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047 - Unter Verdacht
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Kirschtörtchen
Pâtissière
  
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| Zitat von Al_Stone: | @Kirschtörtchen
Wie meinst du das, dass dir viel lieber wäre, wenn die Serie "etwas diverser" wäre?
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Erstmal sind die Hauptfiguren ausschließlich Mädchen. Zudem stammen die Protagonistinnen scheinbar ausnahmslos aus der privilegierten Gesellschaftsschicht und bleiben auch größtenteils unter sich. Die kulturelle Vielfalt, wie man sich in Deutschland findet, gibt es nicht. Bei einem so jungen Hörspiel wundert mich das und ich halte es nicht mehr für zeitgemäß.
Ich finde das jetzt nicht dramatisch schlimm, aber schade, weil es m.E. realitätsfern ist.
| Zitat von Barbie-Bibi-Fan: | | . Für uns "erwachsene" Hörer wäre es sicherlich schöner, die Mädels wären etwas älter so 16 - 17 Jahre, und die Fälle auch nicht ganz so teeniebezogen. Aber auf die Zielgruppe 8 bis 13 Jahre ist das alles glaube ich schon gut ausgewählt. Das sind ja heute die beherrschenden Themen: Casting, Popstars, Topmodels, Vlog-Star … Ich kann damit auch wenig anfangen und habe deswegen dem gängigen TV auch fast gänzlich den Rücken gekehrt. |
Aber genau das ist doch auch wieder so ein blödes Rollenklischee. Mädchen stehen auf Castings, Poptars, Topmodels.... ist doch Quark. 
Man beeinflusst Mädchen und Jungen doch auch enorm durch diese Stereotypen und Rollenzuschreibungen. Halte ich für grundsätzlich falsch und behindert auch die freie Persönlichkeitsentwicklung.
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14.01.2019 16:20
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14.01.2019 16:33
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Mangobanane
Juniordetektiv
   
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Das kommt jetzt bestimmt wieder falsch rüber, aber gerade das finde ich gut, dass die Protagonistinnen kein bunter Mix aus aller Welt sind (anders als zB bei den Pfefferkörnern, da wirkt es für mich einfach so verkrampft, dass man zwangsläufig immer so 1, 2 Ausländer/Deutsche mit Migrationshintergrund dabei haben MUSS, ob es jetzt passt oder nicht. Es gibt Teams, da funktioniert das, aber ich würde halt eher danach gehen, ob man überhaupt gut miteinander harmoniert, danach gehts aber nicht).
Ich habe grundsätzlich nichts gegen Ausländer (vor allem nicht gegen jene, die sich sehr gut integrieren), aber in den Zeiten, wo jeder dritte bis vierte Tatort/Polizeiruf 110 ein Flüchtlingskrimi ist, gefühlt selbst in größeren Ortschaften mehr Ausländer als Deutsche wohnen und die Tageszeitung sich mittlerweile verpflichtet fühlt, jedes Mal, wenn jemand Wahnsinniges um sich schießt, gleich zu schreiben, dass vermutlich kein terroristischer Hintergrund vorliegt (das war vor 4/5 Jahren nicht so), bin ich einfach froh, wenn eine so gut produzierte Serie auch losgelöst davon gut funktioniert. Die Konfrontation damit hat man mittlerweile auf zig verschiedene Arten, auf mich würde das einfach nicht anders als "pflichtbewusst" wirken, so, als würde man es nur machen, weil es ja gerade jeder macht, aktuell und wichtig ist und sich irgendwie unter Druck gesetzt fühlt und man eigentlich viel lieber drauf verzichten würde.
Man kann das mal in einer Folge thematisieren (wird ja mit "Flammen in der Nacht" auch bald gemacht), da will ich gar nichts gegen sagen, aber irgendwann würde es mich schon ein Stück weit nerven, wenn man plötzlich meint, alle 3-5 Folgen "Randgruppen" in den Vordergrund stellen zu müssen. Ich will bei Hörspielen auch mal abschalten und die Weltnachrichten ausblenden können.
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14.01.2019 17:15
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Kirschtörtchen
Pâtissière
  
