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Geschrieben von Info-Box am 06.02.2019 um 11:04:
183 - Blindgänger im Villenviertel
Geschrieben von MihaiEftimin am 08.05.2021 um 19:59:
Blindfische im Villenviertel ... oh Mann. Detektivisch betrachtet ist die Folge doch der Hammer!

Klar, wenn das Wohngebiet erst in den 1960ern gebaut wurde, kann ja unmöglich dort eine Fliegerbombe dort zu finden sein. Ist mir schleierhaft, wie man in einem ähnlich alten Wohngebiet in meiner alten Heimatstadt vor einigen Jahren dann einen Blindgänger finden konnte ... hatte sich wahrscheinlich verirrt.

Die Namen der falschen Cops ... Schweiger und John McClane ... und Karl fällt auch noch drauf rein.

Und warum Gaby, die um einiges schlauer war als Karl, was das Enttarnen falscher Polizisten mit einmalig intelligenten Namen angeht, nicht einfach gleich ihren Rucksack holt und verduftet, um die nächste Straßenecke geht, telefoniert und den Laden aus sicherer Entfernung beobachtet, weiß auch wieder keiner. Aber naja, eine Gabyentführung alle 20 Folgen muss halt sein, sonst kriegt der geneigte Hörer Schnappatmung.

Natürlich darf Tim, wie es sich für diese Ära gehört, auch seinen obligatorischen Heulkrampf kriegen - ich meine, wir sprechen hier von der Heititei-Ära, wer will denn da die Kampfmaschine hören?!

Warum ist Gaby eigentlich nicht Bandenchefin? Justus Jonas würde nach Schilderung dieses Falles vermutlich etwas sagen wie, "Mit dem Ergebnis der Ermittlungen kann man doch äußerst zufrieden sein! Jedoch muss ich mich ernsthaft wundern, warum euer Team nicht, wie das unsrige, nach meritokratischen Prinzipien strukturiert und organisiert ist. Ich bin überzeugt davon, dass ihr mit dem klügsten Kopf an eurer Spitze in zukünftigen Fällen um einiges effizienter und stringenter operieren könntet!" Oder so ähnlich.

Immerhin stellt sich am Ende heraus, dass Schweiger wirklich so heißt. Wenn auch bestimmt nicht ohne Hintergedanken.
Ohne Witz, ich weiß echt nicht, wie viele Punkte ich der Folge geben soll. Als sie erschien, war ich der festen Überzeugung, es mit der schlechtesten Folge aller Zeiten zu tun zu haben, die kein Vorgänger je getoppt hätte und kein Nachfolger je toppen
würde. Jetzt, nachdem ich sie erstmals seit Erscheinen wieder gehört habe, und vor allem einen Tag nach dem zweiten "Genuss" der 190, kann ich zumindest den herrlichen Trashfaktor der 183 anerkennen, in den letzten Jahren aber um Längen getoppt von der 212. Das ist so eine von den schwer bewertbaren Folgen ...
Geschrieben von Mangobanane am 08.05.2021 um 20:08:
Die 183 ist eigentlich nur wegen der soliden Produktion nicht ganz weit unten. Aber im Prinzip war sie immer schon scheiße und bleibt es auch für immer. Ich mag Trash an sich ja, aber das hier war von Frau Brügger hörbar zu ernst gemeint, was es leider zerstört. Ich hoffe nur, dass man niemals die 179 unterbieten wird.
Geschrieben von MihaiEftimin am 08.05.2021 um 20:48:
| Zitat von Mangobanane: |
| Die 183 ist eigentlich nur wegen der soliden Produktion nicht ganz weit unten. Aber im Prinzip war sie immer schon scheiße und bleibt es auch für immer. Ich mag Trash an sich ja, aber das hier war von Frau Brügger hörbar zu ernst gemeint, was es leider zerstört. |
Ja, das stimmt, handwerklich ist die Folge nicht schlecht. Aber inhaltlich ... es ist halt wieder eine dieser Folgen, die einen gerade beim ersten Hören an der eigenen Intelligenz zweifeln lässt. Da lob ich mir die 212, die ist in jeder Hinsicht um Längen besser und verbirgt wenigstens nicht, dass sie Satire ist.
| Zitat: |
| Ich hoffe nur, dass man niemals die 179 unterbieten wird. |
Hätte ich auch noch schreiben wollen. Ich will aber keine Geister wecken ...
Geschrieben von City_Uhu am 07.02.2022 um 23:18:
Hm, der Titel reizt mich trotz allem irgendwie total.
Geschrieben von MihaiEftimin am 07.02.2022 um 23:23:
| Zitat von City_Uhu: |
| Hm, der Titel reizt mich trotz allem irgendwie total. |
Hm, die Folge ist handwerklich gut gemacht und hat viel Komik, wenn auch unfreiwillige. Wenn Mango und ich jeweils zwei Punkte geben, der Schnitt aber momentan bei 3,50 liegt, muss das ja heißen, dass andere an der Folge wenigstens ETWAS gefunden haben, was es auch immer gewesen sein mag.

