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Geschrieben von Andromeda am 24.07.2026 um 21:21:
Ich hatte die Folge ja bereits eine Woche im Voraus. Sie krankt zwar an der Minninger-Kürzungsmanie ab dem Mittelteil, ist aber gut hörbar. Zumindest für mich. Alleine von der Auswahl der Musik hat man sich deutlich mehr Mühe als in der unsäglichen Thomas-Mann-Folge, die mir absolut nicht gefallen hat.
Geschrieben von Wernerbros am 25.07.2026 um 08:37:
Ich hab die Folge heute Morgen gehört und ich würde sie maximal als Einschlaf Hilfe empfehlen.
Das Highlight war für mich Tante Mathilde am Anfang mit ihrem Kommentar über Inspektor Cotta.
Ansonsten hat mich die Folge komplett verloren beim Erklärungsmonolog so nach ner Viertel Stunde.
Alles insgesamt extrem unspannend.
5 maximal 6 von 10.
Geschrieben von Info-Box am 25.07.2026 um 21:00:
240 - und die schwarze Rose
Geschrieben von Althena am 26.07.2026 um 09:07:
Ich muss die Folge noch einmal in Ruhe hören, aber fand sie beim ersten Durchlauf total in Ordnung. Nicht herausragend, aber auch nicht schlecht. Eine Frage hätte ich allerdings...
Frage zu Detail
Es wird ja etwas viel zusammengemixt u.a. Indianer. Kumesh/Qumesh. Kamen die nicht schon mal woanders vor? Tuch der Toten oder so mit der Professorin. Jedenfalls hätte ich mir sehr gewünscht, dass darauf Bezug genommen wird. Sowas verwebt einfach die Einzelepisoden zu einem Serienkosmos.
Geschrieben von Murphy am 26.07.2026 um 10:47:
Das Buch war meiner Meinung nach ein Highlight der letzten Zeit. Zwischen Folge 201 und 240 ist "schwarze Rose" die viertbeste Folge für mich. Zwischen Folge 151 und 240 reicht es gerade noch zu den 10 besten zu gehören, meiner Meinung nach.
Ich bin gespannt, wie die Verhörspielung gelungen ist.
Geschrieben von Talon am 26.07.2026 um 11:36:
Reiht sich leider (nach dem Klappentext erwartungsgemäß) irgendwo im unteren Drittel der Folgen ein, die ich kaum jemals nochmal hören werde weil da einfach nix ist was in Erinnerung bleibt.
Geschrieben von marcm200 am 26.07.2026 um 12:41:
Hinweis: Die Rezension enthält kleinere Spoiler.
Für mich als Gelegenheitshörer der ??? war überraschend, dass Bobs Freundin plötzlich Lesley heißt und er schon jahrelang mit ihr zusammen ist. Bei mir ist immer noch Liz abgesspeichert. Und dass Justus' Adresse exakt genannt wird, hat mich ebenfalls
überrascht.
Die falsche Spur mit der Metal-Band und den Symbolen wird nicht weiter ausgebaut, was wohl eine Kurzung aus dem Buch sein dürfte.
Zweimal gibt es belauschte Gespräche, in die ich als Hörer aber ansatzlos reingeworfen werde. Der abrupte Lautstärkewechsel hat mich aus der Story gerissen. Generell wird öfters geflüstert, was das Hören im Freien erschweren könnte.
Meta-Humor: Der alte Aushilfsgärtner wurde wegen zu großer Neugierde rausgeworfen. Und jetzt bewirbt sich Bob. Ich musste an "Beelzebub" denken.
Die Szene im Restaurant - eine Besprechung - war mir deutlich zu lang, wenngleich da ja bereits früh geklärt wird, wer die Rosen verschickt hat.
Bob hat sich gut vorbereitet auf sein Vorstellungsgespräch - 4facher Chromosomensatz bei Rosen.Ist aber egal, er soll nur "eine Gießkanne halten können". Fand ich ganz amüsant.
