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Geschrieben von Mikosch373 am 18.08.2025 um 19:21:
Mir geht es mit dem Maritim-Kosmos ähnlich. Die meisten Serien, die ich angefangen habe, habe ich schon wieder abgebrochen, weil die Erzählweise einfach nicht mit meinem Geschmack übereinstimmt und es mir auch zu viel Zirkel ist. Es kann nicht sein, dass 3-5 Charaktere in allen Serien vorkommen und immer wieder das gleiche versuchen, aber es kein Stück weitergeht. In vielen Charakteren wie zum Beispiel Wilde habe ich auch enorm viel Potenzial gesehen, es wird aber nichts aus ihnen gemacht. Gerade wenn ich historische Personen als Charaktere wähle, muss ich mich auch an deren Persönlichkeit orientieren und hin und wieder etwas aus deren echtem Leben einbringen. Das nicht zu tun, führt das ganze Konzept ad absurdum. Wenn es nur einen Charakter betreffen würde, wäre es vielleicht nicht so nervig, aber was für Wilde gilt, gilt auch für Tesla, Crowley und alle anderen. Hinzu kommt dann noch, dass aus den Charakteren mit literarischer Vorlage auch nichts gemacht wird. Moriarty hat irgendwann mal seine Lebensgeschichte erzählt, aber das war’s dann auch. Was mir auch nicht gefällt, ist, dass zunehmend nichts mehr in den Folgen passiert, dass die Charaktere total gestelzt sprechen und dass man lieber zehnmal alles wiederholt als voranzukommen. Deshalb kann ich deine Entscheidung absolut nachvollziehen, ich werde bei Irene Adler auch nur noch eine Folge hören und dann war’s das für mich auch. Dann habe ich nur noch Wilde & Holmes.
Geschrieben von Die3FragezeichenFan am 18.08.2025 um 20:09:
Ich kann das in gewisser Weise auch nachvollziehen. Man muss schon sagen, dass die Serien seit dem Einstieg von Silke Walter extrem abgenommen haben bzw. die Fälle enorm vereinfacht und gestreckt wurden. Das war früher anders. Ein ordentliches Lektorat würde Maritim da enorm helfen, denn ich habe mehr und mehr das Gefühl, dass alles durchgewunken wird.
Nicht verstehen kann ich aber, dass man alle Serien über einen Kamm schert. Denn Moriarty wird zum Beispiel von einem anderen Autoren geschrieben als die anderen Serien im Kosmos. Es ist korrekt, dass die Dialogstruktur von Silke Walter künstlich gestelzt und teilweise auch nicht mehr als dumme Trinksprüche beinhaltet und Theodora Sachs als Deppin vom Dienst mit idiotischen Sprüchen hingestellt wird. Und man kann ja auch sehen, dass Silke es kann. Es gibt Folgen, da schreie ich fast vor Lachen (zB der "Backfisch"-Spruch oder auch andere sehr pointierte Humoristik.). Doch leider ist das nicht die Regel, sondern eher die Ausnahme. Und genau das ist eben bei Marc Freund und Moriarty und Jules Verne aber anders. Hier ist die Sprache pointiert, der Humor perfekt und die Dialoge knackig, es passiert ständig was und es wird auch nicht die ganze Zeit gesoffen. Ob das eine Vorgabe vom Headwriter ist: Keine Ahnung. Es muss auf jeden Fall was passieren, sonst habe ich nämlich auch keinen Bock mehr auf Irene, Frankenstein oder gar Wilde & Holmes.
(PS.: Das ist übrigens kein Label-Bashing. Ich bin niemand, der nur weil er ein Abo oder sonstige persönlichen Kontakte hat ein Label bervorzugt behandelt oder alles andere in den Dreck zieht. Nur, falls das manchmal so rüberkommt: Ein persönlicher Kontakt ersetzt für mich nicht die Qualität eines Hörspieles. Beides zusammen ist ideal, aber leider selten gegeben. Man muss sich darin üben, Kritik nicht durch die "rosarote [Label]brille" zu sehen, sondern viel mehr das Hörspiel als solches bewerten. Das fällt auch mir manchmal schwer, doch vielleicht gelingt es gerade dann auch mehr, Kritik wirklich noch ernstzunehmen.).
Geschrieben von Schlapfel am 18.08.2025 um 20:20:
Ich finds schade, das so ein schönes Konzept inzwischen einfach nur noch ärgerlich ist (und das liegt auch daran, wie umständlich es ist überhaupt zu wissen in welcher Reihenfolge man die hören muss.
Ein offizieller Guide vom Hersteller wäre da sehr nett).
Jedesmal wenn man eine Serie mag fürchtet man sich vor der unausweichlichen Zirkelfolge, anstatt sich auf ein cooles Cross-over zu freuen. Wie als würde man gemütlich drei ??? hören und plötzlich gallopieren Bibi und Tina in die Folge und wir jagen auf Amadeus hinter dem verschwundenen Topflappen hinterher.
Inzwischen höre ich ab und an noch die Einzelserien aus Sherlock & Co (da auch am liebsten Van Dusen) und "Jules Verne - Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg" würd ich auch gern wieder anhören, aber alle anderen Hörspielserien sind einfach weniger "Arbeit".
Und dabei mag ich den Großteil der historischen bzw. fiktiven Figuren sehr gern.
Geschrieben von Die3FragezeichenFan am 18.08.2025 um 20:22:
Eine Reihenfolge gibt es ohnehin (leider) überhaupt nicht. Es ist teilweise komplett wirr, was passiert, und ja: Das ärgert auch mich. Denn es gab durchaus Zeiten, in denen man den Serien sehr gut folgen konnte. Diese sind zwar nicht vorbei, aber für den:die Gelegenheitshörer:in völlig unmöglich. Da muss man schon permanent hören und sich damit befassen, und mal ehrlich: Wer macht das schon.
Geschrieben von Mikosch373 am 06.10.2025 um 09:29:
Ich habe "Irene Adler - Sonderermittlerin der Krone" jetzt vorzeitig abgebrochen. Ich habe schon lange mit dem Gedanken gespielt und wollte die Staffel noch fertig hören, um meinen Entschluss zu festigen oder zu widerlegen, aber jetzt ist doch schon Ende.
Geschrieben von Mikosch373 am 16.12.2025 um 10:21:
Ich habe mich nach langem Nachdenken entschlossen, "John Sinclair" abzubrechen. Ich mag zwar Charaktere wie Bill, Sir James oder Sheila sehr gerne, aber die Serie ist mir insgesamt viel zu trashig. Die meisten Folgen, die sich gut anhören, sind eine totale Enttäuschung und es gibt nur wenige andere, die ich wirklich gut finde. Ich kann die Serie nur nebenbei hören, weil ich sonst das Gefühl habe, meine Zeit nicht sinnvoll zu nutzen.
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