Achtung Spoiler!
So mega begeistert bin ich von der Folge ehrlich gesagt auch nicht. Filmset-Feeling kommt nur am Anfang auf. Dementsprechend finde ich den Titel mal wieder nicht ganz so passend. Der Überfall und dass Maries Vater zunächst unter Verdacht steht: durchaus spannend. Leider müssen sich die Mädels nicht wirklich darum bemühen, den Verdacht zu entkräften, da sich schon ziemlich bald der Zeuge meldet. An dieser Stelle muss man sich die Frage stellen, ob Herr Grevenbroich schon immer davon geträumt hat, unter Tatverdacht zu stehen. Kim versteht nicht, weshalb er der Polizei nicht sagen möchte, wo er zum Tatzeitpunkt war. Ich verstehe es auch nicht. Wegen eines , sorry, dusseligen Candlelight-Dinners?

Klar ist es ärgerlich, aber in Anbetracht der Situation …. Wieso sagt er Kommissar Wengert nicht einfach, wie es gewesen ist? Möglicherweise hätte er dann nicht den ganzen Abend bei der Polizei verbracht. Und wenn er nichts gesagt hat: Woher weiß die Polizei dann, dass der Blumenhändler ein Zeuge ist?

Die Mädels regen sich darüber auf, dass Maries Vater trotzdem eine Speichelprobe abgeben muss. Ich kann die Polizei verstehen. Ganz abgesehen davon, dass ich sein Alibi jetzt nicht als absolut wasserdicht empfinde (Komplizen? Falschaussage?), hat er sich durch sein Schweigen verdächtigt gemacht und das Verhör/die Ermittlungen unnötig in die Länge gezogen.
Im Nachhinein sind es hier wieder viele merkwürdige und zufällige Ereignisse, welche den Fall am Laufen halten:
Das Treffen mit dem Blumenhändler, die Kratzer auf der Hand, der Kassenleerungsplan, der Ladendieb, der anhängliche Elefant. Andreas hat von Anfang an geplant, den Verdacht auf Herrn Grevenbroich zu lenken. Ein Glück für ihn, dass dieser tatsächlich zum Tatzeitpunkt eine heimliche Verabredung hat. Am Ende verdächtigen die Mädels noch die beiden Verkäuferinnen, um dem wahren Täter dann mehr oder weniger durch Zufall auf die Spur zu kommen.
Die Grundidee (Film= Realität) finde ich eigentlich total cool. Leider ist man wieder so damit beschäftigt, die Mädels in die falsche Richtung ermitteln zu lassen, dass das eigentliche Verbrechen irgendwie viel zu kurz kommt. Das Ende habe ich zweimal hören müssen. Konzentrationskiller sind für mich u.a. die beiden Verkäuferinnen. Tut mir leid, aber ich finde die beiden Tanten dermaßen nervig, dass meine Ohren sehr schnell auf „Durchzug“ geschaltet haben.
Am Ende reicht es für ganz knappe 6 Punkte.