Achtung, Spoiler!
Gruselkabinett - Der Ghoul (186)
Der Titel ist zwar schlicht, aber da Ghoule mit Vampiren zu tun haben, finde ich ihn gut. Genauso den Klappentext. Das Cover sehe ich nach wie vor zwiegespalten. Die Grabmale sind schön gezeichnet, aber die Farben sehr hell. Deshalb kommt beim Betrachten kein Grusel auf. Allerdings ist die Anfangsmusik schon mal deutlich gruseliger als die in der vorhergehenden Folge mit Erich Zann.
Der Anfang selbst ist interessant, die berüchtigte Baronesse macht ihrem Ruf mit ihrer Stimme und ihrem Auftreten alle Ehre und das Aurelie ihre Begleitung ist, verheißt natürlich nichts Gutes. Schade finde ich, dass so ein Drama um die Hochzeit und darum, dass Aurelie als seine Verlobte nicht auf seinem Schluss bleiben darf, gemacht wird, nur um dann die Hochzeit gänzlich zu überspringen.
Das Aurelie dann einfach beginnt, von ihrer dunklen Vergangenheit zu erzählen, finde ich nicht so toll. Der Klappentext hat für mich eher nahe gelegt, dass sie ein großes Geheimnis aus sich macht und Hyppolit alles alleine herausfinden muss. In der Szene, in der Aurelie Bernardo einsperrt, verstehe ich nicht, warum die Baronesse die ganze Zeit über nur auf sie einredet und nicht selbst versucht, die Tür zu öffnen.
Während der Geschichte, die Aurelie erzählt, habe ich mich mehrfach gefragt, ob ich das richtige Hörspiel höre, denn von nächtlichen Ausflügen und einem Gatten, der dem Geheimnis seiner Frau auf die Spur kommen will, hört man bis zum 15. von 19. Kapitel nichts. Und auch dann wird nur kurz erwähnt, dass sie sich wegschleicht, und danach wird das, was im Klappentext als so bestimmend für die Geschichte angepriesen wird, nur noch ganz am Schluss erwähnt.
Toll finde ich auch, dass der zu rate gezogene Arzt, eine Schwangerschaft diagnostiziert, ohne je mit der Gräfin gesprochen oder sie untersucht zu haben. Was ist das denn für ein Quacksalber? Die Geschichte, die er über die Frau erzählt, die ihren Mann aufgeschlitzt hat, weil sie aufgrund ihrer Schwangerschaft Lust auf sein Fleisch hatte, ist auch das Dümmste, was ich je gehört habe. Wie kann ich als Arzt einer vermeintlich schwangeren Frau sowas erzählen?
Eine Medizin, die mir so ein Arzt anmischen gelassen hat, würde ich auch nicht nehmen. Hyppolit spricht aber auch immer nur mit dem Arzt, mit seiner Frau scheint er gar nicht zu sprechen. Ganz am Ende kommt dann das Unfassbare raus: Aurelie ist gar nicht schwanger, sondern ein Ghoul! Tja, Beruf verfehlt, lieber Medicus. Was für eine Scheißfolge. Der Klappentext ist eine richtige Ente und das, was stattdessen passiert, ist vergleichsweise beschissen. Nur die Szene auf dem Friedhof ist gut, weil gruselig.
Fazit: 1 von 10 Punkten
__________________ Ich möchte bitte in Zukunft mit den Pronomen dey/denen angesprochen werden:
Beispielsätze:
Dey hat das Telefon abgehoben.
Ist das deren Hund?
Ich bin denen erst kürzlich begegnet.
Ich verstehe dey so gut.
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