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Geschrieben von Info-Box am 04.02.2019 um 12:37:
143 - Das unheimliche Haus
Geschrieben von Murphy am 30.11.2021 um 19:49:
TKKG und das Yokototi - oder = Achtung: Trash!
Das ist sie also, die Folge mit dem berüchtigten Yokototi. Titel und Cover deuten ja auf eine Oldschool-Folge hin. Aber dem ist nicht so. In einem Erzählstrang geht es um den Monsterfisch Yokototi aus Japan, der eine Mischung aus Muräne, Minihai und Seeschlange ist. Durch diesen Erzählstrang wird die Folge sehr trashig. Allerdings hat mir diesmal der Trash gefallen. Tim rettet einen Hund vor dem Monsterfisch, indem er mit seinem Fahrrad zwischen Monsterfisch und Hund am Ufer schlittert. Das Yokototi frisst Tims Fahrrad auf (!) und erstickt daran. Der andere Erzählstrang, um den in der Villa versteckten Schatz und die Schatzsucher, kommt recht durchschnittlich daher und leider ohne Spannung. Da hätte man deutlich mehr herausholen können. Das letzte Viertel der Hörspielhandlung wirkt auf mich überhastet. Die Gangsterdialoge sind überflüssig und nervig. Die Figurenzeichnung ist wieder ganz gut geworden. Auch der Humor kommt in der Folge nicht zu kurz, so haut Klößchen wieder ein paar tolle Sprüche raus, z. B. am Ende: „Verhören wir ihn im Schlafanzug, oder ziehen wir uns vorher an?“ Das schöne Cover zeigt, wie die TKKG-Bande am Anfang der Geschichte am „unheimlichen Haus“ mit ihren Fahrrädern ankommt.
Die Sprecherleistungen sind durchwachsen. Die vier Hauptsprecher agieren solide. Niki Nowotny als Karl hat mal wieder auffallend wenig Text. Von den Gastsprechern haben mir Henry König als Edgar Kontze, Lutz Herkenrath als Peter Schenor und Sabine Falkenberg als Cindy Pitz-Schleichmann am besten gefallen. Frank Felicetti als alter Steinmetz Raimund Klemrich konnte mich nicht überzeugen, da der Sprecher zu jung wirkt. Tammo Kaulbarsch als Benito nervt mich mit seiner Stimme. Die Leistung der restlichen Gastsprecher ist in Ordnung. Wolfgang Kaven macht als Erzähler wieder eine gute Figur.
Die Zusammenstellung der Zwischenmusiken ist überwiegend hervorragend gelungen. Geräusche und Effekte sind erstklassig. Hier wurde wieder auf hohem Niveau gearbeitet.
Fazit
Auf der einen Seite ist der trashige Erzählstrang mit dem japanischen Monsterfisch Yokototi, der mir gefallen hat, auf der anderen Seite ein unspannender Erzählstrang mit einer Schatzsuche, der schlecht umgesetzt wurde. Dazu kommen dann noch die durchwachsenen Sprecherleistungen und der hervorragende technische Bereich. Das alles gegeneinander aufgewogen ergibt meiner Meinung nach immerhin für 5 Punkte. Für eine „Über-100-Folge“ also relativ gut.
Geschrieben von Olle_Viri am 23.10.2023 um 10:10:
Die Folge, die gefühlte 2 Stunden dauert. Dabei sind es 'nur' 63 Minuten. Alleine das italienische Gejaule im Hintergrund der Pizzeria von Benito zu Beginn scheint kein Ende zu nehmen hat man das Gefühl. Dort planen TKKG nämlich ihre Sommerferienaktion, die sie als Housesitter in die Villa Wolkenfern ('das unheimliche Haus') führt. Der Fall selber (mal ganz was Neues: verschollene Beute aus einem Geldtransportüberfall) und die Umsetzung maximal langweilig, und das über eine Spielzeit von 63 Minuten. Kurzzeitig aufhorchen lässt ein Seeungeheuer im Schwarzwassersee in der Nähe der Villa Wolkenfern, das Tims Fahrrad verspeist. Der Schock ist für TKKG jedoch schneller verdaut als das Fahrrad für das Yokototi (so nennt sich dieses Ungeheuer in der Fachwelt), und man kann sich wieder der Langeweile zuwenden. Irgendwann ganz plötzlich ist dann das Hörspiel zu Ende. Die Zwischenmusik ist in diesem Hörspiel ganz nett, das ist allerdings Perlen vor die Säue bzw. diesem Fall das Yokototi. Stefan Wolf hat einfach keine Ideen mehr und gaukelt dem Zuhörer mit dem Cover etwas Spannendes vor, das sich in Wahrheit als ein Wolkenschloss entpuppt, das nach 63 Minuten verblasst.