Insgesamt gibt es ein wenig Action, Parapsychologie, alte Erzählungen und einen recht kurzen End-Auflösungspart, den ich aber gebraucht habe, denn in der zweiten Hälfte war mir beim ersten Hören nicht so genau klar, was die ??? untersuchen.
Die Folge hat mich ein wenig ans "Tal des Schreckens" erinnert, sowie an die drei Ausrufezeichen, "Spuk am See".
Durchaus unterhaltsam zu hören. 7/10 Punkten.
Geschrieben von Mangobanane am 27.07.2026 um 13:11:
Joa, also die Folge hat mir auf jeden Fall mehr Spaß als die letzten vier Folgen zusammen gemacht (was aber leider auch nicht soo schwer war). Bin weder enttäuscht, noch euphorisch. Das Skript könnte halt (mal wieder) etwas straffer sein und ein paar Dialoge aussparen, thematisch finde ich es aber interessant, auch wenn es nicht mehr reicht, um eine Folge nachts noch unbedingt zu Ende zu hören (die 229 hatte das noch geschafft). Was mir extrem auffiel, ist Justus' vergleichsweise defensive Art in der ganzen Folge. Vor allem Bob zeigt viel mehr Eigeninitiative als gewöhnlich. Mich würde interessieren, ob das im Buch auch schon so war.
Die Anzahl der Charaktere ist zwar ordentlich, aber nicht zu überfrachtend. Wirkliche Aussetzer gibt es nicht, sieht man mal davon ab, dass Justus und Bob einfach mal so gar nichts machen, als sie nicht sicher wissen, ob Peter bereits aus der Schusslinie raus ist oder nicht - das war schon arg schwach. Die ersten paar Sätze klingen wieder mal sehr gekünstelt, es legt sich dann aber. Diese gemütlichen Anfänge in der Zentrale tun der Natürlichkeit im Spiel der drei ??? nicht gut, ansonsten haben wir gut aufgelegte Sprecher und sogar die Referenz an Fünf Freunde und das Burgverlies kommt gar nicht so schlecht rüber. Am besten gefällt mir, dass nicht so richtig klar ist, worauf das Ganze denn jetzt hinauslaufen wird, so was mag ich immer sehr.
Ich bin letztlich im Bereich 6-7 Punkte. Für die interessante Thematik wäre ich bereit, den siebten Punkt draufzulegen, obwohl das Skript ihn eigentlich nicht wirklich verdient, da es hinten raus einmal mehr sehr zusammengestrichen wirkt. Trotzdem hat mich die Folge stellenweise wirklich gut mitgerissen. Im Finale wird dann deutlich, wie schlecht das Minninger-Prinzip funktioniert, denn eine Figur wird nur eingeführt, um wieder abgeführt zu werden - völlig sinnfrei. Ein Detail erinnerte mich an Hofstetters TKKG-Finalsequenzen (Justus und Peter werden mit dem Tod bedroht, was aber einfach unnötig überdramatisiert wirkt).
Irgendwie hätte man mehr draus machen können. Die Charaktere sind gut, Bobs ungewohnt aktive Rolle gefiel mir, die Musik ist seit langem mal wieder richtig stark, das Setting ist cool, aber so richtig springt der Funke nicht über. Ein besserer Skriptautor hätte daraus locker eine 8/10 gezaubert.
Das Beste an der Folge ist aber immer noch das Cover, das einfach mal das Beste seit Feuermond ist. Hab ernsthaft überlegt, mir nur deshalb die CD zu kaufen. Ich liebe wirklich alles an diesem Motiv.
Am Ende bin ich erleichtert, auch mal wieder ein paar positive Worte zu einer Neuerscheinung sagen zu können, aber gleichzeitig auch betrübt, dass es nicht so viele sind, wie es hätten sein können.
Es gibt großzügig gerundete 7 Punkte.
Geschrieben von HerrSchmeichler am 16.08.2026 um 17:37:
Eine ausführliche Rezension folgt, wenn ich die Folge ein zweites Mal gehört habe. In der zweiten Hälfte hat mich das Hörspiel nämlich ziemlich verloren...
