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002 - Die Tage der Rosen
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Mangobanane
Juniordetektiv
   
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Reiterhof Dreililien 02 - Die Tage der Rosen
In dieser Folge werden neue Charaktere eingeführt, die der Serie auch erhalten bleiben. Mikesch ist am Präsentesten, der Mann für alles, den Nell heimlich ein bisschen vergöttert, was vor allem Jörn hin und wieder nervt. Übertragen auf Wendy ist Mikesch wohl eine Mischung aus Flavio Scalini, Mark Benson und Michael Reimers. Hier steht ja bald schon der erste Sprecherwechsel an.
Roddy dagegen bringt man zunächst mal mit seinem Motorrad in Verbindung, er schafft es aber, anders als sein B&T-Pendant Freddy, nicht, sich wirklich gut in Szene zu setzen. Bei ihm habe ich im Verlauf der Serie oft das Gefühl gehabt, dass er nur verwendet wurde, wenn etwas gefehlt hat, ein Love Interest für eine weibliche Figur oder ein starker Helfer, der mit anpackt. Immerhin kann ich ihn aber stimmlich recht gut abgrenzen, da Tobias Pauls' Stimmfarbe mir noch aus der Wendy-Europa-Serie bekannt ist.
Dann gibt's da noch Sepp, dessen Rolle aber so klein ist, dass man nicht mal weiß, wer ihn spricht. Fürs Klischee eine sehr stimmige Rolle, die gerne größer hätte sein können.
Am Anfang wird wieder mal deutlich gemacht, wie schnell die Zeit in Hörspielen vergeht. Nur knapp 20 Sekunden, nachdem Jörn zum Telefonieren gegangen ist (vom Stall aus!) behauptet Nell, er wäre schon einige Zeit weg, daher müsste er Mikesch erreicht haben. Entweder der Typ kann sich beamen oder Nell hat ein echt sauschlechtes Zeitgefühl
Dasselbe dann später beim Gespräch zwischen Mikesch und Waldo, die sich wahnsinnig schnell einig sind.
Es gibt das erste politische Gespräch in der Serie und es wird noch lange nicht das letzte bleiben. Was diesen Punkt angeht, bin ich mittlerweile etwas zwiegespalten, anfangs war ich positiv überrascht, oft kommen diese Gespräche aber etwas erzwungen und auch zu belehrend rüber, teilweise wird sogar ganz schamlos und unverblümt Wahlwerbung für die Grünen gemacht, so direkt ist nicht mal McClean bei den Fünf Freunden. Die Figuren crashen mit diesen Gesprächen sogar Geburtstagsfeiern oder lassen sich gegenüber einem Kleinkind über die schreckliche Politik aus. Das finde ich dann doch etwas too much. Die Ansätze gefallen mir sehr, man drückt es aber mit der Zeit etwas zu sehr auf. Ich bin nicht in den 80er/90er-Jahren groß geworden und kann nicht beurteilen, wie realitätsnah es ist, dass man damals immer wieder solche Gespräche geführt hat. Sicherlich ist da was dran, gerade nach Tschernobyl, aber es kommt teilweise schon arg aus dem Nichts.
Das erste Viertel füllt man mit der Geburt des Fohlens Nell. Das kommt sehr atmosphärisch rüber und das Wissen wird gut eingebunden. Vor allem wirkt die Sequenz glaubwürdig, weil es Nells erste Geburt ist und somit ist es schlüssig, dass ihr alles erklärt wird.
Danach wird dann die Soap-Keule ausgepackt, aber dadurch, dass Nell als Ich-Erzählerin fungiert, ist sie immer dabei, was natürlich bei einer richtigen Soap nicht funktioniert. Mikesch kommt an und lebt sich ein, Kirsty wird schwanger, Richard schmiedet Pläne für das Haus und die Reitschule wird aufgebaut.
Insbesondere beim Handlungsstrang um Kirsty verwundert es, wie begeistert Nell ist. Nach ihrer Charakterzeichnung in Folge 1 hätte sie eigentlich etwas zögerlicher reagieren müssen. Aber Krekel verkörpert Kirsty halt auch so herzlich, dass man ihr kaum etwas krumm nehmen kann.
Nicht alles, was hier angerissen wird, wird auch ausgeschmückt. Mikesch scheint auf Kirsty zu stehen, aber es kommt nie zum Konflikt. Dass Nell zuerst Jörn küsst, sieht man auch eher weniger kommen, sie fährt eigentlich am Anfang mehr auf Mikesch ab.
