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Geschrieben von Peters_kl._Schwester am 06.02.2024 um 12:00:

 

Stimmt, das ist mir auch schon aufgefallen - doppelte Verneinung hebt sich auf. Nicht unweit = weit weg.
Anders als im Spanischen - "no tengo ninguna idea", dann habe ich trotzdem keine Ahnung Happy



Geschrieben von MihaiEftimin am 06.02.2024 um 13:04:

 

Korrekt. Im Englischen wäre das ebenfalls anders, siehe "We don't need no education" (in "Another Brick In the Wall" von Pink Floyd). Im Deutschen hingegen hebt sich doppelte Verneinung stets auf.

Ich würde hier aber wohl vorsichtshalber hinzufügen wollen, dass André Minninger ja aus dem Raum Hamburg kommt. Gibt es da möglicherweise regionale Unterschiede? Da könnte uns @Mangobanane als Holsteiner vielleicht weiterhelfen? Oder @Hamburg? Falls nicht, ist es wohl einfach wirklich ein Fehler.



Geschrieben von Mangobanane am 06.02.2024 um 13:07:

 

Puh, also ich hätte jetzt auch gesagt, dass er da eine Verneinung zu viel drin hat. Es klingt zwar irgendwie cooler als ein bloßes „unweit“, aber ist sachlich trotzdem falsch, wenn er damit sagen will, dass die Falle in TKKGs Nähe aufgebaut wird.
Muss aber auch dazu sagen, dass ich zB kein Plattdeutsch spreche und nur begrenzt etwas zu regional unterschiedlichen Sichtweisen sagen kann.



Geschrieben von MihaiEftimin am 06.02.2024 um 13:35:

 

Okay, hätte ja sein können. Ich spreche fließend Platt, allerdings wahlweise das Süd-Oldenburgische (CLP/VEC), oder das Westfälische (BI/PB/HX/LIP). Richtung Holstein komme ich auch noch zurecht, aber mehr Richtung HL/OD hin.

Dennoch wäre mir ebenfalls neu, dass in diesem Dialektbereich doppelte Verneinung so funktioniert.

Wenn alles versagt: @Myrath? Wie ist das bei euch?



Geschrieben von Myrath am 06.02.2024 um 17:45:

 

Zitat von MihaiEftimin:

Wenn alles versagt: @Myrath? Wie ist das bei euch?

Da häff ick nie nich watt von hört Fettes Grinsen

Nein, wäre mir neu Zwinker Lustigerweise KLINGT "nicht unweit" sogar irgendwie richtig, es ist aber tatsächlich eindeutig falsch Kratzend

(BTW; ich spreche Platt nicht fließend, da hast du mir sogar was im Voraus; ich VERSTEHE es nur Fettes Grinsen )



Geschrieben von MihaiEftimin am 06.02.2024 um 18:32:

 

Zitat von Myrath:

Da häff ick nie nich watt von hört Fettes Grinsen

Nein, wäre mir neu Zwinker Lustigerweise KLINGT "nicht unweit" sogar irgendwie richtig, es ist aber tatsächlich eindeutig falsch Kratzend

(BTW; ich spreche Platt nicht fließend, da hast du mir sogar was im Voraus; ich VERSTEHE es nur Fettes Grinsen )

Gaut, dann weit ik ook nech, wat ik doatau säggn schöll. Fettes Grinsen Da hätt Minni wohl moal wäär wat nech rechtich moaket. Fettes Grinsen

An sich würde ich auch sagen, "nicht unweit" ist nicht falsch, nur hierbei im falschen Kontext verwendet. Ich würde es auch als "doch ziemlich weit entfernt" interpretieren. Was natürlich auch relativ sein kann, bedenkt man die eingeschränkten Fortbewegungsmöglichkeiten im Alter von TKKG, aber ich hätte es vermutlich anders formuliert.



Geschrieben von Quadro am 06.02.2024 um 18:43:

 

Es scheint sich hier einfach um einen falschen Wortgebrauch handeln. Wie oft habe ich schon "größer wie" gehört oder "wie wenn". Gleiches gilt für "das einzigste" oder "zumindestens".
Auch Autoren sind nur Menschen, denen, wenn man sie nicht darüber aufklärt, Fehler über ihre Wortschöpfungen nicht unbedingt bekannt sind. Gerade wenn das angelernt ist oder regional als vollkommen normal gilt. So ist zum Beispiel in der bairischen Sprache die doppelte Verneinung recht üblich.



Geschrieben von MihaiEftimin am 06.02.2024 um 19:04:

 

@Quadro Oh, don't get me started ...

"Besser wie" statt "besser als" hört man hier in Westfalen ständig. Ebenso in Hessen, Thüringen und Bayern. Und ALLE, die ich von da kannte, haben behauptet, das sei nicht falsch, sondern einfach Dialekt. Wer hat recht? Wahrscheinlich niemand ...

"Wie wenn" statt "als ob" hört man sowohl hier als auch in meiner alten Heimat (Niedersachsen) öfter. Könnte echt ein regionales Ding sein.

"Einzigste" und "zumindestens" sind definitiv falsch, dafür würde ich Geld verwetten.



Geschrieben von Quadro am 06.02.2024 um 19:29:

 

Zitat von MihaiEftimin:
"Besser wie" statt "besser als" hört man hier in Westfalen ständig. Ebenso in Hessen, Thüringen und Bayern. Und ALLE, die ich von da kannte, haben behauptet, das sei nicht falsch, sondern einfach Dialekt. Wer hat recht? Wahrscheinlich niemand ...