Der Eindruck nach dem ersten Hören ist " okayes Mittelmaß". Das Hörspielskript hätte noch einen weiteren Entwurf vertragen (manches wird dreimal erwähnt, dafür tauchen die Biker vom Anfang später nicht wieder auf). Nicht schlecht, aber unausgegoren. Wirklich spannend fand ich keine der Szenen, selbst die geisterhaften Lichter im Klostergarten wurden nicht wirklich stimmugsvoll umgesetzt.
Kann man machen, ich hatte aber irgendwie auf mehr gehofft. Da fand ich beim ersten Hören "Das Geheimnis der sieben Palmen" trotz aller Kritik besser.
Edit (Nr. 2):
Ich habe meine Rezension jetzt noch einmal überarbeitet, damit sie präziser formuliert und besser strukturiert ist. Den riesigen Textschwall, den ich zuerst geschrieben hatte, konnte man ja niemandem zumuten. (Und trotzdem sind es wieder wahnsinnig viele Wörter geworden...
)
Achtung, Spoiler!!!
Zur Geschichte:
Der Anfang ist stark. Mir gefällt der Aufhänger mit den zwei rätselhaften Päckchen, die an Justus und Tante Mathilda geschickt werden. Die mit Totenköpfen verzierte Rose weckt sofort Interesse, auch wenn es etwas schade ist, dass sie eigentlich nur dazu da ist, die Detektive für den richtigen Fall anzulocken. Dass die kurz nebenbei eingeführte Biker-Gang nichts mit dem Fall zu tun hat, fand ich auch etwas schade, da es ein Thema ist, das bei den Drei Fragezeichen bisher noch nicht behandelt wurde ("Die Dreifragezeichen und die Höllenengel" wäre doch mal was
).
Der tatsächliche Fall ist dann leider nicht mehr ganz so spannend: Nächtliche Lichtblitze und tiefes Brummen – Das gab es schon öfters. Auch die Geschichte um die Chumash und die Geister der toten Mönche hat bei mir nicht wirklich gezündet, vielleicht auch, weil die Szenen im Hörspiel nicht gruselig oder atmosphärisch waren.
Manches war auch etwas unglücklich umgesetzt:
Es gibt relativ früh gleich zwei Szenen, in denen viel Exposition vermittelt wird (in der Gärtnerei und dem Restaurant des Hostels). Das ist dank der sympathischen Linh und dem Streitgespräch zwischen Tessa Palmer und Mr. Keaton sogar ganz gut gelöst. Trotzdem hätte man hier manches auch zusammenkürzen können. Ich hatte in der Restaurant-Szene kurz das Gefühl, man hätte hier die Netflix-Methode für Dialoge übernommen, bei der (angeblich) die wichtigsten Punkte alle paar Szenen noch einmal erwähnt werden müssen, damit die Zuschauer nicht abgehängt werden, die gleichzeitig am Handy sind.
Dass O'Brien ihr Gespräch im Restaurant belauscht haben könnte (!) ist scheinbar genug Grund, um in sein Zimmer einzubrechen. Finde ich etwas schwach als Begründung.
Bob hätte sich für meinen Geschmack beim Bewerbungsgespräch etwas mehr reinhängen müssen, um den Job zu bekommen. Immerhin geht es hier um einen Fall. Die Szene mit Audrey war auch nicht ganz so amüsant, wie sie hätte sein können.
Peter steckt bei O’Brien ein Kuvert ein, ohne einen triftigen Grund dafür zu haben, und öffnet es dann nicht.
Das Feld der toten Mönche™ wurde so oft erwähnt, dass es schon fast unfreiwillig komisch wurde.
Der Aufbau des Klosters und der Gärtnerei blieb mir bis zum Ende ein Rätsel. Ich konnte mir nicht wirklich vorstellen, wo sich die Gewächshäuser und der Mönchsfriedhof auf dem Gelände befinden.
Dafür gefällt mir aber sehr, dass es hier wirklich viele Verdächtige gibt! Man bekommt sie im Hörspiel zwar eigentlich nur wenig zu hören, aber sie sind trotzdem einprägsam genug, dass man nicht durcheinanderkommt. Auch, dass Bob einen Aushilfsjob in der Gärtnerei annimmt, hat mir gut gefallen, auch wenn man letztendlich leider nur wenig davon mitbekommt. Dafür ist es Bob, der zur Abwechslung diesmal mit dem großen Erklärmonolog beginnen darf!
