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Geschrieben von Mikosch373 am 05.01.2025 um 20:20:
Feuermond.
Geschrieben von Die3FragezeichenFan am 05.01.2025 um 20:21:
Dieser Titel alleine...
Geschrieben von Mangobanane am 17.02.2025 um 01:37:
Ich schreibe einen Satz rein, denn der ist ohnehin für viele relevant:
Spoilerwarnung
Es ist Hugenay #6
Geschrieben von Die3FragezeichenFan am 17.02.2025 um 05:27:
Spoiler
Ja, das war für mich in Kombination mit Cover, Ausstieg und Farben eigentlich fast sicher. Noch sicherer ist jetzt aber, dass ich mir den nun auf jeden Fall sehr demnächst kaufen werde.
Geschrieben von Info-Box am 17.02.2025 um 19:15:
Informationen aktualisiert
Die Inhaltsangabe wurde von Boris-Baby aktualisiert.
Geschrieben von Mangobanane am 17.02.2025 um 22:54:
„Mein letztes Buch ist in dem Wissen geschrieben, dass es das letzte Buch ist“, ließ André Marx – frei zitiert – vor einiger Zeit in einem Interview-Podcast verlauten. Der meiner Meinung nach absolut beste deutschsprachige Autor der drei ??? nimmt seinen Hut – möglicherweise nun tatsächlich für immer.
Ich muss gestehen, die Nachricht hat mich nicht so geschockt wie es vielleicht hätte sein sollen. Für mich dümpelt zumindest die Hörspielserie ohnehin ihrem Ende entgegen und ich sehe die 250 als Exit für die Hauptsprecher, wo wir mittlerweile fast angelangt sind. So wahnsinnig viel hat Marx in Relation zu den erschienenen Büchern tatsächlich auch nicht mehr zur Serie beigetragen, seit er mit „Spur des Spielers“ sein Comeback feierte. Klar, irgendwann gehen einem die Ideen aus und vor allem: Er kann dazu noch vieles nicht mehr machen, weil es andere bereits gemacht haben. Es gab zuletzt immer wieder Plots in der Serie, die meiner Meinung nach eine Marx-Version verdient gehabt hätten („Die Zeitreisende“, „Höhenangst“, „Das weiße Grab“ oder „Yacht des Verrats“ wären hier vor allem zu nennen).
Ich habe „Der rote Büffel“ in Rekordzeit verschlungen, um Mitternacht angefangen und bis halb 2 durchgezogen. Nach 90 Minuten war ich durch. Das ist per se schon mal ein gutes Zeichen. Man muss aber auch dazu sagen, dass ich bei Marx eigentlich grundsätzlich über die Zeilen fliege, er hat halt nicht nur die besten Ideen, sondern auch den besten Schreibstil.
Ab hier möchte ich eine massive Spoilerwarnung aussprechen und ausdrücklich davor warnen, weiterzulesen, wenn man das Buch noch nicht kennt, da ich nicht nur auf die Figuren eingehen werde, sondern vor allem auch auf das Ende.
SPOILERWARNUNG!
Marx‘ Abschied ist Hugenay Teil 6. Er hatte es nach meiner Erinnerung nie ganz ausgeschlossen, dass Hugenay zurückkommt, im Interview zu Folge 200 hieß es noch, dass er wieder was macht, falls ihm nochmal eine gute Idee kommt. Dieser Punkt war wohl nun erreicht.
Und ich möchte es gleich zu Beginn sagen: Es gibt für mich nur zwei Betrachtungsweisen auf dieses Buch. Entweder, es ist ein völlig überflüssiges Machwerk – oder es ist der erste Teil eines Zweiteilers, dessen Fortsetzung wir frühestens in fünf Jahren bekommen und dann wohl nur noch in Buchform (ich fürchte mich hier bereits ein wenig davor, wer im Hörspiel in Wolfgang Kubachs große Fußstapfen in der Hugenay-Rolle treten soll).
