Hörspiel-Paradies (https://www.hoerspiel-paradies.de/index.php)
- Sonstige Hörspiele (https://www.hoerspiel-paradies.de/board.php?boardid=63)
--- Hörspielserien (https://www.hoerspiel-paradies.de/board.php?boardid=155)
------ TKKG (https://www.hoerspiel-paradies.de/board.php?boardid=173)
------- Hörspiele (https://www.hoerspiel-paradies.de/board.php?boardid=174)
-------- 105 - Vermisste Kids und Killerpflanzen (https://www.hoerspiel-paradies.de/thread.php?threadid=8594)


Geschrieben von Info-Box am 29.01.2019 um 17:35:

  105 - Vermisste Kids und Killerpflanzen




Geschrieben von Retro am 01.10.2020 um 07:33:

 

Meine "vorletzte" selbst gekaufte Kassette (Die letzte war "Konzert bei den Ratten" - 106 & 107 konnte ich längere Zeit nicht bekommen, hab sie später als CD nachgeholt)

Die "Idee" gefiel mir sehr, doch die Ausführung hatte mehrere Mängel. Entführte Kinder als Experiment zu missbrauchen, um sich dann noch vorher selbst zu verletzen, nach dem bereits Tiere "geopfert" wurden, das war nix. Wenn er "frische Leichen" geklaut hätte und sie wirklich genutzt, würde ich etwas anders geurteilt haben. Damals war ich grade etwas älter als Jugendliche heute "alt" sein dürfen.... - Irgendwie bekomm ich das Gefühl, dass heute selbst Mitte 30 Jährige noch jugendlich sind, während meine Vorgeneration schon mit 15 über erwachsen galt....

Jedenfalls, dieses Hörspiel ist nur selten im Ohr, obwohl es nicht das Schlechteste ist...



Geschrieben von Murphy am 18.06.2021 um 06:41:

 

Entführung & verrückte Experimente mit mutierten Pflanzen - außerdem: Niki Nowotny ist in zwei Rollen zu hören

Der Fall ist im TKKG-Universum etwas Besonderes: Diese Folge (die es nur als Hörspiel gibt) hat es nämlich geschafft, die Fans zu spalten: Viele Fans hassen sie, eine Minderheit findet sie gut. „Vermißte Kids und Killerpflanzen“ wird häufig als Trashfolge bezeichnet, dabei ist eigentlich nur das Motiv des Verbrechers Trash. Mit einem normalen Motiv des Täters wäre die Folge nicht mal mehr Seriendurchschnitt. Was mich diesmal ausnahmsweise nicht stört, ist die Überdosis Kommissar Zufall. Eigentlich passt die Geschichte eher in ein Gruselhörspiel - das Hörspiel wirkt wie ein Fremdkörper innerhalb der Serie.

Ein Ohrenschmaus waren die vielen witzigen Dialoge. So stellt Tim beispielsweise Folgendes fest: „Züge sind nie pünktlich. Züge, Flieger, Schüler und Eilbriefe kommen immer zu spät! “ Des Weiteren finde ich zum Beispiel die Gespräche mit der Augenzeugin und dem Pensionär auf dem Hauptbahnhof sehr lustig. Die Figurenzeichnung ist ausgezeichnet gelungen.

Was mir auch positiv auffiel: In dieser Folge gibt es nur einen Fall zu lösen und nicht wie häufig dieses nervige „Drei-Fälle-in-einer-Folge-System“.

Das Cover zeigt eine krasse Szene aus der Hörspielhandlung. Es hat mir gut gefallen.

Der verrückte Bosnickel (Klaus Dittmann) und der grenzdebile Herr Mögezoff (genial: Wolfgang Hartmann) sind meiner Meinung nach die skurrilsten TKKG-Gegner in der gesamten TKKG-Serie. Ich bin begeistert von ihnen. Skurril sind natürlich auch die bereits erwähnte ältere Dame, die von Heikedine Körting gesprochen wird, und jener Pensionär der sich bei der Bahnpolizei wortreich beschwert. Bei dem im Inlay des Hörspiels genannten Sprechernamen Hugo Benziger handelt es sich um ein Pseudonym von Niki Nowotny! Das ist das einzige Mal, dass einer der Hauptsprecher eine Doppelrolle in einer TKKG-Folge hat. Der Sprecher des Karl Viersteins macht das sehr gut: Ich habe ihn erst gar nicht erkannt. Hörspieldrehbuchautor André Minninger darf auch ein paar Sätze sagen. Er ist der Fahrradfahrer. Alle Sprecher liefern eine sehr gute Arbeit ab, lediglich die Nebenrolle „Bahnpolizist Hugo“ hat mir nicht gefallen.

