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Geschrieben von Info-Box am 06.02.2019 um 12:06:

  188 - Die blauen Schafe von Artelsbach




Geschrieben von Murphy am 18.03.2022 um 20:38:

 

Schon wieder eine gute Folge

Dieser exklusive Hörspielfall ist vom Autor Martin Hofstetter. TKKG gerät während ihres Ferienaufenthalts auf einem Bauernhof in einen zunächst mysteriös wirkenden Kriminalfall. Zuletzt waren Tim und Klößchen auf einem Bauernhof in der Geschichte „Alarm im Raubtierhaus“ (ebenfalls von Martin Hofstetter). Aber die vier Nachwuchsdetektive von TKKG hatten auch schon früher Kontakt zu Bauernhöfen: zum Beispiel in den Folgen fünf und 102. Der Schauplatz an sich wirkt nicht abgegriffen, da er in der Serie bisher relativ selten vorgekommen ist. Die Story ist interessant und stets unterhaltsam. Ein weiterer positiver Aspekt: Es gibt einige verdächtige Personen. Das war nicht immer so bei TKKG. Die überraschende Auflösung finde ich sehr gut.
Die Figurenzeichnung ist toll. Es tauchen einige skurrile Charaktere in der Episode auf.
Das witzige Cover zeigt eine Szene vom Anfang der Hörspielhandlung.

Die Sprecherleistungen sind hervorragend. Unsere vier Stammsprecher sind so wie immer. Von den Gastsprechern haben mir Pat Murphy (der durch Harald Schmidts Late Night Show einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt hat) als Koppensteiner, Philipp Dräger als Xaver Butzmann und Stefan Hossfeld als Stefan Butzmann am besten gefallen. Wolfgang Kaven ist als Erzähler wieder gut.

Die musikalische Untermalung ist solide. Das ging allerdings schon oft besser in der Vergangenheit. Geräusche und Effekte sind super.

Fazit

Eine weitere gute Folge der Post-Wolf-Ära – und eine weitere Geschichte von Martin Hofstetter, die mindestens gut ist. Daumen rauf.


8 Punkte



Geschrieben von marcm200 am 14.09.2022 um 12:04:

 

Nach Ende des Hörspiels war mein erster Gedanke: Zeitverschwendung.

Eine Sachbeschädigung als Fall, und mal kein Kapitalverbrechen, das klang zuerst durchaus interessant. Aber: Es ist kein Fall, es gibt kein Verbrechen, zum Schluss findet die große Verzeihung aller für alles statt.

Von einem Jugendkrimi, und so sehe ich Tkkg, erwarte ich ein Verbrechen, das mehr oder weniger aufgeklärt wird, und im Idealfall einen überführten Täter, der seiner gerechten Strafe zugeführt wird. In dieser Geschichte erhalte ich dagegen Lebensberatung: Der Sohn möchte einfach nur Dichten, sein Vater versteht das nicht (Monty Python's Ritter der Kokosnuss lassen grüßen), daher "musste" er sich rächen.

Das Hörspiel stellt für mich eine einzige Enttäuschung und einen Komplettausfall innerhalb der Krimi-Serie dar. Von mir gibt es nur die Mindestpunktzahl - obwohl ich es in erhöhter Geschwindigkeit doch bis zum Ende abgespielt habe.



Geschrieben von Klara_Fall am 14.05.2024 um 07:49:

 

So verschieden sind die Geschmäcker.

Für mich ist es eine der besten Folgen um die 200 herum!

Ich liebe sie, habe sie gestern und heute mal wieder gehört.
Ja, die Atmosphäre ist irgendwie beklemmend. Anders beklemmend, als ich sie schon in anderen Folgen erlebt habe. Viel unterschwelliger. Vielleicht, weil ich es gut nachvollziehen kann, wie es für Xaver sein muss, in dieser Dorfgemeinschaft nicht dazuzugehören und "anders" zu sein. Das habe ich als Stadtpflanze auch mal erlebt, als es mich beruflich in den sehr ländlichen Raum verschlug. Es prallen einfach zwei Welten aufeinander. Heute früh ertappte ich mich beim Gedanken, dass ich Xaver wünsche, dass er nicht schwul ist, denn damit hätte er es doch auch sicherlich nicht leicht.

Oder auch retrospektiv die Atmosphäre auf dem Bauernhof, auf dem ich als Kind mit meinen Eltern oft Urlaub machte. Da fallen mir heute als Erwachsene Dinge ein, die genau so sind, wie ich die Atmo in diesem Hörspiel erlebe.

Es ist für mich eine glaubhafte Story und es gibt kaum Kritikpunkte.

Ein bisschen überrascht war ich, dass Gaby das Bauernfrühstück so kommentarlos hinnimmt und wohl auch isst? Weil sie weiß, dass die Tiere hier nicht leiden mussten von wegen Transportwege usw. und alles aus diesem Dorf von Tieren aus diesem Dorf stammt?

Ich mag Karls Hinweise zu Wortbedeutungen wie Unstern usw. Nur einmal wird er zu ausführlich und dann ja auch gleich von TKG gestoppt.

Beim zweiten und dritten Hören fallen mir dann schon Hinweise auf den Täter auf
Spoiler
Spühdose mit Fingerabdrücken und auch Xavers Reaktion, als TKKG die Dose kassieren
, welche mir beim ersten Hören "durchgingen" und ich daher damals nicht sofort auf den wahren Täter gekommen war.

Ich schwanke zwischen 9 und 10 Punkten. Und es gibt tatsächlich satte, runde 10.



Geschrieben von Volker_Mars am 01.07.2024 um 19:19:

 

Tja. Sie wird gehasst oder geliebt.