Die erste Hälfte des Buches ist für einen Abschiedsband von Marx erstaunlich zahm und unspektakulär, eben sehr gewöhnlich. Ich will nicht damit sagen, dass sie schlecht ist, das ist sie keineswegs – aber ich hatte erstmal doch deutlich mehr erwartet. Etwas Experimentelleres, etwas, was permanent die Spannung hochhält. Das war zunächst nicht der Fall. Manche werden argumentieren, dass der Aufhänger mit dem Nachtschatten bereits aufregend genug sein sollte, vielleicht waren meine Erwartungen aufgrund der bisherigen unerwartet positiven Rezensionen der Rocky-Beach-Community auch etwas zu hoch, das kann gut sein. Aber an ihre Grenzen gebracht und herausgefordert werden die Detektive zunächst absolut nicht. Es herrscht keine Stimmung wie bei Folgen in Richtung „Nacht in Angst“ oder „Botschaft aus der Unterwelt“. Lange Zeit ist es ein sehr gewöhnlicher und keineswegs aus der Reihe tanzender Marx-Fall, der gut und flüssig erzählt wird, ungelöste Fragen hat, Humor an die richtigen Stellen setzt (auch wenn Peter an ein, zwei Stellen etwas zu gewollt doof ist, das war unschön) und immer wieder Spannung erzeugt. Es ist halt nur einfach nicht DAS Level an Spannung, das ich erwartet hatte. Es ist klassisch.
In der zweiten Hälfte wird die Handlung dann deutlich dünner und ein sehr ausschweifend erzählter Action-Part übernimmt. Das Knallbonbon kommt zum Tragen. Und genau hier möchte ich etwas ausführlicher werden und Inhalte spoilern.
Für mich wirkt es leider so, als hätte Marx bei 80 % der eigentlichen Handlung die Seitenzahlbegrenzung einen Strich durch die Rechnung gemacht. Denn ihm fehlen hier die Seiten, die er beim Puppenmacher anlässlich des Jubiläums extra zur Verfügung hatte. Am Ende wird derart gequetscht, dass für nichts mehr richtig Zeit bleibt. Kein letzter Schachzug von Justus. Keine Auseinandersetzung mit Alba. Noch nicht mal ein Brief von Hugenay, sondern nur ein pflichtbewusstes Einschieben der Visitenkarte.
Das ist die eine Sache. Die andere ist: Sobald Hugenay gesagt hat, dass er die Polizei zu dem Bild führen will, ist der Rest klar. Sonst kommen Twists von Marx immer gut, aber diesen hier erwartet man förmlich, weil es um Hugenay geht. Und damit ist es ein Buch, das an der Berechenbarkeit des Gegners scheitert. Als Hugenay da auf seinem Stuhl sitzt und sich brav zurück ins Gefängnis trollt, weiß man einfach direkt, dass es das nicht war und dass da jetzt noch was nachkommt. Mir fehlt, um es mit Erlhoffs Worten aus den blutenden Bildern zu sagen: „Ein Rätsel hinter der Leinwand“ - ein Geheimnis hinter dem Geheimnis. Kurz: So wie es geschrieben ist, schreit es nach Teil 7. Es wirkt nicht auserzählt. „Feuermond“ hat da als finaler Hugenay-Band deutlich besser funktioniert. Jetzt kann man eigentlich nur noch eines tun: Hugenay beim nächsten Auftritt sterben lassen, um endgültig abzuschließen. Dass Marx ausgerechnet mit diesem Buch geht, gefällt mir daher nicht.
Ich hatte eigentlich erwartet, dass Hugenays Taktik aus „Erbe des Meisterdiebes“ perfektioniert wird und Justus etwas Verbotenes tut, ohne dass er und der Leser es überhaupt merken. Aber vielleicht wäre das dem kürzlich erschienenen „Drehbuch der Täuschung“ zu ähnlich gewesen.
