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Geschrieben von Info-Box am 04.02.2019 um 23:10:

  200 - Der große Coup




Geschrieben von MewMew am 09.02.2019 um 19:05:

 

Mit dieser Folge wurde ein sehr würdiges Jubiläum veröffentlicht. Die Geschichte ist packend und verteilt sich gut auf die CDs. Es fühlt sich halt wirklich wie etwas besonderes an, da auch die Eltern zusammen eine Rolle spielen und der ganze Fall einfach persönlich ist. Wäre natürlich schöner gewesen, wenn man den Verbrecher aus früheren Folgen gekannt hätte, aber das war der damaligen deutschen Vorlage geschuldet.

Ab hier beginnt, wie ich finde, eine klare Kehrtwende. Ab 200 werden die Folgen wieder Erwachsener und heben sich von den letzten 100 Folgen ab. So ist zumindest mein Gefühl bisher. Happy



Geschrieben von Mangobanane am 15.04.2021 um 22:33:

 

@Kris An welcher Stelle wird Wespe erwähnt? Habe es gerade nicht im Ohr...



Geschrieben von Kris am 16.04.2021 um 06:55:

 

@Mangobanane Als TKKG die zwei Gangster belauschen und dann eine Razzia bei der Kneipe durchgeführt wird, sagt Gaby glaubs: "Das sind Kommissar Schalavsky und Inspektor Bienert" Fettes Grinsen



Geschrieben von Mangobanane am 16.04.2021 um 09:30:

 

Ah, danke. Wobei die Wespe ja nie Bienert genannt haben Zwinker



Geschrieben von Murphy am 30.04.2021 um 22:15:

 

Mit "Der große Coup" präsentiert Europa den 200. Hörspielfall der TKKG-Bande. Diesen Jubiläumsfall gibt es in Überlänge auf zwei CDs. Für das Hörspielskript ist Martin Hofstetter verantwortlich. Er ist aktuell der Autor, der die meisten Folgen beisteuert. Die Geschichte ist stets interessant, kurzweilig, unterhaltsam, immer wieder spannend und auch die Atmosphäre ist jeweils gelungen. Die Überlänge ist sinnvoll: Es wirkte auf mich nicht so, als ob ein normaler Fall in die Länge gezogen wurde.
Es tauchen ein paar alte Bekannte aus der TKKG-Serie in der Story auf: Fabian Fenloh aus Folge 138, Rolf Reiher aus Folge 187, Herr Mandl, Hausmeister des Internats (bisher nicht in der Hörspielserie vorgekommen), Georg, der Chauffeur von Klößchens Eltern, Dr. Freund, Direktor des Internats. Zwei weitere Personen kennt man nur aus den jeweiligen Büchern: Rudi Kaluschke ("Die Jagd nach den Millionendieben"), Detlev Bigsel ("Achtung die Monsters kommen"). Außerdem tauchen alle Eltern der vier TKKG-Mitglieder mit Sprechtext auf – ein positives Novum.
In diese Episode haben sich zwei Merkwürdigkeiten eingeschlichen: Dr. Freund und Kommissar Glockner kennen sich aus der Jugendzeit. Dies wurde bisher nie thematisiert. Bei bisheriger Kommunikation wirkten sie immer wie fremde (Beispiel "Schwarze Pest aus Indien"). Des Weiteren wirkt der 200. Geburtstag seltsam, da in "Die Gift-Party" das 100. Altschülertreffen stattfindet. Es wird zwar nicht explizit erwähnt, dass jenes Treffen stets jährlich stattfand, aber zumindest wird der Eindruck erweckt.

Das tolle Cover zeigt eine unheimliche Szene aus der Hörspielhandlung.

Die Sprecher liefern alle eine erstklassige Leistung ab. Die vier Hauptsprecher überzeugen mal wieder auf ganzer Linie. Von den zahlreichen Gastsprechern haben mir Volker Bogdan als Albert Vierstein, Gernot Endemann als Dr. Olaf Freund, Joachim Kerzel als Rolf Reiher, Till Demtröder als Rudi Kaluschke und Michael Lott als Fabian Fenloh am besten gefallen. Als Erzähler ist Wolfgang Kaven gewohnt sehr gut.

Die Zwischenmusiken fand ich OK. Es gab auch paar ältere Musikstücke zwischendurch. Geräusche und Effekte wurden ausgezeichnet in das Hörspiel eingebaut.

Mein Fazit:
Der 200. Fall für TKKG "Der große Coup" ist die bisher beste Jubiläumsfolge der Serie. Wer der TKKG-Serie bereits den Rücken gekehrt hat, sollte hier nochmal reinhören. Es lohnt sich.

Ich schwanke zwischen 7 und 8 Punkten. Ich entscheide mich für 7.



