Eine Folge komplett in der Schule und ohne Gastsprecher.
"Wie immer" steht die Wahl zur Schulsprecherin an. In den Originalbänden bestimmt die Direktorin, zur heutigen Zeit passt das natürlich nicht mehr. Hanni und Nanni geben ihr Amt nach einem Jahr ab. Das Jahr begann in Folge 16.

Allerdings wurde das Schulsprecheramt lange nicht mehr erwähnt, zwischendurch hatten sie auch mal angekündigt, es abzugeben (Folge 28).
Es wird sehr schön dargestellt, wie die Mädchen sich Gedanken über die Wahl machen, die Rededuelle, Regeln, die Umsetzung. Hanni und Nanni teilen sich auf, Nanni hält zur lebhaften Jenny, Hanni zur vernünftigen Hilda.
Die Mädchen können ihre Zimmer nicht abschließen. Irgendwann früher konnten sie es mal, jedenfalls das Turmzimmer. Interessant finde ich die Fragen nach den Spanischen Wänden. In den Orignal-Bänden gibt es Vorhänge zwischen den Betten, in den Hörspielen finden sie allerdings keine Erwähnung.
Manche Dinge sind schon seltsam: Im Jahre 2017 gibt es noch keine Möglichkeit, sich in einem Internat vegetarisch zu ernähren und die Hausmutter klopft grundsätzlich nicht an.
Eine Schulzeitung ist "sen-sa-tion-ell". Versehentliche oder absichtliche Anspielung auf eine wohlbekannte Reporterin?
Hilda trägt fast wörtlich vor, was Elli in Erfahrung gebracht hat. Das ist sehr plump, aber so merkt wirklich jeder, dass es kein Zufall ist. Schön finde ich Hildas Reaktion und wie sie Tessi klarmacht, dass sie solche Tricks nicht möchte.
Innovativ ist die Idee von Schulsprecherteams nicht, aber in diesem Fall kommt sie dann doch etwas überraschend, einfach weil sie vorher gegeneinander angetreten sind.
Eine mitreißende Rede zum Schluss, Frau Theobald verkündet vor allen, dass der Umgang mit den neuen Medien gelernt werden muss, großer Jubel, schwupps, die Folge ist zu Ende.
Ich finde die Folge wirklich gut gemacht, sehr interessant anzuhören, eine der besten unter den neueren.