Geschrieben von Mangobanane am 03.09.2024 um 09:59:
Benjamin Blümchen 109 - als Baggerfahrer
„Gelber Hebel: Vor – zurück, roter Hebel: Lenk ein Stück, blauer Hebel: Dreht nicht dumm – deinen Bagger rundherum!“
Auch diese Folge kommt mir einigermaßen bekannt vor, allerdings verwechsle ich sie bisweilen mit der 118, die ja ein sehr ähnliches Thema hat.
Benjamin würde am liebsten den ganzen Tag auf der Zoowiese liegen und das tun, was er am besten kann: Nichts. Aber nicht mit Stella, die so viel Adrenalin im Blut hat, dass sie schon wieder ganz hibbelig ist (wie wir bei Elea 6 gelernt haben – ja, ich boykottiere die neue Zählung – liegt das vermutlich an schlechter Ernährung. Zu viel Zucker und so. Also das, was Stella Benjamin noch in der 104 unterstellt hat) und Action braucht.
Kaum hat sie ihren Wunsch geäußert, geht er in Erfüllung (kann sie sich mal an einen Strand in der Karibik wünschen?).
Also, na ja, es explodiert nichts, aber es kommen neue Zootiere an. Und zwar so zacki bummbacki, dass sie zu früh sind.
Langsam wird mir klar, warum Ulrike Stürzbecher Karla später so sprechen wird, als wäre es ihr ein Bedürfnis, Ultraschalltöne für Menschen hörbar zu machen. Karla lacht hier so schrill, das klingt tatsächlich nicht mehr schön. Frau Stürzbecher hätte sich besser ältere Aufnahmen von Fritsch angehört.
Das leider etwas zu ernst gemeinte „Ich hab‘ keine Tiere bestellt“ von Benjamin, Otto und Karla erinnert mich an eine meiner Hass-Szenen aus TKKG 183, als Karl sich in der Villa Sauerlich an der Tür mit den Fake-Polizisten unterhält und nicht checkt, dass die Männer glauben, er wäre da zu Hause und deshalb „seine“ Eltern sprechen wollen, worauf Karl voll einsteigt. Ich hasse so was. Es impliziert einfach, dass die Charaktere nicht fehlerfrei bis 10 zählen können und es ist 0,0 witzig.
Herr Tierlieb wurde schon wieder neu besetzt und ab hier habe ich so gar keine Verbindung mehr mit den Sprechern. Mit Wagner und Vaessen bin ich aufgewachsen.
Die Tiere sind also ein Geschenk vom Altstädter Zoo, der offenbar keinen Bock mehr auf sie hatte. Geschenke nimmt Herr Tierlieb ja immer gerne an, die kosten schließlich erstmal nix. Ist halt blöd, wenn die Geschenke lebendig sind und Futter brauchen, das wiederum – Achtung! – bezahlt werden muss. Benjamin versteht das und schmeißt die Tiere einfach mal ins Löwengehege. Das ist so bescheuert, dass es fast schon wieder witzig ist. Der Erzähler hat da so seine Bedenken, aber nicht wegen der Löwen, sondern wegen des Platzes. Es finden also alle völlig normal, ein Ozelot mit mehreren Löwen zusammen in einem Gehege zu halten. Ähhhh… ja. Lassen wir mal so stehen.
Der Zoo ist mal wieder pleite. Hm, komisch, mir war doch so, dass letztens noch gesagt wurde, dass jetzt Schluss damit ist. Aber wen juckt das schon, der Zielgruppe ist das ja eh egal. Und die leere Zookasse hält Herrn Tierlieb ja auch nicht davon ab, noch mehr Tiere im Zoo unterzubringen. Kann man im Mathematikunterricht eigentlich jahrelang fehlen?
Ich finde es echt beeindruckend, dass in Neustadt so viel los ist, dass sogar 2x am Tag eine Zeitung erscheint. Also ist bereits am nächsten Tag der Bagger da, damit Benjamin Karla anbaggern … wie, nicht lustig? Na, dann halt nicht…
Nachdem alle mal die Helme durchgetauscht haben (hahahaha… ich lach mich tot!), kann es endlich losgehen. Oder auch nicht, weil jetzt der Bürgermeister anrückt. Denn wenn nur Gehege gebaut werden, dann kann Benjamin ja gar kein richtiger Held sein. Aber unter Zeitdruck, tjaaa, da sieht die Sache anders aus!
Und deshalb will der Bürgermeister jetzt direkt neben dem Zoolärm ein Erholungszentrum für sich selber bauen. Das macht total Sinn und ist echt ein kurioser Zufall. Also zählt ab jetzt jede Minute!
Während Tine Wittler längst ihr Team herumkommandiert, streiten sich Otto und Stella darum, wer den Bagger fahren darf. Woah, sie streiten! Das find ich geil! Aber wenn zwei sich streiten, freut sich der Elefant im Porzellanladen, sagt man ja bekanntlich.
Eines muss man Vincent Andreas lassen: Er hat sich die Prioritätensetzung von Donnelly abgeschaut, denn auf die Dienstkleidung in Form eines Bauarbeiterhelms wird sehr viel eingegangen.
Sehr witzig: Benjamin fährt den Bagger gegen einen Baum und dem Baum ist nichts passiert
Mit einem ganz tollen Merkspruch (wie genau sorgt der dafür, dass die Farben nicht verwechselt werden?) wird dann endlich mal gebaggert. Für ungefähr zwei Minuten, dann gibt es schon wieder Probleme: Benjamin macht ein Wasserrohr kaputt und kappt damit die Wasserversorgung für ganz Neustadt. Es ist also unfassbar einfach, Neustadt in die Steinzeit zu schicken…
Joa, der Rest ist Geschichte. Rohr wieder heile, aber Bürgermeister sauer, zieht den Bau seines Erholungszentrums vor, das Pichler jetzt mal eben im Alleingang errichten soll (ein paar Plotholes weniger täten der Geschichte auch mal ganz gut) und natürlich klappt das nicht. Der Bürgermeister fällt in die Grube und Benjamin erpresst ihn, um seinen Willen durchzukriegen. Ich wäre einfach stur geblieben, Benjamin ist doch viel zu nett, um den Bürgermeister in dem Loch versauern zu lassen
Kurios: Das, wovon die Folge eigentlich handeln sollte, wird nach 38 (!) Minuten in zwei Sätzen vom Erzähler zusammengefasst. Wahnsinn, wie stark man eine ganze Folge lang um die Geschichte herumerzählen kann.
Joa, das war nichts. Nach drei wirklichen soliden Folgen hier wieder ein Rohrkrepierer. Da ist punktemäßig nicht viel drin, eigentlich sollte Bibi das toppen können.
2/10