Geschrieben von MihaiEftimin am 30.04.2021 um 22:49:

 

Ich habe hier nie einen Widerspruch zur "Gift-Party" gesehen, ehrlich gesagt. Eine frisch gegründete Schule wird nicht von Anfang an Altschülertreffen gehabt haben; da ist es nicht undenkbar, dass die Schule erst 100 Jahre nach ihrer Gründung auf die Idee kam, regelmäßig Altschülertreffen einzuberufen.



Geschrieben von Kris am 01.05.2021 um 08:00:

 

Das mit Kommissar Glockner und Direktor Freund ist mir damals beim Hören auch schon aufgefallen. In den Büchern ist Glockner 43, Direktor Freund nahe dem Pensionsalter Kratzend Obwohl mir Glockner (auch stimmlich) in den Hörspielen schon älter vorkommt.



Geschrieben von MihaiEftimin am 01.05.2021 um 11:43:

 

Zitat von Kris:
Das mit Kommissar Glockner und Direktor Freund ist mir damals beim Hören auch schon aufgefallen. In den Büchern ist Glockner 43, Direktor Freund nahe dem Pensionsalter Kratzend Obwohl mir Glockner (auch stimmlich) in den Hörspielen schon älter vorkommt.

Naja, Wolfgang Draeger ist halt mittlerweile 93, und danach klingt er auch ...



Geschrieben von Murphy am 02.05.2021 um 10:19:

 

Zitat von MihaiEftimin:
Ich habe hier nie einen Widerspruch zur "Gift-Party" gesehen, ehrlich gesagt. Eine frisch gegründete Schule wird nicht von Anfang an Altschülertreffen gehabt haben; da ist es nicht undenkbar, dass die Schule erst 100 Jahre nach ihrer Gründung auf die Idee kam, regelmäßig Altschülertreffen einzuberufen.


Interessantes und nachvollziehbares Gegenargument. So könnte es auch sein. Happy



Geschrieben von Mangobanane am 02.05.2021 um 12:55:

 

Der Fehler wird ja bereits in der Gift-Party begangen. Dort wird gesagt, die Bildungsanstalt sei so alt. Das kann natürlich nicht stimmen. Trotzdem stößt man unweigerlich auf diesen Umstand. Zumal TKKG bei beiden Jubiläen in die neunte Klasse gehen.



Geschrieben von MihaiEftimin am 02.05.2021 um 13:12:

 

Zitat von Mangobanane:
Der Fehler wird ja bereits in der Gift-Party begangen. Dort wird gesagt, die Bildungsanstalt sei so alt. Das kann natürlich nicht stimmen. Trotzdem stößt man unweigerlich auf diesen Umstand. Zumal TKKG bei beiden Jubiläen in die neunte Klasse gehen.

Ich hab das immer interpretiert als, "So alt ist unsere Bildungsanstalt schon - dass es jetzt schon das hundertste Altschülertreffen gibt!" Über das exakte Alter des Internats selbst wird in der "Gift-Party" kein Wort verloren. Für mich liegt weder in der 39, noch in der 200 irgendein Fehler oder Widerspruch vor.



Geschrieben von Murphy am 02.05.2021 um 17:59:

 

@MihaiEftimin: Wie hat dir eigentlich die Folge 200 gefallen?



Geschrieben von MihaiEftimin am 02.05.2021 um 20:48:

 

Zitat von Murphy:
@MihaiEftimin: Wie hat dir eigentlich die Folge 200 gefallen?