Das Finale ist in Ordnung. Mir hat gefallen, dass Agatha Christie-mäßig alle Verdächtigen an einem Ort versammelt waren. Bei der Formulierung „Die Blume des Teufels“, fragte ich mich, ob das vielleicht ein alternativer Folgentitel gewesen sein könnte?
Zu den Charakteren:
Linh als Lesley Dimples Freundin aus Kindertagen ist eine schöne neue Ergänzung für den Serien-Kosmos (Nur schade, dass Lesley nicht auch im Hörspiel vorkam). Ich fand sie sehr sympathisch, auch wenn ihr Verhalten am Anfang rückblickend nicht so viel Sinn ergibt. Es braucht schon viel Überredung, damit sie den ??? erzählt, was los ist, und wenn sie Pech gehabt hätte, wären sie unverrichteter Dinge wieder abgezogen.
Der Parapsychologe Spencer O'Brien was als Figur ganz interessant, blieb dann aber insgesamt doch etwas blass. Seine Handlungen waren für mich manchmal auch nur schwer nachvollziehbar: Als er z.B. beim Finale Justus und Peter im geheimen Garten erwischt, greift er nicht oberbösewichtmäßig zur Waffe, sondern will sie einfach nur verjagen. Wenige Minuten später, als Mr. Keaton mit den Aufzeichnungen des Mönchs aus dem Tunnel kommt, möchte O'Brien die zwei dann plötzlich doch ganz oberbösewichtmäßig lebendig in den Tunnel einmauern.
Die Wendung, dass er gar kein Wissenschaftler, sondern nur ein Schauspieler ist, fand ich komplett überflüssig und hat bei mir zu mehr Verwirrung als Klarheit geführt. Warum gibt er sich als sein Bruder aus, behauptet dann aber, Parapsychologe statt Historiker zu sein, was doch deutlich weniger Aufsehen errregt hätte? Überhaupt: Was treibt er sich tagsüber auf dem Gelände rum, wenn er und Mr. Keaton den Tunnel doch eh hauptsächlich nachts graben?
Und der Preis für den schlechtesten Freund geht in dieser Folge an… Mateo, der seine Freundin mit den Geistererscheinungen und dem unheimlichen Fremden, der sich nachts auf dem Klostergelände herumtreibt, vollkommen alleine lässt und sie auch nicht zum Treffen mit den Drei Detektiven begleitet.
Red Flag!
Die Blooms haben zwar keine großen Auftritte, aber irgendwie bekommt man trotzdem einen klitzekleinen Einblick in ihre Ehe. Ich frage mich, ob sie auch im Buch ihre Sätze gegenseitig beenden oder ob das nur ein Gimmick im Hörspiel ist.
Kritik an der Hörspielproduktion (an Skript, Sound etc.) möchten manche Fans ja mittlerweile nicht mehr hören bzw. lesen. Deshalb habe ich diese diesmal separat aufgeführt. Wer das nicht lesen will, muss den Spoiler ja nicht öffnen.
Produktionstechnische Schwächen des Hörspiels...
... die mir teilweise schon beim ersten Hören (!) aufgefallen sind:
- Bei den plötzlichen Wechseln zu leiseren Gesprächen im Hintergrund ist der Lautstärkeunterschied fast so stark, dass man als Hörer selbst nachregulieren muss. Man hätte die Gespräche durchaus etwas lauter abmischen können und trotzdem den "Lauscheffekt" beibehalten können.
- Die Szene mit den rowdyhaften Bikern mit schwarzen Rosen auf den Lederjacken ist sehr kurz, wie nachträglich eingefügt - hat aber keinerlei Relevanz für den Fall. Eine merkwürdige Entscheidung.
- Das Skript wiederholt sich: Dass die Züchtung schwarzer Rosen finanziell lohnenswert wäre und Mr. Keaton deshalb Experimente durchführt, wird dreimal erwähnt. Das hätte man besser zusammenkürzen können.
