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Der "Abschlusslacher"
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Myrath
Sekretär
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@Dominik Vorerst nur soviel: Das Töröö und das Tschüss erfüllen eine ähnliche Funktion, auch wenn nicht unbedingt gelacht wird. Eine Art Abschlussformel.
@marcm200 Endwitz... auch ein wichtiger Aspekt. Muss der Abschlusslacher mit einem Witz verbunden sein, was ja öfter mal der Fall ist und nicht immer funktioniert? Wir nähern uns dem Kern
@FamSchroeter99 Und das ist der nächste Punkt. Das Wegfallen dieses Stilmittels und die Gründe dafür bzw. dagegen...
Auch hier nur soviel: Ich bin ebenfalls Pro-Abschlusslacher bzw. Schlussformel und finde es schade, wenn sie fehlen.
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12.11.2022 11:56
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Myrath
Sekretär
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@Mangobanane
Und damit liegen nun eigentlich alle Karten auf dem Tisch
Ich denke, der Abschlusslacher ist eine von mehreren möglichen Abschlussformeln für Geschichten, und zwar diejenige, die sich am meisten durchgesetzt hat. Diese haben mehrere wichtige funktionen: Sie zeigen genau an, wann die Geschichte beendet ist (nicht, wann sie "aufhört", das ist ein Unterschied). Sie schafft etwas Wiedererkennbares, ein Markenzeichen. Sie teilt uns mit, dass alle losen Enden von nun an keine gravierenden Auswirkungen mehr haben werden und dass es beim nächsten mal mit etwas Neuem weitergehen kann. Da Geschichten früher in der Regel zyklisch erzählt wurden (Fall der Woche) und nicht linear (eine Folge baut direkt auf die nächste auf und führt die Gesamthandlung fort), schafft sowas einen wiederkehrenden Wohlfühleffekt und trägt auch mit zur Langlebigkeit und Zeitlosigkeit sowie zur Wiederhörbarkeit einer Serie bei. Zusätzlich bringt ein Abschluss*lacher* auch noch Humor oder zumindest Freude mit ein, was nicht bei jeder Abschlussformel der Fall sein muss und vielleicht erklärt, warum gerade diese Form sich so durchgesetzt hat. (Wer hat ihn eigentlich erfunden bzw. ist damit angefangen? Gab es das schon vor H.G. Francis?)
Ein sehr bemerkenswertes Ereignis gab es bei Jan Tenner in den alten Folgen und zwar genau da, wo eine "Fall der Woche"-Erzählweise in eine lineare überwechselte und Ulli Herzog zum Schluss sagt: "Es ist das erste mal, dass ein Abenteuer unserer Freunde nicht mit einem befreienden Lachen endet".
Nun gab es mit der Zeit natürlich verschiedene Entwicklungen, was die Erzählweise von Serien, die Art von Geschichten und auch die Gewohnheiten und Erwartungen von Hörern angeht. Eine lineare Erzählform verbietet Abschlusslacher und sogar Schlussformeln allgemein fast von selbst. Auch wenn Serien der zyklischen Erzählweise formal treu bleiben, schleichen sich doch immer mehr lineare Elemente ein. Auch werden Geschichten zunehmend düsterer und pessimistischer; nicht unbedingt vom eigentlichen Inhalt her, der war früher teils auch schon düster, aber vom philosophischen Unterbau her (Schwierigkeiten können in Kindergeschichten überwunden werden vs. Sie werden uns ständig nachhängen). Hinzu kommt auch, dass es in Büchern zwar manchmal Abschlussgags gab, aber auch nicht undebingt Abschlusslacher und dass zum Beispiel pessimistische neue DDF-Bücher schwerlich auf einer freundlichen Note beendet werden können, selbst wenn die Hörspielumsetzer das vielleicht vorhätten.
Aber zur Abschlussformel selbst: Ich glaube, es ist ein Missverständnis, dass ein Abschlusslacher unbedingt einen Abschluss*gag* voraussetzt, da die Funktion ja eigentlich eine ganz andere war, wie oben beschrieben. Aus diesem Missverständnis ergaben sich dann bereits angedeutete Dinge in neueren Folgen wie tatsächlich unlustige Gags, nur damit gelacht wird oder sehr erzwungenes und gekünsteltes Lachen, was durch seine unechte Note (im Gegensatz zur sonstigen "echten" Sprecherleistung) dann den Abschlusseffekt ruiniert.
Ein herzhaften "Töröö" kann genauso funktionieren wie ein "befreiendes Lachen". Die Abschlussformel bei DDA kenne ich nicht, kann mir aber vorstellen, dass sie durch ihre bereits öfter erwähnte "Nervigkeit" auch den Sinn der Sache verfehlt.
Was ich gut verstehen kann ist, dass man auch mal eine düsterere Geschichte erzählen will und dass ein Gag dann natürlich nicht passt. Francis hat es andererseits oft verstanden, ernsten Sachen zum Schluss noch Humor abzuringen, was einer der Hauptgründe ist, warum ich ihn so toll finde. Zugegebenermaßen gab es aber auch ein paar seiner Abschlussgags, die nicht so gut funktioniert haben und die auch entsprechend gekünstelt belacht wurden von den Sprechern. Andererseits heißt das aber wieder, dass es in den anderen Fällen dann wohl auch für sie funktioniert hat
Was mich betrifft: Ich finde eine Abschlussformel sehr schön und auch wichtig, weil sie einen Zweck erfüllt. Es muss kein Lacher sein, aber wenn einer funktioniert, finde ich das optimal. Besagtes Töröö kann aber genau den gleichen Effekt haben. Sowas gehört für mich dazu. Sollte es mal ernster werden, sind die Lacher natürlich schwierig, aber etwas Humor geht auch ohne Juxgranaten.