Die Folge 200 ist definitiv eine Jubiläumsfolge, die den Namen verdient. Besonders der erste Teil wartet mit allem auf, was ich für eine solche Folge erwartet hätte - Rückbezüge auf klassische Folgen, altbekannte Nebenfiguren, geniale Atmo; vor allem die Internatsatmo hat viel von Folgen wie "Rauschgift-Razzia im Internat", und die Thematik "Tim fliegt von der Schule" kennen wir aus "Wer hat Tims Mutter entführt?". Scheint auch kein Zufall zu sein, dass die hier eingesetzten Musikstücke gerade aus der Ära kommen. Die Szene mit Tims Rückkehr ins Internat erinnert stark an Folge 1 - man erwartet geradezu, dass Tim in die Bude zurückkehrt und auf einmal Rembrandt im Raum steht. Fettes Grinsen
Was mich ein wenig enttäuscht hat, war die Auswahl der "Rächer". Es ist vermutlich zu lange her, dass ich die 138 gehört habe, jedenfalls wollte bei Fenlohs Namen nichts bei mir klingeln. Rudi Kaluschke kannte ich durch mehrfache Lektüre von Band 1 natürlich, aber dem geneigten Hörer sagt er natürlich überhaupt nichts. Die alten Folgen sind voll von Figuren mit Wiedererkennungswert. Franz Ströter, Otto Galster, Adolf Burkert, Sigi Malowitz, um nur einige aus den Klassikern zu nennen. Am besten hätte mir wohl die Rückkehr des Mano gefallen - André Minninger hätte sich bestimmt auch gefreut, nochmal seine fünf Minuten zu kriegen. Fettes Grinsen Generell kann man es aber positiv sehen, dass sowohl aus alten wie auch aus neueren Folgen Figuren wiederaufgetaucht sind.
Dass sich Glockner und Dr. Freund von früher kennen sollten, hat mich auch verwirrt. Ich habe lange überlegt, in welcher Vorgängerfolge das mal erwähnt wurde - und tatsächlich, in gar keiner. Zwinker Eine weitere Stelle, über die ich gestolpert bin, war, als erwähnt wurde, Mädchen dürften generell nicht in die Buden der Jungs - da habe ich gerade keine Stelle aus alten Folgen im Ohr, in der das jemals angesprochen worden wäre. Vielleicht haben es diese Stellen aber auch nie in die Hörspiele geschafft ... aber selbst wenn, in der Neuzeit sind ja inzwischen auch interne Mädchen zugelassen, da hätte es dieses Rückgriffs auf (vermeintlich oder tatsächlich existierende) archaische Regelungen meiner Meinung nach nicht bedurft. Aber gut, vielleicht suche ich da auch Haare in der Suppe. In jedem Falle bin ich drüber gestolpert.
Insgesamt also gute Jubiläumsfolge, als solche vielleicht sogar einen Tacken besser als die 175. Von Vorgängern mit runder Nummer gar nicht zu reden. Zwinker 8/10 Punkte wären es für mich.



Geschrieben von Retro am 15.07.2021 um 18:04:

 

Da ich nix, absolut gar nix mit "Teil 1 - Teil 2 - Teil 3 - Teil 4 - usw" anfangen kann, hab ich das dann auch hier für mich gefiltert. Alle Kapitel durchsucht, und die 2 besten für die Folgen Nr gesetzt.

200_Der große Coup_A_Totenblume

200_Der große Coup_B_Gaunerehre

___________________

- Nebenbei: In einer Serie, wo die Schüler nicht älter werden, sollte man vielleicht nicht so sehr auf die "Jahre" angrübeln. Fettes Grinsen
- das hundertste Altschülertreffen gab es in Folge? Na? 39. Ergo1 müsste es in Folge 139 das zweihundertste Altschülertreffen gegeben haben.
Gabs nicht. Ergo2 gibt es nicht jedes Jahr = jede Folge ein Altschultreffen.

1 - Anspruch
2 - Ausdauer
1 - Inhalt
2 - Spaß
1 - Sprecher
____________
= 7 Punkte

Sagen kann ich nur, dass mich diese Folge mehr als überrascht hat. Ich hab absolut überhaupt nichts mehr erwartet gehabt. Ich war auch schon einige Folgen zuvor beseelt, mit TKKG ist endgültig Schluss. (Diakow) . Der Coup hat dann doch noch mal Aufschub gewährt.



Geschrieben von MihaiEftimin am 15.07.2021 um 18:20:

 

Zitat von Retro:

- das hundertste Altschülertreffen gab es in Folge? Na? 39. Ergo1 müsste es in Folge 139 das zweihundertste Altschülertreffen gegeben haben.
Gabs nicht. Ergo2 gibt es nicht jedes Jahr = jede Folge ein Altschultreffen.

Wenn immer ein Jahr zwischen den Folgen liegt, spielt Folge 1, Stand jetzt, im Jahre 1803. Interessant, dass Karl da schon Schallplatten hört. Fettes Grinsen



Geschrieben von Retro am 15.07.2021 um 18:23:

 

Zitat von MihaiEftimin:

Wenn immer ein Jahr zwischen den Folgen liegt, spielt Folge 1, Stand jetzt, im Jahre 1803. Interessant, dass Karl da schon Schallplatten hört. Fettes Grinsen


Vorwärts - ja -> Rückwärts - nein = denn sie werden ja nicht "älter". Zwinker



Geschrieben von MihaiEftimin am 15.07.2021 um 18:28:

 

Zitat von Retro:
Zitat von MihaiEftimin:

Wenn immer ein Jahr zwischen den Folgen liegt, spielt Folge 1, Stand jetzt, im Jahre 1803. Interessant, dass Karl da schon Schallplatten hört. Fettes Grinsen


Vorwärts - ja -> Rückwärts - nein = denn sie werden ja nicht "älter". Zwinker

Da war man im "eiskalten Clown" wenigstens konsequent. Beziehung zwischen Tim und Gaby noch frisch, und "Die Falle am Fuchsbach" war "erst vor kurzem". Fettes Grinsen



Geschrieben von Retro am 15.07.2021 um 18:36:

 

Zitat von MihaiEftimin:
Beziehung zwischen Tim und Gaby noch frisch, und "Die Falle am Fuchsbach" war "erst vor kurzem". Fettes Grinsen


"Veronika Gaby" hätte sich nie sooo benommen wie "Rhea Gaby". Nie! Und Wolf hätte das ganz anders inszeniert. (Das sind ja auch "Zeitsprünge" ohne zu altern.) Fettes Grinsen Dass Tim hier für Klößchen den Rauswurf riskiert, durchzieht und konsequentiert. Das ist das Ergebnis vom Ende in Folge 1.