Leider hapert es dann auch streckenweise mit der Logik. Woher konnte Hugenay wissen, dass er der Einzige sein wird, der an den Schlüssel rankommt? Das Haus mit den zigtausend Fallen wird mehrfach und sehr eindringlich als supergefährlich bezeichnet und dann fallen Marx nur ein paar Stromschläge ein? Und das größte Manko des Falles: Hugenay handelt seine Haftstrafe schrittweise runter, indem er ab und zu den Standort eines Bildes ausplaudert, bis nur noch ein Jahr übrig ist, das auf einen Schlag wegkommt? Das macht Bankraub schon fast wieder attraktiv… einfach jede Beute an einen anderen Ort bringen und dann alle paar Wochen lässig verhandeln.
Zurück zur Berechenbarkeit des Gegners: Ja, ich bin absolut der Meinung, dass sich Hugenays Verhalten abgenutzt hat und das wurde hier extrem deutlich. Und hier kann ich den Bogen zu André Minningers Lieblings-Antagonistin Clarissa Franklin schlagen, die jüngst zum vierten Mal auftreten durfte („Die Spur der Toten“). Ich hab das Ding verrissen, weil die Franklin darin komplett unlogisch gehandelt hat und sie als Figur nicht mehr zu erkennen war. Aber einen Vorteil hat Minninger gegenüber Marx: Seine Franklin ist deutlich unberechenbarer als Hugenay. Hugenay wollte immer nur Bilder stehlen und sich mit Justus duellieren, jedes Mal. Franklin konnte man in verschiedene Settings reinwerfen und an und für sich passte es alles: Die Praxis, die Klinik und zuletzt Astro TV.
Versteht mich nicht falsch… „Der rote Büffel“ ist weit davon entfernt, ein schlechtes Buch zu sein. Mit einem anderen charismatischen Gegenspieler wäre es vermutlich sogar eine glatte 1. Es passt vieles und ich würde lügen, würde ich sagen, dass mich das Buch genervt hat oder dass ich nicht wissen wollte, wie es ausgeht. Ich hab es regelrecht verschlungen. Aber dieses sehr stark zusammengestrichen wirkende Ende ohne weiteren Twist gefällt mir nicht. Marx hat vereinzelt immer wieder gezeigt, dass er die ein oder andere Frage auch mal offen lassen kann, ohne dass es plump wirkt. Und wäre sein letztes Buch ein Fall wie „Labyrinth der Götter“ gewesen, dann hätte ich das völlig in Ordnung gefunden. So aber wirkt Marx‘ Gesamtwerk einfach… unvollendet. Und das ist schade.
Notenmäßig ist ganz schwer zu sagen, was es werden soll. Als Abschluss der Hugenay-Saga betrachte ich das Buch als überflüssig und überflüssige Bücher können keine guten Noten bekommen. Erhalte ich die Hoffnung aufrecht, dass es wirklich Teil 6 von 7 ist, dann ist es ein gutes Buch, dessen Ende mir so nicht gefällt. Beide Male ist an Schreibstil, Humor, Spannung und Charakterisierung der Figuren nicht allzu viel auszusetzen (wobei ich es reichlich lächerlich fand, dass Justus sich so kindisch vor Cottas Anschiss verstecken will. Ist doch nicht das erste Mal).
Eine Sache noch zur Formatierung im E-Book, Marx kann dafür sicher nichts: Eine Kapitelüberschrift (Ich glaube „Ein großer Fehler?“ oder so ähnlich) ist falsch formatiert und kleingeschrieben. Und natürlich fehlen - mal wieder mehrere Male bei Szenenwechseln innerhalb eines Kapitels die Absätze. Was ist daran eigentlich so schwer?
Ich bin mir sicher, dass gerade die Fans von Feuermond die Folge sehr kritisch betrachten und sich fragen werden, ob das wirklich nötig war. Mich lässt das Buch ratlos zurück. Für sich genommen ist es stark, im Kontext zu den Hugenay-Vorgängern bewerte ich mit Bauchschmerzen. Ich kann vielleicht als allgemeines Fazit sagen, dass meine Erwartungen nicht erfüllt wurden.
Dennoch vielen Dank an André Marx für gut drei Dutzend tolle Geschichten ohne einen einzigen Totalausfall, von denen viele zu den Highlights der Seriengeschichte gehören. „Die Spur des Spielers“ wird ganz schwer zu toppen sein.
