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Geschrieben von Info-Box am 04.02.2019 um 08:44:
128 - Die Gehilfen des Terrors
Geschrieben von Basti am 13.05.2020 um 20:37:
Gerade zufällig gesehen:
Irgendwie ja schräg, dass die Folge "Die Gehilfen des
Terrors" genau einen Tag vor 9/11 erschienen ist...
Geschrieben von Al_Stone am 13.05.2020 um 20:52:
Verschwörungstheorienschmieden im Hörspielparadies...
...in 3... 2... 1... - äh, nein ich glaube, so sind wir hier nicht drauf!
Geschrieben von Basti am 13.05.2020 um 21:10:
Nein, das natürlich nicht. Fand es nur eben einen krassen Zufall.
Geschrieben von Mangobanane am 13.05.2020 um 22:37:
Hm, kann eigentlich gar nicht stimmen, das war ein Montag. Oder damals wurde noch nicht freitags veröffentlicht. Aber ich kann dich beruhigen, Basti, in der Folge gehts so wenig um Terroranschläge wie in „Pfad der Angst“ von DDF um nen Pfad der Angst
Geschrieben von Basti am 13.05.2020 um 23:30:
Und selbst wenn es so wäre, ist und und bleibt es eben nur ein Zufall.
Geschrieben von Quadro am 14.05.2020 um 12:02:
| Zitat von Basti: |
Gerade zufällig gesehen:
Irgendwie ja schräg, dass die Folge "Die Gehilfen des Terrors" genau einen Tag vor 9/11 erschienen ist...
|
Nach der Logik fiele alles in diese "Schrägheit", egal was Tage vor oder nach den Anschlägen erschienen ist. Verschwörungstheoretiker empfinde ich als größte Seuche unserer Zeit. Wenn man nur weich genug in der Birne ist, lässt sich aus allem irgendein vermeintlicher Zusammenhang bilden. Auch um den Titel, der zwei Folgen vorher erschienen ist, oder eben eine Folge später.
Geschrieben von Basti am 14.05.2020 um 12:18:
| Zitat von Quadro: |
| Zitat von Basti: | Gerade zufällig gesehen:
Irgendwie ja schräg, dass die Folge "Die Gehilfen des Terrors" genau einen Tag vor 9/11 erschienen ist...
|
Nach der Logik fiele alles in diese "Schrägheit", egal was Tage vor oder nach den Anschlägen erschienen ist. |
Findest du, dass da alles reinfällt? Also wenn einer wirklich jeden Titel mit 9/11 verbinden kann, dann ist er bestimmt ein Verschwörungstheoretiker.
Ich kann das nicht.
Ich wollte hier auch keine Verschwörung oder irgendetwas in der Art hervorrufen.
Mir ist lediglich dieser Zufall aufgefallen.
Geschrieben von Quadro am 14.05.2020 um 12:41:
| Zitat von Basti: |
| Findest du, dass da alles reinfällt? Also wenn einer wirklich jeden Titel mit 9/11 verbinden kann, dann ist er bestimmt ein Verschwörungstheoretiker. |
Wie gesagt, die Folge, die gleich danach erschien, lautet: "Der Erpresser fährt bis Endstation". Die vorletzte: " Teddy Talers Höllenfahrt".
Und was ist am 11. September 2000 erschienen? Genau: "Der Goldschatz, der vom Himmel fiel". Das Cover ziert ein zerbrochenes Flugzeugwrack.
| Zitat von Basti: |
Mir ist lediglich dieser Zufall aufgefallen.
|
Leider fängt es häufig genau damit an.
Gerade TKKG bietet gefühlt 90 % Titel, die - je nach Zusammenhang - einen ziemlich faden Beigeschmack haben. Wie das halt so ist bei reißerischen Titeln.
Geschrieben von Basti am 14.05.2020 um 13:16:
Da ich TKKG bisher nicht gehört habe und ich mich nicht im Detail mit allen über 200 Titeln auskenne, kann ich dir nicht sagen, ob 90% passen würden, oder nicht.
Und ja, wenn es so ist, dass 90% passen würden, ohne krass um die Ecke zu denken, dann ist es eben kein krasser Zufall. Dessen war ich mir dann aber nicht bewusst.
Dass man aber bei dem Wort "Terro" an 9/11 denkt, ist nun wahrlich kein Kunststück.
