Geschrieben von Mangobanane am 09.07.2024 um 11:49:
Bibi Blocksberg 064 – Die neue Schule
Alte Bewertung: 10 Punkte
„Herr Bürgermeister, ich bin Mathilde Müller-Riebensehl, die Mathematiklehrerin der Kinder!“
„Genau so sehen Sie aus. Äh, was soll das alberne Schild mit der 0?“
„Damit gestatte ich mir auszudrücken, dass ich mit Ihrer Arbeit nicht einverstanden bin!“
Dieser Folge habe ich tatsächlich vor nicht allzu langer Zeit die Höchstpunktzahl spendiert, weil ich nichts auszusetzen hatte und gut drauf war. Nachdem ich nun richtig im Marathon drin bin, rechne ich allerdings damit, dass sich das ein wenig runterregeln wird und die Folge letztlich nicht ganz die Klasse von zB 57 oder 61 hat.
Schon der Beginn deutet an, dass die Folge in eine ähnliche Kerbe schlagen wird wie die 53. Der Bürgermeister will ein neues Rathaus, die Bürger lieber eine neue Schule. Dass so ein Verfall eher langsam und schleichend passiert und sicher nicht erst seit einer Woche besteht, wird ignoriert, aber vielleicht ist auch gerade in letzter Zeit einiges kaputtgegangen.
Ich mag’s, wie Bibi den Aufstand probt und damit bei ihren Eltern auf taube Ohren stößt.
Auch Frau Müller-Riebensehl ist klasse, die ausnahmsweise mal mit den Kindern an einem Strang zieht. Aber ob ein Brief von den Schülern beim Bürgermeister so viel Eindruck macht? Ich weiß ja nicht…
Lustig, wie Riebi vorausahnend Bibi rausnimmt und Marita und Flori mit dem Brief losschickt – und der Erzähler findet’s gut
Aber da die Serie Bibi Blocksberg heißt, wäre es ja ein Unding, wenn sich Bibi daran halten würde! Zehn Sekunden Screentime für Marita und Flori reichen ja wohl auch
Dummerweise macht sie die Situation damit nicht besser. Ich wäre ja an Maritas und Floris Stelle sauer, aber das steht ihnen natürlich nicht zu.
Also holt Bibi ihre Allzweckwaffe raus: Karla Kolumna (wen auch sonst?). Bibi geht nachmittags freiwillig in die Schule und der Erzähler empfindet den Bürgermeister als „ziemlich schlau“ – war das Ironie? Bin mir unsicher
Zum Glück ist Bibi zu jung, um ein ganzes Haus zum Einstürzen zu bringen. Na Gott sei Dank, die stellt sonst nur Unsinn an

Karla ist mal wieder sensationsgeil: „Je schlimmer, desto besser“
Marita will eine rosa Tafel – um Gottes Willen, was hat sie gegen Grün? Bibi trägt standardmäßig grün

Bibi mal als Stimme der Vernunft zu erleben, ist auch selten.
Karla trinkt ihren Kaffee also schwarz. Hab ich auch mal probiert, war nicht so mein Fall, seitdem war’s das mit Kaffee bei mir. Vielleicht wäre es mal Zeit für einen Versuch mit Milch.
Der Dialog zwischen Karla, dem Bürgermeister und Pichler ist einfach der Hammer. Pichler räuspert aufmüpfig, der Bürgermeister setzt sich ein Denkmal, Pichler schaltet immer ab, wenn sein Chef brüllt und Karla will, dass dem Bürgermeister der Grundstein auf den Fuß fällt
Interessant, dass Bibi die Lehrer nur deshalb nicht verhext, weil sie nicht von der Katze gefressen werden sollen
Riebi beweist Humor mit ihrem Demo-Spruch, hätte man ihr gar nicht zugetraut – auch Mathe kann witzig sein
Bibis Hexerei und ihre strenge Schulstunde, ein absolutes Highlight: „So viel? Das müssen wir ihm sagen!“ – „Du meinst, der weiß das gar nicht?“ – „Nee, der ist doch blöd!“
Da kommen Erinnerungen an die Schulstunde auf dem Schulfest hoch, Bibi ist ja ganz schön streng.
Es gefällt mir richtig gut, dass sie dann nicht mehr weiß, wer sie ist, weil die Nummer doch etwas zu groß für sie war und dass Barbara das dadurch merkt, dass ihre Kräfte eingeschränkt werden.
Karla gibt dem Bürgermeister dann den Rest: „Sie können nicht lauthals brüllen ‚Ich will eine neue Schule‘ und dann sagen Sie plötzlich: ‚April, April, alles falsch, ich will ein Rathaus!‘“ – Perfekt ausgetrickst, würde ich mal sagen. Die einzige offene Frage ist nur, woher Bibi so genau von den Kosten wusste
Aber schön, dass der Bürgermeister dann den Beschluss auf seine Art mitteilen darf, so wie es passt – und dass er dann auch noch zum Teil seinen Willen bekommt.
Tja, was soll ich sagen, ich finde die Folge absolut klasse, sie darf ihre 10 Punkte behalten! Mich hat nichts gestört, Politik-Folgen mit dieser Konstellation von Herzog sind eh für gewöhnlich stark und das Finale ist super.
Da zieht Butler Benjamin am Ende doch den Kürzeren. I’m sorry.
10/10
Benjamin 33:31 Bibi
Geschrieben von HildaW am 10.10.2024 um 19:29:
Bernhard darf sich aufregen und Barbara bietet ihm Kaffee an. Der Bürgermeister will ein neues Rathaus und Bibi streikt gegen das marode Schulgebäude – zumindest versucht sie es.
Dann wird erstmal schön dargestellt, was alles kaputt ist – Bruchrechnen in der Bruchbude.
Der Bürgermeister will lieber ein neues Rathaus bauen, von dem man noch nächsten Jahrtausend spricht. Klingt großartig... wenn man übersieht, dass das Hörspiel von 1996 ist
„Bibi Blocksbergi!“ Irgendwie höre ich das immer gerne.
Karla wird eingeschaltet und kann sich freuen, dass Bibi zu jung ist, um ein Gebäude einstürzen zu lassen. „Dem donnere ich einen Artikel auf den Frühstückstisch, dass sich sein Spiegelei kräuselt!“ kündigt Karla an.
Kaffee im Rathaus „mitohne alles, ich möchte schön bleiben“ – so ähnlich sage ich das auch gerne.
Pichler schaltet immer ab, wenn der Bürgermeister so schreit, sehr schlau!
„Möge Ihnen der Grundstein auf den Fuß fallen!“ wünscht Karla zum Abschied.
Die Szene mit den jung gehexten Erwachsenen ist sehr schön lustig geraten. Mathilde kann gut rechnen und Karla schwatzt und will lieber einen Aufsatz schreiben.
Bibi, ähm, Frau Blocksberg hat offenbar ein Gedächtnisproblem.
„Eigentlich wollte ich diese Woche nicht hexen, aber das Geschirr hier ist einfach zu viel“, findet Barbara – ja klar

, und prompt klappt es auch nicht, weil sie ihre Hexkraft für Wichtigeres braucht.
„Wir wollen eine neue Schule“ singt der Bürgermeister und nun muss er sich dran halten. Vorher gibt er noch ein bisschen an.
Eine gemischte Folge. Ein paar sehr lustige Sätze, dazwischen leider einige Längen.