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Geschrieben von Info-Box am 05.02.2019 um 15:11:

  173 - Die Skelettbande




Geschrieben von Murphy am 05.11.2021 um 20:40:

 

Die Sünden der Eltern

Mit dem Fall „Die Skelettbande“ steuert André Kussmaul seine dritte Geschichte der TKKG-Serie bei. Die Geschichte ist interessant, spannend und logisch aufgebaut. In der Story geht es mal wieder um das Thema Rache. Einige Hörer glauben vielleicht, dass Kussmaul die Grundidee der Geschichte bei einer bekannten Filmreihe abgekupfert hat. Dem ist aber nicht so. Die Grundidee wurde davor schon z. B. in einer Tony Ballard Folge verarbeitet.

Gut gefällt mir, dass in diesem Hörspiel Karls Eltern vorkommen (sie haben Beziehungsprobleme). Ebenfalls gut ist, dass Tim mal wieder einen Verbrecher bei der Flucht nicht aufhalten kann.

Die Figurenzeichnung ist wieder gut gelungen. Der Humor kommt auch nicht zu kurz. Diesmal stört mich auch nicht Kommissar Zufall. Ich kann gar nicht sagen, warum das so ist. Die Folge ist allerdings so detailreich, dass man sich beim Zuhören, konzentrieren sollte.
Das Cover zeigt eine spannende Szene vom Anfang der Hörspielhandlung.

Die Sprecherleistungen sind alle sehr gut. Die vier Hauptsprecher machen ihre Aufgabe gewohnt erstklassig. Alle vier haben ungefähr gleichviel Text, was in der Serie bisher keine Selbstverständlichkeit ist. Von den zahlreichen Gastsprechern haben mir Marek Harloff als Nils, Juliane Szalay als Riccarda und Volker Bogdan als Vater Vierstein (zum ersten mal ist Karls Vater in einem Hörspiel zu hören) am besten gefallen. Wolfgang Kaven macht als Erzähler wieder eine gute Figur.

Die Auswahl der Zwischenmusiken ist hervorragend gelungen. Geräusche und Effekte sind nicht immer perfekt. Einmal hört sich der Regen nicht nach Regen an, sondern eher nach einer Sprenkleranlage. Aber sonst ist die Atmosphäre überwiegend gelungen.

Fazit

Nicht ganz so stark wie die vorherige Folge der Serie (Moorleiche), aber nah dran. Das liegt an der guten Geschichte und den sehr guten Sprechern sowie der insgesamt tollen Untermalung. Wer die Folge noch nicht kennt, kann bedenkenlos zugreifen.

7 Punkte



Geschrieben von HerrSchmeichler am 17.02.2024 um 18:13:

 

Die Geschichte ist von der Grundthematik her relativ düster, auch wenn das im Hörspiel nicht immer ganz so rüberkommt. Dafür wird es dann teilweise doch zu albern, ohne witzig zu werden (Stichwort: Hip-Hop-Tanzkurs). Die grundlegende Idee hat mir dabei an sich gut gefallen, aber irgendwie ist es mir zu unausgewogen und TKKG sind hier auch weder besonders clever, noch mutig, noch witzig. Diesen Spagat hat Wolf (meistens) einfach besser hinbekommen. Dass es in Karls Elternhaus krieselt, ist zwar ein interessanter Fakt - aber daraus wird so gar nichts gemacht, auch nicht auf emotionaler Ebene. Verschenkt.
Die Musik hat mir aber ganz gut gefallen. Die Sprecher waren eigentlich auch gut. Letztlich reicht es aber doch nur für

6 von 10 Punkten

@Murphy: Witzig, mir kam beim Hören auch der Spruch "Die Sünden der Väter" in den Kopf... Fettes Grinsen



Geschrieben von Murphy am 17.02.2024 um 21:03:

 

@HerrSchmeichler

Ich bezog mich gar nicht auf diesen Spruch, der Bestandteil eines Bibelvers ist, wie ich erst vorhin erfahren habe. Es hatte sich damals einfach so ergeben.



Geschrieben von HerrSchmeichler am 17.02.2024 um 21:23:

 

Macht ja nichts Happy
Ich fand's nur witzig, dass wir da ähnliche Gedanken hatten



Geschrieben von Volker_Mars am 28.02.2024 um 23:07:

 

10 Punkte!

Finde die Folge richtig klasse!

Auch im TKKG-Kosmos ist die Welt daheim nicht nur von Sonnenschein dargestellt.
Karls Eltern haben Beziehungsprobleme, wohl einzigartig eine derartige Thematisierung, aber man muss auch festhalten, dass hier TKKG für mich wieder einen Schritt zurück machen, was die Entwicklung angeht, was noch weitreichende Folgen haben wird!

Der Fall ist spannend und die Art Jugendsekte irgendwie arg skurril.

Höre sie ultra gern! Verliebt



Geschrieben von Chantal-Marie am 14.04.2024 um 12:20:

 

Die Folge fand ich sehr gut. Es ging hier um Rache, was ich sehr gut finde, da ich Serien, Filme etc., die sich um dieses Thema drehen besonders gerne mag.

