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Geschrieben von Info-Box am 06.02.2019 um 17:40:

  087 - Der böse Geist vom Waisenhaus




Geschrieben von Murphy am 20.06.2021 um 18:30:

 

Das Hauptthema ist ungewöhnlich und düster ...

Diese Folge beinhaltet ein ungewöhnliches Hauptthema: Es geht zum ersten Mal in der Serie um körperliche und seelische Misshandlung von Kindern. Entsprechend düster ist die Grundstimmung der ganzen Geschichte. Für die Serie TKKG ist dieses Thema eine gute Sache. Allerdings hat Stefan Wolf wieder viele weitere Verbrechen in die Story eingeflochten, was die Folge insgesamt unrund wirken lässt. Allerdings fehlen im Hörspiel einige Szenen und sogar ganze Fälle.

Meiner Meinung nach wurde das Buch bis auf eine Ausnahme sinnvoll gekürzt. So fehlt der ganze Erzählstrang um Rotbarts Mordversuch und die diesbezüglichen Hintergründe. Auch die Szenen mit Dansik und seiner Einbrecherbande, die Teppiche stehlen, fehlt. So ergibt der Titel für Nur-Hörspiel-Hörer gar keinen Sinn. Dansik taucht nur am Ende des Hörspiels kurz auf. Das hätte im Hörspiel besser gelöst werden sollen. Dann fehlen die Szenen des Geldtransporterunfalls. Im Hörspiel ist der Unfall schon passiert, als die TKKG-Bande am Ort des Geschehens ankommt. Schließlich fehlt noch das Zusammentreffen von TKKG und ihrem Freund Christian auf der Straße. Insofern wirkt es im Hörspiel etwas seltsam, wenn plötzlich die Rede von ihm ist, als er vermisst wird. Von den Nebenhandlungen bleiben der Diebstahl der zwei Millionen Mark sowie eine Erpressung übrig. Was Wolpert mit Dansik verbindet, wird am Schluss nur kurz erwähnt.

Positiv anzumerken ist, dass es während der Hörspielhandlung nur einen Gangsterdialog gibt. Dieser Gangsterdialog kommt relativ spät: Das Telefonat in dem Rotbart Dr. Reitl erpresst.
Das tolle Cover zeigt übrigens eine Fluchtszene des Erpressers.

Es gibt auch einige lustige Dialoge. Eine Szene im Hörspiel wurde gegenüber dem Buch geändert: Im Hörspiel schauen sich nur Tim und Klößchen das Plakat vom Bundesministerium für Frauen und Jugend in Bonn an und sprechen darüber. Im Buch sind es alle vier.

Die Figurenzeichnung ist gut geworden und die Sprecherleistungen sind überwiegend gut. Die vier Hauptsprecher sind in ihren Rollen und Interaktion mit ihren Mitmenschen hervorragend. Von den Gastsprechern haben mir Arthur Brauss als Herr Schengmann, Lutz Büschken als Dr. Reitl, Rebecca Völz als Frau Reitl und Franz Rudnick als Rotbart Vleske am besten gefallen. Auch Oliver Rohrbeck als Lehrer Dr. Beule war gut. Durch seine nasale Stimme erinnert er nicht an seine berühmte Rolle des Justus Jonas. Günter König macht als Erzähler eine gute Figur.

Die Zwischenmusiken sind wieder super geworden. Nichts zu meckern gibt es auch bei den Geräuschen und Effekten. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Atmosphäre.

Fazit
„Der böse Geist vom Waisenhaus“ ist ein gutes Hörspiel mit einem interessanten und düsteren Hauptthema. Die Folge möchte seine Hörer nicht nur unterhalten, sondern auch informieren und aufklären.


7 Punkte



Geschrieben von HerrSchmeichler am 15.05.2023 um 13:53:

 

Eine Frage als Nur-das-Hörspiel-Kenner:
Spielt denn das titelgebende Waisenhaus im Buch eine größere Rolle? Denn im Hörspiel wird ja wirklich nur ganz am Ende kurz erwähnt "Dansik war der böse Geist vom Waisenhaus", ohne dass das irgendwie weiter erklärt oder untermauert wird. Fragend
(Also, ja, er ist Sozialpädagoge und führt das Waisenhaus, aber es wird vorher halt nie erwähnt. Deswegen nehme ich an, dass das im Buch anders ist?)



Geschrieben von Mangobanane am 15.05.2023 um 16:15:

 

Sowieso einer der größten Fails der TKKG-Geschichte. Wird im Buch mit Sicherheit näher ausgeführt, im Hörspiel denkt man sich einfach nur „Hä, ok?“. Dass Titel und Inhalt nicht zwingend etwas miteinander zu tun haben müssen, war da allerdings mit „Bombe an Bord“ bereits bewiesen, also hätte man sich die Anmerkung auch einfach sparen können.



Geschrieben von Jankru am 15.05.2023 um 19:38:

 

Naja, was heisst näher ausgeführt. Es ist ein kurzer Teil in einem Kapitel, wo Tim beobachtet, wie der Heimleiter mit seinen Heimkindern nen Bruch macht.