- Die korrekte Aussprache des Namens "O'Brien" klingt genau so wie der Name "Brian", müsste also "Oh Brei-en" und nicht "Oh Bri-en" ausgesprochen werden. Man hat es zwar immerhin einheitlich durchgezogen, aber es ist trotzdem falsch. Schade, besonders in einer Zeit, in der man solche Namen googeln und youtuben kann.
- Linhs Vortrag über Marco Ribcev und sein Buch kommt sehr überraschend, wirkt total unnatürlich und ist für die Handlung auch wieder vollkommen irrelevant. Vielleicht wollte man über das von ihm geschriebene Buch auch nur zu Linhs Buch überleiten, damit Bob das Lesezeichen von Booksmith entdecken kann? Aber diesen Umweg braucht es doch eigentlich nicht, ein einfaches "Was liest du?" reicht vollkommen. Das hätte man sogar noch einfacher einbauen können, wenn Linh bereits im Restaurant auf die ??? warten und sich mit Lesen die Zeit vertrieben würde.
- Es wird eine kurze Szene eingebaut, in der darauf hingewiesen wird, dass der Schlüssel zu O'Brien's Zimmer an der Rezeption des Hostels hängt. Direkt im Anschluss wird gesagt, Peter wird dessen Zimmer mit seinem Dietrich öffnen. Wozu also die Schlüsselszene, wenn sie keine Schlüsselszene ist?
- Es gibt einen offensichtlichen Schnitt in Axel Milbergs Erzähltext: "Auf dem Klostergelände war es stockdunkel. Die Leuchtreklame der Gärtnerei war ausgeschaltet, der Mond war nicht zu sehen" "und von Mr. O'Brien fehlte jede Spur." (Spotify Track 11, 2:05) Vermutlich, weil der Name zuerst eigentlich korrekt ausgesprochen wurde, die Produktion aber auf die falsche Aussprache mit "i" statt "ei" bestanden hat. Und das ist mir bereits beim ersten Hören der Folge aufgefallen und hat mich rausgerissen, ausgerechnet vor der ersten, potenziell gruseligen Nachtszene.
- Bob warnt Justus, dass hinter ihm jemand mit einem Knüppel steht. Wir hören einen musikalischen Cue, der den Schlag darstellt. Dann stellt sich aber heraus, dass der Fremde zweimal (!) zugeschlagen hat, bei Justus UND Bob. Akustisch wird das nicht klar. Auch, warum Bob niedergeschlagen werden kann, obwohl er den Angreifer entdeckt hat und theoretisch hätte ausweichen/weglaufen können, ist nicht nachvollziehbar im Hörspiel.
- Das "Insektengesicht" ist im Buch offensichtlich ein Cliffhanger am Ende eines Kapitels. Da man die Beschreibung des Angreifers in der Nachtszene weggelassen hat, trägt es für den Hörer allerdings nichts zur Stimmung bei, diese Maskierung am nächsten Tag zu erwähnen - außer, dass die Person darum nicht zu erkennen war. Aber die Betitelung "Insektengesicht" hätte man sich sparen können, weil sie einfach ohne Wirkung verpufft.
- Peter erzählt, dass das Buch von O'Brien gar nicht parapsychologisch zu sein scheint, sondern historische Fakten enthält. Bob: "Ah!" - Auch Bob, eine Minute später: "Wird denn in dem Buch sonst noch über Geister geschrieben oder ist es sogar ein parapsychologisches Werk?" BOB, hast du nicht zugehört? Außerdem hat er doch selbst recherchiert, dass O'Brien eigentlich Historiker ist. Warum also diese Nachfrage, als wüsste er von nichts?
- Als Justus am geheimen Garten die Leiter hochklettert, gibt es nach Peters Frage "Kannst du was erkennen?" merkwürdige, abgehackte Sounds, als hätte man die Hintergrundgeräusche unsauber geschnitten (Spotify Track 21, 2:25)
- Mrs. Bloom fragt allen Ernstes "Was ist denn hier überall los?" anstatt "Was ist denn hier überhaupt los?"
