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Geschrieben von Info-Box am 03.02.2019 um 16:35:
120 - Bei Anruf Angst
Geschrieben von Murphy am 11.05.2021 um 20:41:
Schwache Folge, die besser als erwartet ist
In der 120. Folge der TKKG-Hörspielserie hat Stefan Wolf ein Thema verarbeitet, dass es bis dahin noch nicht innerhalb der Serie gab: Menschenschmuggel nach Deutschland. Es geht um sogenannte Schleuser, die Menschen aus armen und aus politisch instabilen Ländern (z. B. Diktaturen) nach Deutschland bringen. Das kostet diese Menschen meistens soviel Geld, dass sie ihr restliches Leben lang verschuldet sind. Während der Ermittlungen erfahren TKKG, dass einige der Schleuser in Tirol das Rezept eines weltberühmten Kräuterlikörs klauen wollen. Bei diesem Erzählstrang ist mir ein logischer Fehler aufgefallen: Kommissar Glockner verhängt eine Nachrichtensperre für ein Verbrechen, dass im Ausland (Tirol) passiert ist, dabei ist er dort gar nicht zuständig. Ein weiterer logischer Fehler ist, dass TKKG sich per Handy Hilfe rufen können, obwohl sie in einem Bombenkeller gefangen sind. Dort ist ein Handyempfang sehr unwahrscheinlich.
Das Cover (alt) zeigt eine Szene vom Anfang der Hörspielhandlung. Beim damaligen Kauf hat es mich (im Gegensatz zu vielen anderen Covern) nicht neugierig auf die Hörspielhandlung gemacht. Es macht einen belanglosen Eindruck auf mich. Übrigens: Tim wirkt auf dem Cover wie ein 20 jähriger.
Für eine „Über-100-Folge“ ist der Kriminalfall relativ gut geworden. Erstens gibt es ein neues Thema, zweitens sind TKKG mit Ermittlungen beschäftigt, drittens wird es während der Hörspielhandlung immer wieder spannend und viertens sind die Sprecherleistungen überwiegend sehr gut: Die vier Hauptsprecher sind hervorragend in ihren Rollen, was für die damalige Produktionszeit nicht selbstverständlich war. Von den Gastsprechern haben mir Reent Reins als Havliczeck, Achim Schülke als Ivoritzki und Hanna Reisch als Olivia am besten gefallen. Lediglich Michael Gerlinger als Taxifahrer und TKKG-Retter hat mir persönlich nicht so gut gefallen, was hauptsächlich an seiner Stimme und seinen Betonungen liegt.
Musik, Geräusche und Effekte sind wieder toll geworden. Besonders die dadurch gelungene Atmosphäre vor und im Bombenkeller sei an dieser Stelle erwähnt.
Fazit
„Bei Anruf Angst“ bietet mehr Hörspielspaß, als man erwartet. Die 120. Folge ist von den Wolfschen „Über-100-Folgen“ ein Highlight. Innerhalb der ganzen Serie ist diese Folge im Mittelfeld einzuordnen.
6 Punkte
Geschrieben von Olle_Viri am 11.10.2023 um 06:24:
Gabys ehrenamtliche Arbeit beim Sorgentelefon ist wirklich ein gelungener Einstieg in diese Folge. In Kombination mit dem Titel ('Bei Anruf Angst') erwartet man natürlich viel mehr, etwa einen Psychokrieg am Telefon durch einen anonymen Anrufer ähnlich dem 'Hallo Hallöchen' in Folge 84. Leider ist es aber nur der Aufhänger für einen ganz normalen Fall und eine relativ belanglose Schleusergeschichte. Zumindest in der 1.Hälfte des Hörspiels und dem Handlungsstrang mit dem Taxifahrer und der Bunkerszene ist das Ganze doch noch recht annehmbar geworden. Die 2.Hälfte besteht sehr viel aus Verhörszenen und Gesprächen mit Kommissar Glockner. Schließlich schweifen wir gar ab bis zu Mönchen im tiefsten Tirol, die uralte Geheimnisse und Traditionen um die Herstellung eines Likörs bewahren, an das Verbrecher wollen, bevor der große Boss, unser Schleuser Dr.Schluck-Specht dingfest gemacht wird. Dieser ist nämlich nicht nur der Kopf dieser Schleuserbande, sondern hat auch den persönlichen Ehrgeiz an das Rezept zu gelangen. Die Sprecherleistungen sind in Ordnung, Zwischenmusik die etwas Atmosphäre oder Stimmung bieten kann leider mal wieder Fehlanzeige.
Fazit: Keine größeren Ambitionen bezüglich des Telefonseelsorgethemas, zumindest aber eine annehmbare Folge mit teilweise schon abstrusem Charme. 5/10
Geschrieben von Volker_Mars am 19.11.2023 um 17:53:
Fliegt bei mir immer noch unter dem Radar!
Wenn ich mir die Konkurrenz anschaue vergebe ich nicht mehr als 4 Punkte.
Ist für mich gerade noch so ausreichend. Hab sie neulich mal wieder gehört, aber werde mit der Folge nicht warm.
