Die drei Fragezeichen - Höhenangst (201)
Der Titel spricht mich sehr an, das Cover ist stimmungsvoll wegen der aufgehenden Sonne und spannend wegen der hängenden Person und der Klappentext klingt richtig gut. Allerdings bin ich skeptisch, denn Mord hat es bei den drei Fragezeichen noch nie so direkt gegeben und ich denke auch nicht, dass man das mit dieser Folge ändern wird.
Der Anfang ist ungewöhnlich. Bob ist nämlich zu Hause und bekommt von seiner Mutter das Telefon überreicht und eine verzerrte Stimme droht ihm, denn er ist der einzige Zeuge eines Verbrechens und besitzt angeblich Beweise dafür. Das erzeugt doch direkt mal Spannung! Wo ist Bob da nur reingeraten?!
Das mit dem Buch führt die Szene sehr gut fort, könnte aber noch ein wenig gelungener umgesetzt sein. In der Zentrale wird es dann noch ein bisschen interessanter und auch die Nachforschungen bei Lesley sind ganz spannend, auch wenn Lesley sehr unnatürlich rüberkommt und hier und da Betonungen versemmelt.
Der Anschlag auf Bob erzeugt nochmal mehr Spannung und die Ereignisse auf der Lesung sind auch interessant. Die Szene, die Lesley Bob macht, ist allerdings ein bisschen übertrieben. Warum glaubt sie einem fremden Typen, den Justus, Peter und Bob offensichtlich als Detektive suchen, mehr als einem langjährigen Freund?
Als Bob Justus und Peter Bescheid sagt, dass er einen Spezialauftrag für seinen Vater erledigen muss, ahnt man schon, dass das nicht die Wahrheit ist. Was sich danach bei Ben Hustler abspielt, ist ganz spannend, könnte aber noch spannender sein. Was es mit Loomy, Angie und den Beweisen auf sich hat, ist eine gelungene Auflösung, auch wenn ein, zwei Dinge erratbar sind.
Außerdem gefällt mir, dass Peter ein wenig ins Spotlight rückt und Angie nach einer riskanten Kletteraktion dingfest macht. Das hat er nach dem Jubiläums-Vierteiler wirklich verdient. Die abschließende Besprechung in der Zentrale klärt auch die letzten Unklarheiten. Wobei ich die Argumentation, dass Hustler mit seinem Erstlingswerk beweist, genauso gut zu sein wie seine Mutter, etwas schwierig finde. Auf einen großen Namen reagiert man als Lesender anders als auf einen unbekannten Namen.
Insgesamt würde ich die Folge in oberen Mittelfeld ansiedeln. Die Story ist zwar ganz spannend und die Auflösung in weiten Teilen unvorhersehbar, dennoch hat mich der Fall nicht hundertprozentig gecatcht und ein, zwei der Nebencharaktere haben mich stimmlich nicht überzeugt. Deshalb bin ich bei 7 Punkten.
Fazit: 7 von 10 Punkten
@HerrSchmeichler
Das mit der „Crimebusters“-Buchhandlung ist mir auch positiv aufgefallen!
__________________
Ich möchte bitte in Zukunft mit den Pronomen dey/denen angesprochen werden:
Beispielsätze:
Dey hat das Telefon abgehoben.
Ist das
deren Hund?
Ich bin
denen erst kürzlich begegnet.
Ich verstehe
dey so gut.