Aber ist schon zu lange her, als ich das gelesen hab.



Geschrieben von HerrSchmeichler am 16.05.2023 um 08:42:

 

Zitat von Jankru:
Naja, was heisst näher ausgeführt. Es ist ein kurzer Teil in einem Kapitel, wo Tim beobachtet, wie der Heimleiter mit seinen Heimkindern nen Bruch macht.

Aber ist schon zu lange her, als ich das gelesen hab.


Okay, aber das reicht mir schon, um den Titel aus Autorensicht halbwegs zu rechtfertigen. Danke Thumb Up



Geschrieben von Volker_Mars am 25.09.2023 um 11:49:

 

2 Punkte für ein grottenschwaches Hörspiel!

Den Fall um die kleine Anna finde ich dabei noch am besten.

Der Rest... Sorry. Da würde sich vllt. das Buch lohnen, denn mit dem Titel hat der gesamte Fall ja so gut wie nüscht zu tun!



Geschrieben von Chantal-Marie am 09.11.2023 um 21:28:

 

Sehr ernstes und wichtiges Thema mit der Kindesmisshandlung und -vernachlässigung, wurde auch erstmal sehr gut umgesetzt. Insgesamt gab es aber ein paar Längen und das plötzlich der böse Geist vom Waisenhaus am Ende erwähnt wurde, hat mich etwas verwirrt und ich dachte ich hätte etwas verpasst



Geschrieben von City_Uhu am 27.05.2024 um 12:10:

 

Schwere, beklemmende Kost für TKKG Verhältnisse. Zumindest der Beginn, das Buch hab ich auch noch irgendwo, mal durchhören und weiter sehen.

Ist die Premiere, von den ersten 91 Folgen die einzige, auf die das zutrifft.

Überragend ist der Schnürsenkel mit dem rückwärts fahrenden Golf Zwo, das Geräusch ist so unverkennbar, stark !

Außerdem fiel mir auf, dass die Besetzung auch in den drei Fragezeichen Folgen der verrückte Maler und Tatort Zirkus stark vertreten war.

Ich meine Arthur Brauss, Franz Rudnick, Heidrun von Goessel usw.



Geschrieben von HildaW am 09.10.2024 um 19:06:

 

Tim geht mal eben bei Karl ans Telefon. Die 4jährige Anna braucht Hilfe, immerhin kann sie ihre Adresse angeben.
Blöde Ausrede, warum die Polizei nicht eingeschaltet wird.
TKKG verschaffen sich unter Androhung von Gewalt („Ich hänge Sie an die Garderobe!“) Zutritt zu Schengmanns Wohnung: „Wir sehen uns hier nur um“, mit allergrößter Selbstverständlichkeit. „Ihr seit unerträglich“, stellt Schengmann fest.
Später brechen sie auch noch in die Wohnung ein. Fluchend

Handlungsstrang zwei beginnt etwas zusammenhanglos. Christian, der Sohn vom Schulzahnarzt ist verschwunden, Tim und Klößchen sollen sich mal umsehen.

Drama am Ende, jemand hat einen Revolver, lauschen und eingreifen. Natürlich irgendwelche Verwicklungen, aber da hatte ich schon den Faden verloren.

Wo war jetzt das Waisenhaus? Und der Geist? Wird am Schluss kurz erwähnt, aber wo war er vorher?
Auch manches andere wirkte zusammengestückelt.

Sehr schwierige Folge. Kindesmisshandlung, gleich zwei Fälle, auch davon abgesehen viel schlechte Stimmung, viel Unfreundlichkeit, so wirklich schön anzuhören finde ich das nicht.



Geschrieben von Klara_Fall am 23.01.2025 um 10:10:

 

ggf. Trigger!!!!


Zitat von Murphy:


Fazit
„Der böse Geist vom Waisenhaus“ ist ein gutes Hörspiel mit einem interessanten und düsteren Hauptthema. Die Folge möchte seine Hörer nicht nur unterhalten, sondern auch informieren und aufklären.




Danke, @Murphy, für diesen Input. Das stimmt natürlich!

Denn gerade wollte ich schreiben bzw. hatte ich gerade schon getippt, war aber "rausgeflogen", als ich auf "senden" klickte, dass es mir mit der Folge geht wie mit dem "Vampir der Autobahn":

objektiv und fachlich eine im Grunde solide Folge mit den bereits von Anderen genannten kleinen Schwächen. Das wäre aber noch kein Grund, sie nicht zu hören.

Doch kann ich sie jetzt als Erwachsene, subjektiv, nicht mehr hören, ob der düsteren Thematik. Vielleicht, weil ich im Grunde "vom Fach" bin und froh bin, nicht im Bereich, der Kindesmisshandlung tangiert, zu arbeiten und ob der "schwarzen Schafe" in meiner Branche (ja, gibt es in jeder Branche, ich weiß).

Daher wie auch beim Vampir 7 Punkte. Objektiv nicht schlecht, aber wird von mir nicht gehört.


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