Achtung, Spoiler!
Gruselkabinett - Die Unschuldsengel (005)
Der Titel macht definitiv neugierig, das Cover finde ich stimmungsvoll und der Klappentext klingt hervorragend. Was aber auch daran liegen könnte, dass ich die Folge mag. Es beginnt sehr atmosphärisch mit der bedrohlichen Musik, den verzweifelten Beteuerungen und dem Umschwung in die melancholischen Takte.
Das Gespräch zwischen der Gouvernante und dem Vormund trägt uns schön in die Zeit, zu der das Hörspiel spielt, und spiegelt die zurückhaltende und keuche Art im viktorianischen Zeitalter wieder. Was der Vormund über die verschiedenen Bewerberinnen sagt und über seine Anweisungen, weckt natürlich erst recht das Interesse für die Geschichte.
Das Herrenhaus Bly kann man sich eigentlich schon durch das Cover schön vorstellen, aber die Gouvernante beschreibt es auch toll. Die leise Musik im Hintergrund, die Geräusche der Kutsche und das herzliche Willkommen sorgen sofort für eine gemütliche Atmosphäre, aber man behält die seltsamen Umstände natürlich im Hinterkopf.
Es geht atmosphärisch, interessant und mysteriös weiter. Als die Gouvernante dann beginnt, Peter Quint zu sehen, steigt die Spannung und die Ausführungen von Mrs. Grose tragen auch dazu bei. Mit den Sichtungen steigt auch die Angst der Gouvernante und damit der Grusel.
Die Nachtszenen verstärken den Grusel noch und die Kinder erscheinen immer weniger unschuldig. Die Gouvernante ist nun überzeugt, dass die Kinder mit dem Bösen im Bunde sind. Für die Hörenden ist es für mich nicht so klar, was auch an der hysterischen Art der Gouvernante liegt.
Diese Unsicherheit, die im Folgenden durch Mrs. Groses Einstellung und die Gesprächen mit den Kindern noch geschürt wird, ist es, was diese Folge weiterhin spannend und mysteriös macht. Dann wandelt sich die Stimmung immer mehr und die Gouvernante erscheint nicht nur verrückt, sondern sogar bedrohlich.
Das Ende ich gleichermaßen dramatisch wie offen. Flora ist am Nervenfieber erkrankt und Miles tot. Die Geister scheinen weg zu sein, aber gab es sie jemals? Für mich gab es sie nicht. Am Anfang wirkt es so, aber die Hysterie der Gouvernante und die Tatsache, dass nie jemand sonst die Geister gesehen hat, sprechen für mich eindeutig dafür, dass sie sich das alles eingebildet hat. Die Frage ist nur: Warum?
Fazit: 10 von 10 Punkten
@Janni
Über die Frage, ob die Geister echt sind oder die Gouvernante halluziniert hat, streitet sich die Gesellschaft ja schon seit der Veröffentlichung der Novelle. Für mich hat sie wie gesagt halluziniert, aber ich weiß immer noch nicht, warum.
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Ich möchte bitte in Zukunft mit den Pronomen dey/denen angesprochen werden:
Beispielsätze:
Dey hat das Telefon abgehoben.
Ist das
deren Hund?
Ich bin
denen erst kürzlich begegnet.
Ich verstehe
dey so gut.