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101 - und das Hexen-Handy
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Mikosch373
dey/denen
   
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Die drei Fragezeichen - und das Hexen-Handy (101)
Der Titel klingt super, das Cover mit dem giftgrünen Handy und den Hexenfingern finde ich persönlich schön gruselig und der Klappentext hört sich interessant und vielversprechend an. Den Anfang finde ich irgendwie schön mit dem kaputten Fahrrad und Bob, der völlig empört von der Vorstellung ist, Peter allein durch den Wald irren zu lassen. Wäre auch echt komisch, wenn er einfach so davongefahren wäre…
Auch der Fund des Schulranzens und die beiden Telefonate sind solide erzählt, durch das Handy und das Kichern kommt sofort eine gruselig-spannende Stimmung auf. Wie die drei sich in der Zentrale über das Handy austauschen und wie die drei dann gemeinsam zu den Scotts fahren und dort mehr über die Hexe erfahren, gefällt mir ebenfalls.
Die Hexe selbst ist auch sehr gruselig und gerade wie sie Peter gefangen nimmt und dann im Käfig quält, hat schon was von einem Psychothriller oder Horrorhörspiel. Wer hinter der Hexe steckt, hört man zwar ziemlich schnell, aber die genauen Zusammenhänge erschließen sich erst später.
Und da Peter später auch noch in Lebensgefahr schwebt, wird die Geschichte immer spannender. Zur Spannung trägt auch die treibende, horrormäßige Musik bei, und natürlich die wunderbare Sprecherleistung von Amanda Lear. Das alles führt zu einem erstaunlich packenden Finale, in dem auch Peter glänzen kann.
Wie die Transidentität von Monique Carrera behandelt wird, finde ich zu Anfang etwas unglücklich. Die Aussage von Justus, Monique sei „als Mann geboren“ worden, kann man für ein Hörspiel für Kinder noch durchgehen lassen, auch wenn es nicht korrekt ist, aber zu sagen, dass sie „das Verlangen in sich spürte, lieber eine Frau zu sein“ ist schon ziemlich falsch.
Eine Transfrau „möchte“ keine Frau sein, sie fühlt sich als Frau. Sie wurde als Frau, aber mit anderen Geschlechtsmerkmalen geboren. Das hat nichts mit dem freien Willen zu tun, sondern damit, dass sie einfach so ist. Sie kann sich das nicht aussuchen. Das kommt bei Justus‘ Erklärung leider nicht rüber.
Auch danach von „Mrs. oder Mr. Carrera“ zu sprechen, sehe ich sehr, sehr, sehr kritisch. Wenn klar ist, dass Monique Carrera eine Frau ist, was aus den Aussagen der Kollegin ja deutlich hervorgeht, muss man sie auch als Frau bezeichnen. Das nicht zu tun ist absolut inakzeptabel.
Gerade deshalb finde ich aber gut, dass Justus später dazu übergeht, nur noch von Mrs. Carrera zu sprechen. Das hätte er mal gleich machen sollen, so intelligent wie er ist, kann das für ihn doch nicht so schwer sein. Auch gut finde ich, dass Mrs. Carrera nicht die Täterin ist. Transpersonen werden viel zu oft als böse dargestellt.
Den Abschlussgag betreffend: Ich kenne das Buch nicht und weiß nicht, wie und ob da ein Fehler passiert ist, aber mit gutem Willen kann man die Szene auch so interpretieren, dass Peter Mrs. Carrera so sehr als Frau wahrnimmt, dass er überhaupt nicht mehr an ihre Transidentität denkt. Gefällt mir jedenfalls besser als dass einfach vergessen wurde, dass er bei dem Gespräch mit Mrs. Jones dabei war.
Fazit: 9 von 10 Punkten
__________________ Ich möchte bitte in Zukunft mit den Pronomen dey/denen angesprochen werden:
Beispielsätze:
Dey hat das Telefon abgehoben.
Ist das deren Hund?
Ich bin denen erst kürzlich begegnet.
Ich verstehe dey so gut.
