„Der Sommer geht zu Ende“, verkündet Nell – in der vorigen Folge war es bereits Oktober.
Aber auch hier ist jetzt Ende Oktober, Nell schwänzt den Unterricht, weil Hazel beschlagen werden soll und trifft im Bus auf Carmen. Erst geht es um Carmens Gewicht und Schönheitsideale, dann um Vegetarier, schließlich im Stute Niobe, die Carmen übernehmen wird. Sinnieren, dass Herr Moberg und Carmens Vater im Laufe ihres Lebens hart geworden sind und überhaupt geht es vielen Erwachsenen nur noch ums Geldverdienen und dass man im Gegensatz dazu „innerlich jung“ bleiben kann. Als ob das Lebensalter alleine entscheidet für die Haltung und die Gefühle zu bestimmten Dingen ist.
Später am Tag schimpfen Nell und Carmen gemeinsam auf Pferdehändler Horckheimer, der sich drei von den schönsten Jungpferden aussuchte, „typisch“. Auch wieder sehr undifferenziert. Ohne den Verkauf von Pferden gäbe es Dreililien nicht. Ein anderer Händler wäre vielleicht sympathischer, aber die schönsten Tiere kaufen würde der genauso.
Die drei geretteten Rennpferde dürfen zum ersten Mal auf die Weide, was ohne Probleme von sich geht.
Es wird herbstlich, es gibt Herbststürme, Nell muss eines Morgens die unruhige Hazel trösten und versäumt fast den Bus. Zum Duschen hat’s nicht mehr gereicht, die anderen Schüler werden Nell wieder „Pferdeapfel“ nennen. Finde ich nur gerecht, dafür müssen sie den Geruch aushalten, den nunmal nicht jeder angenehm findet.
Ein wundervoller Abend, Vollmond, man beschließt einen Ausritt und überredet Helge, mitzukommen. Er ist aufgeschlossener, seit er mit Claudia aus Passau zusammen ist.
Kurzer Einschub über „Flaschenfohlen“ Joringel: Statt mit abgepumpter Milch der Mutterstute trinkt der Nachwuchs inzwischen bei Nofret, die allmählich nicht mehr genug Milch hat. Kein Wunder, es ist zwei Jahre her, dass ihr eigenes Fohlen bei der Geburt erstickte… Aber vielleicht hat sie inzwischen ein weiteres Fohlen bekommen, wer weiß.
Jörn hat keinen Studienplatz für Veterninärmedizin erhalten, seine Abiturnote ist zu schlecht. Kurzes Schimpfen über „Streber“, die bestimmt nicht die besten Ärzte werden.
Aber vielleicht muss Jörn sowieso ins Gestüt einsteigen, obwohl kein Geld für einen Mann mehr da ist. In der Folge, als ihm die Idee mit dem Studium kam, war eine gemeinsame Übernahme mit Matty und Mikesch geplant… Finde ich übrigens interessant, dass Jörn und Matty beide bis zum Abitur die Schule besuchen dürfen und nicht nach der neunten oder zehnten Klasse eine Ausbildung zum Pferdewirt machen (müssen).
Noch mal der Fehler mit „Mikesch ist auf einem Gestüt aufgewachsen“ – nein, ist er nicht, es war ein Rennstall. Laut Folge 2 hat er ein paar Semester Tiermedizin studiert, dann wäre er so ein Streber, mit dem menschlich nichts los ist…
Jörn hat nur noch ein paar Scheiben Brot da, sonst nichts zu essen, weil er in der Mittagspause nicht einkaufen konnte. Dann noch eine Runde Lästern über „Wohlstandstypen“, Matty platzt rein, Pferd Solveig hat -vermutlich- Kreuzschlag. In Folge 1 wurde der Namen „Ssolwej“ ausgesprochen, jetzt ist es „Solweik“.
Jörn und Nell gehen zurück in Jörns Wohnung und essen Gemüseeintopf – wo kommt der jetzt plötzlich her?
Carmen holt Niobe ab. Wieder wird über ihr Gewicht geredet. Am Beginn der Folge passten die besten Jeans nicht mehr, jetzt hat sie ihre Lieblingsjeans an.
Reitschülerin Sabine Mayreder hat sich in Rennpferd Victory verguckt und die Leute von Dreililien wären froh, wenn die Familie das Pferd übernimmt. Ob es gelingt, bleibt erstmal offen.
Hier gibt es wieder ein Schreibweisenproblem: In den Büchern steht Mayreder, im Inlay Mayredder.
Es ist Allerheiligen und Helges Freundin Claudia ist nicht wie angekündigt nach Dreililien gekommen, Helge geht es schlecht, er verschließt sich wieder total.
Es gibt weniger Wochenendreiter, Mikesch gibt Anzeigen auf und Jörn zweifelt, ob es genügend Leute gibt, denen das Freizeitreiten ausreicht. Die meisten wollen doch Turniere reiten, meint er.
Am Samstag vorm ersten Advent trifft man sich zum Adventskaffee im Kavaliershäusl. Pauli, Gesine und Roddy fehlen.
Man redet über Helge, der mit seinem Mofa nach Passau fährt, die Bahnkarte ist ihm zu teuer, er spart auf ein Motorrad. Genau wie Roddy.
Dann redet man über „Gott und die Welt“, viele negative Sachen, viel Schimpfen und Aufregung. Es geht um verstrahltes Heu und den letzten Sommer, kurz darauf um den Mauerfall. Zeitraffer.
Kirsty erzählt von ihrer Kindheit, allerdings passt das inhaltlich nicht zu dem, was sie in Folge 1 darüber erzählte.
Zum Schluss wird die Stimmung wieder aufgelockert. Kathrinchen ist noch nicht einmal drei Jahre alt, bekommt aber schon Märchen vorgelesen und kann den Inhalt wiedergeben.
Am Sonntagmorgen die Nachricht, dass Helge einen schweren Unfall hatte. Mikesch macht sich auf dem Weg zu ihm, Kirsty sinniert über Menschen, die immer nur herumgeschubst wurden und schließlich zu schwach sind, um Zurückweisung zu ertragen.
Nell schließt die Folge mit einem echten Cliffhanger: „Helge muss es einfach schaffen.“
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Schwierige Folge, sehr düster, nicht nur am Ende. Es ist mal wieder ein Pferd krank, viel undifferenzierte Meinung, die Themen wiederholen sich – wie es im Leben eben so ist, aber im Hörspiel doch irgendwann zu viel ist.