- Es wird erwähnt, dass O'Brien immer nur dann zum Kloster gegangen ist, wenn das Ehepaar Bloom unterwegs war (vermutlich, weil sie ihn als Stammkunden und Freund von Keaton erkannt hätten). Dafür gibt es im Hörspiel allerdings keinerlei Hinweise, es wird einfach behauptet. Er trifft sich ja mindestens einmal mitten am Tag mit Keaton vor Ort.
- Linh: "Ihr seid der Hammer!" - Justus: "Sind wir nicht eher der Oberhammer?" (Abschlusslacher)
Das geht doch besser...
Es gibt aber auch einige Produktionstechnische Stärken:
Die Musik war durchgängig gut und fiel positiv auf. Sie hatte stellenweise einen "modernen" 80's Flair.
Die Geräusche waren (bis auf ganz wenige Ausnahmen) wirklich gut. Mir gefällt es auch immer, wenn unter die Erzähltexte Geräusche wie Autotüren, Schritte auf Treppenstufen etc. gelegt werden. Das trägt sehr zur Immersion bei. Die Folge hat schon eine eigene Atmosphäre und einen gewissen Vibe.
Linh war sehr sympathisch gesprochen, auch sehr natürlich. Überhaupt haben mir die Stimmen der Sprecher*innen gut gefallen, auch wenn einzelne Dialogstellen ein kleines bisschen hölzern waren. Alles in allem aber gut.
Abschlussfazit:
Die Geschichte fängt gut an, verliert mich in der Mitte, als die Chumash plötzlich im Fokus stehen und findet danach leider nicht wieder zur vorherigen Spannung zurück. Das Hörspielskript und die Produktionsfehler sind dabei aber auch nicht hilfreich, da wieder sehr lange Erklärmonologe nötig sind und dafür an anderer Stelle nicht genug oder ungalant gekürzt wurde. Großes Potenzial, leider nicht vollends erfolgreich umgesetzt. Wohlwollende...
6 von 10 Punkten
Geschrieben von Dominik am 22.08.2026 um 11:07:
Uff, das Buch war ein Highlight der letzten zwei Jahre aus der Reihe. Aber es wurde so viel spannendes gekürzt, dass die Folge zwar vollkommen in Ordnung geht, aber irgendwie auch nicht richtig zündet. Warum nimmt man nicht mal das ganze Buch, notiert sich die spannenden und wichtigen Szenen, kürzt diese so, dass es an die 70 Minuten geht und bringt das raus? Das hätte die Folge redlich verdient.
Die Sprechenden sind alle super, da gibt es nix zu bemängeln. Aber diese geile Atmosphäre im Kloster aus dem Buch wurde leider nicht zu hundert Prozent übertragen. Wirklich schade. Es gibt 6 Punkte mit Tendenz zu 7.
6/10 Punkten
Geschrieben von Mikosch373 am 25.08.2026 um 11:03:
Zitat von Dominik:
Warum nimmt man nicht mal das ganze Buch, notiert sich die spannenden und wichtigen Szenen, kürzt diese so, dass es an die 70 Minuten geht und bringt das raus? Das hätte die Folge redlich verdient.
Brief an Minninger geht raus.
Geschrieben von Dominik am 25.08.2026 um 13:14:
Zitat von Mikosch373:
Zitat von Dominik:
Warum nimmt man nicht mal das ganze Buch, notiert sich die spannenden und wichtigen Szenen, kürzt diese so, dass es an die 70 Minuten geht und bringt das raus? Das hätte die Folge redlich verdient.
Brief an Minninger geht raus.
Ja. Bin ja nicht so der Minniger-Basher. Aber das ging definitiv besser.
Geschrieben von Mangobanane am 25.08.2026 um 13:54:
Ja gut, die Erkenntnis, dass Minninger weg muss, ist schon mindestens 120 Folgen alt
Allerdings könnten wir als Alternative evtl. die bekommen, die die noch grässlicheren Planetariumsfolgen verbrechen, von daher weine ich da lieber leise.