Kannst dir ja selbst ein Urteil bilden.
Geschrieben von Mangobanane am 07.02.2022 um 23:30:
Nee, dann nimm doch lieber ne gute Neuzeitfolge! 192, 193, 195, 199, 200, 201, 208, 209… und wenn’s unbedingt Trash sein soll: 212. Aber doch nicht die hier!
Geschrieben von HerrSchmeichler am 14.04.2024 um 16:57:
Die Folge hat grundsätzlich ein paar gute Zutaten, doch das Endprodukt ist dann doch nicht so stark.
Der Einstieg mit dem Stephen King Film (offensichtlich "Es") ist ganz nett und spielt später tatsächlich auch nochmal eine kleine Rolle. Mit Oskars Sturz hat man auch recht schnell eine spannende/bedrohliche Situation, die akustisch auch gut umgesetzt wurde (das gilt eigentlich für so ziemlich alle Szenen).
Den Plan der Gangster finde ich auch gar nicht schlecht (da gab es schon weitaus dümmere Pläne in anderen Folgen) und ist in dieser Form auch mal was neues.
Und dann gibt es da das Problem mit der Charakterisierung:
Gaby ist hier eine Über-Frau. Sie hat das "Hermine Granger"-Update bekommen und löst den Fall im Grunde komplett allein, braucht (außer bei Oskars Rettung) von niemandem Hilfe, fürchtet sich auch nicht vor Horrorfilmen. Wenn man den weiblichen Charakter etwas emanzipieren will - bitteschön - aber man sollte die Figur schon noch wiedererkennen können.
Karl ist (aus Gründen des Humors) beim Gespräch an der Haustür ungewohnt begriffsstutzig. Das würde noch funktionieren, wenn Karl aus Spaß tatsächlich auf "Troll" machen würde (was er in vergangenen Folgen durchaus auch mal gemacht hat, um seine Freunde oder andere zu foppen), aber das ist hier halt nicht der Fall.
Die beiden Gangster sind zudem selten dämlich, so dass es bereits bei ihrem ersten Auftritt auch für den Hörer klar ist, dass da was nicht stimmen kann. Da wäre mehr Spannung drin gewesen, wenn man das nicht direkt so offensichtlich gemacht hätte.
Alles in allem: Gute Grundidee, mäßige Ausführung in Charakterisierung und Dialogen, dafür tolle Sprecher und Soundkulisse.
5 von 10 Punkten
Geschrieben von Volker_Mars am 01.07.2024 um 18:43:
Auweia!
Es ist für mich nicht die schlechteste Folge ever ever ever... aber definitiv in der Bottom 5!
Zum heulen schlecht!
Geschrieben von Chantal-Marie am 16.08.2024 um 14:49:
Also unterhaltsam war die Folge ja schon irgendwie, aber dafür total unnötig und dumm.
Ich muss es eigentich nicht mehr hören, dass Gaby entführt wurde, da muss die Folge dann schon richtig gut sein, dass mich das dann nicht mehr nervt.
Die Idee der Gangster ist irgendwie ganz lustig, aber wie schon gesagt nicht besonders schlau. Überhaupt waren sie etwas blöd.
Dass mit Stephen King und am Ende auf den Film wieder bezug genommen wurde fand ich ganz cool.
Ansonsten war die Folge nichts
Geschrieben von HildaW am 05.02.2025 um 19:19:
TKKG allein in Sauerlichs Villa und Gaby hat einen Ferienjob in einem noblen Juweliergeschäft.
Zwei seltsamen Typen in Uniform unterhalten sich mit Karl. Erst kapiert er nicht, worum es geht, dann plaudert er munter drauf los und ist sehr leichtgläubig. Sowas wäre eher Klößchens Art, der würde vor lauter Sorge um seine Schoko-Vorräte alles andere vergessen.

Überhaupt wundern TKK sich erstmal über gar nichts, (spontane Bombenentschärfung, nur zwei einsame Polizisten, keinerlei Absperrung, keine Schlagzeile in der lokalen Presse...) sondern siedeln zum Frühstück in die Villa Vierstein über.
Karls Vater wundert sich, allerdings nur, weil das Villenviertel erst nach dem Krieg erbaut wurde, da hätte man doch vorher aufgeräumt. Karl weiß: „Polizisten erkennt man an der Uniform.“ Wie die Banditen in Folge 110 (Das Phantom im Schokoladenmuseum), oder was?
Gaby dagegen erkennt, dass die Uniformen nicht echt sind, so als Polizistentochter kennt sie sich aus (dabei trägt ihr Papi doch gar keine Uniform).
Lange nicht mehr entführt worden. Der Juwelier ist der Ganovenboss, das war überraschend. Doch warum hat er sich eine Ferienjobberin aufgeladen?
Endlich kommt der Fall in Gang, TKK erreichen das Juweliergeschäft und treffen niemanden an. Klößchen hat "Tiefenangst".

