Ich werde mit dieser Folge einfach nicht warm.
Die Szene mit der vorgetäuschten Blinden im Zug ist zwar ganz interessant als Aufhänger, aber es hat mit dem Rest der Folge gar nichts mehr zu tun. Würde man die Szene streichen und gleich beim Fund des niedergeschlagenen Marcel Mair-Chateaufort einsteigen, würde sich nichts an der Handlung ändern.
Willi nervt seine Freunde mit dem ewigen "Oheim", aber wenn er selbigem dann gegenübersteht, sagt er doch "Onkel" zu ihm...
Der Onkel ist auch maximal unsympathisch, sein Neffe Andreas ziemlich langweilig und eindimensional. Zum Glück ist Pauline dabei, damit das Hörspiel wenigstens eine sympathische Nebenfigur hat.
Für mich ist der Auslöser für die ganze Geschichte ein zu großer Zufall und unglaubwürdig: Der Typ ruft genau in dem Moment beim Arzt an, als bei diesem eingebrochen wird und der Einbrecher geht auch noch ans Telefon.
Tut mir leid, aber ich kann da den vielen positiven Bewertungen nicht zustimmen. Die Folge hat bei mir aber auch keinen Nostalgie-Bonus, vielleicht würde meine Bewertung sonst anders ausfallen.
5 von 10 Punkten