Geschrieben von Chantal-Marie am 15.12.2023 um 19:30:
Die Folge ist ok. Es war ganz interessant, aber der Fall hätte besser umgesetzt werden können. Hatte wohl auch falsche Erwartungen bei dem Titel. Keine Ahnung, aber die Folge war so nichtssagend, aber halt auch nicht wirklich schlecht. Den Fall mit dem Likör fand ich zwar einerseits interessant, andererseits hätte es ihn nicht für die Folge gebraucht. Die Idee mit dem Sorgentelefon fand ich ganz cool, man hätte daraus aber definitiv, wie
@Olle_Viri schon angesprochen hat, daraus was anderes wie Psychoterror am Telefon machen können. Ich denke, das hätte ich besser gefunden
Geschrieben von HerrSchmeichler am 12.01.2024 um 16:21:
Wie bewertet man eine Folge, die ziemlich gut anfängt und immer spannender wird, aber so ziemlich ab der Mitte einfach komplett in der Belanglosigkeit versinkt, bis sie endlich zum Ende kommt?
Die erste Hälfte gefällt mir nämlich richtig gut: Gaby beim Sorgentelefon (Wie realistisch das ist, sei jetzt mal dahingestellt...) sorgt für einen recht guten Aufhänger und es geht auch direkt mit Ermittlungsarbeit weiter. Auch die Verfolgungsjagd im Taxi und die Szene im Bunker ist ziemlich spannend. Zudem ist das grundsätzliche Thema mit den Schleusern für die Reihe neu und für Kinder gut erklärt.
Dann aber verliert sich die Geschichte in belanglosen Gesprächen und Nacherzählungen. Die ganze Sache mit dem Likör der Mönche fand ich ziemlich uninteressant und auch der Fund des verschleppten Mädchens war relativ unspektakulär umgesetzt.
Insgesamt kann ich die Folge nur im Mittelmaß einordnen, auch wenn einzelne Versatzstücke deutlich besser sind. Sie werden aber vom Übrigen runtergezogen.
5 von 10 Punkten
Geschrieben von Klara_Fall am 12.01.2024 um 19:04:
Ich habe die Folge länger nicht mehr gehört, doch mit dem, an was ich mich erinnere, schließe ich mich den Vorrednern/-schreibern an: da wäre mehr gegangen. Das Thema Sorgo-Fon/Nummer gegen Kummer und wie sie alle heißen, hätte da noch mehr vorgestellt werden können und im Idealfall hätte - wie später bei der SOS-Kinderdorf-Folge - ein kleiner Obolus an diesen Zweig der Telefonseelsorge fließen können. Und/oder Infos zu der realen Möglichkeit im Inlay (war nicht drin, oder? Ich besitze es leider nicht mehr.
Die Zeichentrickfolge fand ich ziemlich schlecht. Doch das lasse ich jetzt nicht in meine leider nur 5 von 10 Punkten einfließen.
Geschrieben von Holger am 12.01.2024 um 22:29:
Es ist zwar schon länger her, dass ich das Buch gelesen habe, aber ich meine, dass dieses besser war als das Hörspiel. Soweit ich mich erinnere, wird der versuchte Überfall auf die Mönche dort nicht nacherzählt. Und auch die Schleuser-Geschichte geht dort etwas flüssiger über die Bühne.
Geschrieben von HildaW am 10.01.2025 um 09:35:
TKK unterwegs, um Gaby abzuholen. „Sorgofon“ – finde ich gut, so ein Thema einzubringen und damit bekannter zu machen.
Und direkt rein in den Fall, sofort mit den Ermittlungen loslegen, sehr schön. Verfolgung im Taxi, sehr selten, aber immer gern gehört „Ich würde gerne wissen, ob ich einen von der Mafia verfolge.“
Der Verfolgte hat es bemerkt und plant eine Falle. Schade, dass das vorab verraten wurde. TKKG tappen in die Falle, der Taxifahrer sie unkompliziert befreien und in der Wartezeit tauscht man sich über Schleuserbanden aus.
Mal kurz in eine Wohnung einsteigen – so etwas finde ich immer problematisch, wenn nach dem Motto „wir sind die Guten, wir dürfen das“ vorgegangen wird.
Erstmal lauschen, dann ein längerer (etwas zu langer) Dialog, und schon wieder werden TKKG ausgetrickst, diesmal sogar „bestens“.
Ein Verhör, TKKG dürfen dabei sein. Am nächsten Morgen wird erzählt, was in Italien passierte.
Tim hat eine Idee, wo Olivia zu finden ist, TKKG machen sich auf die Suche.
Der Titel ist etwas irreführend, ich dachte, dass es Anrufer gibt, die den Angerufenen Angst machen. Die erste Hälfte ist recht spannend, danach zieht es sich leider eine Weile, es wird mehr erzählt und kaum erlebt, bis es zum Abschluss noch mal spannend wird. Insgesamt aber ganz gut anzuhören.
Geschrieben von Mikosch373 am 02.05.2026 um 15:17:
Achtung, Spoiler!
