel gestrichen oder stark gekürzt wurden. Nicht, weil es im Hörspiel nicht umsetzbar wäre (es gab in der Vergangenheit ja durchaus Actionszenen und spannende Verfolgungsjagden), sondern weil es "zu aufwendig" wäre. Man bekommt da langsam leider wirklich das Gefühl, dass alles, was nicht mit denselben 15 Geräuschen dargestellt werden kann, die man stets griffbereit hat (wie Blacky oder Schwester Michaela), der Schere zum Opfer fällt. Und das ist wirklich schade, denn die gesamte Szene am Staudamm hätte so viel besser umgesetzt werden können.
Da es eine Geschichte von Marx ist, funktioniert sie trotzdem immer noch ganz gut und besser als manch andere Folgen. Ich habe langsam wirklich den Eindruck, dass eine starke und solide Grundgeschichte (wie es bei Marx eben oft der Fall ist) selbst in einer suboptimalen Hörspieladaption zu einem gewissen Grad unkaputtbar ist. Trotzdem sehr schade, welches Potenzial hier verschenkt wurde.
Die Sprechleistung ist gut, aber nicht überragend. Den drei Hauptsprechern merkt man mittlerweile halt doch (verständlicherweise) das Alter und leider auch eine gewisse Behäbigkeit in den Dialogen an. Der neue Sprecher von Rubbish George hat mir sehr gut gefallen, genauso wie der Kunstsammler. Alma und den neuen Hugenay fand ich gut, aber bei ihm hat mir irgendetwas gefehlt bzw. nicht ganz zu meiner Vorstellung von Hugenay gepasst. Vielleicht war es das Sprechtempo, die Haltung oder Energie... aber ich merke selbst, dass das Meckern auf sehr hohem Niveau ist. Der Sprecher ist stimmlich ohne Zweifel eine gute Wahl gewesen.
Alles in allem ist es ein Hörspiel, das hinter den Erwartungen zurückbleibt, an den falschen Stellen kürzt und dafür andere unnötig lange laufen lässt (z.B. die Anfangsszene). Hinten raus dann auch noch ein schwaches Ende, so dass man als Hörer etwas enttäuscht und ratlos zurückbleibt.
6 von 10 Punkten
Geschrieben von HildaW am 19.04.2026 um 20:31:
| Zitat von HerrSchmeichler: |
Das ist besonders im Vergleich zum Buch wirklich eine herbe Enttäuschung, denn da passiert an dieser Stelle eigentlich die stärkste und spannendste Szene in der ganzen Geschichte.
|
Danke für den Spoiler, so macht Inspector Cottas Bemerkung zur Lebensrettung Sinn... ich habe mich echt gefragt, was ich da überhört habe, aber offenbar ist einfach die Umsetzung, ähm tja, etwas unglücklich (um es mal freundlich auszudrücken).
Geschrieben von HerrSchmeichler am 19.04.2026 um 21:43:
| Zitat von HildaW: |
Danke für den Spoiler, so macht Inspector Cottas Bemerkung zur Lebensrettung Sinn... |
Ja, wirklich schade, dass ausgerechnet die Szene rausgestrichen wurde. Vor allem, weil man später darauf Bezug nimmt. Deswegen habe ich wirklich das Gefühl, dass die Qualität der Skripte, oder besser gesagt die Sorgfalt, mit der die Bücher adaptiert werden, abnimmt.
Geschrieben von Holger am 21.09.2026 um 15:22:
| Zitat von Mikosch373: |
| Fazit: 5 von 10 Punkten |
Aber eine Bewertung oben hast du nicht durchgeführt, wenn ich es richtig sehen!?
Geschrieben von Mikosch373 am 21.09.2026 um 19:18:
Das kann gut sein. Ich vergesse das öfter mal.
Edit: Ich kann nicht bewerten.
@Basti, der macht das nicht.
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