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058 - Pickmans Modell
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Mikosch373
dey/denen
   
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Achtung, Spoiler!
Gruselkabinett - Pickmans Modell (058)
Den Titel mag ich, das Cover ist sehr stimmungsvoll mit den bunten Gemälden und den Backsteinmauern und der Klappentext macht mir immer Lust auf die Folge. Die Folge geht schon gruselig los mit den gehauchten Erzählungen, dem offensichtlich verwirrten Henry und den ratternden Geräuschen der U-Bahn.
Dann erfahren wir auch noch, dass Nacht ist, wir hören Henrys Stimme mit Echo und einen als eiskalt beschriebenen Wind. Die bedeutungsschwangeren Worte, das verlassene Haus, dessen Tür quietscht, und das mehrfache Türknarzen treiben den Grusel noch weiter in die Höhe.
Die Ungewissheit, die für Henry keine mehr ist, ist für den Hörenden sehr wohl noch eine Ungewissheit und da er immer wieder von schrecklichen Dingen spricht und der Gestank immer schlimmer wird, wird es immer spannender bis zu dem markerschütternden Schrei, der die Hochspannung und den Grusel erstmal zurückfährt.
Die Stimmung bleibt danach weiterhin bedrückt, denn ebendiese Stimmung bringt Henry mit seiner Stimme und seinen Worten rüber und man merkt ihm richtig an, wie er mit sich und dem, was er weiß hadert. Wir erfahren, dass er etwas Furchtbares erlebt hat, und das hätte man ihm bei dieser Performance auch geglaubt, wenn der Anfang nicht gewesen wäre.
Das Gespräch zwischen Henry und Eliot sorgt aber auch für Gemütlichkeit und ist eine sehr gekonnte Überleitung zur Rückblende, in der Pickman sein schockierendes Gemälde vor den anderen im Kunstverein zeigt. In dieser Rückblende zeigt sich auch nochmal, wie toll die Sprecherliste ist.
Zuerst hat Dietmar Wunder als Henry ja alles gegeben und er hört damit auch bis zum Ende nicht auf und jetzt liefern sich Sascha Rotermund als Pickman und Matti Klemm als Dr. Reid einen Streit, bei dem beide wirklich in ihren Rollen glänzen. Auch in den Gesprächen danach sind die beiden großartig.
Anschließend wird es durch die Geheimnisse, die Pickman Henry anvertraut, durch die Art und Weise wie er es tut und durch Musik und Nebengeräusche wieder unheimlich. Als sie dann zu dem alten Haus aufbrechen, wird es meiner Meinung nach auch gefährlich, denn Pickman klingt wie jemand, der alles für seine Kunst tun würde.
Die Beschreibungen, die Henry zwischen den Szenen mit Pickman abgibt, stören in diesem Hörspiel auch nicht im Geringsten. Sie wirken völlig natürlich in der Story und erzeugen ein schön gruseliges Bild des North End, in dem man sich selbst als Hörender nun verlassen vorkommt.
Dass die Bilder von Pickman gleichzeitig so grässlich und meisterhaft sind, erzeugt nochmal mehr Grusel. An dieser Stelle bin ich immer hin- und hergerissen, ob es besser ist, diese Geschichte als Hörspiel zu erleben oder ob es nicht doch schöner wäre, eine bildliche Interpretation der Gemälde zu sehen. Aber die eigene Vorstellung ist ja manchmal viel stärker…
Als Henry dann das Selbstportrait sieht, wird es nochmal gruseliger, denn Pickman klingt nun immer durchgeknallter und die Musik wird auch viel treibender. Dazu die Beschreibungen der noch grässlicheren Bilder, großartig. Es wird zwar immer wieder zurück zur Szenerie mit Eliot gewechselt, aber die Wechsel sind so gekonnt, dass der Grusel dadurch nur noch weiter steigt.
Als Henry das Foto entdeckt, kippt die Stimmung dann und der sonst berechnend ruhige Pickman wird laut und unkontrolliert. Durch das Kreischen der vermeintlichen Ratten erwartet man dann den großen Knall und der kommt überraschenderweise nicht im Keller, sondern in Form des Fotos, das Henry versehentlich eingesteckt hat und am nächsten Tag entdeckt.
Dass Pickmans Gemälde nicht allein auf Kreativität beruhen konnte man sich schon denken und auch, dass auf den Fotos mehr zu sehen ist, aber ich habe beim ersten Hören eher an Leichen gedacht und nicht an ein übernatürliches Wesen. Wie auch immer, wer in diesem Hörspiel kein absolutes Highlight sieht, den halte ich für verrückt.
Fazit: 10 von 10 Punkten
__________________ Ich möchte bitte in Zukunft mit den Pronomen dey/denen angesprochen werden:
Beispielsätze:
Dey hat das Telefon abgehoben.
Ist das deren Hund?
Ich bin denen erst kürzlich begegnet.
Ich verstehe dey so gut.
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21.05.2023 16:59
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Chantal-Marie
Sekretär
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Das ist Grusel, den ich vom Gruselkabinett erwarte!
Es fing sehr atmosphärisch und gruselig an. Am Anfang war der Grusel zwar noch leicht, aber das ist ja ach gut so, da sich das so schön steigern kann.
Die Fahrt in der U-Bahn habe ich am Anfang nicht richtig verstanden, aber der Sinn ergibt sich dann im Laufe der Geschichte und wurde gut als erste Szene miteingebaut.
Gemütlich ging es dann mit der Taxifahrt weiter, die schonmal durch die ganzen Andeutungen neugierig gemacht hat und ab da nachdem sich Henry und Eliot hingesetzt wurden fing die Spannung auch richtig an.
Das, was mich zuletzt noch gestört hat, nämlich dieses Nacherzählen, was bei Aylmer Vance den Grusel rausgenommen hat, wurd hier super umgesetzt. An Grusel hat es nämlich gar nicht gefehlt. Die Sprecher haben natürlich einen risiegen Teil dazu beigetragen.
Zuerst waren sie in der Erzählung bei dieser Ausstellung, die schon auf den Grusel vorbereitet hat, aber noch ganz gemütlich und lustig wegen dem Streit war.
Henry ging dann mit Pickman in sein Attelier. Hätte nicht gedacht, dass die Beschreibung der Bilder so viel Grusel in mir auslösen könnten. Diese Kreaturen und die Beschreibungen waren absolut grauenvoll. Hatte ja etwas Angst, dass zu wenig beschrieben wird, was da so drauf ist, aber so war es genau richtig. Man hatte eine vernünftige Beschreibung, durfte sich aber noch genug selbst vorstellen. Wäre es zu detailliert gewesen hätte es bestimmt den Grusel genommen, ist ja oft so.
Die Unerwelt war nochmal ein Highlight zum Ende hin, hatte etwas Angst. Was ch aber gerne genauer gewusst hätte, war was genau auf dem letzten Gemälde und dem Foto zu sehen ist.
Man kann hier eigentlich gar nichts anderes als 10 Punkte geben
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08.01.2024 21:43
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