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Geschrieben von GenerationMartinshof am 23.04.2024 um 17:49:
Ich fand die Folge ganz schön, aber jetzt nicht so besonders österlich. Aber im Großen und Ganzen gut, darum gibt's eine 7.
Geschrieben von Mangobanane am 29.04.2024 um 21:52:
Benjamin Blümchen 033 - Das Osterfest
„Lollo ist gestorben.“
„Wer?“
„Herrn Tierliebs Lieblingskrokodil.“
„Ach, Krokodile find‘ ich toll. Hatte ich mal eine Handtasche, echt Kroko!... Na gut… ihr guckt mich schon wieder so an. War vielleicht nicht ganz passend, geb‘ ich ja zu… Aber Herr Tierlieb hat’s ja nicht gehört.“
Ich habe so blass in Erinnerung, dass ich zumindest den Anfang mal gehört habe, weil ich mich noch an Kiki und die Sache mit dem Krokodil erinnern konnte, aber mehr weiß nicht mehr.
Diese Folge ist in mehreren Hinsichten eine große Besonderheit. Kiki kommt nochmal – und ich glaube auch das letzte Mal? – vor, Frank Schaff gibt seine Abschiedsvorstellung als Otto und ein Zootier stirbt. Wieder so etwas, was heute undenkbar wäre. Ich finde es mega, dass das Thema angefasst wird, einfach, weil es nun mal zum Leben dazugehört und auch wenn man keine Tiere hat, wird jeder irgendwann im Leben mit dem Thema Sterben konfrontiert.
Benjamin ist also plötzlich verschwunden und versetzt seine Freunde. Merkwürdig finde ich, dass er sich mit Kiki alleine auf ein Eis treffen wollte – seit wann macht er was ohne Otto? Bei Kiki frage ich mich eh, ob man hier schon mal testen wollte, wie ein Mädchen im Cast ankommt. Für zwei Folgen da und dann wieder weg ist schon komisch. Vielleicht hat man aber auch überlegt, Kiki gegen Otto auszutauschen und die Rolle mit Frank Schaffs Weggang tatsächlich zu streichen? So Pfefferkörner-like zieht Otto einfach um und Kiki wird Benjamins neue Freundin. In der frühen Phase der Serie nicht ganz so undenkbar wie heute…
Wirklich stark, wie Hermann Wagner trauert, da zerreißt es einem richtig das Herz. Und ich kann es so fühlen… Wie in Bibi 32 gibt es auch hier ein Statement zum Thema Wiedergeburt, dieses Mal von Benjamin. Im Gegensatz zu Barbara glaubt er dran.
In der Eisdiele macht sich Karla schon wieder an Benjamin ran und küsst ihn einfach zur Begrüßung, da geht doch wirklich noch was
Der sich anschließende Dialog ist schon klasse, Benjamins ganze Eissorten und die Neckereien zwischen Otto und Kiki, Karlas Ausrutscher mit der Handtasche, Benjamin als Spezialist für den Tag der offenen Tür und Benjamins Abneigung gegenüber Salat – alles sehr stark.
Auch wie Benjamin im Supermarkt randaliert und Otto und Kiki sich beim Bemalen der Eier wieder zoffen, mag ich sehr. Karl wirkt hier ungewöhnlich tief und sachlich, aber es passt zur Situation.
Dass man so ein großes Geheimnis um Benjamins Geschenk macht, ist ein bisschen unnötig, vor allem, weil er sich ja schon selbst verplappert, bevor er anruft. Aber es ist schön anzuhören, wie er sich im Alleingang bemüht, um Herrn Tierlieb wieder fröhlich zu stimmen und bis zuletzt dichthält.
Dass Lollo einfach ersetzt wird und damit alles wieder gut ist, kann man sicherlich so sehen, so habe ich es beim Hören aber nicht unbedingt aufgefasst. Als unser Hund 2020 gestorben ist, haben wir sofort einen Nachfolger gesucht. Die drei Wochen dazwischen waren auch für unsere Hündin ganz schrecklich. Kein Tier ist wie das andere und Herr Tierlieb wird immer eine besondere Bindung zu Lollo haben – so wie wir die Erinnerung an unsere verstorbenen Tiere auch immer noch lebendig halten. Er hätte es sicherlich nochmal von sich aus sagen können, aber ich finde, alleine das, was er am Anfang über sie erzählt, sagt das eigentlich bereits aus. Dass er das neue Krokodil wieder Lollo nennt, habe ich jetzt scheinbar überhört oder wurde das herausgeschnitten? Das ist in der Tat nicht schön und sollte nicht so sein. Man darf niemals erwarten, dass man zu einem Nachfolger dasselbe Verhältnis haben kann wie zum verstorbenen Tier.