Muss neu sein, früher fuhr er doch „Im Schlauchboot durch die Unterwelt“ (Folge 127). Karl rutscht aus und verletzt sich den Fuß, Tim muss alleine weiter.
Am Ende des Tunnels heult er hinter dem Boot hinterher, Gaby ziemlich kiebig: „Binde mich endlich los!“ Bei der Unterhaltung fehlt jedes Hintergrundgeräusch, dabei sind die draußen. Wieso hat Tim die Nummer von Kommissar Glockner nicht gespeichert, er muss ihn doch sowieso dauern anrufen?

Und was spricht dagegen, den Notruf zu wählen? Immerhin kommt man drauf, Klößchen anzurufen, dessen Nummer ist sogar gespeichert!
Ein Polizei-Van mit Blaulicht transportiert TKKG zum Flughafen, von wo die Ganoven fliehen wollen. Gaby erlaubt sich noch einen Spaß zum Schluss, das passt gar nicht zu ihr. Ein impulsives „Das geschieht Ihnen recht, Sie Gauner!“, im Vorübergehen, das hätte gepasst. Aber so?
Hat interessante Momente, aber diese Entschärfungsgeschichte, auf die TKK reinfallen ist zu konstruiert, und zudem ist zu viel untypisch für die Rollen, das mag ich nicht. Trotzdem lässt sich die Folge noch ganz gut weghören.
Geschrieben von Klara_Fall am 06.02.2025 um 07:26:
Sonst passiert es ja oft, dass ich mit meiner Meinung komplett abweiche.
Hier schließe ich mich an, dass es nicht so "die" Folge des TKKG-Universums ist.
Aus größtenteils bereits genannten Gründen:
- nicht nur Karl, sondern auch die anderen TKKG-Mitglieder sind abweichend von ihren üblichen Charakteren gezeichnet
- TKKG stellen sich in manchen Momenten eben nicht wie die Profis in spe an, sondern als sei das ihr erster Fall überhaupt
Mittlerweile überlege ich, wenn ich hier was schreibe, was ist meine erste Assoziation zu dem Fall.
Hier "lustigerweise", dass Gaby an ihrem ersten Praktikumstag ein Kleid trägt.
Das kommt, glaube ich, auch nicht so oft vor.
Sie hat schon sehr feminine Seiten. Anders als z. B. George aus Fünf Freunde, die ja schon eher Typ "tomboy" ist, ist Gaby schon Mädchen. Und doch habe ich da wohl gestutzt bzw. ist das hängengeblieben bei mir. Das aber nur am Rande, hat keinen Einfluss auf die Wertung.
Kein totaler Ausfall, aber mehr als 5 Punkte sind es nicht.
Geschrieben von Murphy am 26.07.2026 um 10:34:
Eine Rezension die Diskussionen auslösen wird - oder: Eine interessante Geschichte
Diese TKKG-Folge, nach einem Hörspieldrehbuch von Katja Brügger, bietet eine interessante Geschichte über ein Verbrechen, das mittels eines Ablenkungsmanövers abgewickelt werden soll. Da dies schief geht, kommt es mal wieder zu einer Entführung. Gaby wird gekidnappt. Wesentliche Bestandteile der Lösung liefert diesmal Gaby. Das sorgt meiner Meinung nach für Abwechslung. Die Erwähnung einer real existierender Filmreihe macht es für die Hörer möglich, den Zeitraum der Handlung auf ein Jahr genau zu bestimmen (2012). Die Story wird nie langweilig und ist logisch aufgebaut. Sie wirkt auf mich geradliniger als sonst in den letzten Jahren. Der Humor kommt auch nicht zu kurz. Das leicht gruselige Cover zeigt eine Szene vom Anfang der Episode. Die Illustration ist gut.
Die Sprecherleistungen sind sehr gut. Die vier Hauptsprecher sind gewohnt erstklassig in ihren Rollen. Von den Gastsprechern haben mir Wolfgang Draeger (der seit Folge 182 wieder den Kommissar Glockner spricht) und Volker Bogdan als Professor Vierstein am besten gefallen. Wolfgang Kaven als Erzähler ist gut.
Die Zwischenmusiken sind solide. Mehr nicht. Das war schon oft besser innerhalb der Serie. Geräusche und Effekte sind hervorragend in das Hörspiel integriert.
Fazit
„Blindgänger im Villenviertel“ ist eine gute Folge der Post-Wolf-Ära.
7 Punkte
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