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15.12.2022 12:08
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HerrSchmeichler
Sekretär
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Die Folge kratzt ohne Frage in manchen Momenten am Trash, aber dafür kann sie über weite Teile mit einer wirklich gruseligen und spannenden Atmosphäre trumpfen. Die vielen nächtlichen Szenen, unheimliche Hexensichtungen, entführte Kinder, die in Käfige gesperrt werden... Das ist schon ziemlich düster und erinnert stellenweise an die Grusel-Serie. Da fällt es auch nicht so ins Gewicht, dass die aufmerksame Hörerschaft die Identität der Hexe vor der Auflösung erahnen kann, denn das Motiv und die Zusammenhänge bleiben lange Zeit unklar.
Die Figuren sind vielschichtig und interessant, besonders Monique Carrera. Schön, dass die Darstellung einer Transfrau doch so gut gealtert ist. Amanda Lear hat die Figur toll gesprochen und das lässt sich auch über die anderen Sprecher*innen sagen. Bastian Pastewka macht es super, Marianne Kehlau als biestige Sekretärin ebenso und auch Woody Mues als Jeremy Scott bringt die Angst glaubhaft rüber.
Außerdem sind mir hier die Erzählertexte positiv aufgefallen, die mit Anmerkungen wie "Langsam wurde es draußen kühler. Peter zog den Reißverschluss seiner dünnen Jacke bis ganz oben. Er stand in einer windgeschützten Ecke..." sofort Bilder malen und zur Stimmung beitragen, anstatt lediglich Handlungsvorgänge zu beschreiben (wie z.B. beim Finale von "Nacht der Gewitter").
Interessant, dass es diesmal keinen richtigen Abschlusslacher gibt, sondern nur ein Schmunzeln von Monique Carrera. Passt aber auch zu der Folge.
9 von 10 Punkten
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07.08.2025 23:13
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HildaW
Junghexe
Dabei seit: 04.04.2024
Beiträge: 1.451
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Wirklich toller, packender Einstieg. Der Ranzen im Wald – hoffentlich ist nichts passiert… Gerade vorhin las ich von einem vermissten Jungen in Norddeutschland, da gruselt das doppelt.
Doch dann geht es schon abwärts: Bob vergaß, den Polizisten das Handy zu geben? Und die haben nicht danach gefragt?
Eine SMS mit Stromstoß und 666, Geraschel im Gebüsch, eine Hexe, Flucht!
Network TV ist bestens informiert und nun auch die Bevölkerung und damit auch die drei ??? – statt zu ermitteln, das ist doof.
Dann lässt man sich in die erste Falle locken und bei der Gelegenheit verpasst Peter der Hexe einen wichtigen Kratzer im Gesicht. Eine Sekretärin mit ebensolcher Wunde gerät daher unter Verdacht. Die andere Mitarbeiterin, gesprochen von Marianne Kehlau, ist wirklich toll, ein Highlight der Folge, wie sie da ihre Vorurteile ausbreitet.
Noch einmal allzu ausführliche Information über Network TV für die Öffentlichkeit. So kommen auch die drei ??? an viele wichtige Informationen, was soll das?
Die nächste Falle, die Jungs werden nicht skeptisch, trennen sich gar noch… Und so sitzt Peter alleine in einem Käfig. Die Szene ist gut gespielt, aber extrem anstrengend anzuhören.
Bob und Justus verfolgen die verdächtige Mrs. Carrera und gehen mit ihr in ihre Wohnung, wenigstens wird ein flaues Gefühl erwähnt. Und tatsächlich war es ihr Kater, der ihr die Kratzwunde zufügte: Sie hat ihm den Schwanz mit einer Zigarette verbrannt.
Na dann! Man erzählt ihr alles, sie glaubt zu wissen, wer hinter den Entführungen steckt. Wieso hat sie sich nicht an die Polizei gewandt?
Auf in den Showdown. Peter ist plötzlich da – er hatte sein Dietrichset dabei, das trotz Durchsuchung nicht gefunden wurde und so konnte er sich im Off selbst befreien, vom Anrufbeantworter der Zentrale wichtige Informationen erhaschen und Jeremys Handy konnte er mitten im Überfall auch noch der „Hexe“ in die Tasche stecken… Interessante Überraschung, aber irgendwie lahm, wie das einfach nur nacherzählt wird. Ein Justus-Erklärmonolog…
Zu abgefahren, zu viel Unlogik und vor allem nicht unterhaltsam anzuhören. Dabei fing die Folge wirklich stark an, schade.
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13.10.2025 18:35
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