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Geschrieben von HerrSchmeichler am 24.04.2025 um 14:00:
Bei Riedenbachs steht plötzlich der Garten in Flammen, weil sich ein Sektenanhänger bei dem Arzt für den Tod seiner Freundin rächen will, an dem er selbst mehr Schuld trägt als der Arzt Riedenbach. Zum Glück ist dessen Tochter Regina mit Gaby befreundet, denn so kann sie mit TKKG gemeinsam nach Österreich fahren. (Das einleitende Gespräch zwischen Gaby und Regina fand ich trotz Infodumb ganz gut umgesetzt.)
In Österreich angekommen kommt durch die Kioskbesitzerin ein bisschen Lokalkolorit auf, aber da wäre für den Rest der Folge schon noch mehr drin gewesen. Zwar ist Kommissar Zufall hier auch am Werk, aber dafür gibt es am Ende dann doch eine fundierte Begründung dafür, die tatsächlich recht dramatisch ist und
fast emotional wird.
Die Sprecherleistung ist sehr gut. Besonders Ann Montenbruck hat mir gefallen und über Karin Lieneweg habe ich mich auch gefreut. Einziger Wehmutstropfen: Bei Susanne Carsten habe ich immer eine andere Stimme im Ohr, weshalb mich ihre Sprecherin hier immer etwas rausgerissen hat. Das ist aber nicht der Sprecherin anzukreiden, sondern wenn überhaupt Europa, weil die Rolle nicht einheitlich besetzt wurde.
9 von 10 Punkten
Geschrieben von Klara_Fall am 30.04.2025 um 07:26:
Eine Folge, die ich erst als Erwachsene so richtig schätzen und verstehen konnte. Früher war es eine Art Doppeltes Lottchen.
A propos "Doppeltes Lottchen" ich dachte (bis ich eben hier zu der Folge nachlas) auch, "ob sich Wolf wohl hat durch Presse animieren lassen?" - so wie es Kästner auch tat?
Wohl ja... zumindest habe ich es eben hier so gelesen und es würde auch "passen", dass es mal solch eine Geschichte gab und Wolf einen TKKG-Plot drumherum gesponnen hat.
Mir ermittelt viel zu viel "Kommissar Zufall" und auch sonst zieht sich der Anfang zu sehr.
Das Ende ist dann richtig gut.
Ob es wirklich eine gute Lösung ist, einen Teenager einfach so komplett zu "entwurzeln" sei dahin gestellt...
Sonst mag ich Klößchen, aber in dieser Folge finde ich ihn anstrengend "Su-sanne, Su-sanne, Su-sanne" usw., daher fehlt er mir in der zweite Hörspielhälfte nicht so arg.
Dass - wurde hier auch schon erwähnt - in Österreich mit DM gezahlt wird, hat mich auch etwas irritiert.
Im Zug natürlich mal wieder der Hinweis, wie cool Nichtrauchen ist und wie arm passiv-rauchende Kinder dran sind inkl. bildlicher Vergleich der Gesichtsfarbe.
Insgesamt eine Folge, die mit erwachsenen Ohren gehört schon viel ist - zu Beginn das Sekten-Thema (Gesundbeten), am Rande Stasi, terrorisierender Ehemann/Vater, Kindesentführung usw. Ganz schön viel für 58 Minuten. Aufgelockert durch TKKG-Urlaubs-Geschichte.
Sprecher: die diversen Menschen der Eltern-Generation sind mir zu alt und zu nörgelig/ängstlich. Insgesamt aber wenig auszusetzen.
Unterm Strich 7 Punkte
Geschrieben von Mikosch373 am 09.03.2026 um 20:02:
Achtung, Spoiler!
TKKG - Lösegeld für einen Irrtum (107)
Der Titel ist sehr spannend, aber auch TKKG-typisch. Das Cover finde ich auch ausnahmsweise mal gelungen. Die Farben passen zwar wie immer nicht so ganz zueinander, aber das Motiv ist aufregend und wirft sofort die Frage auf, ob es zwei „Psychos“ gibt. Der Klappentext ist dafür extrem schlecht geschrieben. Der Anfang ist zudem auch sehr verschachtelt. Ansonsten hört sich das aber nach einem relativ spannenden Fall an. Ich bin mal gespannt, was der Irrtum ist.
Der Anfang ist ganz witzig, weil es für ihre Freundinnen offensichtlich völlig komisch ist, dass Gaby mal allein unterwegs ist. Aber sie scheint Tim nicht mal zu vermissen. Danach wird es schnell spannend mit dem Anschlag mitten in der Nacht, auch wenn es extrem seltsam ist, dass Frau Riedenbach die 112 nicht kennt. Das kann nicht mal Tante Mathilda mit ihrem Charme wettmachen. Die Idee, Regina einzuladen, und die Szenen im Zug sind dafür schön gemütlich, das gefällt mir gut!
Bei der Verwechslung mit der Frau am Kiosk formt sich dann der erste Verdacht, was es mit der Illusion auf sich hat. Dieser Verdacht bestätigt sich dann auch erstmal, was ich ein bisschen enttäuschend finde. Warum Herr Krokow, dessen Namen niemand aussprechen kann, bei dem Anruf nicht sagt, dass seine Tochter nebenan fernsieht, erschließt sich hingegen noch nicht. Etwas schade ist, dass Klößchen wegmuss - auch wenn das natürlich ein bisschen was Neues reinbringt.
Das Gespräch mit dem Betrunkenen ist ein bisschen unangenehm, aber wie Karl ihn mit Rechenaufgaben ablenkt, mag ich. Wenig später wird dann auch klar, warum Helmut Krokow den Irrtum nicht aufgeklärt hat. Ganz schön perfide. Die kleine Diskussion über Gabys Haare finde ich auch gut, sehr witzig. Überhaupt gefallen mir Veronika Neugebauer und Sascha Draeger als Paar wirklich gut. Allerdings dauert es bis zum großen Finale dann doch etwas lange. Das familiäre Drama reißt aber nochmal was raus.
Fazit: 7 von 10 Punkten
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