Die Atmosphäre ist diesmal nicht besonders gut geworden. Lediglich die Szenen mit Bosnickel am Anfang und in der Mitte von Seite B sind perfekt, da sie dank der Geräusche, Effekte und Zwischenmusiken sehr gruselig geworden sind. Die Musik ist meiner Meinung nach sehr gut ausgewählt und eingesetzt worden, was damals Ende der 90er Jahre nicht selbstverständlich war (Produktionsjahr 1997).

Fazit
Ich gehöre zu der Minderheit, der dieses Hörspiel gefallen hat. Die Mischung stimmt einfach: Story (Motiv des Gegners), glaubwürdige und lustige Charaktere und viele Kultdialoge von sehr guten Sprechern.
Das alles bringt diese Folge auf meiner persönlichen TKKG-Bestenliste auf Platz 60 (als ich die Rezension im Jahr 2008 verfasste) ! Heutzutage könnte sie bei mir ungefähr auf Platz 100 landen... Wer die Folge noch nicht kennt, sollte sie sich mal anhören.


Und nun die Punktvergabe: 7 Punkte für die Folge 105



Geschrieben von FamSchroeter99 am 18.06.2021 um 11:19:

 

Und die Pflanze auf dem Cover nennt man Venusfliegenfalle. Thumbs Up

Eine fleischfressende Pflanze, die Insekten frisst. Thumb Up



Geschrieben von City_Uhu am 02.07.2021 um 11:08:

 

8 points...

Dachte zuerst, naja...hab es mir dann geholt, und es schaffte es, im Auto ein paarmal hintereinander zu laufen, schätze drei- oder bis zu fünfmal.

Hatte da so eine Phase, genauso war es mit dem Geister-Auto und dem Höhlenmenschen zu der Zeit.



Geschrieben von City_Uhu am 08.02.2022 um 13:26:

 

Eine Buch Vorlage davon gab es nicht mehr, soweit ich weiß.

Schade... Zwinker

Warum nicht ?



Geschrieben von Mangobanane am 08.02.2022 um 16:27:

 

Weil die Story der letzte Schwachsinn war wahrscheinlich Fettes Grinsen Gibt ab Folge 91 zu vielen Folgen keine Buchvorlage mehr. Soweit ich weiß war Band 100 der Buchserie ein Doppelband mit Folge 140/141 der Hörspielserie. Insofern ist da schon ne große Diskrepanz.



Geschrieben von City_Uhu am 08.02.2022 um 17:11:

 

Bin mal auf deine und Mihais ausführliche Rezi gespannt.



Geschrieben von marcm200 am 29.12.2022 um 16:53:

 

In der aktuellen Episode des Wissenschafts-Podcasts Digitale Anomalien (Folge 46 "analoge Anomalien", Geschichte 2) wird über atomic gardening gesprochen. Das hat mich sofort an diese Folge denken lassen: Pflanzen radioaktiv bestrahlen, mal schauen, was dabei rauskommt und das dann verwerten (zum Glück nicht verbrecherisch). Vielleicht hat Stefan Wolf sich von diesem Wissenschaftskonzept inspirieren lassen?



Geschrieben von Mangobanane am 27.06.2023 um 08:12:

 

@marcm200 Ich glaube Wolfs Inspiration war die Tschernobyl-Katastrophe. Heute würde er mit so einem Skript nicht mehr durchkommen…
Mich würde ja interessieren, ob es irgendjemanden gibt, der die Folge erst in den letzten Jahren kennengelernt hat und sie trotzdem gut findet.



Geschrieben von Andromeda am 27.06.2023 um 08:38:

 

Ich konnte mir die Folge als Kind lange Zeit nicht zu Ende anhören. Schmatzende Pflanzen mit Tierlauten haben mich aber nicht davon abgehalten, selbst fleischfressende Pflanzen zu besitzen. Fettes Grinsen
Aber das Ende ist von Klaus Dittmann eine Spur zu authentisch gespielt werden, die Szene höre nach wie vor eher ungern.



Geschrieben von Mangobanane am 27.06.2023 um 08:44:

 

Gerade Klaus Dittmann ist mit ein Grund für mich, hier die Höchstpunktzahl zu geben. Seine mMn beste Rolle, auch serienübergreifend. Sein Spiel hier als Biologe mit schwerem Dachschaden ist absolut grandios und kaum zu toppen.