Dialekt ist halt eine Fantasiesprache. Sprache entwickelt sich normalerweise weiter - und in diesem Fall ist die Entwicklung offenbar stehengeblieben (wie so oft im ländlichen Raum). Das macht es nicht unbedingt richtiger, auch wenn jemand die Rechnung 1+1= 5 innerhalb seiner Region als normal ausweist (oder die Heirat mit der eigenen Verwandtschaft).

Vielleicht hat sich am Ende der Erzähler auch einfach nur verlesen und es stand dort: "Nicht weit von TKKG entfernt".
Falls nicht, hat nicht nur der Buchverlag geschlafen, sondern auch die Hörspielregie und sämtliche Vorinstanzen bei so einer Produktion.



Geschrieben von Holger am 06.02.2024 um 19:34:

 

Dann darf ich bei dieser Gelegenheit auch noch Karl's "unfasslich" in einigen Folgen erwähnen.



Geschrieben von Quadro am 06.02.2024 um 19:52:

 

Zitat von Holger:
Dann darf ich bei dieser Gelegenheit auch noch Karl's "unfasslich" in einigen Folgen erwähnen.

Das Wort ist lediglich veraltet, aber durchaus korrekt. Typisch Karl!
Der Apostroph hinter seinem Namen ist hingegen sehr falsch! Alien



Geschrieben von Holger am 06.02.2024 um 23:47:

 

Zitat von Quadro:
Der Apostroph hinter seinem Namen ist hingegen sehr falsch! Alien

Das passiert mich schon mal, ebenso wie Hobbys statt Hobbies. Dann finde ich die englische Schreibweise einfach logischer und mein Gehirn blockiert das irgendwie.



Geschrieben von Quadro am 06.02.2024 um 23:59:

 

Zitat von Holger:
Das passiert mich schon mal, ebenso wie Hobbys statt Hobbies.

Hobbys ist in dem Fall aber richtig. Thumb Up



Geschrieben von Holger am 07.02.2024 um 00:30:

 

Zitat von Quadro:
Zitat von Holger:
Das passiert mich schon mal, ebenso wie Hobbys statt Hobbies.

Hobbys ist in dem Fall aber richtig. Thumb Up

Auf Deutsch schon, aber ich verwende oft Hobbies (also die englische Form), und das passiert mir eben auch bei "Karl's" statt "Karls".



Geschrieben von MihaiEftimin am 07.02.2024 um 01:35:

 

Zitat von Holger:

Auf Deutsch schon, aber ich verwende oft Hobbies (also die englische Form), und das passiert mir eben auch bei "Karl's" statt "Karls".

Was nachvollziehbar ist, davon aber auch nicht korrekter wird. Squint Mir wurde schon "Hobbys" angekreidet, obwohl es im Deutschen korrekt ist ...

Was nicht bedeuten soll, dass ich stets alles korrekt schreibe. Gerade veraltete Schreibweisen kommen bei mir durchaus vor.



Geschrieben von Holger am 07.02.2024 um 01:53:

 

Ja, ich nutze auch oft noch alte Schreibweisen. Bei manchen Worten ist es dann auch mal so, mal so - z.B. Alptraum/Albtraum.

Ich schreibe schon oft orthographisch korrekt. Neben Flüchtigkeitsfehlern passiert es aber eben einfach, dass ich eine Schreibweise aus einer anderen Sprache verwende. Soll keine Entschuldigung sein, aber passiert mir halt. Liegt vielleicht auch an meinen Krankheiten, die mich im Kopf manchmal ein bisschen blöd sein lassen.



Geschrieben von Holger am 08.02.2024 um 04:07:

 

Bin gerade über einen meiner eigenen Beiträge hier im Forum gestolpert. Es geht um TKKG 72.

Woher hat Dittler das viele Geld für Kühnschmidt? Das Sparbuch hatte ja "der Alte"...

Und konnte man in Österreich wirklich 2 Mio. DM auf ein Sparbuch einzahlen? Im Internet konnte ich nur Angaben für Deutschland finden. Heute sind es maximal 100.000 EUR...



Geschrieben von MihaiEftimin am 08.02.2024 um 13:34:

 

Vielleicht hat Dittler vor dem Einzahlen noch irgendwas an die Seite gepackt, also bei sich zuhause gelagert, und "nur" den Großteil eingezahlt?

Wie das in Österreich mit maximalen Einzahlungen war, weiß ich natürlich auch nicht. Aber war das auch in Deutschland um 1990 herum schon ein Ding? Damals war es ja etwas weniger ungewöhnlich, dass größere Beträge in bar mal den Besitzer wechseln ...



Geschrieben von marcm200 am 08.02.2024 um 13:45:

 

Im Buch habe ich auf die Schnelle dazu auch nicht mehr gefunden. Aber vielleicht wurde die Einzahlung in Tranchen durchgeführt, oder es wurde Geld überwiesen. Und das Wort "Einzahlung" der Einfachheit halber verwendet.

Da Dittler ja nicht den Staat um Steuern betrügen wollte (Steuerfreiheit bei Lottogewinnen?), gab es keinen Grund, das Geld klandestin in bar nach Öterreich zu bringen. Das Geld hat Denise bekommen (sie stand ja auf dem Tippschein), von daher stünde einer Überweisung nichts im Wege. Vielleicht könnte die Lottogemeinschaft die Konten von Dittler polizeilich überprüfen lassen bei starkem Verdacht (glaube ich aber nicht), aber bestimmt nicht die seiner Freundin.
(Bei der TV-Serie "Ein Fall für Zwei" Folge "6 Richtige" geht es entfernt um etwas ähnliches. Ein eigentlich nicht berechtigter will Lottogewinne, und dort wird überwiesen).


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