Ich fall’ dann mal ein wenig aus der Reihe…
Das positive vorweg: Der Einstieg ist schon recht einzigartig. Klößchens Leidenschaft für Süßes findet Raum und zwar ohne zu nerven und tatsächlich darf er mal drauf hinweisen, dass es auch nicht gut ist, sich immer alles zu versagen. Die „Klangreise“ ist eine originelle Idee und den Gartentorcheck fand ich irgendwie lustig.
Insgesamt kann man der Geschichte leicht folgen, sie gut mal eben weghören.
Nicht katastrophal, aber weniger positiv:
Der Einstieg hat mich schon gleich schlecht eingestimmt: Erst Klößchens Körpergeräusche und dann dieser Erzähler – ich mag den einfach nicht! Der hat mir hier und auch im späteren Verlauf viel zu viel zu erzählen.
Was ebenfalls mit der Zeit nervte: Der ewig wiederholte Audioclip. Und trotzdem konnte ich mir auch zum Schluss noch immer nicht vorstellen, wie das technisch funktioniert, dass man übergangslos erst den einen und dann den anderen Mann hört. Der andere müsste doch den einen erst irgendwie vom Mikrofon wegschubsen und dieser eine dreht sich auch noch blitzschnell so, dass er dem anderen den Mund zuhalten kann und dass ohne irgendwelche Geräusche zu verursachen.
Auch etwas unschön: TKKG benehmen sich etwas zu sehr wie die Profis in spe. Gaby bekommt ganz selbstverständlich von ihrem Vater die Infos und sogar das Skript; man ist bei der Befragung der Pförtnerin dabei; befragt die Frau des Verschwundenen („ich bin die Tochter des ermittelnden Kommissars“ – welche Qualifikation!); spürt der Klangreise des Wiederaufgetauchten nach… Das einzige, das da fehlt sind Zweifel an der Geschichte. Keiner findet zwischendurch mal irgendetwas seltsam, das ist dann wieder unprofessionell.
Und dann die „alles auf einmal“-Aufklärung in großer Runde mit Tims Geistesblitz – wie sich das gehört für die vier Fragezeichen.

Ein Element, mit dem ich so meine Schwierigkeiten habe.
Die Folge fand ich okay, aber mehr nicht.
P.S.: Das heißt nicht „Zäpfchen“, das heißt „Nupsi“! Weiß doch jeder!