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Trauer
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Janni
Baron
  
Dabei seit: 30.08.2011
Beiträge: 6.566
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1. Experte: Elea Eluanda
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Ich hatte bei Elea ja schon einmal das Thema angeschnitten, aber eigentlich betrifft es fast alle Kiddinx-Serien. Es ist kein leichtes Thema, gerade wenn die Serien ja eigentlich fröhlich sein sollen, aber eigentlich hat fast jeder Kiddinx-Charakter irgendeinen Todesfall zu betrauern. Wie findet ihr die Darstellung?
Tina, Holger und Frau Martin: Herr Martin Dafür, dass Tina ja sonst sehr stark nach außen emotional ist, scheint sie den Tod ihres Vaters ja sehr mit sich selbst auszumachen oder schnell verarbeitet zu haben. Nach dem Debut kommt der Vater ja nur noch bei Holgers Versprechen zur Sprache und da geht es ja auch mehr um Holger als um den Vater. Holger sagt, er wäre damals ganz klein gewesen. Wahrscheinlich liegt der Tod nach neuerer Setzung dann viel weiter zurück. Ein Gedanke, der mir noch kam, war dass er vielleicht "klein" im Sinne von kindisch und naiv für sein Alter meint, aber glaube ich eher nicht. Von Frau Martins Trauer bekomme ich gar nichts wirklich mit.
Alex und der Graf: Frau von Falkenstein Da für mich die Mutter geschieden, aber nicht tot ist, hat sich die Frage für mich nie gestellt. Aber was denken diejenigen unter euch, in deren Vorstellung Alexanders Mutter tot ist?
Mikoschs Eltern; Auch nicht groß Thema.
Kira Kolumnas Mutter: Ihre Mutter ist früh gestorben und sie hat kaum Erinnerungen an ihre Mutter. Haben wir von der Sicht ihres Vaters irgendwas mitbekommen?
Einzig bei Elea ist der Tod ihrer Eltern und der Umgang damit wirklich prägendes Element der Serie. Geht bis hin zum Titellied. Aber Tante Lissys Trauer wird in den Hörspielen und Büchern kaum behandelt.
Abseits von Kiddinx
Der Tod von Maries Mutter hat eine eigene Folge. Die habe ich sogar gehört, auch wenn ich wenig DDA kenne.
Die Oma von Franziska (???) stirbt glaube ich sogar während der Handlung?
Bei Lady Bedfort wird der Tod von Tim Denham über mehrere Folgen behandelt, aber da ist ja auch die Zielgruppe eine ganz andere.
Justus Eltern bei den Fragezeichen werden zumindest vereinzelt mal erwähnt.
Tims Vater bei TKKG: Ich glaube, in den Büchern bekommt man mehr Einblicke in Tims Gedankenwelt. Wenn ich da an die Infos aus Audio Adlernest denke. Danke an @Silbervogel für die ausführlichen Vergleiche. Aber in den Hörspielumsetzungen?
Meister Eder hat in der neuen Serie auch eine ganze Folge um das Thema Trauer.
Fällt euch noch etwas zu diesem schwierigen Thema ein?
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17.11.2024 13:32
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17.11.2024 14:17
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GenerationMartinshof
Stallmädchen
  
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Bei Bibi und Tina ist die Sache in der Tat recht inkonsequent, wie du ja schon angesprochen hast. Das finde ich auch nicht so gut. Ich denke, dass die ursprüngliche Idee einfach war, dass Frau Martin mit den Kindern alleine ist, ein Mann passte vermutlich nicht ins Serienkonzept. Gesprochen wird über den Tod des Vaters ja auch nur in der Bibi Folge bzw. bei den Zeichentrickfolgen in Folge 1. Warum man das Jahre später dort so übernommen hat, ist natürlich fraglich, wenn ich denke, dass einfach sehr schnell klar war, dass der Tod des Vaters keine Rolle in der Serie spielen soll. Deswegen hat man bei Holgers Versprechen dann vielleicht auch auf einen lange vergangenen Zeitpunkt zurückgegriffen, in der Hoffnung, es merkt keiner. 
Am Anfang wurde der Tod des Vaters vermutlich als eine Art Grund genutzt, wieso der Martinshof nun solche finanziellen Probleme hat von jetzt auf gleich. Später passte es konzeptmäßig dann nicht mehr.
Was Alex angeht, denke ich, dass die Mutter schon seit etlichen Jahren weg ist - ob tot oder nicht sei mal dahingestellt. Er kennt es vielleicht nicht anders.
Mikosch spricht ja schon mit Bibi mal über seine Eltern, aber gerade wenn er in Falkenstein ist, ist das vermutlich einfach kein präsentes Thema. Muss es aber auch nicht. Ich kenne selbst Personen, bei denen ein Elternteil gestorben ist und obwohl das noch nicht so lange her ist, kommt es nicht oft zur Sprache.
Bei Elea ist es natürlich nochmal anders, weil sich in Zusammenhang mit dem Verlust ihrer Eltern ihr Leben komplett gewandelt hat. Sie sitzt nun im Rollstuhl und es ist nicht nur ein Elternteil aus ihrem Leben verschwunden, sondern direkt beide. Sie lebt nun mit ihrer Tante zusammen, die sie zwar sicher auch lieb hat, aber die nun mal eine andere Art von Vertrauensperson ist als die Eltern. Da die Eltern in Arambolien ja auch immer mal wieder auftauchen, nehmen die Themen Tod und Trauer hier natürlich ein viel zentraleres Element ein als in den anderen Serien.
Bei Pumuckl hat mich die Folge mit dem Thema Meister Eders Tod sehr berührt. Der kleine Kerl weiß ja gar nicht recht, was der Tod bedeutet. Ich fand es total schön, dass es die Folge so gab und auch sonst kommt der "alte Eder" ja immer wieder mal zur Sprache, vor allem in den ersten Folgen. Ich finde es aber gut, dass sein Tod letztlich nicht ein Hauptthema der ganzen Serie ist und in den späteren Folgen nicht mehr so präsent ist. Das wäre dem "neuen Meister Eder" gegenüber nicht fair gewesen. Ich finde, so wie es dort umgesetzt wurde, war es genau richtig.
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17.11.2024 14:04
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Mangobanane
Juniordetektiv
   