Ich hau 10 Punkte heraus!

Thumbs Up

I moag die bayrischen Fetzenschädel wie sie im Wirtshaus die Dorfgemeinde durchhecheln und das Familienschicksal um Xaver.

Glass



Geschrieben von HerrSchmeichler am 31.08.2024 um 17:45:

 

Mein erster Eindruck hat sich beim wiederholten Hören bestätigt: Ich kann mit dieser Folge nicht viel anfangen. Liegt es daran, dass TKKG-untypisch nicht in einer Millionenstadt, sondern auf dem Land recherchiert wird? Ich denke eher nicht, denn ich mag andere Folgen, bei denen ein Schauplatzwechsel vollzogen wurde, oft ganz gern. Zudem ist die süddeutsch-ländliche Atmosphäre ganz gut gelungen (auch wenn der Dialekt bei manchen Sprechern nicht ganz so überzeugend klingt wie bei anderen.)

Mein Problem liegt eher darin, dass ich die Figuren in diesem Hörspiel (abgesehen von TKKG) allesamt nicht mag: Der miesepetrige Butzmann, der cholerische Koppensteiner, der skrupellose Weidinger... Dazu dann noch eine Wirtin samt Gästen, die alle so kleinkariert und selbstgefällig dargestellt werden, dass mir beim Hören wirklich die Lust am Hörspiel vergeht. Ich will damit nicht sagen, dass solche Figuren in einem Hörspiel nicht funktionieren können (im Gegenteil: Ich mag z.B. die nicht weniger unsympathische Eudora Kretchmer von ??? sehr gern, weil sie als Figur unterhaltsam geschrieben ist). Hier sind es für mich aber einfach zu viele negative Charaktere auf einem Haufen.
Xaver kommt anfangs noch am sympathischsten rüber, aber leider hatte ich das Gefühl, dass der Sprecher dieser Rolle zum Zeitpunkt der Aufnahme noch nicht ganz gewachsen war. Seine Darstellung empfand ich leider als recht hölzern, was nicht so dramatisch wäre, wenn er nicht die zentrale Figur dieser Geschichte wäre.

Außerdem wird hier sehr viel geflüstert und gelauscht, was auf Dauer anstrengend werden kann. Dass TKKG bei ihren Lauschaktionen zweimal hintereinander aus Schusseligkeit auf sich aufmerksam machen und so entdeckt werden, spricht auch nicht gerade für die Junior-Detektive. Pfeifend

Insgesamt ist der eigentliche Fall okay, bei dem es sogar mehrere unterschiedliche Verdächtige gibt, wobei die Motivation für manche von ihnen sich mir nicht erschließen will... Warum sollte ich, wenn mir jemand Geld schuldet, ihm eine mögliche Einnahmequelle sabotieren? Das ergibt für mich keinen Sinn... Fragend

3 von 10 Punkten



Geschrieben von Chantal-Marie am 09.12.2024 um 14:20:

 

Die Bewertungen hier sind ja sehr interessant.

Ich gehöre wohl eher zu denen, die die Folge schlecht fanden. Pluspunkte gibt es allerdings für den Schauplatz und für das Ende. Ich mag es ja immer ganz gerne, wenn es etwas emotionaler ist. Aber gut rettet den Rest der Folge jetzt auch nicht wirklich.

Die Folge an sich fand ich irgendwie ziemlich langweilig, bin auch die ganze Zeit abgeschweift, war also echt anstrengend zu hören.

Zitat von HerrSchmeichler:
Dass TKKG bei ihren Lauschaktionen zweimal hintereinander aus Schusseligkeit auf sich aufmerksam machen und so entdeckt werden, spricht auch nicht gerade für die Junior-Detektive. Pfeifend

Sowas ist echt immer blöd und kann je nachdem auch ganze Folgen kaputtmachen



Geschrieben von HildaW am 06.02.2025 um 18:32:

 

TKKG machen Urlaub auf dem Bauernhof, des Nachts werden alle 64 Schafe blau angesprüht. Also gleich mitten in den Fall, soweit so gut.

Es gibt Ermittlungen, aber leider wird sehr viel beobachtet und entsprechend leise bis flüsternd gesprochen. Das ist anstrengend anzuhören und hier definitiv zu viel.
Die Szenen im Wirtshaus sind so platt-klischeehaft, schlimmer als so mancher Ganovendialog.
Klößchen gibt mit seinem Vater an, der das ganze Wirtshaus kaufen könnte – das ist ein Spruch, der sonst zu den angeberischen Antagonisten gehört. Trotz zweifach negativer Erfahrung hält man es für eine gute Idee, dort zu Abend zu speisen.

Die Aktion in der Lagerhalle. Okay, wenn alle Judo-Karate-Kampfkunst nichts hilft, muss man vielleicht zu Gefahrenabwehr mal einen Sack mit Düngemittel werfen. Aber immer noch mehr obendrauf? Mal ganz abgesehen von der Gefahr, dass so ein Ding platzen könnte…
Für die Polizei aus dem Nachbardorf war wohl kein Sprecher mehr drin, das wird nur vom Erzähler zusammengefasst, schade.

Diese abschließende Szene zwischen Vater und Sohn finde ich einfach nur unangenehm. Zum einen wirkt der Xaver-Sprecher noch recht ungeübt und außerdem mag ich sowas einfach nicht, und in der Ausführlichkeit gehört das auch nicht zu TKKG und dann noch ohne den geringsten Ärger, keine Wut…

Eine Folge, die ganz offensichtlich polarisiert. Fettes Grinsen Ich stelle mich auf die Seite der der Kritiker:
TKKG plus X, das war ein ein Satz mit X, das war wohl nix.


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