Ich habe tatsächlich kurz über die volle Punktzahl nachgedacht, allerdings kommt der Oster-Aspekt für mich in der Folge nicht so richtig gut rüber, da wäre sicher mehr gegangen. Es geht zwar um Eier, ums Bemalen und Karla verschenkt ja auch was, aber die Feststimmung wird halt komplett ausgespart. Einerseits finde ich das gut, dass der Fokus somit mehr auf Herrn Tierliebs Trauer liegt, aber das Osterthema wirkt etwas verschenkt. So ist es für mich „nur“ eine 9 für eine wirklich starke Folge mit tollen Dialogen und herausragend agierenden Figuren.
9/10
Geschrieben von Mikosch373 am 30.04.2024 um 15:07:
| Zitat von Mangobanane: |
Vielleicht hat man aber auch überlegt, Kiki gegen Otto auszutauschen und die Rolle mit Frank Schaffs Weggang tatsächlich zu streichen? So Pfefferkörner-like zieht Otto einfach um und Kiki wird Benjamins neue Freundin. In der frühen Phase der Serie nicht ganz so undenkbar wie heute…
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Da wäre aber nur akzeptabel, wenn Otto zu den Großeltern an die Nordsee zieht und nie wieder erwähnt wird!
Geschrieben von HerrSchmeichler am 30.04.2024 um 16:07:
Bemerkenswert finde ich, dass es hier beim Osterfest schon damals scheinbar mehr um das Fest als Feier ging (Eier bemalen, Schmücken, Eiersuchen und Schokolade essen) und der christliche Aspekt des Festes komplett unter den Tisch fällt. So können auch Kinder aus anderen Religionen (oder ohne speziellen Bezug zu irgendeiner Religion) mit der hier erzählten Geschichte etwas anfangen.
Überhaupt hat sich Elfie Donnelly mit christlichen Verweisen extrem zurückgehalten, was für die damalige Zeit nicht selbstverständlich ist. Ich glaube, die Einbindung der Weihnachsgeschichte nach Lukas in der Folge "Der Weihnachtsabend" dürfte der größte Verweis auf den christlichen Glauben sein. Auch sonst wird glaube ich kaum mal die Kirche erwähnt oder irre ich mich da?
Geschrieben von LondonGirl* am 01.05.2024 um 16:24:
Also ich mag die Folge gerne. Herrlich die Kabbelleien von Otto und seiner Cousine (diese wird ürbigens von Edgar Otts Tochter gesprochen)

Und ja Benjamin ist super in der Folge. So eine schöne Überraschung
Geschrieben von Chantal-Marie am 01.05.2024 um 16:30:
Die Folge ist ganz nett, war unterhaltsam, aber mich hat zu viel gestört.
So richtige Osteratmosphäre kam nicht auf, obwohl Eier bemalt wurden und Schokolade gesucht wurde. Ich hätte es eigentlich auch noch ganz gut gefunden, wenn die Hintergründe über Ostern erwähnt worden wären. Da finde ich das Thema Ostern bei Bibi und Tina die Osterferien besser gelungen.
Dass das Thema Tod behandelt wurde fand ich widerrum sehr gut, allerdings stört mich dieses Ersetzen, auch wenn es sicherlich nicht so gemeint ist. Hätte man aber irgendwie schon anders darstellen können. Man hätte sich ja mehr von Lollo verabschieden können.
Die Idee, Herrn Tierlieb aufzumuntern ist natürlich trotzdem sehr schön
Geschrieben von Basti am 08.05.2024 um 07:25:
Die Folge ist klasse. Habe mich gewundert, warum ich nur 6 Punkte gegeben hatte. Habe auf 9 erhöht.
Im Gegensatz zu einigen anderen finde ich die Folge durchaus sehr österlich. Es werden doch sogar am Ende auch Eier bzw. Süßigkeiten gesucht.
Also finde keine Osterfolge von Benjamin, Bibi oder Bibi und Tina österlicher.
Das mit Lollo ist in der Tat sehr krass. Hat mich aber auch als Kind nie gestört. Und aus der Sicht von heutzutage passt es doch ganz gut zu Ostern. (Auferstehung und so)
Nur, dass Lollo nicht an Karfreitag gestorben ist.
Kiki ist auch in dieser Folge der Knaller. Echt super Folge
Geschrieben von Ttoragde am 08.05.2024 um 14:43:
Das Thema Tod und Trauer spielt nur sehr selten in der Welt des sprechenden Elefanten eine größere Rolle. Umso schöner, dass es für einige Releases dennoch berücksichtigt wurde. An dieser Folge gefällt mir ganz besonders gut, dass sie die fast gesamte Stammsprecherelite aus dem klassischen Benjamin-Hörspieluniversum zusammenführt: Neben Edgar Ott als Benjamin Blümchen (seine tröstenden Worte an Herrn Tierlieb gehen runter wie warme Butter), Frank Schaff als Otto und Joachim Nottke als Erzähler sind weiterhin Hermann Wagner (der einzig wahre Herr Tierlieb), Till Hagen als Wärter Karl sowie Gisela Pukaß-Fritsch als rasende Reporterin Karla Kolumna zu hören. Ganz besonders freut mich die Gastrolle von Constanze Ott (Tochter von Liane Croon und Edgar Ott) als Ottos Cousine Kiki. In die Fußstapfen ihrer Eltern trat sie aber nicht. Nachdem sie als Kind in vier Folgen der Serie mitgewirkt hatte, schlug sie als Erwachsene eine Karriere völlig außerhalb der Schauspielerei und Hörspielproduktion ein.