Dann wird sich aber wieder etwas mehr auf eine Handlung fokussiert: Hazels Krankheit. Hier wird dann schon deutlich, dass die Serie nicht darauf abzielt, dass immer alles gut wird. Bei einer so kurzlebigen Serie fällt die Häufigkeit der Schicksalsschläge schon auf.
Dass Nell so eine starke Bindung zu Hazel entwickelt hat, ist für den Hörer nur bedingt nachvollziehbar, was halt einfach an der schnellen Erzählweise liegt. Sicherlich wird das in den Büchern besser ausgeführt. Die Serie "Miss Melody" macht es etwas besser.
Abgeschlossen wird mit Mikeschs Krankheit. Hier hat die Aufnahme 1,5 Minuten vor Schluss einen kleinen Hänger: "Nach dem Essen schlief-schlie-schlie..." 
Jörn wird eifersüchtig und somit wird angedeutet, dass Nell mit beiden zusammenkommen könnte (obwohl sie ja beide deutlich älter sind als sie). Aber am Ende gibt es dann doch wieder Küsschen mit Jörn. Ich frage mich, ob die Beziehung zwischen Nell und Mikesch in der Buchvorlage mehr thematisiert wird.
Mir gefällt auch die zweite Folge gut. Sie ist zeitweise etwas zu temporeich und ballert dem Hörer binnen 40 Minuten ein halbes Dutzend potentieller Handlungen für ganze Folgen um die Ohren, aber es greift alles gelungen ineinander über. Unter die Haut gehende Szenen sind hier für mich aber nicht dabei, deshalb gehe ich einen Punkt runter im Vergleich zu Folge 1. Der Titel ist hier noch bescheuerter als bei Folge 1, Rosen spielen zu absolut keinem Zeitpunkt irgendeine Rolle.
7/10
Vorgeschlagene Reihenfolge der Charaktere
Nell - Richard - Kirsty, Jörn - Matty - Waldo Moberg, Mikesch - Carmen - Roddy, Sepp, Sabine Mayredder
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23.07.2024 11:27
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23.07.2024 11:43
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Holger
Hörspiele-Café
   
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| Zitat von Mangobanane: | | Es gibt das erste politische Gespräch in der Serie und es wird noch lange nicht das letzte bleiben. Was diesen Punkt angeht, bin ich mittlerweile etwas zwiegespalten, anfangs war ich positiv überrascht, oft kommen diese Gespräche aber etwas erzwungen und auch zu belehrend rüber, teilweise wird sogar ganz schamlos und unverblümt Wahlwerbung für die Grünen gemacht, so direkt ist nicht mal McClean bei den Fünf Freunden. Die Figuren crashen mit diesen Gesprächen sogar Geburtstagsfeiern oder lassen sich gegenüber einem Kleinkind über die schreckliche Politik aus. Das finde ich dann doch etwas too much. Die Ansätze gefallen mir sehr, man drückt es aber mit der Zeit etwas zu sehr auf. Ich bin nicht in den 80er/90er-Jahren groß geworden und kann nicht beurteilen, wie realitätsnah es ist, dass man damals immer wieder solche Gespräche geführt hat. Sicherlich ist da was dran, gerade nach Tschernobyl, aber es kommt teilweise schon arg aus dem Nichts. |
Ich habe zumindest die zweite Hälfte der 1980er Jahre bewusst erlebt. Ich kann mich noch etwas daran erinnern, was nach Tschernobyl (oder besser, nach Bekanntwerden des GAUs) los war. Gemüse nur noch aus Gewächshäusern, etc. Ich habe damals auch mitbekommen, dass es bei Tiergeburten oft zu Missbildungen kam und die Tierärzte es auf Tschernobyl zurückführten.
Und die Grünen waren nun mal die Protestpartei der 1980er Jahre. Klar, es gab auch NPD und Co., aber die wurde wirklich nur von Randgruppen gewählt, während die Grünen die Stimmen von vielen Bekamen, die mit der Politik vorallem von CDU/CSU und FDP unzufrieden waren. Umweltschutz war auch ein sehr großes Thema in den 1980er Jahren (oh Wunder!). Waldsterben war omnipräsent - in der Schule, in den Nachrichten, usw. Dazu dann noch Themen wie Aufrüstung, Angst vor einem nuklearem Krieg ("The Day After"), erst später dann das Ende des Kalten Krieges, usw.