Geschrieben von HerrSchmeichler am 30.06.2024 um 17:42:

 

Die Folge hat im Grunde ganz gute Story-Elemente, aber sie hat ein großes Problem: Sie ist einfach zu lang.
Leider zieht sich die Handlung an mehreren Stellen, beispielsweise die Verfolgungsjagd durchs Internat und die erneute Schwimmhallen-Besichtigung am nächsten Tag. Es wirkt vieles unnötig in die Länge gezogen, was vielleicht aber auch daran liegt, dass man solche Szenen von den regulären Folgen einfach deutlich knapper gewohnt ist.

Dass die Jubläumsfolge mit der Rückkehr eines Gegenspielers aus der Vergangenheit aufwarten kann, ist an sich ein schöner Einfall. Aber leider ist besagter Gegenspieler nicht wirklich ein Charakter, an den man sich groß erinnert (so ist es zumindest mir gegangen - ich habe ihn nämlich zuerst einer falschen Folge zugeordnet). Schade auch, dass nicht der Sprecher von damals wieder dabei ist, aber zumindest liefert Michael Lott eine gute Sprecherleistung.

Überhaupt wird hier viel Fan-Service betrieben und es tauchen mehrere Charaktere auf, die man aus anderen Folgen kennt und länger nicht gehört hat (z.B. Chauffeur Georg, Tims Mutter und Karls Eltern). Dasselbe gilt für die Schauplätze: Das Internat, die Villa Sauerlich, der Friedhof der Millionenstadt und der Moorsteinersee (der mittlerweile wirklich oft dabei ist).
Dass mal wieder sogenannte "Rocker" als Antagonisten auftauchten, war auch eine schöne Reminiszenz an die frühen Folgen. Und Hansi Jochmanns Rolle als Mitarbeiterin in der Reinigung hat bei mir Erinnerungen an ihre Rolle als Kassiererin in "Die gefährliche Zeugin verschwindet" ausgelöst. Auf den Krimi-Autor hätte ich aber verzichten können. Der tauchte wie aus dem Boden gewachsen auf und war eigentlich völlig überflüssig, denn dass sich die Junior-Detektive nicht am richtigen Ort befanden, hätte sie wenige Minuten später eh selbst gemerkt. Das hätte man auch über den Erzähler lösen können.

Leider gibt es auch manchmal Momente, die nicht so recht zu TKKG passen, wie man sie kennt: Tim nennt einen Hund "Köter", die Villa Sauerlich liegt nur 10 Minuten vom Schrottplatz entfernt (mitten im Villenviertel?) und Gaby hat sich auch manchmal etwas charakteruntypisch verhalten.

Spoiler
Tims Rauswurf aus dem Internat war einerseits längst überfällig, kam aber trotzdem überraschend. Andererseits konnte man natürlich erahnen, dass es letztendlich ohne große Konsequenzen bleiben wird. Ebenso Klößchens Entführung, die jetzt die... dritte oder vierte ist? Das Thema Entführung ist natürlich ein klassisches Motiv, wurde in der Vergangenheit aber schon deutlich spannender und brenzliger umgesetzt.
Außerdem fand ich Klößchen's Rätsel-Hinweis ziemlich schlecht - andererseits passt das wiederum auch zu Klößchen, dass ihm nichts Besseres eingefallen ist.


Als Plus gab es noch einen witzigen Schlagabtausch zwischen Tim und Rudi Kaluschke ("Ich glaub, ich hab 'n Tinitus im Auge. Ich seh nur Pfeifen." oder "Ich hoffe, du hast 'ne gute Krankenversicherung!" - "Da müssen schon Maschinen kommen, keine Ersatzteile".) Das liegt nicht zuletzt an Till Demtroeders sehr guter Leistung.
Außerdem wurden zur Untermalung viele Musikstücke aus den 80ern/90ern verwendet, was mir gut gefallen hat.

Insgesamt ist die Folge in Ordnung, aber leider nicht das Highlight, das sie sein will, denn die Geschichte kann die Spannung bei dieser Überlänge leider nicht konstant halten.

7 von 10 Punkten


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