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Geschrieben von Info-Box am 04.02.2019 um 11:05:

  136 - Argentinische Entführung




Geschrieben von Murphy am 24.11.2021 um 20:28:

 

Entführung mal anders

Schon wieder das Thema Entführung? Auch in der 136. TKKG-Hörspielfolge geht es um Entführungen. Der Titel suggeriert, dass es um eine neue oder besondere Art der Entführung geht. Dem ist tatsächlich so. Am Anfang der Hörspielhandlung erklärt Gaby ihren Freunden vom TKKG, wie die neue Entführungsmethode aus Argentinien funktioniert. Das Besondere ist, dass nur eine verhältnismäßig niedrige Lösegeldsumme gefordert wird (10 000 bis 20 000 Euro) und so der ganze Ablauf der Entführung beschleunigt wird, da die erpressten das Geld schnell beschaffen können. Der Hauptvorteil dieser Methode ist, dass sich so das Risiko der Entführer von der Polizei erwischt zu werden erheblich minimiert. Ich dachte bisher, dass es diese Art der Entführung nicht in der Realität gibt. Weit gefehlt: Der Autor muss dieses Thema aus einer Zeitung aufgeschnappt haben. Sogar die TELEPOLIS vom Heise Verlag berichtet davon: Argentinische Straßenräuber in der Krise von Caroline Mayer, veröffentlicht am 16.06.2002

Obwohl es in der Serie sehr oft um Entführung geht, hat mir dieses Hörspiel doch einigermaßen gut gefallen. Das liegt zum einen an der kurzweiligen Story und zum anderen an den guten bis sehr guten Sprecherleistungen. Gestört hat mich der Dialog der zwei entführten Kinder. Ihre Unterhaltung wirkt unglaubwürdig. Zweck des Gesprächs war es wohl, den Hörern zu vermitteln, was passiert ist. Das war aber nicht zwingend notwendig, da der Hörer später durch den Blinden und dessen Kumpel erfährt, was passiert ist.

Leider gibt es wenig Spannung in der Hörspielhandlung. Die Gangsterdialoge nerven diesmal nicht, wie sonst meistens, allerdings fehlt der interessanteste Gangsterdialog: Mich hätte die Reaktion der Räuber interessiert, nachdem sie das geklaute Geld gezählt haben. Schließlich rechneten sie doch mit einer sehr viel höheren Geldsumme …

Auch der serientypische Humor kommt nicht zu kurz. Es gibt wieder einige lustige Dialoge. Zum Beispiel gibt es folgendes witzige Zitat: „Beim Papierkorb war niemand. Nur ein paar Wespen taten sich an den Obstresten gütlich.“
Das tolle Cover zeigt eine Schlüsselszene vom letzten Viertel der Hörspielhandlung.

Bei den Sprecherleistungen gibt es keinen Ausfall zu verzeichnen. Die vier Hauptsprecher sind gewohnt erstklassig. Von den zahlreichen Gastsprechern stechen zwei heraus: Ilja Richter (Moderator der ehemaligen TV-Sendung „Disco“) als Entführer Blitz und Oliver Rohrbeck (Justus Jonas) in einer Doppelrolle. Er spricht den italienischen Gastwirt mit Akzent und den Entführer Hooker. Neben Alexandra Doerk als zickige Entführerin Zicke haben mir die beiden von allen Gastsprechern am besten gefallen. Ilja Richter hat eine tolle Stimme mit einem hohen Wiedererkennungswert und spielt seine Rolle super. Oliver Rohrbeck spielt seine beiden Rollen auch hervorragend. Im Booklet ist er mit dem ulkigen Pseudonym „Lars Lächel“ gelistet. Wolfgang Kaven ist als Erzähler wieder befriedigend.

Die Zwischenmusiken sind gut ausgewählt und eingesetzt worden. Das Gleiche gilt für Geräusche und Effekte.

Fazit

Aufgrund der relativ kurzweiligen Hörspielhandlung und den hervorragenden Sprecherleistungen ist die Nummer 136 eine weitere Folge aus dem Mittelfeld der gesamten Serie.


6 Punkte



Geschrieben von Chantal-Marie am 30.01.2024 um 12:02:

 

Auch, wenn es eine Entführungsfolge war, war es hier mal ein bisschen was anderes. Fand die Folge durchaus ganz gut.

Teilweise fehlt es an Spannung. Unterhaltsam war die Folge aber, besonders der Fakeblinde und sein Komplize. Die Entführer konnte ich nicht so ganz ernst nehmen



Geschrieben von Volker_Mars am 31.01.2024 um 17:18:

 

Ich mag die Folge recht gern.

Die drei Argentinos sind schon ne Wucht. Fettes Grinsen

9 Punkte.



Geschrieben von HildaW am 15.01.2025 um 20:38:

 

Milchdrinks werden gezuzzelt? Okay. Fettes Grinsen Und Karl macht sich Sorgen, dass Tim für ein Hausverbot sorgt. LOL

Aha, der Blinde ist doch nicht blind, wurde Zeuge einer Entführung und will den Gaunern das Lösegeld abpressen.

Gaby erklärt, was es mit der „argentinischen“ Entführung auf sich hat. Und hat von ihrem Vater die Info, wo demnächst eine Lösegeldübergabe stattfinden wird. Schockiert

Das Musikertrio ist so richtig schön fies-klischeehaft-dümmlich.
Dann wird es etwas zäh: Die nervös wartenden Eltern, der Chauffeur, der Entführeranruf.

Der Showdown hat allerdings noch eine Überraschung parat.

Fängt stark an, fällt allerdings im letzten Viertel etwas ab und bringt die ganze Sache zäh-langatmig zu Ende, trotz der überraschenden Wende.

Gute Folge, trotz der x-ten Entführung und mal wieder Gaunern, die Gauner erpressen. Schön umgesetzt, ließ sich gut weghören.



Geschrieben von HerrSchmeichler am 07.03.2026 um 14:44:

 

Schon wieder Entführung? Ja, aber anders!

Stefan Wolf hat sich hier der Agentinischen Entführung bedient, bei der nur ein vergleichsweise geringes Lösegeld gefordert wird, wodurch die Familie eher gewillt ist, einfach zu zahlen, als die Polizei einzuschalten. Dieses Schicksal hat nun auch die Kinder einer Großindustriellen getroffen. TKKG begeben sich auf eigene Faust auf die Suche nach den Entführern.

Achtung, Spoiler!

Ich finde, die Geschichte hat einige gute Einfälle. Der falsche Blinde ist zwar ein Rückgriff auf "Stimme aus der Unterwelt", aber hier ist es wenigstens handlungsrelevant. Das Tango-Trio ist karikaturesk, aber unterhaltsam, so dass selbst die Gangster-Dialoge nicht stören, sondern Spaß machen. Wer der Anführer der Bande ist, habe ich beim ersten Hören nicht kommen sehen.

Ein großer Pluspunkt dieser Folge ist die Atmosphäre. Sowohl das Café als auch die Fußgängerzone wirken belebt, die Dialoge sind sehr lebhaft und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Alles ist wunderbar akustisch umgesetzt. Die Szene mit den Kindern, die ausnahmsweise mal kein bisschen nervig sind, war kurz aber angemessen bedrückend. Einzig die Szene mit den Eltern und dem Chauffeur fällt im Vergleich deutlich ab.

Insgesamt eine wirklich gute Folge und ich bin ein bisschen überrascht, dass ich die so selten höre.

9 von 10 Punkten


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