Geschrieben von Mangobanane am 15.05.2020 um 08:05:
Nun ja, die Folge - und auch die drumherum - fallen in die Zeit, als der Autor der Serie, Stefan Wolf, die Hörspielskripte selber verfasst hat, weil er mit dem Umsetzungen der früheren Bücher nicht zufrieden war. Da wurden die Hörspiele auch massiv von seiner politischen Einstellung (Grüner als er es war geht kaum

) geprägt und es gibt haufenweise Dialoge - meistens von der Figur Tim ausgehend - in denen zu politisch mehr oder weniger relevanten Themen ungefragt Stellung bezogen wird. Also ganz so abwegig, Zusammenhänge zu konstruieren, ist das zumindest in dieser Ära (91-155) nicht.
Geschrieben von Quadro am 15.05.2020 um 08:39:
| Zitat von Mangobanane: |
Da wurden die Hörspiele auch massiv von seiner politischen Einstellung (Grüner als er es war geht kaum
) geprägt |
Rolf Kalmuczak war urkonservativ.
Geschrieben von Murphy am 26.05.2021 um 21:21:
Zwei relativ unverbrauchte Themen
Luxussanierungen und Rechtsradikalismus sind die beiden relativ unverbrauchten Themen dieser TKKG-Folge. Meiner Meinung nach sind diese Themen ungeeignet für die eigentliche Zielgruppe der TKKG-Serie. Mir als erwachsenem Hörer hat die Geschichte aber in Maßen gefallen. Kommissar Zufall ist nicht so stark aktiv wie sonst. Nicht jedermanns Sache dürfte sein, dass hier Stefan Wolf mit dem erhobenen Zeigefinger hantiert. Die Klischees halten sich in erfreulichen Grenzen. Die Geschichte ist interessant, teilweise spannend und logisch aufgebaut. Der Humor kommt auch nicht zu kurz. Es gibt einige lustige Dialoge. Herr Birkl hat die Telefonnummer 3345. Da er auch rechtsradikal ist, bezieht sich dieser Gag auf die Jahresangaben 1933 - 1945. Allerdings ist es sehr unrealistisch, dass in einer Millionenstadt die Telefonnummern vierstellig sind. Leider kommt die Auflösung der Geschichte zu plötzlich. In dieser Folge gibt es auch die erste wirkliche Liebesszene zwischen Tim und Gaby nach der spektakulären Rettungsaktion. Das tolle Cover zeigt eine spannende Szene aus der Hörspielhandlung. Ein Hammer ist natürlich der Veröffentlichungstermin dieser Hörspielfolge: „Die Gehilfen des Terrors“ ist am 10. September 2001 erschienen, ein Tag vor den Terroranschlägen in New York …
Beim Sprecherensemble stechen natürlich die Europa-Altstars hervor: Reinhilt Schneider als Claudia Rödelhof, Karin Lieneweg als ältere Frau, Matthias Fuchs als Kuno Lettich konnten überzeugen. Von den weiteren Nebenrollen haben mir Oliver Böttcher als Malco Miller und Sven Dahlem als Wilhelm Nahgast auch gut gefallen. Eine Florentine Draeger taucht auch in der Sprecherliste auf. Wenn sie mit Sascha Draeger verwandt ist, dann ist schon die dritte Generation als Hörspielsprecher aktiv. Wolfgang Kaven macht als Erzähler einen guten Job. Die vier Hauptsprecher agieren wieder einmal sehr motiviert, was damals kein Regelfall war.
Die Zwischenmusiken sind solide. Sie passen gut zu den jeweiligen Stellen. Geräusche und Effekte sind wieder hervorragend.
Fazit
Die Folge zu bewerten ist schwierig, da die beiden Hauptthemen der Folge (Luxussanierungen und Rechtsradikalismus), wie bereits erwähnt, nicht zur eigentlichen Zielgruppe der Serie passen, mich die Geschichte aber trotzdem einigermaßen unterhalten konnte. Verbunden mit den erstklassigen Sprecherleistungen, ist dieses Hörspiel insgesamt befriedigend. Aber für die Zielgruppe ist die Nr. 128 aus den genannten Gründen nur bedingt empfehlenswert.
And now the points = 6
Geschrieben von Chantal-Marie am 07.01.2024 um 17:16:
Die Folge ist ja relativ schlecht bewertet. Finde es gut, dass man hier nicht die 1000ste Entführungs -oder Drogengeschichte hört. Das Thema Rassismus ist wichtig und ich finde es gut, dass es angespochen wurde, wenn auch nicht perfekt, aber naja die Folge ist halt 20 Jahre alt. Auch, dass Mieter aus ihrer Wohnung rausgeekel werden, um diese dann zu sanieren und teuer zu vermieten finde ich jetzt nicht gerade unrealistisch.
Ingesamt hätte es aber deutlich spannender sein können, wobei die Szene mit Gabys eingeklemmten Fuß auf den Gleisen schon spannend war.
Geschrieben von Volker_Mars am 10.01.2024 um 19:08:
Eine wichtige Folge in der Ära!
Würde man sie heute veröffentlichen würden Schreie laut werden, dass die Weltverbesserung wieder zuschlägt. Das ein Denken quasi mit der Folge mitgeliefert wird.
Ich vergebe 7 Punkte unabhängig.
Die Thematik verlangt in unserer derzeitigen Situation in diesem Land eine 11!
Geschrieben von MihaiEftimin am 10.01.2024 um 19:18:
| Zitat von Volker_Mars: |
Würde man sie heute veröffentlichen würden Schreie laut werden, dass die Weltverbesserung wieder zuschlägt. Das ein Denken quasi mit der Folge mitgeliefert wird.
|
Vielleicht vonseiten von Wählern gewisser Parteien ... aber ansonsten ist die Folge ja leider so aktuell wie gefühlt schon lange nicht mehr.
Und sie ist nebst Folgen wie der 6 und der 67 ein gutes Indiz dafür, dass Kalmuczak keine Sympathien zu Rechtsextremen hatte, jedenfalls nicht, dass es durch seine Werke irgendwie durchschiene.
Diese Folge ist definitiv hörenswert für alle, die das aus unerfindlichen Gründen immer noch denken ...
Geschrieben von HildaW am 12.01.2025 um 18:36:
Ein fremdenfeindlicher Vorfall, so in dieser Form gab es das noch nicht. Das Opfer ist illegal in Deutschland, spannend.
TKKG wollen sich den Täter vornehmen und dann geht es auch noch um geplante Luxussanierungen.
Getrenntes Vorgehen.
„Die Wände sehen ja aus wie auf dem Bahnhofsklo!“ - „Selber schuld, wenn du dich dort auskennst.“
TG machen eine Art Gefährderansprache, ernten ausländerfeindliche Parolen und einen fliegenden Geranientopf.
KK waren indessen in der Kneipe „Bei Bruno“, haben sich dort umgehört und erfahren, dass in der Nähe lebende Straßenkinder vertrieben werden sollen und sonst noch einiges.
Eine informative Zufallsbegegnung und ein Bericht vom „Terrororchester“. Und dann wird Mozarts „Kleine Nachtmusik“ als Zwischenmelodie eingespielt.
Die Ganoven planen einen Anschlag inklusive Präsentation eines falschen Verdächtigen.
Der flieht gerade vor TKKG, gewissermaßen irrtümlich, hochdramatische Szene auf den Gleisen und anschließende Liebesbekundungen.
Nachtwache bei der Poseidon-Villa, Showdown… Ziemlich plötzliches Ende.
Eine der besseren Folgen, wenn auch nicht herausragend.
Geschrieben von Klara_Fall am 04.02.2025 um 16:13:
Habe die Folge schon eine Weile nicht mehr gehört.
Was bleibt bei mir im Gedächtnis haften?
- Malco Miller, dessen Darstellung mich als Jugendliche nicht befremdet hat, heute schon eher, aber das ist wahrscheinlich mal wieder unter Zeitgeist zu verbuchen (a propos Zeitgeist - heute ist der Vegetarier-Lieferservice wohl verbreiteter als damals

damals fand ich das noch lustig, mir ein grün-weißes Veggi-Lieferservice-Auto vorzustellen ... mittlerweile sind in den meisten Bundesländern die Polizeiautos ja eh nicht mehr grün)
- abgesehen vom "wie" ist das Thema aktuell und traurig wie vor über 20 Jahren und ich glaube echt, dass es damals nochmal meine Wahrnehmung für Fremdenhass, die verschlüsselten Hinweise auf die rechte Szene usw. geschärft hat
- TKKG oder Teile davon (vor allem T, wenn ich mich richtig erinnere) kenne mal wieder eine seltsame Spelunke
- Terror-Orchester, nicht nur Malco, sondern auch Mutter und Kind, die terrorisiert werden, haben viel Angst - da war, glaube ich auch mal wieder was mit Schokolade fürs Kind
- für mich damals nochmal das Bewusstsein schärfend, dass es auch "bei uns" Straßenkinder gibt
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr steigt die Punktezahl für diese Folge, eben weil doch auch Inhalt transportiert wird. Reicht es für 8 Punkte? Ja komm.... auch, wenn ich heute beim TKKG-Fight noch was von "nicht meine Lieblingsfolge" schrieb. Das wird sie auch nicht. Dazu ist die Umsetzung zu mangelhaft. Aber 8 Punkte für die Sache gebe ich jetzt doch großzügig.
Geschrieben von HerrSchmeichler am 29.12.2025 um 11:37:
Die Themen dieser Folge sind leider auch heute noch aktuell: Rassismus, Nazis und Luxussanierungen. Es steckt viel in dieser Folge (z.B. gibt es auch noch auf der Straße lebende Jugendliche) und doch fühlt sich die Geschichte nicht überfrachtet an. Die Balance stimmt in meinen Augen.
Aus Gabys Zufallsbegegnung mit Zivilcourage entwickelt sich ein Fall, in dem sich TKKG vor allem für Ausländer stark machen. Interessant, dass diese Folge oft nicht in Artikeln erwähnt wird, wenn es um ein politisch inkorrektes Weltbild bei TKKG geht. Es gibt nämlich, wie hier, eindeutige Gegenbeispiele.
Die Dialoge sind recht gut geschrieben, auch der Humor kommt nicht zu kurz. Dadurch, dass sich die Bande aufteilt und man stellenweise TG und KK getrennt erlebt, tut der Dynamik der Folge gut. Der Mittelteil fällt spannungsmäßig leider ab und das Finale an der Ruine ist etwas kurz geraten und antiklimaktisch. Dafür ist die Szene mit Gaby und Tim auf dem Bahndamm extrem spannend und großartig umgesetzt! Ein echter Gänsehaut-Moment der Reihe.
Die Sprechleistung ist durch die Bank sehr gut. Mit Andreas van der Meden, Karin Lieneweg und Reinhilt Schneider sind selbst Nebenfiguren prominent besetzt und auch Florentine Draeger als kleines Kind macht einen guten Job.
Einziger Wermutstropfen: Die Riege an Bösewichten, die alle von mittelalten Männern gesprochen werden, verschwimmen etwas für mich. Ich kann im letzten Gangsterdialog nur schwer sagen, wer von ihnen nun Nahgast und wer Birkl ist. Ob das allein an ähnlichen Stimmen oder auch an fehlender klarer Charakterisierung und Abgrenzung durch den Autor liegt, ist schwer zu sagen.
Eine gute Folge, die durch die Wichtigkeit des Hauptthemas und eine wirklich denkwürdige Szene mit Tim und Gaby einen Extrapunkt verdient hat.
9 von 10 Punkten
Geschrieben von Mikosch373 am 04.05.2026 um 20:16:
Achtung, Spoiler!
TKKG - Die Gehilfen des Terrors (128)
Der Titel ist sehr aufmerksamkeitsheischend und in Anbetracht des Klappentextes auch übertrieben. Vermieter, die ihre Mieter aus den Wohnungen ekeln wollen, mit Terror gleichzusetzen, erscheint mir zumindest ein bisschen hochgegriffen. Dennoch hört sich der Klappentext interessant an. Ich hoffe auf einige aussagekräftige Charaktere. Beim Cover gefällt mir die rechte Hälfte mit der Frau und dem kleinen Kind, da ist auch der Hintergrund schön ausgearbeitet. Dafür ist die linke Hälfte mit den beiden Verbrechern etwas hingeschludert.
Der Anfang ist recht spannend, aber die Szene ist auch schnell vorbei. Danach wird es erstmal gemütlich, denn während es draußen regnet, erzählt Gaby den Jungs alles, was vorgefallen ist. Dass Tim seine Schwärmerei für Al Capone mit ernsthafter Anhängerschaft von Hitler vergleicht, ist aber ein bisschen daneben. Die ersten Ermittlungen danach sind ganz okay, ich finde es auch gut, dass TKKG sich klar gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit positionieren. Der Anschlag auf Gaby bringt dann etwas mehr Spannung rein.
Bei den Verbrechern merkt man schnell, wie rassistisch die sind. Es fällt auch einige Male das N-Wort. Allerdings spricht Klößchen auch von afrikanischen Diktatoren und Schwarz wird ständig mit afrikanisch gleichgesetzt. Also, ganz von Rassismus befreit sind TKKG auch nicht. Die Szene mit dem Zug, der Tim und Gaby beinahe erwischt, ist enorm spannend erzählt und gespielt. Ein richtiges Highlight in der Folge. Auch wie die beiden danach Zärtlichkeiten austauschen, ist süß.
Die gemeinsame Nachtwache der vier ist auch wunderbar gemütlich. Je mehr TKKG-Hörspiele ich höre, desto atmosphärischer finde ich sie. Das Ende ist dann aber etwas zu abrupt, vor allem, da die Festnahme und die Folgen für die Poseidon-Villa nur kurz nacherzählt werden. Das kurze Gespräch mit Malco schwebt auch so ein bisschen in der Luft und fährt auch nochmal mehr die White-Savior-Schiene, weil Malco sich so überschwänglich bei TKKG bedankt. Ich schwanke zwischen sieben und acht Punkten.
Fazit: 7 von 10 Punkten
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