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1. Experte: Die drei ???
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Eigentlich ist Elea sogar die einzige Serie, in der der Tod der Eltern nicht nur Mittel zum Zweck ist, sondern dauerhaft zentral in die Handlung eingebunden wird (wenn auch nicht in dem Ausmaß, in dem es passieren könnte).
Der Tod von Justus‘ Eltern bei DDF war für den Erschaffer so nebensächlich, dass der Verlag es nicht mal gemerkt hat, als aus einem Autounfall plötzlich ein Flugzeugabsturz wurde - und jetzt wird daraus wieder der Autounfall, was ich noch dämlicher finde, nachdem eine komplette Folge vom Flugzeugabsturz gehandelt hat.
Bei Bibi und Tina stimme ich Isa zu, Holgers Versprechen ist ein riesengroßer Fail in dieser Hinsicht („Ich war noch sehr klein, als ich das Versprechen gab“ - angesichts der vielen Ferien, die Bibi zwischen Folge 1 und 62 in Falkenstein verbracht hat, wäre das sogar logisch, aber gealtert sind sie halt trotzdem nicht).
Bei DDA spielt der Tod von Anne Grevenbroich eigentlich schon lange keine Rolle mehr. Marie akzeptiert Tessa längst als Stiefmutter. Trotzdem hat man es hier zumindest für die ersten Folgen geschafft, den Hintergrund passend zur Figur zu kreieren. Nach Folge 11 ist es aber nicht mehr weiter wichtig, in der 53, als die Hochzeit von Tessa und Helmut ansteht, geht man nochmal drauf ein.
Franzis Oma, joa, sie stirbt zumindest in der Hörspielfassung off-screen, ihr Tod kommt auch sehr plötzlich. In der Folge danach wird das nochmal erwähnt. Einen richtigen Handlungsstrang entwickelt man aber nicht daraus. Von daher eigentlich nicht so wirklich tiefgängig.
Bei TKKG setzt sich nur Folge 79 einigermaßen mit dem Tod von Tims Vater auseinander. Es gibt zwar immer mal wieder Erwähnungen in einigen anderen Folgen, aber nichts wirklich Gravierendes. Man muss aber auch dazu sagen, dass Stefan Wolf die Serie nicht für emotionale Dramen oder folgenübergreifende Handlungen konzipiert hat. Auch wiederkehrende Charaktere außerhalb der Eltern sind bei ihm ziemlich Mangelware. So haben TKKG ständig andere Lehrer, Mitschüler, Freunde und Feinde bei der Polizei, Lieblingsitaliener und Gaby hat ständig ne neue beste Freundin. Ich würde sogar fast sagen, außerhalb der Eltern sind nur Wespe und Schuldirektor Freund regelmäßig wiederkehrende Figuren, die Wolf erfunden hat. Sprich: Es passte bei TKKG einfach nicht ins Konzept. Tims Vater ist in erster Linie nur tot, um seine Mutter als ärmlich und hilflos darstellen zu können und damit er einen weiteren wunden Punkt neben Gaby hat.
Immerhin werden die Toten aber bei Europa nicht verleugnet. Bei Alex spricht man das Thema Mutter ja gar nicht erst an, bei Bibi ist es ja sogar noch schlimmer, indem Boris selbst in den Momenten nicht genannt wird, die danach verlangen, obwohl es bewiesen ist, dass es ihn gab, er existiert einfach gar nicht mehr. Leila bei Benjamin auch nicht.
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17.11.2024 16:51
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Holger
Hörspiele-Café
   
Dabei seit: 21.02.2016
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Auch wenn Trauer nicht immer automatisch Tod bedeutet, fallen mir spontan noch diese zwei Hörspiele ein.
Mäusehimmel" von Petra Schmidt-Decker aus ihrer Hörspielreihe um Nichi und Tinchen Braunfell:
| Zitat: |
| Katinka Katze hat Oma Haselmaus so schwer verletzt, dass sie aufgehört hat zu atmen. Nun wird sie – wie jedes andere Lebewesen – zuerst zu einem Nebelgeist und dann zu einem Stern. Sterne beschützen. Als Katinka Toschi fressen will, kleben die Braunfells ihr das Maul zu. Endlich Ruhe, wenn auch nur eine Zeitlang! Vorsichtshalber nehmen die Mäuse Hieronymus Hirschkäfer mit, um nachzusehen, ob der Klebstoff noch hält. Die Katze erwischt Tinchens Schwanz mit der Tatze, doch, zwick-zwack, befreit der Käfer seine Freundin. Alle fürchten den Moment, wo der Klebstoff nicht mehr wirkt. – Papa Braunfell bietet Katinka einen Friedensvertrag an. Sie willigt ein. Als Toschi in eine Falle gerät, befreit Katinka ihn, und am Himmel strahlen zwei Sterne mehr als alle anderen: Oma Maulwurf und Oma Haselmaus. Mit mehr Liebe wurde das Thema Sterben noch nie für Kinder aufbereitet. |
Und dann gibt es auch noch das Buch und das Hörspiel "Servus Opa, sagte ich leise" von Elfie Donnelly. Das kenne ich persönlich allerdings nur vom Titel her.
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17.11.2024 17:40
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