Geschrieben von Olle_Viri am 06.10.2023 um 07:39:

 

Was soll man da noch sagen? Die Serie hat ihren Tiefpunkt erreicht. Mutierte fleischfressende Killerpflanzen, die auf dem verseuchten Boden eines stillgelegten Kernreaktors zu Übergroße wachsen, ein verrückter boshaft lachender Professor Bosnickel, der dort seine Studien betreibt und Tiere an sie verfüttert (vielleicht auch noch Tauben, die von den bösen Taubenhassern geliefert werden!?). Im Hörspiel lockt er zwei Ausreißerinnen mit der Aussicht auf Fertigpizza in sein Verlies, und will sie an seine Killerpflanzen verfüttern, doch dumm nur, dass ihm TKKG in die Quere kommen. Zum Schluss wird dem Verrückten von seinen 'Lieblingen' noch eine halbe Hand abgebissen. Wolf versucht unglaublich witzig zu sein, fuchtelt dabei aber stets übereifrig wie ein Moralapostel mit seiner Keule gegen Atomkraft herum ("Atomkraft ist grauenvoll"). Davon abgesehen ist das Ganze für mich einfach zu kalkuliert (und nicht aus der Situation heraus entstandene Situationskomik) und wie schon gesagt moralinsauer, um (unfreiwillig) besonders lustig oder komisch rüberzukommen. Ansonsten ist diese Folge meiner Meinung nach viel mit belangloser Alibihandlung aufgefüllt worden (etwa Minninger als pöbelnder Radler-Rambo). Die Sprechermotivation ist diesmal entsprechend recht unterschiedlich. Zuletzt besteht ja vielleicht doch noch Hoffnung, dass diese Killerpflanzen die ganzen blauen Kassetten aus der Ära 91-155 verspeisen, die ihre Funktionstüchtigkeit verloren haben, sozusagen als Müllschlucker. Davon habe ich leider schon viele. ;-)

Fazit: Weder Nostalgie noch sonstwas, einfach nur Billigschrott. 1/10


weitere Anmerkungen:

Um auf die Frage von Mangobanane zu antworten: ich habe diese Folge erst in den letzten Jahren kennengelernt und finde sie einfach nur grottenschlecht, egal ob ernst genommen oder als Parodie (bestenfalls noch ansatzweise unfreiwillig komisch). Vor allem angesichts der politischen Entwicklung mit ständiger Moralisierung und aktuell horrender Energiepreise finde ich, dass dieses Moralkeulenschwingen grundsätzlich oder bezüglich dem Thema Atomkraft einen absolut unsympathischen Beigeschmack bekommen hat. Und das, obwohl ich selber auch klar gegen Atomkraft bin.
Vielleicht würde ich die Folge auch anders sehen, wenn ich sie vor vielleicht 15-20 Jahren zusammen mit meinem Hörspielfreund während meiner Studentenzeit erstmals gehört hätte und man zusammen darüber gelacht hätte. Ich meine es macht gerade bei dieser Folge echt was aus, welchen Bezug man dazu hat.



Geschrieben von Volker_Mars am 18.10.2023 um 20:38:

 

Ich denke gerade bei der Folge gibt es häufig ein "Love Verliebt or Hate Motzend it"

Ich finde die extrem durchschnittlich und vergebe eine solide 7!

Ist halt irgendwie an der Realität vorbei und doch sehr unterhaltsam.

Die Entführung finde ich gut aufgebaut und könnte so wirklich passieren. Zwinker



Geschrieben von Holger am 18.10.2023 um 20:48:

 

Ab hier, bis zur Folge 108, ging es leider wieder etwas bergab. Zum Glück aber nicht so schlimm wie im 90er Block. Die 105 ist tatsächlich so ein "Love/Hate" Ding... Ich finde sie heute besser als früher, wenngleich sie nicht unbedingt ein Highlight ist.



Geschrieben von Chantal-Marie am 05.12.2023 um 12:19:

 

Ich wusste erst nicht so genau, was ich von der Folge halten soll. Trashig und etwas abgedreht ist sie auf jeden Fall. Sie hat mich aber andererseits auch extrem unterhalten. Herr Bosnickel als durchgeknallter Wissenschaftler war auch einfach gut. Mit den Mädchen habe ich sehr mitgefiebert, also so gsehen kann ich der Folge keine schlechte Bewertung geben. Am besten man denkt hier nicht so sehr über die Logik nach, dann passt das schon.



Geschrieben von Mangobanane am 05.12.2023 um 12:57:

 

Also da wäre ich jetzt aber auch sehr angefressen gewesen, wenn du den ersten Part der TKKG-Trash-Trilogie mies bewertet hättest 😂



Geschrieben von Klara_Fall am 01.03.2024 um 20:47:

 

Viele Hörer*innen lieben oder hassen diese Folge.
Bei mir ist weder Hass noch Liebe der Fall.
Grundsätzlich habe ich für mich Schwierigkeiten, Folgen zu hören, die zu sehr in den Psychothriller abdriften. Und "eigentlich" hätte dieser Plot alles, was es braucht, um Psychothriller zu sein.

Aber: ich kann diese Folge nicht ernstnehmen.
Für mich ich sie eine schlechte Persiflage auf einen Psychothriller. Leider eben eine schlechte...