Da unsere Serien sich meist im zyklischen Bereich bewegen, passt es auch weiterhin und sollte nicht z.B. durch unlustige Gags und gehässiges Gelächter untergraben werden. Geht man aber in den Bereich des linearen Erzählens, gelten natürlich andere Regeln und man muss das entsprechend anpassen. Offene Enden sind da fast ein Muss. Für Kinderserien halte ich diese Erzählform aber nicht unbedingt für geeignet und es wäre auch schön, wenn man nicht zu pessimistisch werden würde und den Kindern immer eine Lösbarkeit von Problemen anbietet, weshalb die Abschlussformel eine Art besiegelnder Funktion hat.
Ein Kompromiss heutzutage wäre natürlich eine Abschlussformel ohne Lachen zu verwenden, die auch mal bei ernsteren Sachen passt. Sagen wir zum Beispiel wie bei Captain Blitz, nur ohne das Lachen dazu.
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12.11.2022 12:44
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12.11.2022 12:49
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MihaiEftimin
Ikonenjäger mit Waffenschein
   
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Herkunft: Westfalen
1. Experte: Die drei ???
2. Experte: TKKG
3. Experte: Die drei !!!
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@Myrath Im Prinzip kann ich dir in allen Punkten zustimmen - nur einen Einwand habe ich, und der ist eher edukativ aufzufassen.
| Zitat von Myrath: | Die Abschlussformel bei DDA kenne ich nicht, kann mir aber vorstellen, dass sie durch ihre bereits öfter erwähnte "Nervigkeit" auch den Sinn der Sache verfehlt.
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Die DDA-Abschlussformel lautet: "Die drei Ausrufezeichen sind gut!" - "Die drei Ausrufezeichen sind besser!" - "Die drei Ausrufezeichen sind unschlagbar!" - *Abschlussmucke* Wie schon erwähnt, erfolgt die Formel bei Auslandsfolgen auch gerne mal in der jeweiligen Landessprache, ansonsten gibt es sie ausnahmslos am Ende jeder Folge. Sie mag für viele Leute als nervig gelten, aber ich persönlich denke, für die Zielgruppe hat sie exakt den Effekt, den du beschreibst - das Zeichen, dass der Schiri abpfeift, die Geschichte zuende erzählt ist, alle Fragen geklärt sind, alle nach Hause gehen, und wer Bock hat, kann sich ja noch eine Folge anhören. 
Eben ähnlich wie der Abschlusslacher bei DDF oder das Töröö bei Benjamin (behaltet das gefälligst bei, KIDDINX! So eine schöne alte Tradition, Herrgottmarie!)
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12.11.2022 15:21
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Mikosch373
dey/denen
   
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1. Experte: Wendy
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Hörspielserien:
                  und 7 weitere.
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Ich sehe das ziemlich genau wie Mangobanane. Grundsätzlich finde ich Abschlussformeln schön, weil sie eine Serie rund machen und für die Fans eine schöne Tradition darstellen können.
So empfinde ich den Abschlusslacher bei den drei Fragezeichen als etwas, das ich nicht missen möchte. Das kenne ich so und wenn er auf einmal weg wäre, würde ein wichtiger Bestandteil des Hörspiels fehlen.
Allerdings erscheint mir auch dieser Abschlusslacher in manchen Folgen als sehr erzwungen und die Selbstbeweihräucherung der drei Ausrufezeichen empfinde ich nicht als schöne Tradition, sondern einfach nur als ätzend.
Wenn die drei Mädels einen Fall gut lösen, geht es ja noch, aber wenn sie einen Fall dermaßen verhauen, dass der Spruch am Ende wie pure Ironie wirkt, ist das einfach lächerlich.
Ich empfinde den Power-Spruch zum Beispiel als viel schöner. Das ist genauso eine feste Tradition, die die Geschichte rund macht, auch wenn sie an verschiedenen Stellen und innerhalb des Hörspiels kommt.
Zum Thema vorausgehender Gag: Ich finde es schön, wenn bei den drei Fragezeichen ein Gag vor dem Abschlusslacher kommt, und frage mich, wenn das nicht der Fall ist, auch manchmal, warum die jetzt so abdrehen.
Aber ein Gag muss auch nicht unbedingt sein. Das ist für mich vergleichbar mit der Überleitung zum Abschluss-Törööö: Es ist ein besonderer Pluspunkt, wenn vorhanden, aber keine Notwendigkeit.
__________________ Ich möchte bitte in Zukunft mit den Pronomen dey/denen angesprochen werden:
Beispielsätze:
Dey hat das Telefon abgehoben.
Ist das deren Hund?
Ich bin denen erst kürzlich begegnet.
Ich verstehe dey so gut.
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12.11.2022 17:01
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Myrath
Sekretär
Dabei seit: 02.08.2022
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| Zitat von Murphy: | | Den Abschlusslacher bei den drei ??? fand ich meistens gut. Schade, dass es ihn nicht mehr gibt. |
Ich bin ja gerade bei den neuen Hörspielen nicht mehr drin. Bei den Büchern noch einigermaßen. Ist der Abschlusslacher komplett weg? Wie lange eigentlich schon?
(Wo ist der Prof, wenn man ihn mal braucht 
).
Aber irgendwie ist das recht signifikant für die aktuelle Phase, in der wir uns bewegen... 😞
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13.11.2022 10:37
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13.11.2022 10:37
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