|
011 - Der Untergang des Hauses Usher
|
|
|
Mikosch373
dey/denen
   
Dabei seit: 26.07.2013
Beiträge: 25.970
Spiel-Beiträge: 1579
1. Experte: Wendy
2. Experte: Die drei !!!
3. Experte: Bibi & Tina
Hörspielserien:
                  und 7 weitere.
 |
|
Achtung, Spoiler!
Gruselkabinett - Der Untergang des Hauses Usher (011)
Eine Folge, die mich allein vom Namen her schon sehr anspricht. Aber auch das Cover ist sehr schön: Das einsame Haus, der Nebel und der Rabe lassen trotz der hellen Farben eine bedrückende Düsterkeit aufkommen. Auch der Klappentext spricht mich nach wie vor sehr an.
Den Anfang schätze ich auch sehr, denn die Atmosphäre, die durch Cover und Klappentext aufkommt, wird durch das Vogelkrächzen und die Beschreibung des Hauses Usher gefestigt. Der etwas holprige Empfang macht sofort neugierig, denn Gäste scheinen wirklich sehr, sehr ungewöhnlich zu sein im Hause Usher.
Die stehengebliebenen Uhren, der Wunsch nach vollkommener Stille und die hysterische Madeline, die aus dem Haus fortgebracht werden möchte, erzeugen nicht nur Spannung, sondern auch Grusel. Das haben wir auch Claudia Urbschat-Mingues zu verdanken, die ihre Rolle wirklich großartig spielt.
Dass die Vorhänge zugezogen sind und es in Rodericks Zimmer stockfinster ist, verstärkt den Grusel erneut, aber noch mehr ist es Rodericks Stimme, die mich gruselt. Er klingt sehr unheimlich und das, was er sagt, alarmiert sofort. Auch die Beschreibung von Roderick lässt nicht gerade Gutes vermuten.
Die Überempfindlichkeit der Sinne, von der Roderick erzählt, finde ich jedes Mal interessant. Es erinnert mich irgendwie sehr an Migräne, bekommt durch Rodericks Erzählung und das ganze Setting aber einen viel gruseligeren und faszinierenderen Touch. Tobias Kluckert trägt mit seiner tollen Sprecherleistung aber auch dazu bei.
Es geht spannend weiter mit der Besichtigung der Gruft, dem Tod von Madeline und dieser plötzlichen Unruhe von Roderick vor dem Sarg. Die Stimmung ist zugleich gruselig, als auch bedrückend, wenn auch auf andere Weise als bei „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“. Der Tod der geliebten Schwester und die Musik, die gespielt wird, erzeugen eine ganz andere Traurigkeit.
Das Unwetter, die seltsame Erscheinung draußen und das Vorlesen der Rittergeschichte machen die Geschichte noch gemütlicher als ohnehin schon und das Gelächter und das Schreien zwischendurch sorgen für noch mehr Grusel. Die dramatische Wendung am Ende und der Zusammenbruch des Herrenhauses verleihen dem Hörspiel den letzten Schliff.
Für mich ist diese Folge ein genauso großes Highlight wie die Vorgängerfolge. Spannend vom Anfang bis zum Ende, die Atmosphäre ist vielschichtig und angenehm und es gibt ein paar interessante Wendungen. Die Sprechenden sind großartig und gerade die Schreie von Madeline und das Lachen von Roderick erzeugen bei mir Gänsehaut.
Fazit: 10 von 10 Punkten
__________________ Ich möchte bitte in Zukunft mit den Pronomen dey/denen angesprochen werden:
Beispielsätze:
Dey hat das Telefon abgehoben.
Ist das deren Hund?
Ich bin denen erst kürzlich begegnet.
Ich verstehe dey so gut.
|
|
|
25.03.2023 12:14
|
|
|
|
Chantal-Marie
Sekretär
Dabei seit: 01.02.2022
Beiträge: 3.637
Spiel-Beiträge: 39
Herkunft: Kiel
1. Experte: Bibi Blocksberg
2. Experte: Bibi & Tina
3. Experte: Die drei !!!
Hörspielserien:
              und 4 weitere.
 |
|
Die Folge ist wirklich sehr gut, ist jedoch kein Highlight, dafür sind andere Folgen dann doch noch besser.
Angefangen hat die Folge mit einer sehr düsteren Atmosphäre. Ich wollte von Anfang an wissen, was da los ist. Wieso weiß der Butler nichts vom Besuch? Ok das hat man bis zum Ende glube ich nicht erfahren. Wieso stehen die Uhren still und warum ist alles dunkel, habe auch kurzzeitig deswegen an eine Vampirgeschichte gedacht.
Die erste Szene mit Madeline hat Spannung auf mehr gemacht, auch wegen der tollen Sprecherleistung.
Überhaupt fand ich die Sprecherleistung hier besonders gut, es waren nur 4 Sprecher und dennoch hat nichts gefehlt.
Ich fand Madeline als Charakter auch einfach extrem interessant, ich wollte wissen, was hinter ihr steckt. Ich habe mir zwar schon gedacht, dass sie die Wahrheit sagt, dennoch war ich mir nicht zu 100% sicher.
Tobia Kluckert als Roderick war auch so gut. Die Rolle wurde richtig gruselig und düster gespielt. Die Atmosphäre in dem dunklen Zimmer, in dem Roderick war, dann seine Stimme, der Charakter, einfach alles war wirklich sehr gelungen. War die ganze Zeit auch vom Kopf her da.
Die nächste Szene mit Madeline in der Gruft war dann ein kleines Highlight in der Folge, da hier nochmal sehr viel Grusel rüberkam, besonders als sie kein Licht mehr hatten und Roderick plötzlich da stand.
Als Madeline gestorben ist, war mir ehrlich gesagt schon klar, dass sie noch lebt und Roderick da irgendwas eingefädelt hat, wusste nur nicht genau, was er gemacht hat. Das hat sich dann auch als wahr herausgestellt und ich hab die ganze Zeit gehofft, dass Philipp sie rettet. Hätte aber wohl nicht zur Geschichte gepasst, denn am Ende hat sie ihre letzte Lebenskraft genutzt, um ihren Bruder umzubringen, was denke ich auch zu seinem Plan gehörte.
Die Geschichte um die Ushers ist spannend und auch schockierend, habe da direkt daran gedacht, dass sowas ja damals öfter mal unter adligen vorkam, weiß aber nicht, ob das auch in dem Ausmaß war.
9 von 10 Punkten
|
|
|
28.07.2023 18:52
|
|
|
|
|
| |