Fazit: Stefan Wolf pfeift aus dem letzten Loch, 63 Minuten extreme Langeweile garniert mit Monster-Schwachsinn, 1/10.
weitere Anmerkungen:
Interessanter Fakt am Rande: Das Yokototi haben damals die meisten Old-School-Fans von TKKG Stefan Wolf sehr übel genommen.
Geschrieben von HerrSchmeichler am 23.10.2023 um 12:36:
Kurze Beobachtung zum Cover:
Interessant, dass TKKG beim alten Cover auf das unheimliche Haus zu fahren und auf dem neuen Cover vom Haus weg. Der Grund könnte auch einfach sein, dass man so die Hauptfiguren für potentielle Käufer einfach ansprechender darstellen kann (von hinten würde man die Gesichter ja nicht sehen), aber es verändert auch ein bisschen den Vibe des Covers. Beim alten Cover wirkt es so, als würden die vier auf eine dunkle Bedrohung zusteuern, beim neuen aber scheint es so, als würden sie davor flüchten.
Geschrieben von Andromeda am 23.10.2023 um 12:59:
Den Eindruck einer Fluchtszene könnte man gewinnen, aber dafür sehen die Gesichter zu verbissen aus. Man könnte die Gesichtsausdrücke auch entschlossen nennen. Mir gefällt das ältere Cover jetzt nicht wegen des Zeichenstils besser, aber der Titel wird durch die düstere Aufmachung des Hauses besser transportiert. Auf dem neuen Cover wird alleine durch die Farbgebung ein viel heiterer Eindruck vermittelt.
Ich bin offenbar einer der Wenigen, der die Folge gefällt. Das liegt aber vermutlich auch daran, dass ich bei der Folge immer die langatmige Szene im Bistro überspringe. So ein Schmankerls bieten die Dialoge obendrein, zudem ist die Szene um die Rettung des Dackels und des Fahrrads von Tim echt spannend inszeniert. Trash kann ebenfalls amüsant sein.
Geschrieben von Volker_Mars am 19.02.2024 um 23:13:
Ganzzzzzz soooooo mies ist sie nicht, aber eben durch die Story mit dem Yokotoki einfach nur Trash!
Trash der zu heftigen Abzugspunkten führt.
Die Story um das Haus finde ich eigentlich recht gut. Nunja. 3 Punkte.
Geschrieben von Chantal-Marie am 04.03.2024 um 12:50:
Was war das denn

? Ganz merkwürdige Folge. Wenn Trash dann bitte richtig und unterhaltsam. Hat mich von der Absurdität an die Killerpflanzen erinnert, nur dass diese Foöge um Welten besser war und man geschafft hat den Zuhörer zu unterhalten. Hier hätte ich am liebsten direkt wieder abgeschaltet.
Das Haus fand ich jetzt auch nicht wirklich unheimlich, hätte aber interessant werden können. Die Betonung liegt auf hätte!
Geschrieben von Klara_Fall am 07.05.2024 um 12:54:
Wie mir scheint, bin ich nicht alleine damit, dass das nicht die beste Folge TKKG ist.
Und du Gründe wurden hier schon erwähnt: das fahrradfressende Monster von Loch N... ach nee, hier heißt es ja Yokototi. Den Briefbeschwerer, der als Trost dafür Tim zufällt, weil er mit dem Opfern seines Drahtesels den kleinen Hund gerettet hat (wäre der gestorben, hätte die Folge noch mehr Punkteabzug erhalten) und die Story rund ums Housesitting, das ja sonst die Senioren machen, aber ausnahmsweise TKKG randürfen und natürlich just in der Bude die "Sore" einlagert.
Nö. Muss nicht!
Mit viel Gnade 4 Punkte
Geschrieben von HildaW am 20.01.2025 um 17:00:
Der Titel klingt irgendwie nicht trashig genug für TKKG. Die Story um das Yokototi ist es dafür umso mehr, was sollte das denn?
Pläne für die erste Sommerferienwoche und lange Erklärungen. „Muss man dich immer in eine Löwengrube werfen, damit du dich amüsierst?“ macht sich Gaby über Tim lustig.
Eine erfolglose Privatdetektei, eine Beschattung und ebenfalls eine lange Erklärung.