Geschrieben von HildaW am 05.09.2026 um 15:28:
Der Einstieg findet statt nach dem Motto: Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht.
Eine unangenehme Szene bei Monastery Rose – die Mitarbeiterin wird bedrängt, Informationen herauszugeben. Später stellt sich heraus, dass sie genau das provozieren wollte, trotzdem ist besonders Bob sehr unangenehm anzuhören. Ansonsten ist der Einstieg einigermaßen unterhaltsam geraten, besonders die kurze Szene mit Tante Mathilda.
Die Ausgangslage für den Fall ist interessant: unerklärliche Geräusche; ein ehemaliges Kloster mit unheimlicher Erzählung, ein geheimer Garten, Getüftel an einer schwarzen Rose…
Weitere Besprechung im Hostel, Informationen über die Gärtnerei, Rosenzucht und ein Professor für Para-Psychologie. Es zieht sich allmählich etwas. Bobs „langjährige Freundin“, die schon „seit Jahren“ als Aushilfe in eine Buchladen arbeitet… Etwas seltsam, wenn man bedenkt, wie alt die Jungs (ungefähr) sein sollen.
Genug geredet, es geht in die Ermittlungen. Ein Zimmer wird durchsucht, das nächtliche Gelände erkundet und am nächsten Morgen bewirbt Bob sich erfolgreich aus Aushilfsgärtner, ein amüsantes Gespräch. Die Konkurrentin wird zur Kollegin und interessiert sich auffällig für Rosenzucht. Nächste Nacht, ein Ablenkungsmanöver auf dem Feld der toten Mönche, noch eine Zimmerdurchsuchung. Weitere nächtliche Action – auf in den Showdown! Der ziemlich kurz ausfällt, schon geht es in die Auflösung – und eine schwarze Rose gibt es immer noch nicht.
Ein Highlight ist die Folge nicht, aber dennoch, besonders im Vergleich mit den Vorgängern, ziemlich gut geworden.
Geschrieben von Ela06 am 25.09.2026 um 15:56:
Auch mal wieder alles andere als eine Glanzleistung. Wobei ich hier mich hier auch schon durch das Buch gequält und mich gelangweilt habe.
Da haben die Kürzungen im Hörspiel es tatsächlich schon etwas besser gemacht, aber auch hier sind für mich leider nur 3 Punkte drin.
Ben Nevis hat wirklich viele gute Geschichten für die Drei Fragezeichen geschrieben, diese war einfach nicht meins.
Geschrieben von Die3FragezeichenFan am 19.10.2026 um 12:32:
Ich hab ehrlich keinen Plan, was ich hierfür geben soll.
Gut gefällt mir, dass der Anfang endlich mal wieder ein bisschen natürlicher ist. Kein Abgestotter und Gestelze bis zum geht nicht mehr.
Der Aufhänger der Story ist auch mal was anderes, aber da haben wir es wieder: Bis das Ding mal in „Fahrt“ kommt — wenn man davon überhaupt reden kann — . Es ist wirklich nur Gelaber, Gelaber, Gelaber. Zwischendurch wird es sogar richtig unangenehm. Also, mal ehrlich: Datenschutz ist Datenschutz. Da kannste noch so oft betteln und flirten, dat ändert sich nicht. Was ist denn das bitte für eine Botschaft, Herr Nevis, Herr Minninger?
Auch die Folge selber bleibt über weite Strecken völlig belanglos. Ich bin trotz der vergleichsweise kurzen Laufzeit mehrfach rausgeflogen.
Aus dem Kloster-Setting, das im Klappentext noch so gut klang, macht man leider auch relativ wenig.
Loben muss man, dass man bei den Charakteren ganz gut hinterher kommt und dass die Story schon einen Spannungspunkt hat. Aber selbst den hätte man vor 5 Jahren noch 10-Mal besser hinbekommen.
Die Regie kann man nicht wirklich bemängeln. Zwar merkt man, dass die 3 nicht unter dem größten Druck ihres Lebens standen, aber dennoch sind die Performances durch die Bank ganz gut. Abtreten muss Herr Minninger. Die Story an sich ist völlig unspannend erzählt.