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| Zitat von Mangobanane: | | Das kommt jetzt bestimmt wieder falsch rüber, aber gerade das finde ich gut, dass die Protagonistinnen kein bunter Mix aus aller Welt sind (anders als zB bei den Pfefferkörnern, da wirkt es für mich einfach so verkrampft, dass man zwangsläufig immer so 1, 2 Ausländer/Deutsche mit Migrationshintergrund dabei haben MUSS, ob es jetzt passt oder nicht. Es gibt Teams, da funktioniert das, aber ich würde halt eher danach gehen, ob man überhaupt gut miteinander harmoniert, danach gehts aber nicht). |
Ich glaube, es kommt schon ganz richtig rüber.
Ob ein Team harmoniert oder nicht hängt doch nicht von der Herkunft der Menschen ab. Zudem handelt es sich um fiktive Geschichten, da ist es abhängig vom Autor, ob die Protagonisten gut harmonieren oder nicht und nicht von der sozialen oder ethnischen Herkunft.
| Zitat von Mangobanane: | | Ich habe grundsätzlich nichts gegen Ausländer (vor allem nicht gegen jene, die sich sehr gut integrieren), aber |
| Zitat von Mangobanane: |
Man kann das mal in einer Folge thematisieren (wird ja mit "Flammen in der Nacht" auch bald gemacht), da will ich gar nichts gegen sagen, aber irgendwann würde es mich schon ein Stück weit nerven, wenn man plötzlich meint, alle 3-5 Folgen "Randgruppen" in den Vordergrund stellen zu müssen. Ich will bei Hörspielen auch mal abschalten und die Weltnachrichten ausblenden können. |
Ich fände es schön, wenn die Gesellschaft in den Hörspielen gespiegelt würde. Wenn eine der Protagonistinnen männlich wäre und beispielsweise einen Migrationshintergrund hätte, würde das wohl kaum irgendwelche "Randgruppen", wie du sagst, in den Vordergrund stellen.
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14.01.2019 17:44
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Mangobanane
Juniordetektiv
   
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Da hast du mich falsch verstanden.
Erst mal, nein, bei Hörspielen hängt die Harmonie vielleicht mehr vom Autor ab als in TV-Serien, aber es sind immer noch die Sprecher/Schauspieler selbst, die dem Zuhörer/Zuschauer glaubhaft vermitteln müssen, dass sie befreundet / ein Paar sind. Es funktioniert sicher nicht, sich als Autor ein Pärchen zu basteln, das auf dem Bildschirm max. als gute Freunde funktioniert.
Zu der Herkunftsthematik: Der Unterschied liegt für mich darin, ob man es macht, weil man so etwas wie „gesellschaftlichen Druck“ verspürt oder ob - das bezieht sich dann mehr auf Schauspieler als auf Hörspielsprecher - die Personen sich schon im Vorfeld gut verstehen, miteinander anfreunden und sich die Bälle von sich aus gut zuwerfen können, dann ist das gar kein Thema. Ich bekomme halt immer eher den Eindruck, dass so etwas wegen Ersterem gemacht wird, so nach dem Motto: Der Charakter selbst ist eigentlich egal, er ist völlig austauschbar, es könnte auch ein anderer Afrikaner/Asiate/whatever sein, es geht uns nicht um ihn/sie, sondern darum, den (Migrations-)Hintergrund beleuchten zu können, der das einzig Relevante an dieser Figur ist.
Also sagen wir mal, bei TKKG wäre jetzt Klößchen Ausländer. Dann wäre immer nur die Rede von der Sportskanone Tim, dem Schlaukopf Karl, dem Afrikaner Klößchen und der tierlieben Gaby. Dass Klößchen gerne Schokolade isst und sein Vater Fabrikant ist, wäre nicht halb so bedeutsam wie dass er mit seiner Familie aus einem Kriegsgebiet fliehen musste. Und darum geht es mir.
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14.01.2019 19:12
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