Daher nur 4 von 10 Punkten



Geschrieben von HildaW am 13.12.2024 um 10:38:

 

Zwei Ausreißerinnen werden von einem Biologen angesprochen und mitgelockt. Dank Klappentext weiß man, was der vorhat.

Ein Unfall und Karl hat sein Handy vergessen. Erstmals in der Serie, dass er eins hat, oder?
Eigentlich wollte man die Ausreißerinnen abpassen, die eine ist Gabys Brieffreundin und deren Mutter bat um Hilfe.

Die geschwätzige Bahnreisende ist lustig. Auch schön die Szene bei der Polizei „Hugo, wie groß bist du?“ „Was ist los?“ Fettes Grinsen

„Nimm dich zusammen, Nicole, sonst werde ich nie wieder mit dir türmen!“ - Was man halt so macht unter Freundinnen.

Zweite Hälfte des Hörspiels. Fleischfressende Pflanzen („Killerpflanzen“) sind im Sperrgebiet Nähe des stillgelegten Atomkraftwerks zu Riesenpflanzen herangewachsen, die Schweine verspeisen können. Und nun sollen die Ausreißerinnen verfüttert werden.

Kommissar Glockner ist gerade nicht da – tja, da muss man selbst ermitteln, die anderen Polizisten taugen alle nichts. Fettes Grinsen Gaby bezirzt den neuen Assistenten ihres Vaters und man rückt dem Entführer auf die Bude. Der ist allerdings bei der Raubpflanzenfütterung und bekommt von so einer Pflanze drei Finger abgebissen. Der dusselige Komplize plaudert alles aus – der Biologe kommt freundlicherweise nach Hause, wo auch die Mädchen festsitzen, TKKG müssen nichts aufs verseuchte Gelände.

Allgemeine Freude, friedliches Beisammensein.

So durchgeknallt, das ist schon wieder gut.



Geschrieben von HerrSchmeichler am 24.01.2025 um 23:16:

 

Ich habe mir diese kontroverse Folge heute mal wieder angehört. Ich weiß noch, dass ich sie beim ersten Hören sehr albern und trashig fand. Es ist auch heute noch Trash, aber darunter steckt doch etwas mehr, als man auf den ersten Blick sieht. Achtung, Spoiler!

Natürlich ist die Geschichte mit dem Kernkraftwerk "Fall-Out" eine Kritik an Atomkraft. Wo der Autor den Bogen allerdings überspannt, sind die titelgebenden Killerpflanzen. Die passen eher in die Gruselserie als zu TKKG, die zwar auch mal abgedrehte Geschichten haben (z.B. Spuk aus dem Jenseits), aber ansonsten größtenteils geerdeter und realistischer sind. Das trifft nämlich auch auf das eigentliche Verbrechen zu, welches hier nur nebenbei erwähnt wird: Bosnickel und Mögezoff haben in der Vergangenheit junge Mädchen (u.a. Ausreißerinnen) aufgegabelt, im Auto nakotisiert und haben Fotos und Videos von ihnen gemacht... Schockiert

Dieses Schicksal bleibt Sonja und Nicole zum Glück erspart. Ihre Geschichte (wie sie angesprochen werden, im Auto das Bewusstsein verlieren und dann in einem Verlies aufwachen) ist durchaus spannend erzählt, was nicht zuletzt an der hervorragenden Sprecherleistung von Alexandra Doerk und Anja Maria Mahler liegt. Auch TKKGs Ermittlungsarbeit lässt sich ganz gut hören, bis einschließlich der Szene auf dem Parkplatz. Danach allerdings (wenn sie zu Bosnickel nach Hause fahren) verliert das Hörspiel seltsamerweise jegliche Spannung für mich und kann mich auch nicht mehr packen. Es wird TKKG durch Mögezoff zu einfach gemacht, Bosnickel sorgt selbst für seinen Untergang... Das ist irgendwie kein interessantes Finale.

Die Sprecher sind an sich mal wieder gut. Sogar Heikedine Körting und Niki Nowotny (den ich beim ersten Hören definitiv nicht in seiner Zweitrolle erkannt habe; wenn man's weiß hört man es aber) fand ich ganz gut. Auch Klaus Dittmann gibt an sich wirklich alles, um Bosnickel wie der Erzähler sagt "teuflisch" wirken zu lassen - mir persönlich ist es aber ein bisschen zu drüber und passt (wie gesagt) eher zur Gruselserie oder Larry Brent.

Wenn die Folge zum Ende hin nicht abfallen würde (und man den Killerpflanzen-Plot weggelassen hätte und sich auf das wirkliche Verbrechen konzentriert hätte) wäre ich sogar bei 7 Punkten.

6 Punkte

P.S.: Ich habe den Namen von Mögezoff früher iimmer falsch verstanden und gedacht, der Handlanger hieße "Mürbezopf".


Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH