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Geschrieben von Klara_Fall am 06.02.2024 um 14:53:
Irgendwie mag ich die Folge.
Für mich als Jugendliche war allerdings eher heftig, dass der Kaufhausdetektiv die Namen der jugendl. Kaufhausdiebe verrät. Hey, das geht doch gar nicht. Ohne, dass ich damals vom Datenschutz etwas geahnt hätte. Gabys Reaktion fand ich seltsam "die kenne ich..." (Zögern) "...jaaa....jaaa, aus dem Schwimmclub". Da wartete ich immer, dass herauskommt, woher die Mädels einander wirklich kennen. Das mit dem Schwimmclub klang für mich immer nach "ich sag jetzt was, was plausibel klingen könnte". Aber es kam so gestelzt, spät und künstlich rüber, dass ich da eine andere Verbindung vermutete. Aber war wohl tatsächlich nur der Schwimmverein.
Die Telefonate, u. a. das der "ich bin arm wie eine Kirchenmaus"-Schauspielerin Pia mit dem Kindsentführer, mochte ich als Kind und fand es auch lustig, dass der Kindsvater dann das Lösegeld ggf. an sich selbst zahlen müsste. Und - Verbrecher hin oder her - ich fand es als Kind lieb von ihm, dass er dem Baby was zu essen/trinken gibt und ihr "frische Windeln anlegt".
Die Szene mit "sonst kostet das noch eine Mark"-Seniorin fand ich eher beklemmend.
Alles in allem keine völlig schlechte Folge.
7 von 10.
Geschrieben von Traumfängerin am 11.08.2025 um 21:40:
Diese Folge mag ich sehr! Die Geschichte finde ich sehr interessant und Tim‘s (Tarzan‘s) Plan originell. Auch, wenn sich die Umsetzung in der Realität wahrscheinlich schwieriger gestaltet hätte. Der Titel passt nicht.
Aber auch die verwendete Musik sowie die Sprecherleistungen ragen für mich positiv heraus! Renate Pichler als „verzweifelte“ Pia Friese macht diese Folge schon hörenswert.
Geschrieben von HildaW am 28.01.2026 um 16:09:
Eine Wette und eine Reportage für die Schülerzeitung: Tarzan will einem Kaufhausdetektive die Namen von jugendlichen Ladendieben entlocken. Ähm, ja, super Idee.

Klößchen ist beleidigt, weil er nicht mal als Dieb ernstgenommen wird!
Das Treffen beginnt mit einer kleinen Prügelei, wie es sich für diese frühen Folgen gehört.
Und so kommt man tatsächlich an Namen und sogar Zusatzinfos. Wie so oft: Geht gar nicht! Aber irgendwie muss man ja die Story in Gang bringen.
Kleine Albernheit am Rande: Es wurden Unterhosen mit langen Beinen in Größe 58 gestohlen.
Hin zur Diebin und hinein in die Entführung der kleine Barbie. Kein Spielzeug, sondern ein Baby namens Barbara. Typisch für diese frühen Folgen bleiben die Anwesenden vergleichsweise ruhig und überlegt. Unrealistisch, aber sehr viel angenehmer anzuhören, als permanentes Geschluchze.
Die Masseuse, laut eigener Aussage arm wie eine Kirchenmaus, hat dasselbe Kinderwagenmodell wie die Villenbewohner. Pia Friese, wird gesprochen von Renate Pichler, die ich gar nicht erkannt habe, ich kenne sie vor allem aus späteren Jahren, da hat sich die Stimme ziemlich verändert.
Tarzan fällt ein Trick ein, den im echten Leben hoffentlich keiner anwenden würde.
Klößchen durfte zu Anfang was sagen, dann war Gaby dabei, jetzt wieder Klößchen… Wo ist eigentlich Karl?
Der Entführer beobachtet die Babyrückgabe, was nur Tarzan und Klößchen beobachten, und da der Typ ein altes Auto fährt, kann man ihn gut auf Fahrrädern verfolgen. Naja.
Auftritt Gisela Trowe – einfach genial! Sonst ist sie ja meistens die liebenswerte ältere Dame, hier durfte sie sich mal von einer ganz anderen Seite zeigen.
Die Millionenstadt hat also keine Spielbank? Die hat doch sonst alles und irgendwann später auch eine Spielbank.
Freude über das gerettete Baby, eine große Belohnung für Tarzans dämliche Idee… und endlich ein kleiner Auftritt für Karl – zum Einstieg in des Verdächtigen Haus. Neben einer Babyflasche findet man einen Hinweis auf die titelgebende chinesische Vase.
Das handelt man dann zügig ab, der Kaufhausdetektiv steckt auch noch irgendwie mit drin und zum guten Abschluss kommt zufällig heraus, dass Pias Noch-Ehemann und Ludmillas Vater der Entführer ist.
Etwas zusammengeflickt, die Folge zieht sich ziemlich, dadurch fallen manche Dinge stärker negativ auf.
Was die Verbannung in den Giftschrank angeht, schließe ich mich der allgemeinen Irritation an, den einen Satz hätte man problemlos rausschneiden können. Oder stehen lassen können, schließlich ist der Disclaimer doch genau für so etwas entstanden…
Geschrieben von Mangobanane am 31.03.2026 um 08:38:
Ich höre die Folge gerade. Man hätte im Prinzip nicht mal den ganzen Satz schneiden müssen, es hätte „an Zigeuner“ gereicht. Wenn es nicht jugendkonform ist, dass das Baby „ins Ausland verkauft wird“, dann erkläre mir einer die ganzen Mordversuche an TKKG, die Martin Hofstetter ungefähr alle drei Folgen in seine Skripte einbaut
Heute habe ich irgendwie mehr den Verdacht, dass Tarzans wahnwitziger Plan der Grund für den Ausschluss ist. (Ich meine - wie lange wird es noch dauern, bis Kiddinx Bibi 51 aus dem Verkehr zieht? Hat auch keine bösen Wörter, ist aber inhaltlich hochproblematisch). Ehrlich gesagt ist dieser Plan auch genau das, was ich so an der Folge mag, weil es völlig bescheuert und gleichzeitig ein cooles Alleinstellungsmerkmal ist - vor allem, weil Tarzan das vor Glockner durchbekommt und nicht nur die Familie überzeugen muss. Realitätssinn geht hier gegen 0. Der Entführer ist total überfordert und das ist Eichbergs Glück. Mit Verbrechern wie Adolf Burkert aus dem Nachfolger oder einem Psycho wie Carlo Tomasino wäre das wohl weniger lustig ausgegangen. Es wird auch nicht ersichtlich, warum Tarzan überhaupt das Geld einsparen will, Eichberg hat es doch und braucht es auch nicht anderweitig, es besteht nicht mal eine Notlage, sodass der Eindruck entsteht, er wolle sich nur mal wieder geil fühlen. Dieser Eindruck wird auch dadurch bestärkt, dass Tarzan jedes Mal rummault, weil nicht sofort alles ausgepackt wird, was er wissen will. Erst bei Hempel, dann bei Karin - wo das richtig random rüberkommt.
Beim Telefonat zwischen dem Entführer und Pia Friese merkt man extrem, dass es zusammengeschnitten wurde, weil sie einfach nur immer wieder „Bitte geben Sie mir mein Kind zurück“ ins Telefon heult, während er versucht, eine Konversation zu führen. Beide gehen überhaupt nicht aufeinander ein.
Warum man Karl nicht bei der Eingangsszene wenigstens ein paar Worte sagen lässt, ist mir ein Rätsel. Als Tarzan fragt, ob er Klößchen was sagen darf, denkt er auch kein Stück an Karl.
Bleibt die Frage, warum die Folge so heißt, wie sie heißt. Vermutlich ist Wolf einfach kein klangvoller Titel für die Tarzan-Aktion eingefallen. Das ganze Konstrukt wirkt halt auch sehr einsturzgefährdet, erst geht’s um Schlägertypen, dann um Ladendiebstahl und Eifersucht, aber bevor das ausgearbeitet wird, kommt die Entführungsstory, um dann noch irgendwie die Vasengeschichte reinzuquetschen. Anders als in anderen Folgen wird hier aber alles nacheinander statt nebeneinander behandelt und dann fällt natürlich extrem auf, dass es eher semi-gut funktioniert. Daher verstehe ich auch, wenn man die Folge als Totalausfall sieht, weil hier extrem viel nicht funktioniert. Trotzdem mag ich das Ding gerade wegen seiner Einmaligkeit. Heute würde ich vermutlich bei einer so komisch zusammengestrickten Geschichte nicht mehr als zwei, drei Punkte geben.
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