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Mikosch373
dey/denen
   
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Achtung, Spoiler!
Gruselkabinett - Der Vampir (030)
Der Titel ist schlicht, macht mir als Vampirfan aber sofort Lust aufs Hören. Das Cover ist schön düster und der Klappentext verspricht Großes. Es geht auch sehr verheißungsvoll los mit dem Monolog von Percy Aubrey, der mich persönlich stark an den Monolog von Laura in „Carmilla, der Vampir“ erinnert.
Auch die Geschehnisse auf der abendlichen Feier in London sind sehr interessant, vor allem die Untertöne im Gespräch zwischen Percy und Lord Ruthven, die immer neugierig auf mehr machen. Auch auf der Reise zum Kontinent fallen so viele unterschwellige Komplimente, dass man die Chemie zwischen den beiden eigentlich nicht überhören kann.
Durch den Brief von Onkel Henry wird dann auch thematisiert, dass Ruthven nicht nur die Damen der Gesellschaft verführt. Was mir an dem Brief gut gefällt ist, dass Henry Ruthven zwar aufgrund seiner Verführungskünste und seiner anzunehmenden Bisexualität als sehr gefährlich einstuft, aber keine Beleidigungen fallen.
Wenig später folgt dann das Zerwürfnis mit Ruthven und die erste Erwähnung des Vampirs, der vor Jahren Griechenland unsicher gemacht hat und Ruthven von der Beschreibung her sehr ähnelt. Es wird langsam gruselig, aber auch die Gemütlichkeit, die die ganze Zeit über schon herrscht, verstärkt sich. Denn es gibt ein Gewitter.
Lord Ruthvens Tod hat mich beim ersten Mal sehr überrascht, auch wenn ich natürlich nicht mit einem endgültigen Tod gerechnet habe. Die Durchsuchung von Ruthvens Gepäck finde ich sehr interessant, dass er dort die Scheide des Dolches findet, der Ianthe getötet hat, ist allerdings sehr vorhersehbar.
Aber es gefällt mir, denn es bringt wieder einen Umschwung Percys zu Lord Ruthven. Dieses Hin und Her zwischen Zuneigung für und Hass auf Ruthven finde ich sehr spannend. Percy ist innerlich von Anfang an sehr zerrissen und wenn man das auf die Metaebene überträgt, wird das Ganze noch spannender.
Der Zusammenbruch von Percy verlagert den Hauptschwerpunkt etwas von ihm zu Jane, was zusätzlich für Spannung sorgt. Dass Jane sich während Percys Rückzug mit Ruthven verlobt hat, ist natürlich auch eine Spannungsspitze, denn dadurch ist Jane in großer Gefahr. Warum Percy dennoch an seinem Eid festhält, verstehe ich allerdings nicht.
Natürlich könnte es sein, dass Ruthvens Vampirnatur der Grund dafür ist. Vielleicht kann man ein Versprechen, dass man einem Vampir gegeben hat, in Polidoris Mythologie nicht brechen. Allerdings wirkt es eher so, als sei Percy in seinen eigenen Moralvorstellungen gefangen.
Das Finale ist trotzdem spannend und das Ende mit Janes Verschwinden natürlich tragisch. Das viele Blut spricht nicht gerade dafür, dass sie heil aus der Sache herausgekommen ist. Ruthvens letzte Worte bringen auch nochmal ein bisschen Grusel rein und sein Angebot, Percy zu seinem Gefährten zu machen, ist verheißungsvoll.
Alles in allem liebe ich diese Folge, habe aber ein, zwei Kritikpunkte. Es gibt zwar ein paar gruselige Momente, aber vergleichbare Folgen wie „Carmilla, der Vampir“ sind deutlich gruseliger. Auch kommt mir Ruthvens Vampirnatur etwas zu kurz. Deshalb sind es für mich nur neun Punkte, obwohl ich die Folge als Highlight betrachte.
Fazit: 9 von 10 Punkten
__________________ Ich möchte bitte in Zukunft mit den Pronomen dey/denen angesprochen werden:
Beispielsätze:
Dey hat das Telefon abgehoben.
Ist das deren Hund?
Ich bin denen erst kürzlich begegnet.
Ich verstehe dey so gut.
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09.04.2023 18:26
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