Alles Gute für den weiteren Lebensweg - und sagen wir mal nicht „Tschüss“ - sondern lieber „Auf Wiedersehen“…
Geschrieben von KrimiKlangmeister am 06.03.2025 um 11:28:
Vom Titel oder vom Cover her hätte mich das Buch überhaupt nicht interessiert. Als ich dann von Hugenay erfahren habe, hab ich mir das Buch sofort geholt und ebenfalls in Rekordzeit gelesen.
Für mich eine absolute 10 von 10. Lediglich das Ende hat sich ziemlich gequetscht angefühlt
Spoiler
Hugenay, Señor Juárez, die Szenerie an der Staumauer - einfach genial. Schade jedenfalls, dass der eigentlich Sprecher von Hugenay, Wolfgang Kubach, bereits 2022 verstorben ist.
Geschrieben von Die3FragezeichenFan am 22.10.2025 um 22:49:
Besseres Cover kommt, sobald es da ist.
Enttäuschend, dass man sich bei Hugenays (bzw. Marxs) letzten Auftritt nicht mal die Mühe gemacht hat, das Cover einen Zentimeter weiter unten anzusetzen, sodass die Gitterstäbe nicht aus dem Nichts kommen. Schön enttäuschend, welche Wertschätzung den eigentlich echt guten Covern inzwischen entgegenkommt. Das kriegt jeder Depp mit jedem beliebigen Fotoprogramm inzwischen besser hin.
Geschrieben von HerrSchmeichler am 23.10.2025 um 09:25:
Ich finde das Cover ohnehin nicht so passend. Handwerklich gut gemacht, aber im Hinblick auf die Story weckt es falsche Erwartungen.
Geschrieben von Die3FragezeichenFan am 23.10.2025 um 12:34:
Das ist korrekt. Die entscheidende Szene am (Spoiler) wäre deutlich interessanter und passender gewesen. Da hätte man auch den Titel direkt mit übernehmen können.
Geschrieben von Mikosch373 am 23.10.2025 um 12:43:
Ihr macht mich fertig! Ich will es endlich hören!
Geschrieben von Die3FragezeichenFan am 23.10.2025 um 12:46:
Tja, ich würd dir ja den Titel, den ich gewählt hätte spoilern, aber leider leider wirst du dich wohl bis Februar gedulden müssen.
Geschrieben von Mikosch373 am 23.10.2025 um 13:43:
Ja, leider.
Geschrieben von Die3FragezeichenFan am 17.11.2025 um 07:57:
Was meint ihr? Wer wird Victor Hugenay? Bald werden wir es erfahren. Ich fänd Uve Teschner total passend, aber er wird es wohl nicht.
Was meint ihr? Wer wird Victor Hugenay? Bald werden wir es erfahren. Ich fänd Uve Teschner total passend, aber er wird es wohl nicht.
Nicht, dass man sich wieder auf Till Hagen festgelegt. Ohne Zweifel ein sehr guter Schauspieler. Er wird mir zuletzt zu häufig für immer die gleiche Rollenauswahl als Antagonist ausgewählt. Wenn man weiß, dass er im Cast auftaucht, ist der Antagonist sofort ausgemacht.
Christian Brückner wäre eine Überlegung wert, wobei er Kubach stimmlich absolut nicht ähnelt. Da auch die Rolle des Hugenay gealtert ist, wäre es eine Überlegung wert.
Theoretisch könnte man, was ich nicht begrüßen würde, Kubach als KI-Synthese wiederbeleben. Es wäre in der aktuellen Zeit aber in meinen Augen das völlig falsche Zeichen.
ChatGPT spekuliert über Detlef Bierstedt, der mittlerweile nur noch Hörbücher einspricht. Wenn er es werden könnte, könnte man direkt Marie Bierstedt als Alba verpflichten. Warum nicht...
Zudem schlägt ChatGPT interessanterweise Patrick Mölleken vor. Nun ja....
Bin sehr auf das Hörspiel gespannt. In dem Buch stimmt auch wieder die Geschichte.