Auch, dass hier mehr Privates miteingebracht wurde, wie hier die Eheprobleme von Karls Eltern finde ich sehr gut.

Schön, dass es auch mehrere Verdächtige gab.

Eigentlich war ich bei 9 Punkten, aber nachdem ich das jetzt so schreibe, finde ich dass die Folge sogar 10 Punkte verdient hat.



Geschrieben von Klara_Fall am 11.05.2024 um 17:47:

 

Auf der "Haben"-Seite:
- gute Story - mag, wie hier schon mehrfach erwähnt wurde, dass eine Ehekrise der Viersteins hier Aufhänger ist und dass deutlich wird, wie Karl darunter leidet und das Thema "Rache" ist plausibel dargestellt

- charmante Details, z. B. dass beschrieben wird, dass kleine Totenköpfe (oder waren es Skelette) über die Buchseiten immer wieder auftauchen, was für mich die Szene in der Buchhandlung nochmal irgendwie lebendiger macht

- gute Sprecherleistungen



Aber:
- das mit dem Jugendtreff, Diskussion um den Fußball-Gruppennamen etc. zieht sich mir zu sehr in die Länger ... mag daran liegen, dass ich seit jeher weder früher als Jugendliche noch später mal, als ich einen solchen ehrenamtlich begleitete, etwas anfangen kann

- das Ende: schön, dass Karls Eltern vom Seminar etwas "mitgenommen" haben, sonst begeistert es mich nur mäßig


6 oder 7 .... vielleicht heute zu kritischer Tag bei mir ... bleibt bei 6 von 10



Geschrieben von HildaW am 01.02.2025 um 18:21:

 

Konrad muss zwecks Mutprobe durch die Kanalisation wandern und wird anschließend in die Skelettbande aufgenommen.

25 Jahre später ist Karl traurig, eine Ehekrise bei seinen Eltern, Auslöser sind Lebensratgeberbücher, die dem Hedonismus frönen und die Frau Vierstein neuerdings liest.

Ich mag solche Geschichten, die irgendwann früher begannen und nun in der Gegenwart Auswirkungen haben. Dazu ein Typ, der seine Vertrauensstellung gegenüber den Jugendlichen ausnutzt, wirklich spannend.

Schade, dass dieses Hörspiel nicht zu einer Zeit aufgenommen wurde, als die übliche Länge bei ca. 45 Minuten lag. Denn hier ist mir wieder zu viel Vorlauf, Gerede, drumherum, die erste Hälfte hätte man gut kürzen können. Die zweite ist dann allerdings wirklich richtig gut geworden.



Geschrieben von Mikosch373 am 15.08.2026 um 20:34:

 

Achtung, Spoiler!

TKKG - Die Skelettbande (173)

Der Titel ist nicht so besonders wie manch anderer TKKG-Titel, gefällt mir aber gut. Allerdings finde ich den Klappentext noch um ein Vielfaches interessanter. Allein dass der Einbruch nachts in der Vierstein-Villa passiert, verspricht schon mal eine grandiose Atmosphäre. Das mit dem Bestsellerautor finde ich auch cool. Nur das mit den Skeletten auf der schwarzen Kleidung klingt ein bisschen kindisch. Das Cover ist okay, aber warum muss Tims Hautfarbe jedes Mal so schwanken?

Wir starten ungewöhnlich privat mit Karls Sorgen über die Ehekrise seiner Eltern. Dadurch erfahren wir auch direkt, dass TKKG allein in der Vierstein-Villa sind, was die Situation direkt spannender macht. Dass Karls Mutter nach Ratgeber-Lektüre ihren Mann nicht mehr leiden kann, sagt aber auch Einiges aus. Über den Mann. In der Nacht könnte die Szene allerdings langsamer und atmosphärischer aufgebaut werden, auch die Verfolgungsjagd ist mir etwas zu hektisch.

Die nächsten Szenen sind dann eher amüsant, weil Karl fachmännisch erklärt, dass Skelette für den Tod stehen, obwohl das jeder 3-Jährige weiß und dann von extremen Splittergruppen unter friedfertigen Gothics geredet wird. Beim Jugendhaus wird es ebenfalls wieder schnell amüsant. Bei dem gemeinsamen Treffen der alten Clique um Mitternacht wird durch die Art, wie der Dialog geschrieben ist, schnell klar, dass da was nicht stimmt. Die Action auf der Lesung gefällt mir aber wieder ganz gut.

Die Suche nach dem Entführten ist dann schön spannend, vor allem das Schleichen durch das Jugendhaus, bei dem alle flüstern. Wie schnell TKKG alle mit Chloroform betäubt werden, ist aber ein bisschen unrealistisch. Die Dialoge in der Gegenüberstellungsszene sind aber extrem trashig geschrieben und gespielt. Insgesamt eine sehr gute Folge, die aber leider nicht so viel in der Villa spielt wie ich es mir erhofft hatte. Aus dem Einbruch bei Nacht hätte man weitaus mehr machen können.

Fazit: 9 von 10 Punkten


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