Trotz des ernsten Grundthemas der Geschichte bleibt der Humor nicht außen vor. Wie schon mehrfacht erwähnt: Karla Kolumna erinnert sich, als sie vom Tode Lollos erfährt, erst einmal völlig ungeniert an eine wunderschöne Handtasche aus echtem Krokodilsleder, die sie einmal besaß - und der restliche Cast kann nur mit Sprachlosigkeit reagieren.

Schön auch Benjamins Dialog mit einem Verkäufer, von dem er 200 Eier für das Osterfest kaufen möchte und ihm das ganze erst einmal vorrechnet: "
Das sind 100 und nochmal 100. Oder vier mal 50 Eier. Oder acht mal 25." Und dem Verkäufer bleibt nichts weiter übrig, als sich sarkastisch "für den Nachhilfeunterricht" zu bedanken. Immer wieder witzig auch die Kabbeleien zwischen Otto und seiner Cousine, die eine enge Hassliebe miteinander verbindet.
Es wurde hier schon diverse Male angesprochen: Ein klein wenig kritisch sehe ich persönlich das Ende der Geschichte bzw. die Methode, mit der Herr Tierlieb (immerhin) getröstet wird, sodass er wieder fröhlich lachen kann und es doch noch ein Happy End gibt. Dann noch der fette Spoiler von Benjamin, grrrrrr.

Auch fehlt mir ein wenig mehr der konkrete Bezug zu Ostern. Es ist im Wesentlichen eine Rahmenhandlung, die eher rein zufällig an Ostern stattfindet und es wird nicht weiter auf die Hintergründe des Festes eingegangen. Aber sei es drum: "Das Osterfest" ist eine schöne Easy-Listening-Folge mit sehr viel Humor, einem wichtigen Handlungskern und einer tollen und wertvollen Aussage - nämlich, dass es wichtig ist, für seine Freunde und Mitmenschen da zu sein, wenn es ihnen schlecht geht und sie Beistand brauchen.
Es wären an sich stabile 7 Punkte, aber da ich mich immer über das Auftauchen von Constanze Ott freue, gibt es einen Zusatzpunkt.
Benjamin (während er mit der Auskunft telefoniert): "
Hallo? Ja, ich hätte gern die Vorwahl von Ägypten! Ja, danke! Wie? Nein, ich hab' keine komische Stimme. Vielleicht, weil ich mir den Rüssel verkühlt habe. Wieso 'veräppeln'? Verstehe ich nicht..."
Geschrieben von Rückkehrer am 29.04.2025 um 15:40:
Alles, was ich nach dem erneuten Durchhören der Folge über die Folge schreiben wollte, haben hier andere schon sehr schön formuliert, also muss ich gar nichts mehr sagen. Schöne, warmherzige Folge, die trotz des traurigen Themas genug spannende und auch witzige Momente (Karlas fehlendes Einfühlfsvermögen) bereithält, um nicht in Trübsal zu versinken.
Die Sache mit dem "Klugscheisser" ist mir allerdings schon als Kind in die Glieder gefahren- ich weiß nicht, wie das durchgewunken wurde. War auch, zumindest soweit ich mich erinnere, das einzige Mal, dass Kraftausdrücke in einem Donelly-Hörspiel zu hören waren. Bibi sagte einmal "zum Kotzen", aber das wurde sofort von den Eltern gerügt.
Wobei ich sagen muss, dass ich Frank Schaff als Kind in seiner Rolle immer irgendwie "unheimlich" bzw. unpassend fand. Nicht nur, dass er älter klang, als er sein sollte, das ganze stimmliche Auftreten und die Klangfarbe hatten immer etwas ungeduldiges und leicht wütendes. Dass er mal nett oder warm gesprochen hätte, daran kann ich mich tatsächlich nicht erinnern- als Kind habe ich ihn mir jedenfalls immer als eine Art "Bully" vorgestellt, und war tatsächlich froh, als er ausgewechselt wurde.
Geschrieben von Davidchen am 23.09.2026 um 11:42:
| Zitat von Rückkehrer: |
Die Sache mit dem "Klugscheisser" ist mir allerdings schon als Kind in die Glieder gefahren- ich weiß nicht, wie das durchgewunken wurde. War auch, zumindest soweit ich mich erinnere, das einzige Mal, dass Kraftausdrücke in einem Donelly-Hörspiel zu hören waren. Bibi sagte einmal "zum Kotzen", aber das wurde sofort von den Eltern gerügt.
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Bei Folge 3 von Bibi Blocksberg sagt Barbara wort-wörtlich "Tja wenn man Scheiße gebaut hat, muss man auch dazu stehen"
Geschrieben von Ttoragde am 23.09.2026 um 12:07:
Bei Rudi Raffke das gleiche: "Verscheißern kann ich mich alleine!"
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