TKKG - Bei Anruf Angst (120)
Bei dieser Folge spricht mich der Titel total an. Ich finde ihn sehr interessant, absolut klangvoll - und trotzdem hat er noch den typischen TKKG-Charme. Der Klappentext liest sich auch wirklich toll. Die Idee mit dem Sorgentelefon finde ich spannend und dass Gaby als eine der TKKG daran beteiligt ist, ist ein guter Aufhänger. Das ist zwar nichts unbedingt Neues, aber bei TKKG habe ich es zumindest noch nicht gehört. Das Cover passt vom Motiv zum Thema, allerdings trifft die Ausgestaltung nicht meinen Geschmack.
Gleich zu Anfang erzeugt der Erzähler eine schön gemütliche Atmosphäre, dann wird das Sorgentelefon beleuchtet - und auch klargestellt, dass ein Psychologe für den Notfall bereitsteht. Der Anruf bei Gaby sorgt dann schnell für Spannung, auch wenn Menschenhandel wieder sehr heftig für eine Kinderserie wie TKKG ist. Der Schrei und die tote Leitung treiben die Spannung nochmal höher, allerdings wirken TKKG angesichts dessen fast schon zu entspannt. Besonders Tim sagt zwar, wie schlimm das ist, aber er bringt keine Aufregung rüber.
Danach ebbt die Spannung wieder etwas ab, aber ich mag, wie TKKG im Hausflur nachfragen. Nach dem Anruf bei Gundulas Mutter wird es dann nochmal spannender, denn TKKG verfolgen „ihren Onkel“ im Taxi. Amüsant ist auch, wie die vier dem Fahrer gaaaaaaaanz subtil Anweisungen für eine Verfolgungsjagd geben. Die Szene, in der TKKG eingeschlossen werde, finde ich auch sehr gut geschrieben. Man denkt wirklich erst, Klößchen wäre unbedacht gewesen und merkt dann mit Gaby, Tim und Karl, dass sie in die Falle gegangen sind.
Das Gespräch über Schleuserbanden ist mir dann aber ein bisschen zu sehr erhobener Zeigefinger, da viele Kinder dadurch jedoch einen guten Überblick über das Thema kriegen, lasse ich es durchgehen. Das Telefonat von Victor und seinem Komplizen gefällt mir auch ausgesprochen gut. Reent Reins mit Akzent kommt mir total bekannt vor, deshalb hatte ich da voll das Nostalgie-Feeling. Dass TKKG ihn überwältigen, geht mir dann aber ein bisschen zu schnell. Und dass der so einfach plaudert…
Wie Tim Victor droht, als der ein Telefonat annehmen soll, ist sehr witzig. Wie kann man denn seine Ohren frühstücken? Das mit dem Code finde ich auch super. So ein einfaches Wort und so schön umgesetzt. Danach erleben wir Glockner und Victor im Verhör. Das ist cool, haben wir auch nicht so oft. Am nächsten Morgen sind wir dann bei Glockners zu Hause, das ist auch ganz schön, weil es ein bisschen mehr Privates reinbringt. Außerdem lassen es sich Tim und Gaby nicht entgehen, miteinander zu flirten - und da bin ich ja Fan von.
Dass dieser Kräuterlikör, der ganz zufällig fast wie Amaretto heißt, nur von drei Mönchen gebraut wird und kein anderer das Rezept hat, ist mir dafür zu unrealistisch. Es passt für mich auch nicht zusammen, dass Menschenhändler plötzlich auf ein ganz anderes Verbrechen umsteigen. Danach dauert es mir auch ein bisschen zu lange bis zum großen Finale. Das ist dann auch kein wirkliches Finale, stattdessen wird vom Erzähler nur ein Ausblick in die Zukunft gegeben.
Insgesamt ist die Folge wirklich gut. Gerade der Anfang besticht durch Atmosphäre und Spannung. Allerdings sackt beides später ab und ab dem Zeitpunkt, zu dem der Likör und die drei Mönche in Spiel kommen, wirkt der Fall auch etwas absurd. Das will so gar nicht zu Menschenhandel passen. Zudem wäre die Folge mit einem richtigen Finale einfach besser gewesen. Etwas, das ich auch schade finde, ist, dass das Sorgofon nur als Aufhänger genutzt wird und nach fünf Minuten nicht mehr wichtig ist. Daher nur acht Punkte.
Fazit: 8 von 10 Punkten
Geschrieben von HerrSchmeichler am 02.05.2026 um 15:27:
| Zitat von Mikosch373: |
| Bei dieser Folge spricht mich der Titel total an. Ich finde ihn sehr interessant, absolut klangvoll - und trotzdem hat er noch den typischen TKKG-Charme. |
Der Titel ist eine Referenz an den Alfred Hitchcock-Film "Bei Anruf Mord" - inhaltlich haben die Geschichten aber nichts gemein (außer, dass ein Telefon eine Rolle spielt).
Geschrieben von Mikosch373 am 02.05.2026 um 16:36:
@HerrSchmeichler
Cool, das wusste ich nicht.
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