Dass es sich um Sabotage handelt ist eigentlich sehr schnell klar. Wer dafür verantwortlich ist und was seine Beweggründe sind, bleibt aber lange im Unklaren. Hierfür gibt es einen Pluspunkt. Aale-Peters Gelassenheit finde ich stellenweise etwas to much. Immerhin hat er seinen Laden gerade erst eröffnet. Einen schlechten Ruf kann man gerade dann wirklich nicht gebrauchen. Dass er nicht sofort bemerkt, dass die Kühltemperatur nicht mehr passt und die komplette Ware riechbar (

!) verdorben ist, finde ich etwas merkwürdig.
Schmunzeln musste ich über George, die gegenüber der Dame vom Gesundheitsamt gar nicht erst versucht, die Maus zu verheimlichen, sondern gleich raushaut, dass sie sie eingefangen haben. Ebenso über die Bewohner Kirrins. Die scheinen den Laden ja aufgrund der Plakate und Gerüchte plötzlich zu meiden. Aale-Peter haut seine komplette Ware zum halben Preis raus: Zack, rennen sie ihm die Bude ein.
Auch wenn ich Klischees, wie z.B. singende Fischer (in diesem Fall Ex-Fischer und Fischverkäufer) eigentlich eher nicht so mag, finde das mit den Seemannliedern hier eigentlich ganz nett. Die Gesangseinlagen haben mich zumindest nicht so sehr gestört, wie bei manch anderem Hörspiel. Definitiv positiv: Man hört bei Aale-Peter zwar hier und da den Küstenmensch heraus, verzichtet aber auf das extreme Hamburger Plattdeutsch. Könnten sich die Insel-Krimis u.a. mal ein Beispiel dran nehmen.
Insgesamt hätte die Folge etwas spannender sein können. Am Ende reicht es aber trotzdem für, wenn auch schwache 7 Punkte.