Gut das erste Viertel vorbei, der erfolglose Privatdetektiv verfolgt den frisch entlassenen Knasti und wird von diesem festgesetzt.
Die halbe Folge ist um und TKKG treffen endlich beim unheimlichen Haus ein. Und Action: Ein kleiner Hund ist ausgerissen und Tims Bike fällt dem Seeungeheuer zum Opfer.
Ganove Kontze nutzt die Gelegenheit und steigt ins Haus ein.
Wespe ist so nett, mal kurz ein Kennzeichen zu überprüfen, so kommt man auf den Privatdetektiv, telefoniert mit seiner Frau und erfährt von der Beute. Schade, gar nichts richtig zu ermitteln, sondern Informationen auf dem Silbertablett.
Das Yokototi ist tot, Tim macht Kontze platt und zum Ausgleich für den langatmigen Anfang ist die Folge ruckzuck zu Ende.
Die Story um das Yokototi ist … überflüssig, man hätte auch einen anderen Grund finden können, weswegen TKKG so überstürzt losrennen. Die eigentliche Story um das unheimliche Haus ist eher im Hintergrund, TKKG erfahren erst zum Schluss von der versteckten Beute.
Ist okay, mehr nicht.
Geschrieben von HerrSchmeichler am 20.09.2026 um 16:37:
Ein unheimliches Haus, ein Yokototi und eine versteckte Diebesbeute...
TKKG machen Housesitting, mal was Neues. Ich finde, das Thema passt an sich auch ganz gut zu TKKG, nur wird hier gefühlt nicht viel daraus gemacht. Es dauert sehr lange, bis man endlich beim Haus ankommt und dann bleibt es als Ort auch relativ blass. Keine Führung durch hallende Flure oder Beschreibungen der Zimmer.
Dafür gibt es wieder viele Dialoge, die diesmal nicht von Gangstern kommen, sondern von dem Privatdetektiv Bruno Schleichmann und seiner Partnerin (in doppelter Hinsicht) Cindy. Die Dynamik der beiden erinnert mich irgendwie an den Privatdetektiv Paul Temple und seine Frau Louise, die auch in einer gleichnamigen Hörspielreihe ermittelt haben.
Wie sich TKKG hier geben, mag ich sie als Figuren nicht besonders. Tim ist nur auf Action und Krawall gebürstet, Gaby ist sehr zickig, Willi wird bei jeder Gelegenheit grundlos runtergemacht und Karl ist auch körperlich anwesend. Also, sympathisch sind die mir hier alle vier nicht (Willi noch am ehesten, weil er zumindest ein paar witzige Sprüche hat: "Willi, du kannst aufhören zu winken. Sie sehen uns nicht mehr." - "Ich winke nicht, ich vertreibe die Mücken.")
Dass die komplette Nebenhandlung um das Yokototi großer Quatsch ist, braucht man eigentlich nicht extra erwähnen. Dafür liefert sie die spannendste Szene im ganzen Hörspiel, wenn Tim den Hund rettet. Wie der Handlungsstrang allerdings aufgelöst wird, ist wirklich schlecht: Der Hundebesitzer fährt spät am Abend/in der Nacht nochmal zum See und beobachtet zufällig, wie das Yokototi leblos an der Wasseroberfläche treibt, bevor es auf den Grund des Sees sinkt.
Da im zweiten Teil des Hörspiels so viel vom Keller die Rede war, habe ich halb erwartet, dass sich das Yokototi irgendwie über die Kanalasiation in den Keller verirrt und dort entweder verendet oder zu Forschungszwecken eingefangen wird. Aber nein, es stirbt durch Tims Fahrrad. Wow.
Der Rest ist zwar nicht direkt langweilig, aber eben auch nicht besonders spannend. Hier kommen dann auch wieder Gangster-Dialoge/Monologe und es zieht sich nur noch.
Die Sprechleistung ist (abgesehen von TKKG) eigentlich gut. Vor allem Jürgen Holdorf, Sabine Falkenberg und Henry König haben mir gefallen. Veronika Neugebauer ist mir hier zu abgehoben und gekünstelt. Mir kam es außerdem so vor, als hätte man hier die Zwischenmusik teilweise extrem lang ausgespielt, als wolle man Zeit schinden.
Alles in allem wirklich keine Glanzleistung. Die Idee, TKKG ein unheimliches Haus bewachen zu lassen, in dem ein Schatz versteckt ist, hinter dem mehrere Parteien her sind, ist eigentlich wirklich gut, aber die Umsetzung ist leider nicht gelungen.
4 von 10 Punkten
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