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23.07.2024 12:05
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HildaW
Junghexe
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Zu Beginn sitzen Nell und ihr Vater im Auto. Sie waren in München (warum auch immer) und freuen sich, zurück aufs Land zu kommen. Kleiner Patzer: Der Vater merkt an, es war richtig, vor ein paar Monaten umzuziehen. Es können höchstens ein paar (wenige) Wochen sein, denn es sind immer noch Sommerferien.
Nell ist das erste Mal bei der Geburt eines Fohlens dabei. Während sie gemeinsam mit Jörn im Stall sitzt und wartet, sinniert dieser über den Sinn des Weitermachens, während Politiker die Macht haben, über Krieg und Frieden zu entscheiden. Er fragt Nell, ob sie im Oktober mitkommt zu einer Friedensdemo in München, was sie „natürlich“ zusagt.
Das Fohlen kommt ohne besondere Schwierigkeiten zur Welt und soll „Nell“ genannt werden, weil Nell geholfen hat, es zur Welt zu bringen.
Während Nell (die Erzählerin, nicht das Fohlen 
) am nächsten Morgen ausschläft, ist Jörn bereits unterwegs, um Mikesch vom Bus abzuholen.
Dessen Sprecher übernimmt kurz darauf die Rolle des Jörn und da ich die Serie schon oft hörte, komme ich in diesen anfänglichen Folgen gelegentlich durcheinander, wer nun was sagt.
Nell beschreibt Mikesch als unglaublich gut aussehend und kann sich nicht vorstellen, dass jemand mit solch einem Aussehen für wenig Geld hart arbeiten will. So kann man sich täuschen.
Die nächste Neuigkeit verkündet Kirsty: Sie bekommt „nen Kind“. Nell freut sich – „wenn ich mich schon über ein Fohlen so freue, wie sollte ich mich dann nicht über ein Baby freuen“. Nicht wirklich logisch, aber bitteschön, so bleibt wenigstens die Harmonie erhalten.
Dann geht es los mit dem Reiterhof Dreililien: Es werden Anzeigen geschaltet und die ersten 21 Anrufe werden mit einer Feier am Weiher gefeiert, ganz selbstverständlich mit Sekt, Wein und Schweinswürstchen. Nell achtet erst darauf, dass ihr Vater nicht merkt, dass Mikesch Kirsty mag und dann darauf, dass Carmen nicht merkt, dass Jörn ihre (also Nells 
) Hand nimmt.
Dann beginnt das neue Schuljahr, für Nell eine neue Schule und eine neue Klasse, in die auch Carmen geht.
Nell fragt Kirsty, ob sie sich einen Jungen oder ein Mädchen wünscht und Kirsty antwortet: „Ach, ich nehme es, wie es kommt.“ Ich hörte diesen Dialog, wie früher quasi alles, völlig unkritisch, während meine Mutter kommentierte: „Was denn auch sonst?“
Nells Lieblingsstute Hazel hat Hufrehe und es droht die Tötung durch den Abdecker.
Der erste Reitunterricht. Am Samstag mit sechs Anfängern, die offenbar gleich in der Gruppe reiten sollen. Es werden Zwillinge erwähnt, eventuell sind Mücke und Charly gemeint, die in einer späteren Folge Erwähnung finden. Christian, der schon bald den Spitznamen „Roddy“ erhält, da er Rod Stewart ähnlich sieht, kommt mit seinem Mofa aus Rosenheim angedüst.
Nell entschließt sich, Hazel zu kaufen. Ob eine 15jährige ein Pferd kaufen und für dessen Unterbringung arbeiten darf, frage ich mal lieber nicht, das wäre zu unromantisch.
Dann geht der Sommer zu Ende, Mikesch wird krank und Jörn eifersüchtig, weil Nell sich um ihn kümmert.
Die anfangs erwähnte Friedensdemo findet statt, es ist also jetzt Oktober. Bei der Abschlusskundgebung küssen Nell und Jörn sich „Es war sanft wie ein Versprechen“.
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Auch diese Folge gefällt mir sehr gut. Es kommen weitere wichtige Personen dazu, der am Ende der ersten Folge gefasste Plan mit der Reitschule wird umgesetzt.
Mit den politisch-gesellschaftskritischen Einwürfen habe ich immer so meine Probleme. Da werden sehr komplexe Themen in ein paar Sätze verpackt und wirken dadurch so absolut, sehr schwarz-weiß. Manchmal auch sehr konstruiert, aus dem "Nichts" herbeigeholt. Wobei das in den letzten drei Folgen noch auf die Spitze getrieben wird, da ist das hier harmlos.
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23.07.2024 15:57
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